Der Traum vom Horizont

Südsee Familiensaga

Alexandra Fischer

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Beschreibung

Apia, 1902: Die adelige Familie von Bahlow kommt aus Potsdam in die Kolonie Deutsch-Samoa, um dort einen Neuanfang zu wagen. Während der ehrgeizige Karl von Bahlow davon besessen ist, sich als Pflanzer einen Namen in der Kolonie zu machen, erleben seine Frau Rosa und die drei Töchter Grethe, Helene und Martha den Umzug in die neue Heimat auf ihre ganz eigene Weise. Die fremdartige Kultur der Südsee verändert jede der vier Frauen, beschwört schicksalhafte Begegnungen herauf und zeigt ihnen den Zauber der Liebe, während sich die Ereignisse schließlich überstürzen und im Ausbruch des ersten Weltkrieges gipfeln, der alles auseinanderzureißen droht.

Alexandra Fischer wurde in den wilden Siebzigern im schönen München geboren. Während ihre Freundinnen mit Puppen spielten, schrieb sie Geschichten, und das auch gerne mal mit Filzstift auf eines ihrer Kleidungsstücke. Nach ihrem Jurastudium ging sie in die Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre für ein deutsches IT-Unternehmen. Leider ließ ihr der Job kaum Zeit zum Schreiben und deshalb fasste sie eines Tages den Entschluss, sich selbstständig zu machen und ihr Leben wieder den Buchstaben zu widmen. Seitdem arbeitet sie als Texterin und schreibt in ihrer Freizeit zwischen all ihren Tieren historische Romane und Jugendbücher.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 536
Erscheinungsdatum 11.10.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7528-2851-1
Verlag BoD – Books on Demand
Maße (L/B/H) 21,5/13,7/3,9 cm
Gewicht 718 g
Auflage 2. Auflage

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Eine tragische, ergreifende Familiengeschichte
von Eva Müller aus Eschweiler am 08.04.2021

Der Traum vom Horizont ist ein historischer Roman aus der Feder von Alexandra Fischer. Diese Geschichte umfasst eine Zeitspanne von 13 Jahren, beginnend 1902 und endet 1915. Inhalt: Apia, 1902: Die adelige Familie von Bahlow kommt aus Potsdam in die Kolonie Deutsch-Samoa, um dort einen Neuanfang zu wagen. Während der ehrge... Der Traum vom Horizont ist ein historischer Roman aus der Feder von Alexandra Fischer. Diese Geschichte umfasst eine Zeitspanne von 13 Jahren, beginnend 1902 und endet 1915. Inhalt: Apia, 1902: Die adelige Familie von Bahlow kommt aus Potsdam in die Kolonie Deutsch-Samoa, um dort einen Neuanfang zu wagen. Während der ehrgeizige Karl von Bahlow davon besessen ist, sich als Pflanzer einen Namen in der Kolonie zu machen, erleben seine Frau Rosa und die drei Töchter Grethe, Helene und Martha den Umzug in die neue Heimat auf ihre ganz eigene Weise. Die fremdartige Kultur der Südsee verändert jede der vier Frauen, beschwört schicksalhafte Begegnungen herauf und zeigt ihnen den Zauber der Liebe, während sich die Ereignisse schließlich überstürzen und im Ausbruch des ersten Weltkrieges gipfeln, der alles auseinanderzureißen droht. Meinung: Die Autorin zieht mich mit bildlichen Beschreibungen nach Deutsch Samoa im Jahre 1902 und lässt mich emotional aufwühlend an der tragischen Familiengeschichte der Familie von Bahlow teilhaben. Kaum zu glauben, dass die Kulisse/ das Setting so wunderschön ist, während es hinter den Türen im Hause der Familie von Bahlow kaum einen Grund zur Freude gibt. In jedem Kapitel lerne ich ein anderes Familienmitglied kennen. Da sind Rosa von Bahlow mit ihren Töchtern Grethe, Helene und Martha und das Familienoberhaupt Karl von Bahlow. Karl von Bahlow ist ein gewalttätiger Tyrann, ein negatives Paradebeispiel vom allerfeinsten mit einer ausgeprägten Vaterlandsliebe. Alles und jeder der nicht deutsch ist, ist unter seiner Würde. Da fragt man sich glatt, wieso er überhaupt nach Samoa ausgewandert ist. Rosa und ihre Töchter leiden sehr unter ihm, vor allem Rosa merkt man an wie sie im Laufe der Jahre innerlich zerbricht. Einzig ihre samoanische Hausangestellte Aveolela ist ein Lichtblick in Rosas Martyrium. Die Töchter sind charakterlich sehr verschieden. Während die älteste Tochter Grethe, für mich völlig unverständlich, ihrem Vater nacheifert und ihm immer alles recht machen will, ist Helene, die mittlere Tochter, still und in sich gekehrt, nahezu unsichtbar. Erst im Laufe der Jahre kommt sie aus ihrem Schneckenhaus gekrochen. Die jüngste Tochter, Martha, dagegen ist ein vorlauter Wirbelwind, voller Tatendrang und Lebensfreude. Leider ist sie oft zu selbstsüchtig, was sie mir nicht unbedingt sympathisch macht. Ich begleite die Töchter von Bahlow, wie sie erwachsen werden, sich verlieben. Leider liebt jede den falschen Mann oder einen, den sie nicht haben können. Gebrochene Herzen und Missverständnisse durch mangelnde Kommunikation unter den Geschwistern ist daher ein trauriger Dauerzustand. Jeder aus dieser Familie trägt mehr als ein Geheimnis mit sich herum, einige davon brennen sich schmerzhaft in meine Gedanken, denn nicht alle Familienmitglieder überleben die Zeit in Samoa. Neben der Familiengeschichte bekommen die landschaftliche Beschreibung von Samoa und auch die politischen Zustände einen festen Platz, die Aufstände einiger Samoa Stämme, sowie die Besetzung der Insel durch Neuseeland werden geschickt eingebaut. Martha wandert eines Tages mit ihrem Ehemann nach Deutsch- Ostafrika aus und auch dort versteht es die Autorin ihre intensive Recherchearbeit über die damaligen politischen Verhältnisse perfekt einzuarbeiten. Fazit: Dieses Buch ist keine leichte Lektüre für zwischendurch, dafür hinterlässt es sehr eindrucksvolle Spuren bei mir. Es ist eine berührende, ergreifende, tragische und aufwühlende Geschichte mit authentischer Darstellung der damaligen Zustände, sowohl politisch als auch familiär. Diese Familiengeschichte geht unter die Haut. Daher ganz klare Leseempfehlung!


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