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Abraham trifft Ibrahîm

Streifzüge durch Bibel und Koran

Eine hochdramatische Szene: Der Vater beugt sich über den wehrlosen Jungen, das Messer blitzt in seiner Hand – da befiehlt ihm im letzten Moment ein Engel, statt des eigenen Sohnes einen Widder zu opfern. Die Geschichte von Abraham und Isaak ist bekannt. Dass sie dem Philosophen Kierkegaard eine schlaflose Nacht am Berliner Gendarmenmarkt bescherte, in deren Verlauf ihm eine göttliche Maus erschien, um Fragen der Barmherzigkeit zu erörtern – das weiß nur Sibylle Lewitscharoff. Was wiederum der Koran aus diesem Stoff macht, davon erzählt uns Najem Wali.

Von Eva bis Maria, von Moses bis Satan: Neun Figuren aus Bibel und Koran haben die sprachmächtige Religionswissenschaftlerin Sibylle Lewitscharoff und der irakisch-deutsche Autor Najem Wali ausgewählt. Deren Geschichten gehen die beiden aus ihrer je eigenen Sicht nach, temperamentvoll, engagiert, auch augenzwinkernd. Mit dem geplagten Hiob fragen sie nach der göttlichen Gerechtigkeit, mit Jona, dem ängstlichen Wal-Reisenden, nach Mut und Toleranz und berühren mit ihrem Dialog zwischen den Weltreligionen die Krisen unserer Zeit.
Rezension
"Die beiden Autoren gehen aus ihrer je eigenen Sicht den Quellen nach, temperamentvoll, engagiert, auch augenzwinkernd."
Michael Mottinger, Mottingers-Meinung.at 12.06.2018
Portrait

Sibylle Lewitscharoff, 1954 in Stuttgart als Tochter eines bulgarischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren, studierte Religionswissenschaften in Berlin, wo sie, nach längeren Aufenthalten in Buenos Aires und Paris, heute lebt. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als Buchhalterin in einer Werbeagentur. Sie veröffentlichte Radiofeatures, Hörspiele und Essays. Für Pong erhielt sie 1998 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Es folgten die Romane Der Höfliche Harald (1999), Montgomery (2003) und Consummatus (2006). Der Roman Apostoloff wurde 2009 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. 2013 wurde sie mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

Sibylle Lewitscharoff ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Berliner Akademie der Künste. 2013/14 verbrachte sie ein Jahr als Stipendiatin in der Villa Massimo in Rom, danach war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 309
Erscheinungsdatum 14.07.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46973-6
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 19/11,9/2,5 cm
Gewicht 294 g
Auflage 1
Übersetzer Christine Battermann
Verkaufsrang 99159
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Gleich und doch ungleich...
von einer Kundin/einem Kunden aus Solingen am 28.06.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Zumindest dachte ich das bei der ein oder anderen Erzählung. Lewitscharoff nähert sich den biblischen Erzählungen mit Humor, philosophischem Timbre und manchmal werden auch aktuellere Werke und Erzählungen heran gezogen um die Parabeln zu beschreiben. Auch für bibelfeste Personen werden somit neue Horizonte erschlossen. Wali hin... Zumindest dachte ich das bei der ein oder anderen Erzählung. Lewitscharoff nähert sich den biblischen Erzählungen mit Humor, philosophischem Timbre und manchmal werden auch aktuellere Werke und Erzählungen heran gezogen um die Parabeln zu beschreiben. Auch für bibelfeste Personen werden somit neue Horizonte erschlossen. Wali hingegen berichtet uns von den Erzählungen im Koran und zeigt dabei deutlich auf die Unterschiede, aber eben auch auf die vielen Gemeinsamkeiten unserer Religionen. Somit entsteht ein Sachbuch zum kulturellen Austausch, was zeitlich nicht besser hätte passen können. Übrigens eignet es sich auch gut für Atheisten, welche sich ganz unbedarft an die Erzählungen trauen dürfen.