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Der Würfel

Roman

Bijan Moini

(31)
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Beschreibung

Unsere Wirklichkeit wird mehr und mehr von künstlicher Intelligenz geprägt. Dieser brillante Roman erzählt auf packende Weise, wohin uns diese Entwicklung führt: in ein sorgenfreies Leben, über das der perfekte Algorithmus herrscht, genannt »Der Würfel«.

Die nahe Zukunft. Deutschland wird von einem perfekten Algorithmus gesteuert: Der »Würfel« ermöglicht den Menschen ein sorgenfreies Leben, zahlt allen ein Grundeinkommen, erstickt Kriminalität im Keim. Um das zu leisten, sammelt er selbst intimste Daten der Bevölkerung. Berechenbarkeit ist zum höchsten Gut geworden. Einer der wenigen Rebellen gegen dieses System ist der 28-jährige Taso. Mit großem Aufwand entzieht er sich der Totalerfassung, täuscht den Würfel über seine Vorlieben und Gedanken, indem er seine Entscheidungen mithilfe von Spielwürfeln und einer Münze trifft. Er ist ein »Gaukler«, einsam, aber zufrieden. Doch dann bekommt er Besuch von einer jungen Frau: Dalia ist aus einer rückständigen Sekte geflohen und wünscht sich nichts sehnlicher als ein Leben in der schönen Welt des Würfels. Taso verliebt sich in sie, gerade als der Widerstand ihn rekrutieren will. Plötzlich steht er vor einer unmöglichen Entscheidung: Verrät er seine Ideale – oder eine ideale Welt?

Bijan Moini, 1984 geboren bei Karlsruhe, ist Jurist, Politologe und Bürgerrechtler mit deutsch-iranischen Wurzeln. Nach Promotion und Referendariat in Hongkong und Berlin arbeitete er als Rechtsanwalt für eine Wirtschaftskanzlei. Als ihm die Idee zu ›Der Würfel‹ kam, kündigte er und widmete sich dem Schreiben seines Romans. Heute koordiniert er die Verfassungsbeschwerden der Gesellschaft für Freiheitsrechte und schreibt und spricht zu gesellschaftspolitischen Themen wie Digitalisierung, Überwachung und Datenschutz. Texte von ihm erschienen u. a. auf Spiegel Online und in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Moini lebt mit seiner Familie in Berlin.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 28.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-85535-059-9
Verlag Atrium Verlag AG
Maße (L/B/H) 22,3/14,5/3,9 cm
Gewicht 648 g
Verkaufsrang 22005

Buchhändler-Empfehlungen

Virtuelle Wunderwelt oder digitales Gefängnis ?

Gerold Mütherig, Thalia-Buchhandlung Vaihingen

Kann die künstliche Intelligenz unser Leben besser managen als wir selbst ? Verpackt in einen mitreißenden Thriller wird diese Frage anhand der Erlebnisse der Hauptpersonen von allen Seiten beleuchtet, und leicht schwankt man als Leser immer wieder in der Bewertung der Systeme. In diesem Zukunftsszenario haben sich die meisten Menschen in Deutschland für ein "Ja" zu dieser Frage entschieden, ein weitgehend sorgloses Leben mit Grundeinkommen wird der Freiheit individueller Entscheidung und Lebensführung vorgezogen. Das System, hier "der Würfel" genannt, lässt auch jeden Geschmack und jede Entscheidung zu, allerdings ist man danach gezwungen, sich immer wieder danach zu richten. Spontanität führt zu Chaos und wird bestraft, vorhersehbares Verhalten dagegen mit immer mehr Vorteilen belohnt. Parallel existiert allerdings immer noch eine kleine Gesellschaft, die sich völlig von digitaler Bevormundung abschottet. Die Hauptfiguren des ersten Teils, Taso und Dahlia, stellen dabei die extremen Gegensätze dar. Taso will sich um jeden Preis nicht vom Würfel beeinflussen lassen und tut alles, um rein zufällige Entscheidungen zu treffen und schafft so sein eigenes "Würfelsystem", wenn auch mit einer Münze. Dahlia dagegen kommt aus der extremen Gegenwelt und kämpft mit allen Mitteln darum, die Vorteile des Würfels mit seiner Bequemlichkeit und "schönen neuen Welt" nutzen zu dürfen. Als Liebespaar ist also der Punkt, an dem ihre Sichtweisen unvereinbar werden, schon im voraus "programmiert". Entsprechend kennt Taso im zweiten Teil nur noch ein Ziel: die Vernichtung des Würfels, um den Menschen ihre Freiheit wiederzugeben. Aber wollen die das wirklich ? Angsteinflössend und doch verlockend stellt sich die künstliche Intelligenz dar, zumal der das als "Harmonismus" im Buch beschriebene totale Überwachungssystem die chinesische Realität schon jetzt recht treffend beschreibt.

