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WEST

Roman

Best Book of the Year: The Sunday Times. The Guardian.

»WEST lässt uns eintauchen in den Mythos des amerikanischen Westens und erzählt von der Hingabe und Verletzlichkeit des Menschen.« San Francisco Chronicle »Dieses Buch geht einem nicht mehr aus dem Kopf.« Claire Messud

Pennsylvania, im Jahr 1815: Der einfache, gutherzige Maultierzüchter Cy Bellman findet keine Ruhe mehr, seit er in der Zeitung von einer unglaublichen Entdeckung gelesen hat. Um seinem Traum nachzujagen, bringt er das größte Opfer und lässt seine 10-jährige Tochter Bess in der Obhut ihrer ruppigen Tante zurück. Während Bess auf sich allein gestellt zur Frau wird, erlebt Bellman im tiefen Westen ein Abenteuer, das sich völlig anders entwickelt als erwartet. Carys Davies hat eine »eine traurig schöne Geschichte« (The Times) geschrieben über die tiefe Sehnsucht, alles hinter sich zu lassen und seinem Leben einen neuen Sinn zu geben.

Best Book of the Year: The Sunday Times. The Guardian.

Gewinnerin des Frank O'Connor Short Story Awards.

Portrait
Carys Davies wurde 2015 für ihren Short-Story Band »The Redemption of Galen Pike« mit dem Frank O’Connor International Short Story Award ausgezeichnet. Sie wurde in Wales geboren und wuchs in den Midlands auf. Nach einer elfjährigen Zwischenstation in New York und Chicago lebt sie jetzt in Lancaster, im Nordwesten Englands.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 208
Erscheinungsdatum 10.06.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87606-1
Verlag Luchterhand
Maße (L/B/H) 20,5/12,8/2,2 cm
Gewicht 317 g
Übersetzer Eva Bonne
Verkaufsrang 54299
Buch (gebundene Ausgabe)
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V. Harings, Thalia-Buchhandlung

Ein gewaltig poetischer Kurzroman über die Gier und Abscheulichkeit des Menschens und der Hoffnung, die Träume leben lässt. Waghalsig und fasziniert reisen wir mit Vater und Tocher in den Westen!

Die Träume des Westens

Laura Donauer, Thalia-Buchhandlung Landau

"Sie stand lange Zeit da, schirmte sich die Augen mit einer Hand vor der Sonne ab und starrte gen Westen, als könnte sie [...] eine große Gestalt mit Zylinder in einer Wolke aus Staub und kleinen, hellen Steinchen sehen, aufgewirbelt von den Hufen eines schnellen schwarzen Pferdes, aber da war niemand. Da waren nur der Himmel und die Bäume und der lange Weg, mehr nicht, das konnte sie sehen, aber sie blieb trotzdem dort stehen und starrte [...]." Die Reise in den Westen und die Suche nach einem Leben in Fülle und Freiheit ist ein Mythos, der im 19. Jahrhundert viele umtrieb - und der zum Stoff wurde für eine Vielzahl von Romanen, Filmen und Liedern. Auch Carys Davies lässt ihren Protagonisten nach diesem Traum streben, er bricht auf zu seiner ganz eigene Suche nach dem Glück. Der Preis, den er für sein Weggehen zahlt, ist ein hoher - er lässt seine erst 10-jährige Tochter Bess zurück in der Obhut ihrer barschen und ablehnenden Tante. "West" ähnelt in seinem Aufbau fast einer Novelle: der Umfang ist gering, nur 208 Seiten braucht die Autorin, um ihre Geschichte in ganzer Bandbreite zu entfalten, der Inhalt ist dicht, hat stellenweise sogar lyrische Züge, und der Aufbruch des Protagonisten stellt den zentralen Wendepunkt des Geschehens dar. Melancholie, Sehnsucht, Tragik, Komik - Davies gelingt es, all jene Elemente miteinander zu verbinden und ihre Erzählung in einer Art Waagschale konstant auszubalancieren. Ihre Sprache ist leise und direkt. Ohne viel Ausschweifungen konzentriert sie sich auf das Wesentliche und vermeidet lange metaphorische Exzesse - größtenteils ein Gewinn für den Roman, der sich nur an wenigen Stellen als kleines Manko erweist, unter dem der Inhalt zu leiden scheint. Dennoch überzeugt "West": durch seine poetische Kraft, durch seine unvoreingenommene Direktheit und durch seine sanfte Verwundbarkeit.

