Jarmy und Keila

Roman

Isaac Bashevis Singer

(4)
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Beschreibung


»Es war selten, dass eine Frau, die bereits durch drei Bordellen gegangen war, heiratete... Es war ein Zeichen des Himmels, das an alle Huren in Warschau geschickt wurde: Sie sollten die Hoffnung nicht verlieren, die Liebe würde weiterhin die Welt beherrschen.«

Warschau 1911: Keila – die bereits mehrere Stationen in Bordellen hinter sich hat – hat in Jarmy, dem Ex-Häftling, ihre große Liebe gefunden. Das junge Ehepaar träumt von einem Leben außerhalb des jüdischen Ghettos, in dem das Leben von Armut und der Angst vor Pogromen geprägt ist. Dieser Traum scheint plötzlich zum Greifen nahe: Max, ein alter Bekannter, will in Südamerika das große Geld machen – das Paar soll ihm dabei helfen. Keila soll junge Mädchen für die Bordelle in der neuen Welt anwerben. Max selbst fühlt sich zu Jarmy hingezogen, dem er schon früher näherkam. Es entfaltet sich eine verhängnisvolle Dreiecksbeziehung, deren Grausamkeit Keila schließlich nicht mehr erträgt. Da tritt der schüchterne und unerfahrene Bunem in ihr Leben, der sich eigentlich auf ein Leben als Rabbiner vorbereitet. Für Keila, die er glühend verehrt, ist er bereit, mit allen Konventionen des Schtetls zu brechen. Werden die beiden in Amerika ihr Glück finden?

Erstmals liegt dieses bislang weithin unbekannte Meisterwerk aus Singers Nachlass nun auf Deutsch vor. Lebensnah und bis in die Nebenfiguren hinein präzise ausgestaltet schildert Singer das Leben zwischen Hoffnung und Elend im Schtetl und die kaum weniger miserablen Umstände, in denen sich die Auswanderer zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts in New York zurechtfinden mussten. Ein Gesellschaftspanorama, das bei Dickens und Dostojewski seinesgleichen findet.

"Singers Werk wurde zum großartigsten Requiem auf eine untergegangene Welt, das sich denken lässt."
DIE WELT

Isaac Bashevis Singer, 1902 in Polen geboren, emigrierte 1935 in die USA. 1978 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Er starb am 24. Juli 1991 in Miami. Jarmy und Keila ist das erste Buch von Isaac B. Singer im Jüdischen Verlag im Suhrkamp Verlag. Weitere werden folgen..
Christa Krüger übersetzte u.a. Werke von Louis Begley, Penelope Fitzgerald und Richard Rorty. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 08.04.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-633-54296-3
Verlag Jüdischer Verlag
Maße (L/B/H) 21,3/13,3/3,2 cm
Gewicht 566 g
Originaltitel Yarmy and Keila
Auflage 1
Übersetzer Christa Krüger

Buchhändler-Empfehlungen

Ein wahrer Schatz aus Singers Nachlass

Monika Olk, Thalia-Buchhandlung Vaihingen

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Keila ist Prostituierte in Warschau, hat bereits alles hinter sich, als sie auf Jarmy trifft. Bereits nach einer gemeinsamen Nacht heiratet das Paar, und Keila erhofft sich ihr weiteres Leben als "ehrbare" Frau. Doch dann tritt Max, ein zwielichtiger und grausamer Bursche und Jarmys Zellengenosse aus einer früheren Haft, unvermittelt in ihr Leben. Als Keila in das alte Milieu abzurutschen droht und Hilfe sucht, lernt sie den unbedarften Rabbinersohn Bunem kennen, der ihrer Liebeskunst hoffnungslos verfällt. Beide fliehen nach Amerika, doch die Schatten der Vergangenheit holen sie ein. Singers schonungsloser Roman lässt atemlos zurück!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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Spannend
von einer Kundin/einem Kunden aus Stockerau am 12.04.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Sehr spannendes Buch, leicht und flüssig zu lesen. Ich glaube es entspricht der Realität der damaligen Zeit. Ich kann diesen Roman sehr empfehlen!

Der eigene Weg ist nicht immer ganz klar vorgezeichnet
von Sikal am 14.07.2019

Warschau, 1911: Die rote Keila hat bereits in mehreren Bordellen gearbeitet bevor sie in Jarmy ihre große Liebe findet. Die beiden heiraten und träumen von einem Leben außerhalb des jüdischen Gettos. Als plötzlich Max, ein alter Bekannter auftaucht, der allem Anschein nach zu Geld gekommen ist, sieht vor allem Jarmy in Max die... Warschau, 1911: Die rote Keila hat bereits in mehreren Bordellen gearbeitet bevor sie in Jarmy ihre große Liebe findet. Die beiden heiraten und träumen von einem Leben außerhalb des jüdischen Gettos. Als plötzlich Max, ein alter Bekannter auftaucht, der allem Anschein nach zu Geld gekommen ist, sieht vor allem Jarmy in Max die Hoffnung für ein besseres Leben. Keila ist nicht so ganz überzeugt von den Vorstellungen der beiden. Erschwerend kommt hinzu, dass Max mit Jarmy schon früher eine Beziehung hatte. Keila soll nun quasi als Bindeglied zwischen den beiden fungieren, hält aber die Grausamkeit irgendwann nicht mehr aus und flüchtet aus diesem Leben. Als sie auf den gebildeten Bunem trifft, der der Sohn eines Rabbiners ist, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Keila und Bunem versuchen sich nun in Amerika ein normales Leben aufzubauen, doch die Vergangenheit lässt sich nicht so einfach abschütteln, das müssen die beiden erkennen. Der Autor Isaac Bashevis Singer wurde 1902 in Polen geboren, emigrierte 1935 in die USA, erhielt 1978 den Nobelpreis für Literatur und starb 1991. Dieser Roman wurde nun im Jüdischen Verlag von Suhrkamp herausgebracht und man darf hoffen, dass noch weitere folgen werden. Der Autor schafft es hervorragend, die Atmosphäre des jüdischen Viertels und auch des Rotlichtmilieus einzufangen, zeigt die Armut und die Resignation, dann wieder das Aufflackern von Hoffnung. Die Protagonisten wirken sehr authentisch, auch die vielen Nebenfiguren sind präzise ausgearbeitet. Das Leben im Warschauer Getto, aber auch den schwierigen Start der Auswanderer in New York kann man hier gut nachvollziehen. Ein gut ausgearbeitetes Bild der Gesellschaft und der Unterschiede zwischen den einzelnen Schichten, was sich auch in der Sprache des Romans immer wieder zeigt. Für meinen Geschmack hätte man einige Milieuschilderungen durchaus etwas kürzen können, doch im Großen und Ganzen finde ich den Roman sehr lesenswert. 4 Sterne

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