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Ein Kampf

Patrick Süskind, Jean-Jacques Sempé

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Buch (gebundene Ausgabe)
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Beschreibung

Zwei Männer spielen Schach im Pariser Jardin du Luxembourg. Der eine ist ein genialischer Emporkömmling, der andere ein alter Champion, der in seinen Denkmustern gefangen ist. Wem schenkt das Publikum seine Gunst? Wessen König fällt zuerst?

Patrick Süskind, geboren 1949 in Ambach am Starnberger See, studierte in München und in Aix-en-Provence mittlere und neuere Geschichte und verdiente seinen Lebensunterhalt zunächst mit dem Schreiben von Drehbüchern. 1984 erschien sein Ein-Personen-Stück ›Der Kontrabaß‹, 1985 sein Roman ›Das Parfum‹, der 2005 von Tom Tykwer verfilmt wurde. 1987 folgte die Erzählung ›Die Taube‹ und 1991 ›Die Geschichte von Herrn Sommer‹, mit Illustrationen von Jean-Jacques Sempé. Patrick Süskinds Werk ist in über fünfzig Sprachen übersetzt.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 80
Erscheinungsdatum 20.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07011-8
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 20,5/13,1/1,2 cm
Gewicht 205 g
Abbildungen Illustriert
Auflage 1
Illustrator Jean-Jacques Sempé

Buchhändler-Empfehlungen

Wessen König fällt zuerst?

Stefanie Leps, Thalia-Buchhandlung Gotha

Diese Novelle von Patrick Süskind erschien erstmals 1985 im "Tintenfaß", 1995 dann in Buchform. 2019 hat der Diogenes-Verlag diese kleine Novelle neu aufgelegt und diese entzückende Ausgabe mit Zeichnungen von Jean-Jaques Sempé herausgebracht. "Ein Kampf" liest sich wie ein Krimi. An einem frühen Abend im August sitzen sich zwei Männer im Jardin du Luxembourg am Schachbrett gegenüber: Jean, ein scheußliches Männlein mit blauer Hose und wollwestiger Kluft, ohne Aura, und der jüngere Mann mit schwarzen Haaren und bleichem Gesicht, die Nonchalance in Person. Die Zuschauer, die das Schachspiel verfolgen, geraten in den absoluten Bann des jungen Mannes, der mit Mut und unvorhersehbaren Zügen den Schachmeister Jean herausfordert. Man fühlt sich wie in einem Theaterstück. Der Spannungsbogen ist so gespannt, es ist kaum auszuhalten. Die Sprachvirtuosität zieht den Leser in seinen Bann. Die Zeichnungen von Sempé machen den Text komplett.

Kundenbewertungen

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Ein Endspiel der besonderen Art!
von Connie Ruoff am 14.05.2019

ZUM INHALT „EIN KAMPF“ VON PATRICK SÜSKIND Die Geschichte „Ein Kampf“ erschien erstmals im Tintenfass, das Magazin für den überforderten Intellektuellen Nr. 12, Diogenes Verlag, Zürich 1985. Erstmals in Buchform erschien diese skurrile Novelle? von Patrick Süskind 1995 in „Drei Geschichten und eine Betrachtung“. Nun hat der Dio... ZUM INHALT „EIN KAMPF“ VON PATRICK SÜSKIND Die Geschichte „Ein Kampf“ erschien erstmals im Tintenfass, das Magazin für den überforderten Intellektuellen Nr. 12, Diogenes Verlag, Zürich 1985. Erstmals in Buchform erschien diese skurrile Novelle? von Patrick Süskind 1995 in „Drei Geschichten und eine Betrachtung“. Nun hat der Diogenes „Ein Kampf“ mit Illustrationen von Jean-Jacques Sempé neu herausgegeben. Es geht um ein Spiel. Es geht um das Spiel der Könige: Schach In einigen Grünanlagen gibt es öffentliche Flächen, die von Schachspielern genutzt werden. Wer selbst Schach spielt und bei einem Vereinsturnier schon einmal mitgespielt hat, weiß wie spannend und emotional ein Endspiel werden kann. Hier haben wir zwei Akteure. Wer ist der Protagonist? Wer ist der Antagonist? Patrick Süskind lässt hier das Publikum entscheiden. Jean, ist der alte Champion. Das Publikum kennt ihn und kennt auch seine Vorgehensweise. Er spielt auf Sicherheit bedacht, ohne großes Risiko, aber auch ohne kleine Raffinessen. Er wartet auf den Fehler des Gegners. Er eröffnet die Partie. Der Gegenspieler spielt infolgedessen, mit Schwarz und ist, wie im Klappentext so nett formuliert, ein „genialischer Emporkömmling“, der den Gegner mit Bauernopfern lockt. Wem schenkt das Publikum seine Gunst? Kann der alte Jean das Publikum auf seine Seite ziehen oder warten die Zuschauer auf eine Sensation? Eine Tragödie? Eine Revolution? Eine Erneuerung? Wer besitzt die mentale Stärke zu siegen? Wird der König entmachtet werden? Hat der Herausforderer die Nerven dafür? 5/5 Punkten SPRACHLICHE GESTALTUNG Patrick Süskind lässt den Leser emotional am Wett-Kampf teilnehmen. Der Autor wechselt in der Novelle mehrfach die Erzählperspektive. Das fand ich sehr raffiniert. Es liest sich, wie ein Drehbuch mit Regieanweisungen für die Schauspieler. Ich habe beim Lesen tatsächlich die gelungene Aufführung des Drehbuchs mit guten Schauspielern gesehen. 5/5 Punkten COVER UND ZEICHNUNGEN VON JEAN-JACQUES SEMPÉ Die Zeichnungen von Jean-Jacques Sempé sind detailverliebt und gefallen mir sehr. Besonders die Abwechslung von bunt und kräftig zu minimalistisch und Schwarz-weiß gefällt mir sehr. Die Zeichnungen passen aber selten zum Text, weil sie nicht für dieses Buch erstellt wurden, sondern mit freundlicher Genehmigung von Jean-Jacques aus anderen Werke entnommen wurden. Auch das Cover des Schurzumschlages wurde aus „Halb gewonnen“ entnommen. Am Ende des Buches ist der Bildnachweis verschriftet. Das fand ich schade, obwohl ich die Zeichnungen schön finde, gebe ich deswegen hier nur 3/5 Punkten FAZIT „EIN KAMPF“ VON PATRICK SÜSKIND Das ist eine äußerst spannend inszenierte Schachpartie, bei der es um viel geht. Zutreffend beschreibt Patrick Süskind das Endspiel und das Geschehen, indem er die Reaktionen der Zuschauer anschaulich schildert. Allerdings weiß ich nicht, wie die Atmosphäre bei Lesern rüberkommt, die keine Beziehung zu Schach haben. Aber ich glaube, als Leser kann man sich gut in das Geschehen einfühlen. Der Text gefällt mir sehr gut. Ich hätte es aber wertvoller empfunden, wenn das Buch eigene Zeichnungen erhalten hätte und sie nicht nur aus anderen Büchern entliehen wären. Ich vergebe insgesamt 4/5 Punkten.

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