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Die Maske

Roman

Die mächtige japanische Kuki-Familie folgt einer menschenverachtenden Tradition: Der jeweils jüngste Sohn wird dazu erzogen, das Böse über die Menschheit zu bringen. Und so erhält Fumihiro eine Ausbildung, deren Ziel Zerstörung und Unglück ist, so viel ein einzelner Mensch nur vermag. Doch er hat andere Pläne: Fumihiro liebt das Waisenmädchen Kaori und will sie beschützen – und damit wird sein eigener Vater zu seinem schlimmsten Feind.
Portrait
Fuminori Nakamura, geboren 1977 in Tokai studierte Öffentliche Verwaltung und Staatsverwaltung an der Universität Fukushima. 2003 erschien sein Debüt ›Ju‹ (›Der Revolver‹). Inzwischen hat er in Japan über ein Dutzend Romane veröffentlicht, die in viele Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Nakamura lebt in Tokio.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 20.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-24481-6
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18/11,1/2,3 cm
Gewicht 255 g
Originaltitel Aku to Kamen no Ruru
Auflage 1
Übersetzer Thomas Eggenberg
Verkaufsrang 43802
Buch (Taschenbuch)
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13,00
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Japan-Noir

Philip Szykulla, Thalia-Buchhandlung Lünen

Was macht ein Monster zum Monster? Kann man jeden zum Bösen erziehen? Welchen Effekt hat es auf das eigene Leben, einen Menschen zu töten? Ein nachdenklicher und zutiefst melancholischer Roman über die tiefsten Abgründe des Menschen und was er bereit ist, für die Liebe zu tun.

Heike Wiegand, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Fuminori Nakamura ist ein Meister beim Entwerfen melancholisch- düsterer Szenen. "Die Maske" ist ein gelungener Genre-Mix den ich verschlungen habe. Unbedingt Lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
23 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 11.02.2019
Bewertet: anderes Format

Man leidet ab der ersten Seite mit den Protagonisten mit. Das Buch bewegt sich zwischen Großstadtroman, Kriminalgeschichte, (Polit)Thriller und äußerst dunkler Familiengeschichte.

Bösartig, düster, hoffnungslos! Lesetipp!
von Schurken.blog aus Österreich am 08.08.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Tradition wird in Japan groß geschrieben. Ganz besonders dann, wenn man zum Kuki-Clan gehört. Fumihiro ist gefangen, denn sein Vater hat etwas ganz Besonderes mit dem Jungen vor. Er will der Welt ein Geschwür des Bösen geben. Dieses Geschwür hat einen Namen: Fumihiro. Der Clanpatriach verspricht den Jungen, dass er zum vierzehn... Tradition wird in Japan groß geschrieben. Ganz besonders dann, wenn man zum Kuki-Clan gehört. Fumihiro ist gefangen, denn sein Vater hat etwas ganz Besonderes mit dem Jungen vor. Er will der Welt ein Geschwür des Bösen geben. Dieses Geschwür hat einen Namen: Fumihiro. Der Clanpatriach verspricht den Jungen, dass er zum vierzehnten Geburtstag die Hölle kennen lernen wird. Dass bei diesem Plan seine Adoptivschwester Kaori eine große Rolle spielen ahnt er noch nicht. Grausam setzt der Patriach seine Familientradtion fort. Dann rückt der Geburtstag näher und so nach und nach tut sich das Grauen des Bösen auf. Fuminori Nakamura ist wohl auch so ein Japaner mit zwei Gesichtern. Sein erstes übersetztes Buch „Der Dieb“ liest sich nämlich ganz anders, das ist so eine Geschichte, die den Schalk im Nacken hat. In „Die Maske“ geht es auch um die Unterwelt Tokios, aber viel bösartiger, dunkler, hoffnungsloser. Beim Lesen war ich von der ersten Seite an gefesselt und tastete mich mit Beklemmungsgefühlen voran. Denn dieser alte böse Mann, Fumihiros Vater, lässt dem Jungen keine Chance. Und man ahnt: Das kann nur böse enden und überhaupt, diesen Traditionen entkommt man nicht. So ergeht es auch Fumihiro, der eigentlich ein guter Junge ist, dem aber keine Chance bleibt, sein Leben im Guten zu führen. In so einer Familie ist einfach kein Platz für Gutes, und genau das beweist Nakamura auf jeder Seite. Gut ist es nur für den Leser: Denn der verfolgt das fortschreitende Grauen und weiß: Das wird böse enden. Wieder einmal hat mich Fuminori Nakamura fesseln können. Und zwar von Anfang an. Denn auch sein zweites, sein richtig böses, Gesicht steht dem japanischen Autor richtig gut. Wer sich auf eine hoffnungslose Familientradition einlassen möchte, kommt um dieses Buch nicht rum. Bei all dem Bösen ist es nämlich verdammt gut zu lesen. Lesetipp!

