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Silent Sun

Hard Science Fiction

Brandon Q. Morris

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Beschreibung

Verhält sich die Sonne anders als vergleichbare Sterne? Als Astronomen auf Teleskopbildern eine seltsame Entdeckung machen, scheinen sie eine Erklärung für das Rätsel der Sonne gefunden zu haben. Was genau es ist, kann jedoch nur eine erfahrene Crew herausfinden. Vier Menschen machen sich auf den Weg und wissen genau: Was vor ihnen liegt, ist nicht nur bedeutsam für die Vergangenheit, sondern vor allem auch für die Zukunft der gesamten Menschheit.

Bonus im Anhang: "Die neue Biografie der Sonne" – was die Wissenschaft über unseren Zentralstern weiß.

Silent Sun ist ein eigenständiger Roman von Brandon Q. Morris, der unabhängig von seinen anderen Büchern gelesen werden kann.

Brandon Q. Morris, Jahrgang 1966, ist ein deutscher Physiker und Journalist und beschäftigt sich beruflich und privat schon lange mit Weltraum-Themen. Er wäre gern Astronaut geworden, musste aber aus verschiedenen Gründen auf der Erde bleiben. Ihn fasziniert besonders das "was wäre, wenn". Sein Ehrgeiz ist es deshalb, spannende Science-Fiction-Geschichten zu erzählen, die genau so passieren könnten – und vielleicht auch irgendwann Realität werden.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 360
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 22.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-96357-002-5
Verlag Belle Époque
Maße (L/B/H) 20,3/12,6/2 cm
Gewicht 348 g
Verkaufsrang 91784

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Realitätsnahe kühle Charaktere zulasten der Spannung, eingängige Beschreibungen
von Julia Matos am 08.04.2019

Mein 5. Morris-Roman, diesmal 2074 verortet, wieder mit interessanten, greifbaren und lehrreichen Schilderungen, auf der Gefühlsebene hat‘s mich diesmal nicht gepackt. Zum Erzählstil: Es überwiegen drei im Präsens wiedergegebene Erzählperspektiven: Alain (73), Heather und Artem (beide etwa Mitte 40). Dank Kapitelüberschrifte... Mein 5. Morris-Roman, diesmal 2074 verortet, wieder mit interessanten, greifbaren und lehrreichen Schilderungen, auf der Gefühlsebene hat‘s mich diesmal nicht gepackt. Zum Erzählstil: Es überwiegen drei im Präsens wiedergegebene Erzählperspektiven: Alain (73), Heather und Artem (beide etwa Mitte 40). Dank Kapitelüberschriften mit Datum und Ort lässt sich gut der Überblick behalten. Zu Figuren: Haupt- und Nebenfiguren wirken wie aus dem wahren Leben gegriffen, wo es eben Eigenbrötler gibt und wo es realistischer ist, wenn Astronauten und Wissenschaftler eine professionelle Distanz wahren anstatt ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. Die Kehrseite der Medaille: Sie sind weder besonders originell noch Sympathieträger und nehmen selbst den drohenden Tod scheinbar gelassen hin, sodass ich zwar interessiert geblieben bin, aber nicht so mitfiebern konnte, wie ich es gern tue. Die Charaktere aus „The Hole“ mochte ich lieber und diese versprühten auch mehr Witz. Darüber was unsere Hauptfiguren hier in ihrem Innersten ausmacht, erfährt man wenig. Inneneinblicke beziehen sich insbesondere auf (durchaus greifbar dargestellte) aktuelle Beobachtungen, Reflektionen des Handelns und geäußerter Zu- und Abneigung bestimmten Mitmenschen gegenüber sowie der Liebe zur Hündin, wobei Letzteres anfangs sympathisch war, aber mit Banalitäten zu intensiv durchgekaut wurde. So kam der sperrige Hundename laut Wort-Suche in dem vergleichsweise kurzen Buch 150 x vor. Eine Romanze kommt vor, was ich mag, da es eine gewisse emotionale Tiefe verleiht, gleichzeitig geht sie nicht so sehr ins Detail, dass sich klassische Sci-Fi-Fans genervt fühlen müssten. Die Zusammensetzung der Figuren ist auffallend politisch korrekt (Ethnie, Religion, sexuelle Orientierung). Zur Handlung: Enttäuscht hat mich zunächst, dass der dramaturgische Aufbau im ersten Drittel sehr viele Parallelen zu „The Hole“ aufweist. Der Verlauf ist annähernd gleich, dadurch plätschert die Story ohne Überraschungen dahin. Das ändert sich glücklicherweise, der Mittelteil hält Wendungen und Innovatives bereit und gefiel mir ganz gut. Lediglich eine surreale Entwicklung an einer Stelle führte zunächst zu Irritationen. Drohne Mike und die KI vom Watson-Typ bringen zu meiner Freude etwas Humor ein. Der eigentliche Showdown fiel sehr kurz aus, ohne Wow-Effekt, ohne bei mir Gefühl für die Spannungskurve aufkommen zu lassen. Möglicherweise ist die Dramatik kaum fühlbar, weil mögliche Auswirkungen der Entdeckung auf die Menschheit nur angeschnitten werden. Die wenigen Hinweise auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft (z. B. Einfluss des RB-Konzerns, französische Intervention in der Katalonien-Krise) habe ich begierig aufgesogen. Dass die Handlung im Jahr 2074 verortet ist, hätte ich gern stärker gemerkt, z. B. durch technische Innovationen im Alltag auf der Erde. Weitere Einschätzungen: Es liegt eine eigenständige und abgeschlossene Geschichte vor, für die es keine Vorkenntnisse braucht. Fans werden auf Bezüge zu anderen Romanen stoßen. Ein Mitglied der Enceladus-Expedition nimmt eine größere Rolle ein. Wer allerdings darauf hofft, Dougs Crew aus „The Hole“ von vor 2 Jahren wiederzutreffen, wird enttäuscht. Maribel und Karl treten auf, jedoch ohne Innenansichten und weitreichende Erkenntnisse. Wie bei allen Romanen, die ich bisher von Morris gelesen habe, sind die Beschreibungen für Laien wie mich sehr gelungen (z. B. Vergleich mit Fahrradständer, Erdmond als Bezug für Dimensionen). Nach einem Morris-Roman komme ich mir in Astronomie und Astrophysik regelmäßig ein bisschen klüger vor, viel vom Gelesenen verfestigt sich auch. Im Anhang von 85 % bis 92 % findet man wissenswerte wissenschaftliche Erkenntnisse zum titelgebenden Thema in komprimierter Form, ohne dass es sich wie ein anstrengendes Fachbuch liest. Trägt man sich über einen Link am Ende des Buches hierfür ein, erhält man den Anhang als pdf mit Grafiken und Bildern. Auch wenn mir die Geschichte über weite Strecken nur gute drei Sterne wert ist, vergebe ich wegen des persönlichen Mehrwerts knappe vier Sterne.

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