Die Familie

Roman

Andreas Maier

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Beschreibung


Am Ende dieses Romans ist der Erzähler Andreas 28 Jahre alt und studiert in Frankfurt am Main, wo er sich unter anderem mit Wahrheitstheorien auseinandersetzt. Andreas Maier erzählt, wie es gerade die Hindernisse in seinem Leben waren, die seinen Protagonisten zu einer derart abseitigen Beschäftigung veranlassten. In seinem ironisch-komisch, zugleich Gefühle nicht aussparenden Duktus sucht er dem auf die Spur zu kommen, was ihn zur Beschäftigung mit der Unterscheidung zwischen »wahr« oder »falsch« bzw. »Lüge« beinahe unweigerlich geführt hat.

Die Gründe liegen in der Kindheit: Konflikte des fünf Jahre älteren Bruders mit dem CDU-Vater: »Realpolitik« (der Vater ist Kreistagsabgeordneter) vs. einem ethisch »reinen« »Fundamentalismus« (der Bruder gründet, kaum fünfzehn, den ersten Grünen-Verband in der Stadt mit). Der Protagonist ist damals zwölf und lernt erstmals, wie offen zutage liegende Wahrheiten von engsten Verwandten dauerhaft bestritten werden. Der Schüler schaut den Diskussionen, etwa im Sozialkundeunterricht oder bei der Blockade vor dem Kasernentor, nur noch zu, ohne einzugreifen, und beginnt sie als Gesellschaftsspiel zu lesen.

Für die Universität ist das eine schlechte Vorbereitung. Als Student beginnt der Protagonist zu begreifen, dass Öffentlichkeit auf Unwahrheit, Verdrängung und kollektiver Rationalisierung beruht. Der neue Roman von Andreas Maier konfrontiert den Protagonisten mit dem Riss, der die Welt durchzieht: dem Konflikt von Einzelwesen (einzelner Mensch vor Gott, vor der Wahrheit) kontra Gesellschaft (nicht wahrheitsfähig, aber dennoch genauso existent und unabänderbar). Und erste Erkenntnisse, wonach diese Dichotomie nicht zu heilen ist: dass wir in beiden Sphären existieren.

Andreas Maier, 1967 im hessischen Bad Nauheim geboren, studierte Philosophie und Germanistik, anschließend Altphilologie. Er lebt zurzeit in Langen/Hessen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 166
Erscheinungsdatum 17.06.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42862-7
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 20,3/12,8/2,2 cm
Gewicht 285 g
Auflage 1

Buchhändler-Empfehlungen

"Wir sind die Kinder der Schweigekinder - Ich habe immer gewußt, daß nichts erzählt wurde..."

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Ein weiterer Teil der stark autobiographischen Roman-Serie von Andreas Maier, ein weiteres Stück seiner Kindheitsgeschichte, ein weiteres Puzzle-Teil (bundesrepublikanischen) Alltags in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts! "Für mich stellte die Beantwortung der Einhunderttausend-Mark-Frage den Schlußstein unserer Familiengeschichte dar. Die Firma, das Grundstück, die Mühle, unser Haus, Heinz, die Streitigkeiten. Mein Bruder, meine Schwester, ich. Das war die Geschichte, wie ich sie lange Zeit geglaubt habe..." Am Anfang des Buches blickt der Schriftsteller A. Maier auf seine Teenager-Zeit in Friedberg zurück. Er ist das jüngste Kind seiner Eltern, er ist immer "der Kleine", der im Windschatten des großen Bruders segelt. Als der im Alter von zwölf Jahren aus dem links-liberalen "Kinderparadies" abgeholt wurde, arbeiteten sich seine Eltern noch am Mitarbeiter mit dem schönen Spitznamen "Hasch-Hugo" ab, immerhin wählte man konsequent und immer die CDU, während sie beim ersten Aufsuchen des "Jugendzentrums" Friedberg, aus dem sie ihren jüngsten Sohn meinten, "befreien" zu müssen, die gesamte Örtlichkeit und Atmosphäre kaum noch schockieren konnte.... Mehr als gekonnt versetzt der Autor einen in eine längst vergangene Zeit, mit leicht ironischem Unterton kommt federleicht die scheinbar ganze Familiengeschichte inklusive der Großeltern - und Urgroßelternhistorie zusammen. Eine Mär von Fleiß und Anstand und Bürgerlichkeit! Dann aber schlägt Maier einen unglaublichen Bogen in die Zeit, als seine Eltern Kinder und Jugendliche waren - und wie ein Kartenhaus bricht alles, was man meint, zu wissen, in sich zusammen.... Ein kleines, ganz großes Buch eines der besten deutschen Literaten, ein Genuß zu Lesen, eine Lektüre, der man sicht nicht "mal eben" widmen sollte, beste Unterhaltung und doch so wichtig. Meisterlich!

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