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Niemals ohne sie

Roman

Jocelyne Saucier

(63)
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Beschreibung


Die Cardinals sind keine gewöhnliche Familie. Sie haben den Schneid und die Wildheit von Helden, sie haben Angst vor nichts und niemandem. Und sie sind ganze dreiundzwanzig. Als der Vater in der stillgelegten Mine eines kanadischen Dorfes Zink entdeckt, rechnet der Clan fest mit einem Anteil am Gewinn – und dem Ende eines kargen Daseins. Aber beides wird den Cardinals verwehrt, und so schmieden sie einen explosiven Plan, der, wenn schon nicht die Mine, so wenigstens die Ehre der Familie retten soll. Doch der Befreiungsschlag scheitert und zwingt die Geschwister zu einem Pakt des Schweigens, der zu einer Zerreißprobe für die ganze Familie wird.

Ein überwältigender und rührender Roman. In Niemals ohne sie schafft Jocelyne Saucier eine Welt, die aller Rauheit zum Trotz den Glauben an ein selbstbestimmtes, freies und gemeinschaftliches Leben feiert. So belebend und gewagt wie eine Utopie.

"Jocelyne Saucier zieht den Leser ins Innerste der Erde und zeigt ihm Betörendes und Wundersames."
Le Monde de Livres

Jocelyne Saucier, geboren 1948 in der kanadischen Provinz New Brunswick, arbeitete lange als Journalistin, bevor sie mit dem literarischen Schreiben begann. Ihr vierter Roman Ein Leben mehr, der 2015 bei Insel erschien, war ein Bestseller und wurde verfilmt. Saucier lebt heute in einem Zehn-Seelen-Ort im Wald, im nördlichen Québec..
Sonja Finck, geboren 1978 in Moers, studierte Literaturübersetzen in Düsseldorf. Inzwischen lebt sie als literarische Übersetzerin in Berlin und Gatineau (Kanada).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 255
Erscheinungsdatum 10.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-17800-2
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 21/12,5/1,7 cm
Gewicht 430 g
Originaltitel Les héritiers de la mine
Auflage 1
Übersetzer Sonja Finck

Buchhändler-Empfehlungen

Das Erbe der Mine

Susann Kramny, Thalia-Buchhandlung Chemnitz

„Niemals ohne sie“ ist eine beeindruckend erzählte Familiengeschichte, zuweilen laut, barsch, rau und beinahe tragikomisch, dann wieder mit sehr leisen Zwischentönen einfühlsam und melancholisch. Ein wunderbares Buch, dass zum Nachdenken anregt und noch lange nachhallt. Für mich eines der besten Bücher 2019.

Dieser Roman zog mich in seinen Bann. Ergreifend, witzig , tragisch.

Gabriele Förster, Thalia-Buchhandlung Hagen

Eine ungewöhnliche Geschichte!Die Cardinals sind keine gewöhnliche Familie. Sie haben den Schneid und die Wildheit von Helden , sie haben Angst vor nichts und niemandem. Und sie sind dreiundzwanzig. Als der Vater in der stillgelegten Mine eines kanadischen Dorfes Zink entdeckt, rechnet der Clan fest mit einem Anteil am Gewinn- und dem Ende des kargen Daseins. Aber lesen Sie dieses Buch !

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Beklemmende Familiengeschichte, die von Armut und Schuld handelt - durch Wiederholungen etwas langatmig erzählt, aber mit überraschendem Ende
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 06.01.2021

