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Berlin Prepper

Thriller

suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe Band 4961

Als Online-Redakteur bei einer großen Tageszeitung muss Walter Noack die Pöbeleien und Hasstiraden in den Kommentaren löschen. Tausende Male am Tag ist er mit den widerwärtigsten Beschimpfungen konfrontiert. Sein Nervenkostüm wird noch dünner, als er und später eine Kollegin von Unbekannten anscheinend grundlos zusammengeschlagen werden und er auch noch einen privaten Verlust erleiden muss. Die Polizei zeigt sich bei all dem machtlos. Das tägliche Gift, der Dauerhass sickert schließlich auch in Noacks Seele. Er schliddert allmählich in die trübe Szene von waffenhortenden Preppers, Reichs-und Wehrbürgern, abgestoßen und fasziniert zugleich. Als es in Berlin während der brutalen Sommerhitze zu Großbränden, Unruhen und offener Anarchie kommt, merkt er, dass er sich mit den falschen Leuten eingelassen hat. Jetzt geht es nur noch um Leben oder Tod.

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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Herausgeber Thomas Wörtche
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 350 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 13.05.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783518761656
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Dateigröße 1631 KB
Verkaufsrang 8599
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Buchhändler-Empfehlungen

Lorena Lahrem, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein kurzweiliger, rasanter Thriller, der informativ den Bogen zur Prepper-Szene spannt und uns in die Welt der Hasskommentare im Internet entführt. Düsteres Abbild der Gegenwart!

Thomas Canje, Thalia-Buchhandlung Krefeld

Spannender Krimi aus Berlin des Jahres 2018. Der Prepper Noack driftet in eine Welt von Reichsbürgern und Verschwörungstheoretikern ab. Sehr unterhaltsam und packend geschrieben.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
6
3
2
2
0

Der Hass im Netz und das Ausleben in der realen Welt
von Dark Rose aus Troisdorf am 18.10.2019
Bewertet: Einband: Paperback

Walter, der Protagonist des Romans, dessen Name lange nicht genannt wird, ist ein Prepper. Er bereitet sich auf den Katastrophenfall vor. Er trainiert jeden Tag, bunkert Vorräte und weiß genau, irgendwann wird der Fall eintreten und fast niemand ist vorbereitet.  Von Beruf ist er Content Moderator, wie er so schön sagt, der K... Walter, der Protagonist des Romans, dessen Name lange nicht genannt wird, ist ein Prepper. Er bereitet sich auf den Katastrophenfall vor. Er trainiert jeden Tag, bunkert Vorräte und weiß genau, irgendwann wird der Fall eintreten und fast niemand ist vorbereitet.  Von Beruf ist er Content Moderator, wie er so schön sagt, der Klomann der Internetseite eines Konzerns. Er liest und bewertet jeden Tag Kommentare und löscht die unangemessenen, Morddrohungen zum Beispiel, Hasskommentare etc.  Doch dann nimmt sein Leben eine dramatische Wende, als er nach einer Schicht zusammengeschlagen wird. Er bleibt nicht das einzige Opfer und bald geht es um Leben und Tod.   Mir waren die Charaktere nicht sympathisch. Irgendwie konnten sie mich nicht packen. Ich fand es gut, wie andauernd die Hasskommentare eingebunden wurden und sich wie ein roter Faden durch die Handlung ziehen. Aber das war für mich auch das positivste an dem Buch, das und die Aufmerksamkeit, die auf diesen Hass gelenkt wird.   Ich stelle mir Walters Job wirklich schlimm vor. Gut, ich mache ihn bestimmt nicht einfacher, ich gehöre zu denen, die sich über Hasskommentare im Internet beschweren, nur leider bringt das immer nichts. Ich finde es echt schrecklich, was die Leute alles schreiben, da werden im Roman viele Beispiele genannt, die mir Übelkeit bereiten.   Ich empfand das Buch als deprimierend. Bei mir kam keine Spannung auf, ich habe es gelesen und fühlte nichts, außer bei den Kommentaren, die wirklich schrecklich waren. Genauso schlimm, wie die Drohungen und die Tatsache, dass man dagegen einfach nichts tun kann.    Fazit: Mich konnte das Buch leider emotional nicht erreichen. Die Charaktere waren mir nicht sympathisch und die Handlung empfand ich nicht als spannend. Ich fand es aber gut, dass der Fokus auf die Hasskommentare und Drohungen im Netz, sowie die dort verbreitete Propaganda gelegt wurde. Das Thema ist top aktuell und wird noch immer viel zu wenig beachtet. Immer wieder gibt es Berichte über die Hetze im Netz, aber nichts passiert. Es wird einfach nichts unternommen und dieses Buch zeigt diese Ohnmacht.    Das Buch bekommt von mir 2 Sterne.

