Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund

Jayrôme C. Robinet

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Beschreibung

Jayrôme hat früher als weiße Französin gelebt. Dann zieht er nach Berlin, beginnt Testosteron zu nehmen und erlebt eine zweite Pubertät. Ihm wächst ein dunkler Bart – und plötzlich wird er auf der Straße auf Arabisch angesprochen. Ob im Café, in der Umkleide oder bei der Passkontrolle, er merkt, dass sich nicht nur seine Identität, sondern vor allem das Verhalten seiner Umwelt ihm gegenüber radikal geändert hat. Er kann vergleichen: Wie werde ich als Mann, wie als Frau behandelt? Und was bedeutet es, wenn sich nicht nur das Geschlecht ändert, sondern augenscheinlich auch Herkunft und Alter? Mitreißend erzählt er von seinem queeren Alltag und deckt auf, wie irrsinnig gesellschaftliche Wahrnehmungen und Zuordnungen oft sind.

"Wie kodifiziert das alles ist, wie viel Bedeutung und Hierarchie wir unbewusst durch Körpersprache transportieren, wie sehr sich die Botschaft von Blicken verändert, wenn man vom Gegenüber nicht mehr als Frau, sondern als Mann ‚gelesen‘ wird: So etwas beschreibt Robinet in seinem Buch, das allein schon deswegen irre spannend ist.“ Alard von Kittlitz, ZEIT, 21.02.2019

"'Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund' ist unterhaltsam, erkenntnisreich und ziemlich direkt.“ ZDF aspekte, 29.03.2019

"Robinet macht deutlich, wie stark auch in unseren modernen, liberalen, offenen westlichen Gesellschaften viele von uns in bewussten oder unbewussten Rollenklischees gefangen sind.“ Dirk Fuhrig, Deutschlandfunk, 25.04.2019

"Es ist ein erhellendes Buch über Männlichkeit, über die sogenannte Heteronormalität.“ Étienne Roeder, DLF Kultur, 09.04.2019

"Robinet verhandelt die Gender-Thematik nicht abstrakt und dozierend, sondern erzählend, in geschickt zusammengefügten, teils komischen, teils schmerzhaften Szenen und Rückblenden. Ein lesenswertes Memoir!“ Julia Schröder, SWR2 Lesenswert, 14.05.2019

"Jayrôme C. Robinet hält der Gesellschaft den Spiegel vor. Er kennt die unterschiedlichen Perspektiven und verliert dabei nie den kritisch-feministischen Blickwinkel. Diese Autobiografie ist lesenswert!“ Claudia Unterweger, ORF FM4, 03.06.2019

"Die Qualität von Robinets Geschichte liegt in ihrer Detailgenauigkeit und Ehrlichkeit. Als heterosexuelle Frau habe ich beim Lesen große Nähe zu ihm empfunden, weil er die mir fremde queere Szene so alltäglich skizziert. Robinet kämpft dafür, dass jeder Mensch so sein und aussehen kann, wie er will.“ Andrea Huss, Emotion, 5/2019

"Wie sehr all unsere Handlungen nicht nur geschlechtlich konnotiert, sondern auch von rassistischen Vorurteilen und kulturellen Zuschreibungen geprägt sind, wird in diesem Band noch einmal überdeutlich. Und das ganz ohne akademischen Überbau, sondern mitten aus dem Leben gegriffen – auf leichtfüßige und stellenweise sehr humorvolle Art und Weise.“ Anja Kümmel, Siegessäule, 04/2019

"Jayrôme C. Robinet stammt aus Frankreich, schreibt auf Deutsch und bricht mit seinem Werk sprachliche und literarische Konventionen auf.“ Rowena Körber, Buchkultur, 14.02.2019

"Sein Werk [ist] nicht nur ein gekonntes Plädoyer für mehr Toleranz, sondern [bietet] auch einen Einblick in eine Welt, die vielen von uns unbekannt ist – ohne reißerische Aufmachung und mit der richtigen Mischung von Humor, Ernsthaftigkeit und Sensibilität.“ Valeria Heintges, St. Galler Tagblatt, 27.02.2019

