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Niemals ohne sie

Roman


Die Cardinals sind keine gewöhnliche Familie. Sie haben den Schneid und die Wildheit von Helden, sie haben Angst vor nichts und niemandem. Und sie sind ganze dreiundzwanzig. Als der Vater in der stillgelegten Mine eines kanadischen Dorfes Zink entdeckt, rechnet der Clan fest mit einem Anteil am Gewinn – und dem Ende eines kargen Daseins. Aber beides wird den Cardinals verwehrt, und so schmieden sie einen explosiven Plan, der, wenn schon nicht die Mine, so wenigstens die Ehre der Familie retten soll. Doch der Befreiungsschlag scheitert und zwingt die Geschwister zu einem Pakt des Schweigens, der zu einer Zerreißprobe für die ganze Familie wird.

 

Ein überwältigender und rührender Roman. In Niemals ohne sie schafft Jocelyne Saucier eine Welt, die aller Rauheit zum Trotz den Glauben an ein selbstbestimmtes, freies und gemeinschaftliches Leben feiert. So belebend und gewagt wie eine Utopie.

Rezension
"Jocelyne Saucier zieht den Leser ins Innerste der Erde und zeigt ihm Betörendes und Wundersames."
Le Monde de Livres
Portrait
Jocelyne Saucier, geboren 1948 in der Provinz New Brunswick, lebt heute in einem abgeschiedenen Zehn-Seelen-Ort im nördlichen Québec. Sie arbeitete lange als Journalistin, bevor sie mit dem literarischen Schreiben begann. Ihr vierter Roman Ein Leben mehr, der 2015 bei Insel erschien, war ein Bestseller und wird derzeit verfilmt.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 255
Erscheinungsdatum 10.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-17800-2
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 21,3/13,4/2,7 cm
Gewicht 432 g
Originaltitel Les héritiers de la mine
Auflage 1
Übersetzer Sonja Finck
Verkaufsrang 117553
Buch (gebundene Ausgabe)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Das Erbe der Mine

Susann Kramny, Thalia-Buchhandlung Chemnitz

„Niemals ohne sie“ ist eine beeindruckend erzählte Familiengeschichte, zuweilen laut, barsch, rau und beinahe tragikomisch, dann wieder mit sehr leisen Zwischentönen einfühlsam und melancholisch. Ein wunderbares Buch, dass zum Nachdenken anregt und noch lange nachhallt. Für mich eines der besten Bücher 2019.

Dieser Roman zog mich in seinen Bann. Ergreifend, witzig , tragisch.

Gabriele Förster, Thalia-Buchhandlung Hagen

Eine ungewöhnliche Geschichte!Die Cardinals sind keine gewöhnliche Familie. Sie haben den Schneid und die Wildheit von Helden , sie haben Angst vor nichts und niemandem. Und sie sind dreiundzwanzig. Als der Vater in der stillgelegten Mine eines kanadischen Dorfes Zink entdeckt, rechnet der Clan fest mit einem Anteil am Gewinn- und dem Ende des kargen Daseins. Aber lesen Sie dieses Buch !

Kundenbewertungen

Durchschnitt
60 Bewertungen
Übersicht
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14
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Für mich leider enttäuschend, schade
von peedee am 15.09.2019

