Der Würfel

Roman

Bijan Moini

(36)
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Beschreibung

Unsere Wirklichkeit wird mehr und mehr von künstlicher Intelligenz geprägt. Dieser brillante Roman erzählt auf packende Weise, wohin uns diese Entwicklung führt: in ein sorgenfreies Leben, über das der perfekte Algorithmus herrscht, genannt »Der Würfel«.

Die nahe Zukunft. Deutschland wird von einem perfekten Algorithmus gesteuert: Der »Würfel« ermöglicht den Menschen ein sorgenfreies Leben, zahlt allen ein Grundeinkommen, erstickt Kriminalität im Keim. Um das zu leisten, sammelt er selbst intimste Daten der Bevölkerung. Berechenbarkeit ist zum höchsten Gut geworden. Einer der wenigen Rebellen gegen dieses System ist der 28-jährige Taso. Mit großem Aufwand entzieht er sich der Totalerfassung, täuscht den Würfel über seine Vorlieben und Gedanken, indem er seine Entscheidungen mithilfe von Spielwürfeln und einer Münze trifft. Er ist ein »Gaukler«, einsam, aber zufrieden. Doch dann bekommt er Besuch von einer jungen Frau: Dalia ist aus einer rückständigen Sekte geflohen und wünscht sich nichts sehnlicher als ein Leben in der schönen Welt des Würfels. Taso verliebt sich in sie, gerade als der Widerstand ihn rekrutieren will. Plötzlich steht er vor einer unmöglichen Entscheidung: Verrät er seine Ideale – oder eine ideale Welt?

Gewinner des Deutschen Science-Fiction-Preises 2020 in der Kategorie »Bester deutschsprachiger Roman«

Ausgezeichnet mit dem Seraph 2020 als bestes Debüt

»Spannend, ideenreich und bringt den Leser zum Nachdenken.«
WDR 5 Bücher

»Dieser Roman ist Diskussionsgrundlage. Fesselnd!«
Kurier

»Ein sehr lesenswerter Roman.«
SRF Kultur

»Ein beängstigender Blick auf die Manipulierbarkeit von uns allen.«
Kronen Zeitung

»Clever konstruiert!«
Augsburger Allgemeine

»Ein notwendiges Buch, weil es die Tendenzen unserer Zeit bewusst macht und über die Folgen nachdenken lässt. Ein prophetischer Roman in der Tradition von Huxleys ›Schöne neue Welt‹ und Orwells ›1984‹.«
Der Teckbote

»Lebendig und spannend.«
Badische Zeitung

»Eine spannende Vision einer nahen Zukunft.«
Donaukurier

»Aktueller als ›Der Würfel‹ kann ein Roman in seinen Themen und Gedanken – und hoffentlich in seinen Impulsen, die er dem Leser gibt – kaum sein.«
diezukunft.de

Bijan Moini, 1984 geboren bei Karlsruhe, ist Jurist, Politologe und Bürgerrechtler mit deutsch-iranischen Wurzeln. Nach Promotion und Referendariat in Hongkong und Berlin arbeitete er als Rechtsanwalt für eine Wirtschaftskanzlei. Als ihm die Idee zu ›Der Würfel‹ kam, kündigte er und widmete sich dem Schreiben seines Romans. Heute koordiniert er die Verfassungsbeschwerden der Gesellschaft für Freiheitsrechte und schreibt und spricht zu gesellschaftspolitischen Themen wie Digitalisierung, Überwachung und Datenschutz. Texte von ihm erschienen u. a. auf Spiegel Online und in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Moini lebt mit seiner Familie in Berlin.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 28.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-85535-059-9
Verlag Atrium Verlag AG
Maße (L/B/H) 22,3/14,5/3,9 cm
Gewicht 642 g

Buchhändler-Empfehlungen

Nate Pischner, Thalia-Buchhandlung Berlin

Die Freigabe aller persönlichen Daten im Tausch gegen ein Leben voll virtueller Schönheit und frei von finanziellen Sorgen. Der einzige Maßstab für den Lebensstandart ist die Vorhersehbarkeit des Verhaltens und das man nicht davon abweicht. Zu schön um wahr zu sein oder gruselig?

Marion Raab, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Eine wohlmeinende KI, deren Führung all unsere Probleme löst. Allerdings auf Kosten unserer Privatsphäre und dem freien Willen. Ob es das wert ist? Ein sehr spannendes und interessantes Gedankenexperiment, ein Muss für die Leser von Orwell und Eggers.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
36 Bewertungen
Übersicht
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1984 - aktualisiert
von einer Kundin/einem Kunden aus Vaihingen am 15.02.2021