Die Cardinals sind eine Familie mit 21 Kindern, die in den 1960er-Jahren in einem Dorf in Kanada leben. Der Vater, Albert Cardinal, hatte Zink in einer Mine entdeckt und sich anschließend Anteile an der Firma Northern Consolidated gesichert, die das Zink abbaute. Die ganze Familie träumte davon, mit dem Gewinn ihrem tristen Dase... Die Cardinals sind eine Familie mit 21 Kindern, die in den 1960er-Jahren in einem Dorf in Kanada leben. Der Vater, Albert Cardinal, hatte Zink in einer Mine entdeckt und sich anschließend Anteile an der Firma Northern Consolidated gesichert, die das Zink abbaute. Die ganze Familie träumte davon, mit dem Gewinn ihrem tristen Dasein zu entfliehen, aber vorher ist die Mine erschöpft. Während der Vater nun nach Goldvorkommen sucht, kommt Geronimo, einer der älteren Söhne, der von seinem Vater den Umgang mit Dynamit erlernt hat, auf eine ganz andere Idee, um das Selbstbewusstsein der Cardinals zu demonstrieren. Mit dem Unglück, das er damit anrichtet, konnte er allerdings nicht rechnen. Dreißig Jahre später kommt die Familie erstmalig wieder zusammen, als der Vater als "Erzsucher des Jahres" geehrt werden soll. "Niemals ohne sie" ist die Geschichte über ein ungewöhnliche Familie, die aus der Perspektive von sechs der Kinder erzählt wird. Sie sind unterschiedlich alt, mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte auseinander, und haben die 1960er-Jahre und die letzte Explosion in der Mine sowie deren Folgen ganz unterschiedlich erlebt. Dabei wird das Geheimnis, das die Familie belastet und dazu geführt hat, dass sie nie wieder vollständig zusammengekommen ist, sukzessive enthüllt. Jedes inzwischen erwachsene Kind gibt andere Details preis, bis sich die ganze Tragödie dem Leser eröffnet. Es ist nicht nötig, den Überblick über alle 21 Kinder zu behalten, von denen jedes einen charakteristischen Spitznamen hat, denn in so einer Großfamilie spielen Individuen keine Rolle. Jedes der Kinder kämpft deshalb für sein Alleinstellungsmerkmal, wobei keine Rücksicht aufeinander genommen wird. Bei den Cardinals regiert das Recht des Stärkeren. Für die Geschichte wichtig sind der Jüngste und die Ältesten sowie der engste Gefährte des Vaters und die beiden Zwillinge Carmelle ("Tommy") und Angèle. Die ersten Schilderungen sind am interessantesten, um die Familienzusammenhänge zu verstehen, anschließend sind die Erzählungen, die sich auf die Vergangenheit fokussieren, in Teilen wiederholend und etwas langatmig. Erst die Offenbarung des Geheimnisses und was die Explosion auslöste, ist dann wieder erhellend und sorgt für Spannung, ob während der Ehrung die ganze Wahrheit ans Licht kommt. Es ist eine beklemmende Familiengeschichte, die von Armut und Schuld handelt. Das Ende ist überraschend und zeugt wohl eher von der Verdrängung der Wahrheit durch alle Beteiligten als von der tatsächlichen Wahrung eines Familiengeheimnisses. Es beweist jedoch auch, wie eng das Band der Familie und wie stark der Wunsch nach einem Gefühl der Zugehörigkeit ist. Aufgrund der ungewöhnlichen Familienkonstellation hatte ich mir jedoch einen größeren Fokus auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und das familiäre Zusammenleben als solches erhofft.

