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Deckname Flamingo

Roman

Kate Atkinson

(13)
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Beschreibung

Den Job als Spionin für den MI5 hatte Julia sich spannender vorgestellt: Bei den geheimen Treffen britischer Nazi-Sympathisanten, die sie belauscht, werden statt kriegsrelevanter Informationen vor allem Klatsch und Tratsch ausgetauscht. Julia wittert Morgenluft, als sie in einen Zirkel vornehmer Damen eingeschleust wird, die angeblich eine Liste sämtlicher britischer Faschisten hüten. Doch dann geschieht ein Mord … 1950 ist der Krieg keineswegs so sehr Vergangenheit, wie Julia meint. Auch der Mord ist weder vergessen noch vergeben. Und plötzlich ist das Leben der ehemaligen Spionin und frisch gebackenen BBC-Redakteurin sehr viel spannender, als ihr lieb ist.

Deckname Flamingo ist ein raffiniertes literarisches Täuschungsmanöver - und trotz des historischen Ambientes ein ziemlich zeitgemäßer Spionageroman mit Gender-Twist.

Kate Atkinson wurde bereits für ihren ersten Roman »Familienalbum« mit dem renommierten Whitbread Book of the Year Award ausgezeichnet. Mittlerweile ist jedes ihrer Bücher ein internationaler Millionenerfolg. Für »Das vergessene Kind« erhielt sie den Deutschen Krimi Preis 2012 und für »Die Unvollendete« sowie »Glorreiche Zeiten« den Costa Novel Award. Kate Atkinson lebt in Edinburgh und gilt als eine der wichtigsten britischen Autorinnen der Gegenwart.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 01.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-426-28130-7
Verlag Droemer Knaur Verlag
Maße (L/B/H) 21,8/14,8/3,4 cm
Gewicht 549 g
Originaltitel Transcription
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Anette Grube

Buchhändler-Empfehlungen

Alexandra Gerhard, Thalia-Buchhandlung Köln

Ich bin ja eigentlich nicht so für Agentenromane und Nazi- Verschwörungen...naja. Aber ich mag den Schreibstil von Kate Atkinson und deshalb habe ich diesem Buch noch eine Chance gegeben. War dann auch wirklich recht spannend und unterhaltsam, wird nicht mein Favorit; aber okay.

Katharina Krauß, Thalia-Buchhandlung Münster

Ein unerwartet ruhiger gleichwohl spannender Spionageroman mit überraschendem Ende, gespickt mit britischem Humor. Es lohnt sich, sich darauf einzulassen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
5
5
2
1
0

Britische Agentensatire
von katikatharinenhof am 23.08.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Alles hat sie sich vorstellen können, aber dass sie, Julia Armstrong, ausgerechnet einmal in die Welt der Spionage eintaucht, das grenzt doch schier ans das Unmögliche. Doch sie befindet sich mittendrin im Dschungel aus Heimlichkeiten und brisanten Fällen, langweiligen Gesprächsprotokollen und aufregenden Entdeckungen. Als die V... Alles hat sie sich vorstellen können, aber dass sie, Julia Armstrong, ausgerechnet einmal in die Welt der Spionage eintaucht, das grenzt doch schier ans das Unmögliche. Doch sie befindet sich mittendrin im Dschungel aus Heimlichkeiten und brisanten Fällen, langweiligen Gesprächsprotokollen und aufregenden Entdeckungen. Als die Vergangenheit sie mit großen Schritten einzuholen droht, muss Julia einsehen, dass jeder noch so kleine Schritt einen großen Stein ins Rollen bringen kann.... London, Geheimdienst, Nachkriegszeit - das sind die Schlagworte, die bei mir sofort Faszination und Neugier hervorrufen und mich mit Feuereifer in das Abenteuer stürzen lassen. Aber der Funke springt einfach nicht über und ich werde nicht warm mit dem Buch und seinen Darstellern. Das Verwirrspiel um die Figuren und ihrer Zugehörigkeit zu den einzelnen Institutionen ist zwar raffiniert angelegt, aber die Ironie, mit der Kate Atkinson hier ihre Handlung schildert, ist jetzt nicht so ganz mein Ding. Für diese Art von Humor bin ich nicht geschaffen und so verliert das Buch ganz schnell seinen Reiz für mich. Ich vermisse die actionreiche Spannung, die Nervenkitzel und haarsträubende Momente hervorruft, aber diese ist für mich nicht ansatzweise zu finden oder gar in den Seiten zu spüren. Dafür springt immer wieder der ganz spezielle britische Humor aus den Zeilen und der ist bekanntlich tiefschwarz. So verliert dieser Roman immer mehr seinen Reiz für mich, weil ich einfach nicht in die Handlung hineinfinde- viele Szenen gleichen einem Gesprächsprotokoll und laufen emotionslos und wenig mitreißend ab, einige wenige Ereignisse sind für mich interessant. Ich hatte mir eine actionreiche und spannungsgeladene Lektüre erhofft, eine Art "James Bond" im London der Nachkriegszeit. "Deckname Flamingo" scheint mit aber eher eine satirische Darstellung dieses Genres zu sein und kann mich daher nicht begeistern. Sicherlich wird dieses Buch seine Liebhaber finden, aber ich bleibe leider enttäuscht zurück :-(