Kontrolliert von einer allessehenden Macht. Da ist die Bequemlichkeit vorprogammiert, oder?

Julia Busik, Thalia-Buchhandlung Vaihingen

Stellen Sie sich vor: es gibt etwas, dass im Tausch für Ihre Daten, Ihr Leben bequemer macht. Es berechnet anhand von Ihren Präferenzen Ihr Mittagessen, Ihre Kleiderwahl, Ihre Partnerwahl, einfach alles. Je mehr Daten Sie preisgeben, desto genauer sind die Prognosen. Das ist die Welt, die Bijan Moini zeichnet. Der Würfel sieht alles, weiß alles und kontrolliert alles. Dafür leben wir bequemer, müssen weniger Entscheidungen treffen. Was sind schon ein paar Daten, die wir dafür hergeben? Hier kommt auch schon das Gegenstück zur Bequemlichkeit: Offliner und Gaukler. Offliner halten sich weitesgehend aus dem System raus, versuchen soweit wie möglich vom Würfel ungesehen zu bleiben. Gaukler hingegen tun alles, damit der Würfel sie nicht berechnen kann. Und genau das ist Taso. Ein Offliner und Gaukler, der das System ablehnt. Es ist interessant die beiden Gegensätze zu sehen. Das System selber, sowie die passenden Gegenspieler. Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr verraten, nur noch so viel: Sie werden sich fragen, auf welcher Seite Sie stehen würden. Der Würfel verspricht Bequemlichkeit, dank der Berechenbarkeit - wenn man Daten zur Verfügung stellt. Die Frage ist nur: will man das wirklich? Das irgendjemand (oder eher irgendwas) wirklich jede kleine Information über einen sammelt und verarbeitet? Beide Seiten werden beleuchtet und es ist sehr interessant zu betrachten, wie die Geschichte weiter verläuft. Bijan Moini setzt eine sehr interessante Idee gut durchdacht um. Sein Schreibstil ist schön flüssig und lässt einen kaum noch los. Immer wieder hinterfragt man sich und seine Meinung selber und das ist das, was mir persönlich sehr gefallen hat. Der Autor lässt einen noch eine Weile nach dem man das Buch zugeklappt hat, immer noch darüber nachdenken. Echt super!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
31 Bewertungen
Übersicht
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Anders als ich erwartet hatte, konnte mich aber dennoch fesseln
von The Librarian am 19.05.2019

