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Am Leben - Notarzt im Rettungshubschrauber

Notarzt im Rettungshubschrauber

Tino Lorenz

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Beschreibung

Mehrfach täglich donnert ein Rettungshubschrauber über unsere Köpfe hinweg. Wir haben uns schon fast daran gewöhnt. Oft fragen wir uns, zu welchem schweren Verkehrsunfall oder welchem tragischen Schicksal dieses hoch spezialisierte Team gerade unterwegs ist? Welchen Patienten sie wohl an Bord haben? Ob sie gerade um sein Leben kämpfen?
Dr. Tino Lorenz beschreibt nicht nur medizinisch korrekt und mit chirurgischer Präzision den Ablauf verschiedenartigster Notarzteinsätze mit dem Rettungshubschrauber, sondern durchleuchtet auch mit hoher Sensibilität die Gedanken und Gefühle der Patienten, der Unfallopfer, der Angehörigen, der Hubschrauberbesatzung und des Klinikpersonals. Dabei wird der scharfe Kontrast zwischen schwersten physischen und psychischen Belastungen im Einsatz, Leerlaufzeiten, Familienleben, sozialen Kontakten und eigenen Bedürfnissen deutlich. Ein Buch, das tief unter die Haut geht!

"Ein rundum gelungenes, ehrliches und auch sehr persönliches Buch. Eine mehr als gute Investition für jeden, der sich für Notfallmedizin interessiert." Dr. Martin von der Heyden, AINS

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 280
Erscheinungsdatum 02.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-929403-24-4
Verlag Heller, Klaus
Maße (L/B/H) 18/11,5/2,5 cm
Gewicht 271 g
Abbildungen mit 3 Abbildungen
Auflage 2. aktualisierte und erweiterte Auflage
Verkaufsrang 175034

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Spannend von der ersten bis zur letzten Seite!
von Gottfried Berger aus Mühldorf a. Inn am 27.01.2008

Dr. Tino Lorenz beschreibt sehr eindrucksvoll das breite Spektrum medizinischer Notfälle und menschlicher Tragödien, die das Team im Rettungshubschrauber tagtäglich bewältigen muss: Von Reanimationen über grauenhafte Verkehrsunfälle, schwere Verbrennungen, Motorradunfälle bis zu besonders schlimmen Unfällen mit Kindern. Das Buch... Dr. Tino Lorenz beschreibt sehr eindrucksvoll das breite Spektrum medizinischer Notfälle und menschlicher Tragödien, die das Team im Rettungshubschrauber tagtäglich bewältigen muss: Von Reanimationen über grauenhafte Verkehrsunfälle, schwere Verbrennungen, Motorradunfälle bis zu besonders schlimmen Unfällen mit Kindern. Das Buch lässt sich überhaupt nur ertragen durch die starke menschliche Komponente, die der Autor auf sehr geschickte Weise immer wieder einfließen lässt, besonders dann, wenn die Besatzung an ihre Leistungsgrenzen geht oder gegangen ist, um das Leben anderer zu retten. Man erfährt nicht nur eine Menge über lebensrettende medizinische Massnahmen und das Fliegen von Hubschraubern, sondern spürt auch, dass Piloten, Ärzte, Rettungsassistenten und Pflegepersonal auch Menschen mit Gefühlen, Stärken und Schwächen sind. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite und jeden Cent wert!

Gänsehaut, Magenkribbeln und Freudentränen
von einer Kundin/einem Kunden aus Aachen am 19.07.2007

Mysterium Rettungshubschrauber? Hier erfährt der Leser - hautnah und spannend geschrieben - was an Bord, am Einsatzort, danach und davor passiert. Das Buch ist schockierend, dramatisch und heiter - erzeugt Gänsehaut, Magenkribbeln und Freudentränen. Was will man mehr?


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  • 11. Höhenangst (S. 136-137)

    Werden wir zu Arbeitsunfällen gerufen, weckt dies in uns, neben den Unfällen mit Kindern, instinktiv ein ungutes Gefühl. Zu oft hatten wir es dabei mit Schwerstverletzten, Toten oder zahlreichen Verunglückten zu tun, waren komplizierteste Situationen zu meistern gewesen.

    Wieder mal ereilt uns die Alarmierung am Frühstückstisch. Wenigstens noch einen Schluck Kaffee, der die obligatorische Morgenmüdigkeit hoffentlich vertreibt, Schuhe zu, Jacke an und los.