Faszinierend und abstoßend!
von Connie Ruoff am 09.07.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„DIE MASKE“ VON FUMINORI NAKAMURA 2. ZUM INHALT Der japanische Schriftsteller Fuminori Nakamura erzählt uns eine Geschichte, die ihresgleichen sucht. Es ist die Geschichte eines alten desillusionierten und überdrüssigen Mannes, der als Vermächtnis Schrecken und Terror in der Welt zurücklassen möchte, um seine Macht zu demon... „DIE MASKE“ VON FUMINORI NAKAMURA 2. ZUM INHALT Der japanische Schriftsteller Fuminori Nakamura erzählt uns eine Geschichte, die ihresgleichen sucht. Es ist die Geschichte eines alten desillusionierten und überdrüssigen Mannes, der als Vermächtnis Schrecken und Terror in der Welt zurücklassen möchte, um seine Macht zu demonstrieren. Es ist die Geschichte eines Kindes, das mit elf Jahren seiner Kindheit beraubt wird und der letztendlich in einem Drama die Hauptrolle spielt. Der Vater inszeniert dieses Drama, indem er ein junges Mädchen adoptiert und der Natur ihren Lauf lässt.. Fumihiro liebt Kaori, die von seinem Vater missbraucht wird. Schnell erkennt Fumihiro, dass die Hölle, die ihm sein Vater zeigen will, mit Kaori zu tun hat. Er will seine erste Liebe schützen und entwirft Pläne, seinen Vater zu töten. Fumihiro lebt mit dem Wissen, für das Böse bestimmt zu sein. Kann er aus dieser Rolle ausbrechen? Und zu welchem Preis? Als ein schreckliches Highlight des Romans, empfand ich die Szene im Keller, als sich Fumihiro seinem Vater entgegenstellt und er erkennt, dass auch dieser Schritt zum Plan seines Vaters gehört. Er kommt nicht aus diesem Fahrplan raus. „Verfluche das Glück! Menschen, die einen Menschen getötet haben, können unmöglich wieder vollkommen werden. Aber ganz böse, das geht. Das ist dein Lebensweg! … Das Höllenfeuer ist eine lodernde teuflische Kraft, die alles Glück in der Welt zerstört. Sich ihr hinzugeben bedeutet ein unvergleichliches und berauschendes Vergnügen – wenigstens für einen kurzen Moment.“ Der Vater wird von seinen nihilistischen und zerstörerrischen Gedanken zerfressen und geht unter mit der Hoffnung, die Familientradition mit Fumihiro weiter getragen zu haben. Fumihiro, der seinem Vater äußerlich immer ähnlicher wird, hat Angst, es auch innerlich zu werden. Er lässt sich operieren, hat nun das Gesicht eines Toten und nimmt dessen Identität an. Fumihiro, die Spielfigur seines Vaters, ist zerstört. Er hat sich seinem Schicksal entzogen. Sicherlich ist es auch als Gesellschaftskritik zu lesen. Firmen, die durch Krieg und Waffen ein hohes Einkommen erzielen, Diese Thematik, das „in der Rolle bleiben“, finden wir auch bei Haruki Murakami, sei es in 1Q84 oder Naokos Lächeln. Ich glaube, besonders in Asien hat das eine große Bedeutung, 5/5 Punkten 3. SPRACHLICHE GESTALTUNG Schon im Prolog erfahren wir, zu welchem Zweck Fumihiro gezeugt wurde. Das war für mich, wie ein Granateneinschlag. Kann ein Mensch den Willen haben, das Böse in die Welt zu setzen und sein eigenes Kind damit zu instrumentalisieren? Ich musste wissen, wie die Geschichte weitergeht. Ich