Zu Beginn war die Geschichte etwas undurchsichtig, doch je weiter ich las, umso mehr Gefallen fand ich daran. Was genau ich mochte, erkläre ich euch in folgendem Text. Meine Meinung zum Cover: Das Cover ist sehr schlicht und doch hat der rote Würfel meinen Blick angezogen. Gerade deshalb wurde ich auf die Geschichte neugieri... Zu Beginn war die Geschichte etwas undurchsichtig, doch je weiter ich las, umso mehr Gefallen fand ich daran. Was genau ich mochte, erkläre ich euch in folgendem Text. Meine Meinung zum Cover: Das Cover ist sehr schlicht und doch hat der rote Würfel meinen Blick angezogen. Gerade deshalb wurde ich auf die Geschichte neugierig, weil wissen wollte, was dahintersteckt. Meine Zusammenfassung des Inhaltes: Taso ist ein Gaukler – das bedeutet, er tut alles, dass der Würfel keine Daten über ihn sammeln kann. Der Würfel kontrolliert das Leben der Menschen. Durch ihn sind Grundeinkommen und soziales Leben gesichert. Doch für Taso verhindert er Freiheit und Selbstbestimmung. Allerdings ändert sich Tasos Leben massiv, als die junge Dalia in sein Leben tritt. Er beginnt sich zu verändern, weil er mit ihr zusammen sein möchte. Doch kann er für sie seine Prinzipien aufgeben und seine Meinung über den sogenannten „Kubismus“ verdrängen? Eigentlich hat der Widerstand versucht, ihn für sich zu gewinnen. Dann geschieht etwas, dass ihn in seinen Entscheidungen bestärkt. Endlich weiß er, wohin er gehört. Meine Meinung zum Inhalt: Dieses Buch stellte mir vor eine ziemliche Herausforderung. Einerseits hat es mir ziemlich gefallen, andererseits hatte ich ein wenig zu kämpfen. Der Schreibstil des Autors ist sehr lebendig und gut strukturiert. Der Anfang ist sehr direkt. Aber ich benötigte einige Zeit, bis ich mich richtig orientiert hatte. Die Informationen, um die Welt zu verstehen, kam erst nach und nach. Je mehr ich erfuhr, umso mehr erstaunte mich die Welt. Der Autor hat sie wirklich akribisch genau ausgearbeitet. Die Alltagsstruktur der Menschen, das System hinter dem Würfel, der Würfel selbst, die politischen Verstrickungen – all diese Dinge wurden präzise und wortgewandt dargestellt. Zwischendurch gab es allerdings kleine Passagen, die ich als “ fad und träge“ empfand. Ich wusste nicht so recht, wohin mich die Handlung führt. Der Hauptprotagonist Taso ist eine vielschichtige Figur. Sein Denken und seine Persönlichkeit sind sehr komplex. Seine Überzeugungen und seine Zweifel waren glaubhaft. Das Gefühlschaos in ihm wegen seinem Leben als Gaukler und der Liebe zu Dalia war sehr intensiv. Ich fand es gut zu erleben, wie er zu sich selbst fand. Obwohl ich manche seiner Reaktionen vielleicht als etwas überzogen empfand. Aber sie gehörten einfach zu ihm. Überhaupt hatten Protagonisten, die häufig vorkamen, eine gute Tiefe. Das Überragenste in dieser Geschichte sind allerdings die politischen Verstrickungen. Zuerst wirkten sie undurchsichtig und die Verflechtungen waren mir nicht ganz klar. Doch je mehr ich verstand umso beeindruckender war der Aufbau. Es ist erstaunlich, was sich der Autor hier alles ausgedacht hat. Am besten gefielen mir die letzten circa 150 Seiten. Die Geschichte nahm nun massiv an Fahrt auf und zeigte eine ganz andere Seite. Allerdings wunderte es mich schon, dass Taso seine Gefühle derartig abstellen konnte. Er wirkte plötzlich zu gefühlskalt und ließ sich schneller als zuvor von allem überzeugen. Ganz gegen sein vorheriges Verhalten, lässt er so gut wie alles mit sich machen. Trotzdem fand ich den Verlauf richtig spannend. Endlich passierte etwas Konkretes. Zeitgleich war ich über die Mittel etwas verwundert, wünschte ihnen aber viel Glück. All das konnte mich aber nicht auf das Ende vorbereiten. Die Spannung war in den letzten 30 Seiten besonders hoch. Ich fieberte mit und drückte ihnen so sehr die Daumen! Der Epilog hat mich aber doch schockiert. Nun frage ich mich, ob dies ein Einteiler ist oder ob noch mehr Teile erscheinen werden? Mein Fazit: Diese Geschichte war anders als ich erwartet hatte, konnte mich aber dennoch fesseln. Abgesehen von ein paar „trägen“ Passagen gefiel mir der Verlauf. Die politischen Verstrickungen gehören zu meinen Highlights, weil sie so gut ausgearbeitet waren. Überhaupt hat der Autor mit seinem strukturierten und lebendigen Schreibstil eine komplexe, aber faszinierende und intensiv erdachte Welt geschaffen. Die letzten 150 Seiten gefielen mir am besten. Mit dem Ende hatte ich nicht gerechnet, finde es aber richtig gut. Der Hauptprotagonist Taso ist eine vielschichtige Figur, mit der man auch gut moralische Diskussionen führen könnte. Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