Richtig spannend und unterhaltsam
von Books and Family am 10.04.2019

„Deckname Flamingo“ spielt in verschiedenen Zeiten. Am Anfang begleiten wir die Protagonisten auf ein paar Seiten lang im Jahr 1981. Später springt die Geschichte zwischen den Jahren 1940 und 1950. Dies geschieht aber keinesfalls zu abrupt. Die Autorin lässt sich mit ihrer Erzählung Zeit, ohne etwas auszuschmücken. Sie bringt vi... „Deckname Flamingo“ spielt in verschiedenen Zeiten. Am Anfang begleiten wir die Protagonisten auf ein paar Seiten lang im Jahr 1981. Später springt die Geschichte zwischen den Jahren 1940 und 1950. Dies geschieht aber keinesfalls zu abrupt. Die Autorin lässt sich mit ihrer Erzählung Zeit, ohne etwas auszuschmücken. Sie bringt vieles sehr schnell auf den Punkt, so dass keinerlei Langeweile entsteht. Mich hat die Geschichte der Spionage total fasziniert. Diese Neugier, die die Autorin so geschaffen hat, hält das gesamte Buch über an. Die Spannung bleibt stets auf demselben Level. Besonders die Protagonistin Julia habe ich sehr in mein Herz geschlossen. Ihre Art habe ich gemocht. Sie erzählt die Geschichte aus ihrer Perspektive und bedient sich dabei der Ich-Form. So fiel es mir außerordentlich leicht, mich in sie hineinzuversetzen. Sie wirkt authentisch und ist stellenweise sehr witzig, wenn sie dem Leser ihre Gedanken mitteilt. Der schwarze Humor der Britten kommt in „Deckname Flamingo“ sehr gut zur Geltung. Wer ihn nicht mag, sollte allerdings eher nicht zu diesem Buch greifen. „Such nicht nach ausgefallenen Metaphern“, hatte ihre Englischlehrerin zu ihren Schulaufsätzen gesagt, doch der Tod ihrer Mutter zeigte ihr, dass es keine zu pompöse Metapher für den Schmerz gab. Es war etwas Schreckliches und verlangte nach Ausschmückung. Zitat aus: Deckname Flamingo Bei den vielen Figuren fiel es mir zu Anfang schwer, sie auseinander zu halten, was sich mit der Zeit legte. Auch in den Protokollen, die Julia auf ihrer Schreibmaschine erstellt, werden genau diese Figuren dargestellt. Am Ende schreibt sie nur noch die Anfangsbuchstaben, was mich letztendlich aber nicht mehr gestört hat, als ich die Namen und Zusammenhänge verstanden hatte. Es ist amüsant zu lesen, wie sie diverses Gehörtes ein bisschen ausschmückt, weil sie schlicht nicht verstehen konnte, was gesagt wurde. Oder es andere Gründe gab, eine etwas andere Wahrheit zu schreiben … Die Zeitsprünge haben mir gut gefallen. So setzt sich letztendlich alles verständlich zusammen. Besonders die Vergangenheit um das Jahr 1940 konnte mich immens fesseln. Die ganze Spionage und die Geschichte an sich ist faszinierend. Wie es schließlich weiter ging, welche Wendung „Deckname Flamingo“ noch nahm, konnte ich vorher nicht erahnen, weswegen ich meinen Hut ziehe. Hier tappte ich die gesamte Zeit im Dunkeln und wurde positiv überrascht. Fazit: „Deckname Flamingo“ ist ein richtig gutes, stellenweise äußerst amüsantes Buch, das ich jedem, der den schwarzen Humor der Briten liebt, sehr empfehlen kann. Kate Atkinson schreibt hier gekonnt mit einem Zwinkern über ein sehr ernstes Thema. Mich konnte sie damit überzeugen.


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