war gefesselt. Dem Autor gelingt es, eine Atmosphäre zu schaffen, die dem Leser den Atem raubt. Es ist nicht alleine diese Unausweichlichkeit, sondern auch die Hilflosigkeit von Fumihiro und Kaori, die ich selbst beim Lesen empfand. Trotzdem hofft der Leser, dass es noch ein einigermaßen gutes Ende nimmt. Am meisten hat mich dabei beeindruckt, wie der Autor dem Leser diese unglaubliche Macht des Vaters vorführt. Das ist „Show ist, don’t Tell it“ vom Allerfeinsten. Der Roman spielt in einem Milieu des Kriminellen: Zuhälter, Mafia, korrupte Polizisten und Kriegstreiber. Der Krieg als Wirtschaftsmotor. Das Buch ist aus der Sicht Fumihiros und in der Ichform geschrieben. STOP! Eigentlich erzählt Schintani, die Identität seines neuen Gesichts. Er erzählt aus der Gegenwart (aus der Figur Schintani) von der Vergangenheit Fumihiros. Mit seinem neuen Gesicht hat er Fumihiro abgelegt (Nihilismus?) Trotz der Ichform kommt das Geschehen nüchtern beim Leser an – geradezu emotionslos distanziert. Zumindest erging es mir so. Der Roman wird dem japanische Genre Noir zugeordnet. 5/5 Punkten 4. COVER UND ÄUSSERE ERSCHEINUN „Die Maske“ von Fuminori Nakamura, aus dem Japanischen von Thomas Eggenberg, hat 352 Seiten, einen Festen Einband und ist am 28.02.2018 unter der ISBN 9783257070217 bei Diogenes im Genre: Romane erschienen. Das Covermotiv ist ein Foto von Dan Winters. Ja! Ein schönes Motiv! Aber warum ein Weißkopfseeadler? Ich recherchierte über Dan Winters und über den Weißkopfseeadler. Dieser Adler hat eine lange Lebensdauer. Er hat außer dem Menschen keine natürlichen Feinde. Und er ist das Symbol der USA. Einem freiheitsliebenden Land. In Europa ist der Adler das Symboltier für Herrschaft, in Japan ist es der Drache. Ich glaube, der Weißkopfadler steht hier für Fumihiro, der aus seinem Schicksal „aussteigt“, die Identität eines Anderen annimmt und dessen Leben kopiert. Er allein hat es in der Hand, in welche Richtung die Zukunft geht. Wobei es bestimmt unterschiedliche Deutungsmöglichkeiten gibt. 5/5 Punkten 5. WAS SAGT FUMINORI NAKAMURA SELBST ZU SEINEM BUCH „DIE MASKE“? Filme und weitere Links 7. FAZIT Friedrich Nietzsche sagt in „Jenseits von Gut und Böse“: „Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein“. Das Buch „Die Maske“ füllt dieses Zitat mit Leben. Ein Buch, das fasziniert und gleichzeitig Ekel hervorruft. Es ist ein Buch über menschliche Abgründe und auch als Warnung zu verstehen, sich nicht in eine Rolle pressen zu lassen, sondern sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Ich werde den ersten Roman von Fuminori Nakamura „Der Dieb“ auf meine Leseliste setzen. Nakamura ist ein Autor, der bestimmt noch einiges zu sagen hat. Sicherlich erinnert er an Haruki Murakami, weil beide Kritik an der japanischen Gesellschaft üben. Beide weisen darauf hin, dass Japan eine sehr hohe Selbstmordrate hat. Menschen verzweifeln an den Ansprüchen der Gesellschaft. Wie schon gesagt, werde ich von Fuminori Nakamura weitere Werke lesen. Ich kann ihn nur empfehlen! „Die Maske“ ist ein einzigartiges Buch..