Gewalt und Hass - etwas zu viel
von Imki23 am 06.07.2019
Bewertet: Einband: Paperback

Das Buch spricht viele Themen an: Hass im Netz, Reichsbürger, Waffen, Gewalt, Mord. Und mittendrin Noack, ein Prepper (den Begriff kannte ich vorher nicht), der quasi im Alleingang kämpft, weil er der Polizei das nicht zutraut. Mit ihm konnte ich leider nicht richtig warm werden, genau wie mit den anderen Charakteren. Ich hatte... Das Buch spricht viele Themen an: Hass im Netz, Reichsbürger, Waffen, Gewalt, Mord. Und mittendrin Noack, ein Prepper (den Begriff kannte ich vorher nicht), der quasi im Alleingang kämpft, weil er der Polizei das nicht zutraut. Mit ihm konnte ich leider nicht richtig warm werden, genau wie mit den anderen Charakteren. Ich hatte das Gefühl, keinen richtig kennenzulernen. Der Schreibstil gefällt mir dagegen gut. Das Buch liest sich flüssig weg. Die Handlung finde ich dagegen etwas übertrieben. Außerdem kam erst zum Schluss richtig Spannung auf. Es war für ich daher kein typischer Thriller. Insgesamt fand ich Thema und Geschichte interessant, die Umsetzung aber nicht ganz gelungen.

Hass
von einer Kundin/einem Kunden aus Osterwald am 16.06.2019
Bewertet: Einband: Paperback

Noack hat einen hochaktuellen Beruf: er löscht für eine Online-Redaktion übergriffige und sonstige Hasskommentare. Kein einfacher Job – tagtäglich schaut er in menschliche Abgründe. Dazu kommen noch die Anfeindungen von eben diesen Kommentarschreibern, sie drohen ihm und seinen Kollegen mehr oder weniger offen. Dann kommt es tat... Noack hat einen hochaktuellen Beruf: er löscht für eine Online-Redaktion übergriffige und sonstige Hasskommentare. Kein einfacher Job – tagtäglich schaut er in menschliche Abgründe. Dazu kommen noch die Anfeindungen von eben diesen Kommentarschreibern, sie drohen ihm und seinen Kollegen mehr oder weniger offen. Dann kommt es tatsächlich zu körperlichen Attacken auf ihn und seine Kollegin. Die Polizei steht vor einem Rätsel, scheint aber auch nicht übermäßig motiviert, diese Verbrechen aufzuklären. Aber auch Noack ist wenig kooperativ, so gibt es die üblichen Verdächtigen: Flüchtlinge aus einem nahe gelegenen Lager. Doch es kommt alles noch viel schlimmer… „Berlin Prepper“ ist ein Thriller aus der Feder von Johannes Groschupf, einem niedersächsischen Journalisten. Für mich war es das erste Buch, das ich von ihm lesen durfte. Erstmals habe ich von der Prepper Szene erfahren, dieser Begriff war mir bis dato völlig unbekannt. Auch wenn den Leser der Titel etwas anderes ahnen lässt: die Prepper Szene wird hier nur am Rande beleuchtet. Trotzdem interessant für den Unwissenden… Der Autor schreibt flüssig aus Noacks Perspektive, was den Leser immer nahe am Geschehen sein lässt. So eilt man schnell durch die Seiten, obwohl mir persönlich die wahre Thrillerspannung fehlt. Krimi ok, aber als Thriller würde ich dieses Buch nicht betiteln. Noacks Handlungsweisen sind für mich nicht immer nachvollziehbar, wirken ab und an unrealistisch. Auch die Polizei kommt hier nicht wirklich gut weg. Erschreckend sind diese menschenverachtenden Kommentare, die es so wohl tatsächlich im WWW gibt. Ganz schlimm! Das Buch wirkt auf mich etwas überladen, Themen wie z. B. Reichsbürger werden nur angerissen, obwohl man doch viel mehr daraus machen kann. Das sollte man vielleicht intensiver in einem separaten Buch angehen. Cover wie auch Titel machen Lust auf das Buch, haben aber im Endeffekt gar nicht so viel mit dem Inhalt zu tun.