Jayrôme C. Robinet, geboren 1977 in Nordfrankreich, ist Spoken-Word-Künstler, Autor und Übersetzer. Zuletzt erschien von ihm "Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht". Jayrôme C. Robinet wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Er lebt in Berlin.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 18.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-26207-2
Verlag Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Maße (L/B/H) 21/13,4/2,2 cm
Gewicht 321 g

Buchhändler-Empfehlungen

Lisa Teichmann, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Sehr sehr gelungen und ergreifend. Unbedingt lesen.

Was wäre, wenn du das Gefühl hast, nicht der Norm zu entsprechen?

Britta Christan, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ein Wechsel findet statt. Immer mehr werden die Menschen damit konfrontiert, dass es eben nicht nur zwei Geschlechteridentitäten, männlich und weiblich, gibt, nicht nur zwei, drei sexuelle Orientierungen, die für alle gelten. In dieser Biografie erzählt Jayrome Rodinet, wie er schon früh merkte, dass er eben nicht wusste, ob er wirklich ein Mädchen ist, und sich in der klassischen Einteilung nicht wiederfand. In diesem offenen und faszinierenden Buch erzählt er von den Problemen der Menschen, die sich außerhalb eines Systems sehen, dass es in unserer Zeit nicht mehr geben sollte. Er zeigt die Vielfalt an Menschen, Persönlichkeiten und ihren Schwierigkeiten, auf etwas festgelegt werden zu müssen, aber auch seinen ganz persönlichen Weg. Ich war wirklich begeistert, denn da ich kaum Berührungspunkte mit Trans*menschen, Queer etc. habe, war mir die Tragweite der Problematik gar nicht bewusst. Durch diesen ehrlichen Einblick kann man viel lernen und ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, der mal über den Tellerrand hinaus schauen möchte!

Kundenbewertungen

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Celine und Jayrôme
von einer Kundin/einem Kunden am 24.08.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

In der sehr interessanten und informativen Biografie erzählt Jayrôme C. Robinet, der bis zu seinem vierunddreißigsten Lebensjahr als Frau lebte, nach Berlin zog und 2010 anfing Testosteron zu nehmen. Mit „Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund“, meiner Meinung nach ein viel zu langer und um... In der sehr interessanten und informativen Biografie erzählt Jayrôme C. Robinet, der bis zu seinem vierunddreißigsten Lebensjahr als Frau lebte, nach Berlin zog und 2010 anfing Testosteron zu nehmen. Mit „Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund“, meiner Meinung nach ein viel zu langer und umständlicher Titel, gibt er einen authentischen Einblick in die Gefühlswelt einer transsexuellen Frau. Nachdem Celine Robinet sich den Namen Jayrôme C. Robinet und ihren Geschlechtseintrag im Pass ändern lassen hat, werde ich in dieser Rezension einfachheitshalber, die männliche Anrede benutzen. Der Autor und geneigte Leser werden mir verzeihen. Im Interview mit der deutschen Aidshilfe sagte Jayrôme C. Robinet, dass er es interessant fand, zu beleuchten, inwiefern die vermeintliche ethische Herkunft, genauso wie das Geschlecht ein Konstrukt ist und auch über soziale Ausgrenzung spricht: „(…) ich würde sagen, dass vielleicht jeder Mensch Ausgrenzungserfahrungen hat, der nicht weiß, männlich, heterosexuell, wohlhabend und unbehindert ist.“ Jayrôme C. Robinet benutzt zwar in diesem Buch viele Begriffe aus der Sozial- und Genderwissenschaft und ist dennoch sehr gut und flüssig zu lesen. Für Außenstehende kann es schwierig sein, sich in die (Gefühls-)Welt einer Trans-Mannes zu versetzen. Dieses Buch vermag zumindest ein wenig Einsicht zu vermitteln.


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