Die Cardinals sind eine kanadische Grossfamilie mit insgesamt 21 Kindern! Das Leben in Norco ist von Mühsal geprägt. Der Vater lebt für die Erzsuche, stets in der Hoffnung auf einen grossen Fund, und die Mutter ist chronisch erschöpft. Da ihnen ein versprochener Gewinn nicht ausbezahlt wird, wollen sich die Cardinals rächen, den... Die Cardinals sind eine kanadische Grossfamilie mit insgesamt 21 Kindern! Das Leben in Norco ist von Mühsal geprägt. Der Vater lebt für die Erzsuche, stets in der Hoffnung auf einen grossen Fund, und die Mutter ist chronisch erschöpft. Da ihnen ein versprochener Gewinn nicht ausbezahlt wird, wollen sich die Cardinals rächen, denn nichts geht über ihre Ehre! Nach einer Explosion ist für die Grossfamilie nichts mehr, wie es einst war… Erster Eindruck: Ein unscharfes Foto von drei Kindern auf dem Cover – diese Unschärfe ist für mich irritierend. Dies war mein erstes Buch von Jocelyne Saucier, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Leider hat mir dieses Buch ziemlich viel Mühe bereitet. Woran lag es? Ein für mich schwieriger Punkt waren schon mal die vielen Kinder der Familie, die jedoch – ausser von ihren Eltern – nicht bei ihrem Taufnamen gerufen werden, sondern bei ihren Spitznamen (wovon einige Kinder auch gleich mehrere hatten!): El Toro, Geronimo, Matz, Jeanne d’Arc, Mustang, Wapiti, Gelber Riese, etc. Ein weiterer Punkt war der Wechsel der Erzählperspektive: Diese hat jeweils ohne Vermerk gewechselt (eine Überschrift wäre hilfreich gewesen). So habe ich meist schon ein paar Zeilen gelesen und den Zusammenhang nicht verstanden, bis ich dann merkte, dass nun aus einer anderen Richtung erzählt wird. Dies hat meinen Lesefluss empfindlich gestört. Zur Situation mit den vielen Kindern: Ich kann es mir nicht vorstellen, wie es sein muss, eine Familie mit 21 Kindern zu sein. Die Mutter dieser Grossfamilie muss einerseits (gefühlt) durchgehend schwanger und dauermüde sein, der Vater andererseits ist stets mit seiner Erzsucherei beschäftigt. Die Kinder werden sich selbst bzw. der ältesten Tochter überlassen. Es macht mich betroffen, wenn ich lese, dass ein Kind sich an das erste Gespräch mit seinem Vater anlässlich seines siebten Geburtstages erinnert. Und vorher? Für mich unvorstellbar, wenn die Eltern zwar rein örtlich vorhanden, aber trotzdem nicht erreichbar sind. Selbstverständlich hat auch bei einer Grossfamilie der Tag nur 24 Stunden… Die Sprache war für mich zuweilen zu derb und die Stimmung unangenehm. Das Buch heisst im Original „Les héritiers de la mine“ – einmal mehr wäre für mich die Übersetzung des Originaltitels passender gewesen als der nun vorliegende Titel. Einleitend habe ich erwähnt, dass sich nach einer Explosion für die Familie alles ändert – ein Familiengeheimnis. Und genau diese Folgen sind für mich leider unglaubwürdig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so möglich wäre. Alles in allem war es für mich kein Lesegenuss (wie ich ihn mir aufgrund vieler lobender Stimmen erhofft habe). Von mir gibt es leider nur 2 Sterne, schade.