Kubismus vs Freiheit
von einer Kundin/einem Kunden am 20.04.2019

Taso, die Hauptfigur in diesem beeindruckenden Zukunftsroman, lebt als rebellischer "Gaukler" in einer Welt, die von einem Algorithmen berechnenden Würfel gesteuert wird. In dieser kubistischen Welt kann man alles teilen und seine Mitmenschen an jedem Erlebnis teil haben lassen (so genannte Soulmate werden), und das bringt nicht... Taso, die Hauptfigur in diesem beeindruckenden Zukunftsroman, lebt als rebellischer "Gaukler" in einer Welt, die von einem Algorithmen berechnenden Würfel gesteuert wird. In dieser kubistischen Welt kann man alles teilen und seine Mitmenschen an jedem Erlebnis teil haben lassen (so genannte Soulmate werden), und das bringt nicht nur ordentlich Geld, sondern auch einen hohen Score. Taso schlägt sich gut durch, doch glücklich ist er nicht. Daher stellt sich für ihn irgendwann die Frage, wie seine Zukunft weitergehen soll. Der Roman beleuchtet beide Seiten, so dass man durchaus auch das ein oder andere von der nicht bevorzugten Partei nachvollziehen und gut finden kann. Beim Lesen wird man an eine Grenze begleitet, die gar nicht so weit von unserer jetzigen Realität entfernt zu sein scheint. Wie weit lassen wir uns von Maschinen bzw. dem Internet - im Speziellen den social media -leiten, beeinflussen, verändern? Und zu welchen Preis? Ist dieser gerechtfertigt? Und was passiert mit denjenigen, die eben nicht alles von sich preis geben wollen? Gut geschrieben, ein bisschen beängstigend aber bis zum Ende spannend und reflektierend. Ein wirklich gelungenes Buch, vielleicht auch für Leser von Elsberg oder Eschbach.

Authentisch
von Conny aus berlin am 17.03.2019

Die nahe Zukunft. Deutschland wird von einem perfekten Algorithmus gesteuert: Der »Würfel« ermöglicht den Menschen ein sorgenfreies Leben, zahlt allen ein Grundeinkommen, erstickt Kriminalität im Keim. Um das zu leisten, sammelt er selbst intimste Daten der Bevölkerung. Berechenbarkeit ist zum höchsten Gut geworden. Einer der ... Die nahe Zukunft. Deutschland wird von einem perfekten Algorithmus gesteuert: Der »Würfel« ermöglicht den Menschen ein sorgenfreies Leben, zahlt allen ein Grundeinkommen, erstickt Kriminalität im Keim. Um das zu leisten, sammelt er selbst intimste Daten der Bevölkerung. Berechenbarkeit ist zum höchsten Gut geworden. Einer der wenigen Rebellen gegen dieses System ist der 28-jährige Taso. Mit großem Aufwand entzieht er sich der Totalerfassung, täuscht den Würfel über seine Vorlieben und Gedanken, indem er seine Entscheidungen mithilfe von Spielwürfeln und einer Münze trifft. Er ist ein »Gaukler«, einsam, aber zufrieden. Doch dann bekommt er Besuch von einer jungen Frau: Dalia ist aus einer rückständigen Sekte geflohen und wünscht sich nichts sehnlicher als ein Leben in der schönen Welt des Würfels. Taso verliebt sich in sie, gerade als der Widerstand ihn rekrutieren will. Plötzlich steht er vor einer unmöglichen Entscheidung: Verrät er seine Ideale – oder eine ideale Welt? Eine brandaktuelle Story, da Datenschutz in fast jedem Gebiet thematisiert wird. Der Schreibstil liest sich sehr angenehm, man kommt zügig voran und hat die 405 Seiten ruck zuck ausgelesen. Taso fand ich sehr sympathisch, ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen und sein Misstrauen gegenüber dem Würfel nachvollziehen. Die Handlung finde ich sehr realistisch dargestellt, so könnte es in meinen Augen wirklich in 20-30 Jahren sein. Das Ende fand ich etwas überraschend und nicht ganz so gelungen.

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