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Der Sänger

Roman

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Seine Stimme füllte Konzertsäle, betörte die Damenwelt, eroberte in Deutschland, Europa, Amerika ein Millionenpublikum. Joseph Schmidt, Sohn orthodoxer Juden aus Czernowitz, hat es weit gebracht. 1942 aber gelten Kunst und Ruhm nichts mehr. Auf der Flucht vor den Nazis strandet der berühmte Tenor, krank, erschöpft, als einer unter Tausenden an der Schweizer Grenze. Wird er es sicher auf die andere Seite schaffen?
Portrait
Lukas Hartmann, geboren 1944 in Bern, studierte Germanistik und Psychologie. Er war Lehrer, Journalist und Medienberater. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Spiegel bei Bern und schreibt Bücher für Erwachsene und für Kinder. Er ist einer der bekanntesten Autoren der Schweiz und steht mit seinen Romanen, zuletzt ›Ein Bild von Lydia‹, regelmäßig auf der Bestsellerliste.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 24.04.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07052-1
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 19/12,1/2,5 cm
Gewicht 316 g
Auflage 2. Auflage
Verkaufsrang 33082
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Vermeidbare Tragik

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Das tragische Schicksal Joseph Schmidts berührt und man folgt ihm in den jederzeit aufhaltbaren Untergang. Vielleicht hätte er sich eher retten können und doch ist verständlich, warum er es nicht getan hat. Den kleinen Schritt konnte er nicht tun. Auch andere hätten ihm mit nur kleinen Dingen retten können, der letzte kleine Schritt fehlte. Parallelen zur Gegenwart offensichtlich.

Kleiner Sänger mit großer Stimme

Ulrike Ackermann, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Das ist die tragische und wahre Geschichte des Sängers Joseph Schmidt, der in den 1930er Jahren in Deutschland, Europa und Amerika eine Berühmtheit war. Vielen klingt vielleicht eines seiner bekanntesten Lieder „Ein Lied geht um die Welt“ im Ohr... Ein toller biographischer Roman, bei dem ich sofort mitgerissen wurde und so auch den traurigen Hintergrund dieses Mannes kennenlernen konnte. Bitte lesen!

Kundenbewertungen

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Der Sänger
von einer Kundin/einem Kunden aus Wernetshausen am 26.06.2019

Ein sehr eindrücklicher Roman umso mehr, wenn man diesen Sänger noch und das Buch von Fredi Fassbind schon gekannt hat und dann diese Geschichte wieder auflebt, die in der eigenen örtlichen Umgebung sich abspielte. Traurig!!

Informativer biografischer Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 02.05.2019

Joseph Schmidt – ein mir bis dato unbekannter Tenor. Das hat sich nun dank des biografischen Romans „Der Sänger“ von Lukas Hartmann und einer dazugehörigen Leserunde grundlegend geändert. Doch biografisch ist nur ein Teil der Wahrheit. Vielmehr als das ist es nämlich auch ein erschreckend aktuelles Bild der (europäischen) Flüch... Joseph Schmidt – ein mir bis dato unbekannter Tenor. Das hat sich nun dank des biografischen Romans „Der Sänger“ von Lukas Hartmann und einer dazugehörigen Leserunde grundlegend geändert. Doch biografisch ist nur ein Teil der Wahrheit. Vielmehr als das ist es nämlich auch ein erschreckend aktuelles Bild der (europäischen) Flüchtlingspolitik – auch wenn es im Roman eher um die schweizerische Rolle zur Zeit des Zweiten Weltkriegs geht. Die entsprechenden Passagen sind aber von der Wortwahl her so nah an den Argumenten vieler heutiger Aussagen, dass man meinen könnte, der Roman würde im Hier und Jetzt spielen. Lukas Hartmann hat meines Erachtens nach mit „Der Sänger“ kein besonders romantisierendes Bild von Joseph Schmidt gezeichnet. Er zeigt ihn in allen Facetten menschlichen Daseins mit Ecken und Kanten. Sein Verhältnis zu Frauen ist nicht (unbedingt) das, was man von einem in der Öffentlichkeit stehenden Menschen oder generell von Menschen „erwartet“. Eine Vaterschaft erkennt er nicht an – was in letzter Konsequenz zu ihm passt, da er kaum Verantwortung für sich selbst übernehmen konnte. Stattdessen wurde er auf Grund seiner geringen Körpergröße von nur 1,54 m schon in der Schule gehänselt und auch das Verhältnis zu seinem Vater ist schwierig. Einzig zu seiner Mutter Sara, die er in Czernowitz zurücklassen musste, hatte er zeitlebens ein gutes Verhältnis. Entsprechend sentimental sind die dazugehörigen Passagen im Roman. Solche Dinge erfährt die Leserschaft während des Romans in Rückblenden, Gedankengängen und Erinnerungen von Joseph Schmidt, während er zunächst das verliert, was ihm am wichtigsten ist – nämlich seine Stimme und er im Zuge dessen unausweichlich auf den Tod hinlebt. Hier spielt auch die Rolle der Schweiz im Umgang mit jüdischen Flüchtlingen mit rein – wäre er richtig und konsequent behandelt worden, hätte Joseph Schmidt den Krieg (womöglich) überlebt. „Der Sänger“ ist mitnichten ein großer literarischer „Wurf“. Trotzdem lässt der Roman sich gut lesen und Lukas Hartmann hat es immerhin geschafft, mir den Tenor Joseph Schmidt so interessant vorzustellen, dass ich nun gerne seine „richtige“ Biografie lesen würde.