Ein Geheimnis unter Tage
von Ulrike am 10.06.2019

Die Cardinals sind mit 21 Kindern eine wahrliche Großfamilie. In der kleinen frankokanadischen Gemeinde Norco lebt die Familie, seit der Vater dort ein großes Zinkvorkommen entdeckt hat. Es ist ein einfaches und ungestümes Leben in einem beengten chaotischen Haushalt. Die Mutter ist Herrscherin über die Kochtöpfe, die älteste To... Die Cardinals sind mit 21 Kindern eine wahrliche Großfamilie. In der kleinen frankokanadischen Gemeinde Norco lebt die Familie, seit der Vater dort ein großes Zinkvorkommen entdeckt hat. Es ist ein einfaches und ungestümes Leben in einem beengten chaotischen Haushalt. Die Mutter ist Herrscherin über die Kochtöpfe, die älteste Tochter Emilienne Hüterin der Kinder. Der in Aussicht gestellte Reichtum schwindet jedoch, als die Bergbaugesellschaft die Mine schließt und Albert Cardinal sich betrogen fühlt. Die älteren Kinder planen nun Rache an der Gesellschaft zu nehmen und lösen damit ein Ereignis aus, dass die Familie auf immer belastet. Jocelyne Saucier rollt in ihrem Roman „Niemals ohne sie“ eine ganz besondere Familiengeschichte vom Ende her auf. Sie erzählt von einem Familientreffen, lange nach der Katastrophe, als alle Cardinals anlässlich einer Ehrung des Vaters zusammen kommen. Die Kinder sind längst alle erwachsen und leben in alle Winde zerstreut. Langsam führt uns die Autorin an die Ereignisse von früher heran, bringt eine über Jahre unausgesprochene Wahrheit zu Tage. Es ist eine Geschichte über Familienzusammengehörigkeit, Schuld und Verdrängung. Jocelyne Saucier verleiht einigen Familienmitgliedern eine Stimme. Dabei beginnt sie mit „Matz“, dem jüngsten Kind der Familie, eine großartige Strategie, denn Matz kennt als Nesthäkchen die Familienvergangenheit, als die Cardinals die Kings von Norco waren selbst nur aus Erzählungen. Nach und nach lesen wir von den rauen Umgangsformen unter den Geschwistern, dem ständigen Kampf um Anerkennung und den richtigen Platz in der Rangordnung. Aber wir lesen auch vom Untergang einer ehemals florierenden Stadt, als die Einkommensquelle nach der Schließung der Mine versiegt ist. So wie der Vater Cardinal mit Leidenschaft nach Erz suchte, so schürft die Autorin Schicht für Schicht um ein tragisches Familiengeheimnis ab. Niemals ohne sie ist eine ungezähmte Geschichte, eine Tragödie und dabei doch voller berührender Momente.

Gemeinsam verloren
von einer Kundin/einem Kunden am 10.06.2019

"Niemals ohne sie" ist das große Motto, das die 21 Kinder der Familie Cardinal ihr Leben lang zu verfolgen scheint. Aufgewachsen in einer verwahrlosten Bretterbude in einem kleinen Kaff im Nirgendwo Kanadas, machen sie schon früh Bekanntschaft mit Entbehrung und ständigem Kampf. Der Vater lebt für seine Erzsuche und bleibt mehr ... "Niemals ohne sie" ist das große Motto, das die 21 Kinder der Familie Cardinal ihr Leben lang zu verfolgen scheint. Aufgewachsen in einer verwahrlosten Bretterbude in einem kleinen Kaff im Nirgendwo Kanadas, machen sie schon früh Bekanntschaft mit Entbehrung und ständigem Kampf. Der Vater lebt für seine Erzsuche und bleibt mehr ein fernes Glanzbild, das die Kinder anhimmeln, die Mutter führt ein aufopferungsvolles Leben hinter ihren Kochtöpfen im ständigen Kampf, iher Rasselbande zu ernähren. Die Kinder führen ein zügelloses Leben, kümmern sich umeinander und regieren dank ihrer schieren Überzahl den Ort. Und doch zeigt die Geschichte, die nacheinander aus der Sicht von sieben der Geschwister erzählt wird, dass dieser übermächtige Zusammenhalt, dieses strikte Gemeinschaftsdenken auch seine Schattenseiten hat. Dass die Kinder in der Masse ihrer Geschwister unterzugehen drohen, es für jedes ein Kampf ist, sich selbst zu entdecken und zu verwirklichen. Die Geschichte ist eine Schilderung der Extreme, die die Liebe der Familie ausbilden kann, erzählt in einer fast schon poetischen Sprache. Und doch bleibt mir "Niemals ohne sie" seltsam fern. So wie sich die Cardinals gegen ihre Umwelt abschirmen, so verwehrt sich dieses Buch mir und gestaltet das Lesen dadurch schwierig. Fazit: Auch wenn ich mit diesem Buch nicht hundertprozentig warm geworden bin, so hat es doch einen seltsamen Sog entwickelt, welcher mich mit Sicherheit sehr bald zum nächsten Buch von Jocelyne Saucier greifen lassen wird.