Die Wahrheit der Cardinals
von Buecherseele79 am 07.08.2020

Die Cardinals wohnen in der rauen Umgebung Kanadas. 21 Kinder wuseln durch das Haus, haben ihre eigene Hierarchie aufgebaut. Die Mutter ist meist in der Küche beschäftigt und kümmert sich um die Verpflegung der Kinder. Der Vater ist ein begeisterter Erzsucher und als ihm eine große Firma sein Erzfund samt Mine abkauft beginnt ei... Die Cardinals wohnen in der rauen Umgebung Kanadas. 21 Kinder wuseln durch das Haus, haben ihre eigene Hierarchie aufgebaut. Die Mutter ist meist in der Küche beschäftigt und kümmert sich um die Verpflegung der Kinder. Der Vater ist ein begeisterter Erzsucher und als ihm eine große Firma sein Erzfund samt Mine abkauft beginnt ein Kreislauf der zu einem dramatischen Ausgang führt… „Ich tische ihnen ordentlich was auf, keiner soll hungrig aus dem Gespräch herausgehen. Zwei Dutzend Eier zum Frühstück, hundert Pfund Kartoffeln im Keller, Prügeleien am Abend um einen Platz vor dem Fernseher, Prügeleien die ganze Zeit, ohne Grund, aus Spaß, aus Gewohnheit. Das übliche Theater eben“. (Seite 8) Was für ein Buch, was für ein Schreibstil, was für eine Erzählung. Zugegeben, man muss sich auf die Geschichte einlassen können und wollen. Sie hat jetzt keinen „strengen“ roten Faden, auch ist nie gekennzeichnet wer gerade was erzählt, es ergibt sich aber aus den Erzählungen. Die Autorin hat eine unglaublich interessante Ausdrucksweise, einen bildhaften Schreibstil und nimmt den Leser mit in eine Bergbausiedlung die ihre besten Zeiten hinter sich hat. In diesem Buch geht es um diese Familie und ihr Schicksal. Den die Cardinals halten zusammen, sie haben das Sagen in Norco, treiben ihre wenigen Nachbarn und die „Landeier“ die einfach nur blöde sind, zur Weißglut. Man merkt hier und da dass sie eigentlich nicht wissen was sie alles mit sich anfangen sollen, dass jeder seine großen Träume hat um Norco den Rücken zu kehren. Aber es geht nichts über die Familie, die ist heilig. Und sie unterstützen den Traum ihres Vaters der weiterhin noch auf die große Ader in einer Mine hofft und seinen kleinen Ruhm erhält. Beide Eltern sind äusserst bescheiden und ruhig, mehr im Hintergrund. Die Familienbande haben mich sehr fasziniert, dass es zwar als unstrukturiert aussieht, aber es doch alles seinen Platz und seinen (Un) Sinn hat. Auch wenn die Eltern nicht interessiert scheinen an ihren 21 Kindern, so ist dies gar nicht der Fall, sie haben ihre ganz eigene Art ihre Liebe und Aufmerksamkeit zu zeigen und wie die Kinder diese Momente beschreiben sind unglaublich liebevoll und schön. Und doch gilt eben das Gesetz – einmal ein Cardinal, immer ein Cardinal. Mit der Zeit „tanzt“ aber ein Kind aus der Reihe und dies führt zu den Ereignissen in diesem Buch, zu dem großen Showdown. Sehr schnell ist klar dass was passiert sein muss, aber man ahnt nicht wirklich was. Durch die verschiedenen Erzählstränge erhält man immer mehr ein Gesamtbild was sich zusammenfügt, aber auch die Risse und Gräben der Familie offenbart. Das Ende hat mich sehr berührt, es mag vielleicht zu „leicht“ oder „unsinnig“ erscheinen, aber es fügt sich, für mich, perfekt in die Geschichte ein und rundet das Bild komplett ab. Ein Buch was von seinem ganzen Stil anders und doch so besonders ist. Für den ein oder anderen anspruchsvollen Leser oder jemanden der etwas Neues lesen möchte ist dieses Buch sicherlich die Zeit wert.

Eine ungewöhnliche Geschichte über eine Familie
von einer Kundin/einem Kunden aus Gedern am 04.03.2020

Die Familie Cardinal bietet schon ein sehr außergewöhnliches Bild , eine Familie mit 21 Kindern.Unter der Leseprobe habe ich mir etwas etwas anderes vorgestellt. Als ich das Buch angefangen habe wusste ich nicht sofort wer da die Geschichten erzählt. Mir war sofort klar, dass es keine leichte Geschichte wird, am Ende war alles ... Die Familie Cardinal bietet schon ein sehr außergewöhnliches Bild , eine Familie mit 21 Kindern.Unter der Leseprobe habe ich mir etwas etwas anderes vorgestellt. Als ich das Buch angefangen habe wusste ich nicht sofort wer da die Geschichten erzählt. Mir war sofort klar, dass es keine leichte Geschichte wird, am Ende war alles doch sehr verworren und verwirrend. Bei 21 Kindern und einem großen Durcheinander an Namen und auch noch Spitznamen. Ich habe zwar erkannt, dass die Perspektive immer wieder wechselt, wer nun letztendlich wer ist konnte man nicht sofort erkennen. Das fand ich sehr schade. Im Prinzip erfährt man auch in jedem Kapitel dasselbe, nur, dass ein paar Details dazukommen. Ich wollte natürlich trotzdem wissen, wie das Buch ausgeht, was passiert ist und wer denn nun die Schuld trägt an dem Unglück. Mit so einem Ende habe ich nicht gerechnet.

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