Auch wenn die Vision eines George Orwell bisher nicht in vollem Umfang eingetreten ist, gehört zur Wahrheit, dass Gesellschaften zumindest teilweise auf deren Versprechen und Vorteile reagiert haben. Der Mensch ist in der Mehrzahl bequem und faul. Und die Vorteile des "Würfels" führen auch in Moinis Buch zu deren Anpassung. Wide... Auch wenn die Vision eines George Orwell bisher nicht in vollem Umfang eingetreten ist, gehört zur Wahrheit, dass Gesellschaften zumindest teilweise auf deren Versprechen und Vorteile reagiert haben. Der Mensch ist in der Mehrzahl bequem und faul. Und die Vorteile des "Würfels" führen auch in Moinis Buch zu deren Anpassung. Widerstand gibt es immer nur von einer Minderheit, die die Konsequenzen der Entwicklung überschauen und befürchten, weil sie ein anspruchsvolleres Menschenbild anstreben. Aber auch wenn nicht alle Entwicklungen eintreten, so ist zu beobachten, dass - siehe China - viele Gesellschaften sich langsam in diese Richtung entwickeln. Die Hoffnung auf eine "starke Hand", besonders in Krisen, bleibt im Menschen bestehen.

Recht pragmatisch und ohne Umschweife beschreibt Moini das Dilemma einer digitalen Gesellschaft.
von einer Kundin/einem Kunden aus Recklinghausen am 06.01.2021

Jeder von uns trägt das gesamte Wissen der Menschheit in der Hosentasche. Mit einem Klick kann man mittlerweile so viel mehr, als Döner-Hollandaise-Pizza zu bestellen oder in Bitcoins zu investieren. Man kann die Welt verändern oder sein Leben ruinieren und nichts davon bleibt ungesehen. Wir sind der gläserne Mensch. Erich Hone... Jeder von uns trägt das gesamte Wissen der Menschheit in der Hosentasche. Mit einem Klick kann man mittlerweile so viel mehr, als Döner-Hollandaise-Pizza zu bestellen oder in Bitcoins zu investieren. Man kann die Welt verändern oder sein Leben ruinieren und nichts davon bleibt ungesehen. Wir sind der gläserne Mensch. Erich Honecker hätte sich bei diesem Gedanken in den Achtzigern vor Freude eingenässt. Im Gegensatz zu Boykottführer Michael Schroeren damals, sind wir jedoch völlig entspannt und synchronisieren unsere Identität mit dem World Wide Web. Das ist kein Vorwurf, sondern der faszinierende Fortschritt unserer Gesellschaft und der Stellenwert der Digitalisierung in unserem Leben. Die Frage nach einer Prognose der nächsten Jahre und Jahrzehnte ist genauso spannend, wie einschüchternd. In seinem Debütroman „Der Würfel“ spinnt Bijan Moini eine mögliche Antwort auf diese Frage. Die Ausgangssituation ist Folgende: Der Würfel ist die künstliche Intelligenz, die nun als Regierungsinstanz – der Kubismus - in Deutschland fungiert. Alles ist digital und eben gläsern. Jede Handlung, jede Vorliebe, jeder Fehltritt werden auf dem Würfel gespeichert und nach normativen ethischen Kriterien bewertet. Wer „gut“ ist, bekommt einen höheren Score, mehr Geld und lebt glücklicher. Wer „schlecht“ ist, bekommt existenzielle Probleme. Klingt sehr absolut. Aber alles hat Vor- und Nachteile. In Restaurants wird das á la carte Essen abgeschafft. Via voreingestellter Parameter im System, die Auskunft über Ernährungsstil und Allergien geben, wird direkt das passende Menü zusammen gestellt. Man muss keine Kalorien mehr zählen oder um Spuren von Nüssen bangen. Mit der Augmented Reality-Einstellung kann man auf dem Weg zur Arbeit Raumschiff fliegen oder Zombies eliminieren. Einsamkeit aufgrund der falschen Partnerwahl ist nicht mehr existent, weil es möglich ist, den langfristig perfekten Partner zu berechnen. Naja, und Kreativität, Individualität und Leidenschaft werden wegberechnet. Man ist nicht mehr verwegen, wenn man anders ist. Die Ära von Charles Bukowski und Yungblud ist vorbei. Alles was bleibt, ist Depression, wenn man den Finger aus den Gitterstäben der Norm steckt. Die zentrale Frage des Romans, ist eine, die auch für uns immer mehr an Bedeutung gewinnt: Freiheit oder Sicherheit? Muss das Eine unwiderruflich das Andere ausschließen? Welche Alternativen gibt es? Wie nah dran sind wir jetzt schon? Recht pragmatisch und ohne Umschweife beschreibt Moini das Dilemma einer digitalen Gesellschaft. Dystopien dieser Art sind dieser Tage nicht das originellste Stück Literatur, dass der Markt zu bieten hat. Aber jede einzelne, hilft uns immer mehr Punkte zu verbinden, um irgendwann das Große, Ganze zu sehen. Und „Der Würfel“ ist eine Elementare davon.

von einer Kundin/einem Kunden aus Wildau am 11.09.2019
Bewertet: anderes Format

Ich. Liebe. Zukunftsdystopien. Und diese ist gar nicht mehr so weit weg und spielt bei uns vor der Haustür. Genial umgesetzt, schönes Cover und Kopfkino pur!

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