    Der Unglücksort befindet sich zwischen Dresden und Pirna. Nach 15 Minuten ist er erreicht.

    In einer Eigenheimsiedlung ist ein Kleinkran, auf nachgebendem Untergrund nicht sachgemäß aufgestellt, umgekippt und hat einen Bauarbeiter unter sich begraben.

    Der junge Mann ist ohne Bewusstsein. Seine Kollegen schildern, dass er anfangs noch geschrien habe, nach wenigen Minuten aber nicht mehr ansprechbar gewesen sei. Etwa zeitgleich mit uns war die Pirnaer Feuerwehr eingetroffen, gemeinsam überlegen wir, welche Möglichkeiten sich ergeben könnten, um an den Mann heranzukommen, ihn "erstzuversorgen".

    Momentan stapeln sich aber noch diverse Kranteile einem Mikadospiel gleich über dem Körper des Patienten. Mit dem eilig vom Nachbargrundstück herübergebrachten Bagger werden Hauptteile des Kranes angehoben und gut einen halben Meter über dem Boden schwebend gehalten. Äußerst mulmige Gefühle machen sich in mir breit, als ich unter der schwebenden Last zum Verletzten krieche. Zum Glück, ich erreiche ihn relativ mühelos auf dem glatten Untergrund. Der kräftige Puls ist an der Halsschlagader tastbar und der Patient atmet vernehmlich.

    Ich kann mich nicht erinnern, jemals außerhalb einer Sauna so geschwitzt zu haben, weniger infolge der körperlichen Anstrengung als vielmehr ob der Geräusche, erzeugt von den Metallteilen in der Höhe, und dem Wissen, welche Last sich da über mir befand.

    Ein schwerer Stahlträger, offensichtlich das Teil, welches zum Unfallzeitpunkt am Lasthaken des Kranes hing, liegt quer über dem Becken des Mannes, hat ihm die rechte Hüfte zertrümmert und lässt zunächst eine umgehende Bergung nicht zu. Ich krieche mühsam einen bis zwei Meter weiter. Es gelingt, eine Infusion anzulegen. Der gemessene Blutdruck zeigt sich regelrecht. Erst einmal tief durchatmen. Frank würde mir sicherlich gern in meiner misslichen Lage unterstützend beistehen, aber für zwei Personen reicht der Platz hier unten einfach nicht aus. Das Augenmerk richtet sich nunmehr auf das rechte Bein, es ist warm und rosig, erscheint gut durchblutet. Offenbar ist die Hauptschlagader des Beines durch die Last des Trägers nicht tangiert, hat das Blut irgendeinen Weg gefunden, das Bein ausreichend zu durchströmen. Endlich, mit vereinten Kräften ist es gelungen, die Kranteile, welche vom Bagger angehoben wurden, seitlich abzulegen. Der Stahlträger kann nun entfernt werden. Noch immer ist der Mann nicht ansprechbar, die vitalen Funktionen zeigen sich jedoch erfreulicherweise stabil. Es hat angefangen zu regnen. Dicke, immer zahlreicher werdende Tropfen entwickeln sich zum Wolkenbruch, klatschen auf den ausgetrockneten Boden und lassen ihn unter rascher Pfützenbildung zusehends erweichen. Schon nach wenigen Minuten knien wir im zentimetertiefen Schlamm, sind durchnässt bis auf die Haut.
  • 1;Inhaltsverzeichnis;8
    2;1. Prolog;10
    3;2. Delta-Hotel-Tango-India-Bravo;15
    4;3. Grenzfälle;31
    5;4. White-out;44
    6;5. BK 117 - RTH Bautzen;68
    7;6. Nachtflüge I;71
    8;7. Romy;88
    9;8. Schützenfest;93
    10;9. Traumzeit - Spirit of Australia;102
    11;10. BB - Back to Basic;125
    12;11. Höhenangst;137
    13;12. Brandmale;155
    14;13. Nachtflüge II;164
    15;14. Zweiräder;182
    16;15. Kopfschmerz;191
    17;16. Onkel Doktor;197
    18;17. Nachrichten;201
    19;18. Einzug;206
    20;19. Paula;225
    21;20. Nachtflüge III;232
    22;21. Seilakrobatik;247
    23;22. Herzklopfen;252
    24;23. Denk ich an Deutschland ...;258
    25;24. Epilog - Keine besonderen Vorkommnisse;261
    26;25. Danksagung;268
    27;26. Glossar;270