Kundenbewertungen

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19 Bewertungen
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Vom Suchen und Finden
von Kaffeeelse am 05.08.2019

Diese kurze Geschichte hat mich jetzt auf eine Reise mitgenommen. Eine Reise in eine vergangene Zeit. Eine Reise in das Jahr 1815 und einige darauffolgende Jahre, eine Reise nach Pennsylvania und in die Prärien der damaligen Zeit, ein damals unentdecktes Land, eine Reise ins Terra incognita. Und genauso ist dieses Buch eine Gesc... Diese kurze Geschichte hat mich jetzt auf eine Reise mitgenommen. Eine Reise in eine vergangene Zeit. Eine Reise in das Jahr 1815 und einige darauffolgende Jahre, eine Reise nach Pennsylvania und in die Prärien der damaligen Zeit, ein damals unentdecktes Land, eine Reise ins Terra incognita. Und genauso ist dieses Buch eine Geschichte von drei Menschen. Erstens haben wir einen Suchenden, John Cyrus Bellman, kurz Cy Bellman, der einem Traum hinterherjagt, seinem Feuer folgt, ein zutiefst Brennender. Cy Bellman lebt mit seiner Tochter Bess im kleinen Ort Lewistown in Pennsylvania, hat dort eine Farm und züchtet Maultiere. Nachdem er aber in der Zeitung von unglaublichen Dingen gelesen hat, findet er keine Ruhe mehr, er muss suchen, er muss finden und er muss dazu ein großes Opfer bringen, er muss seine heranwachsende Tochter Bess verlassen. Womit wir beim zweiten Charakter wären, Bess Bellman, eine Wartende, einerseits wartet sie auf ihren Vater, andererseits steht sie an der Schwelle zur Erwachsenen, ist also auch eine Suchende und erwachsen wird sie schlussendlich auch. Der letzte Charakter ist Alte Frau aus der Ferne, ein Shawnee Indianer, ein vom Leben Enttäuschter, ein von den Menschen Enttäuschter, ein sich Fragender, und auch ein Suchender, er verkörpert in meinen Augen auch das Vergangene, trägt Verletzungen mit sich herum, über seine Erfahrungen hin heilt vielleicht ein Teil der Verletzungen und ein Kreis schließt sich. Eine wirklich interessante Geschichte über das Suchen und Finden, zugleich schön und traurig geschrieben, einerseits ein Abenteuerroman, andererseits aber auch ein Roman über die Menschen, über Suchende und Findende, wobei das Gesuchte und das Gefundene nicht unbedingt überein stimmen müssen. Und das Ganze ist in einer schönen Sprache gehalten, ein kurzes Buch für zwischendurch könnte man meinen, aber eigentlich ist es ein kleines Buch mit jeder Menge Inhalt. Ich kann nur sagen bitte unbedingt lesen!

Glaube und Verlust
von einer Kundin/einem Kunden aus Vaihingen an der Enz am 24.07.2019

Es gibt nicht viele Autoren, die mit wenigen Worten einen komplexe Geschichte erzählen können. James Sallis hat diese Fähigkeit. Aber auch Carys Davies, die mit „WEST“ beweist, dass auch sie über diese Begabung verfügt. Gerade einmal 208 Seiten hat dieser schmale Roman, von der „Sunday Times“ und dem „Guardian“ mit dem „Best Boo... Es gibt nicht viele Autoren, die mit wenigen Worten einen komplexe Geschichte erzählen können. James Sallis hat diese Fähigkeit. Aber auch Carys Davies, die mit „WEST“ beweist, dass auch sie über diese Begabung verfügt. Gerade einmal 208 Seiten hat dieser schmale Roman, von der „Sunday Times“ und dem „Guardian“ mit dem „Best Book of the Year-Award“ ausgezeichnet. 1815. Nachdem er in der Zeitung von einer spektakulären Entdeckung in Kentucky gelesen hat, möchte der Maultierzüchter und Witwer John Cyrus Bellman diese riesigen Tiere mit eigenen Augen sehen. Die beschriebenen Knochen befeuern seine Fantasie und lassen ihn den Aufbruch ins Ungewisse wagen. Raus aus den Tretmühlen des Alltags, von Pennsylvania nach Kentucky. Er hat keine genaue Vorstellung von dem „Wie“, „Wohin“ oder „Wie lange“, weiß nur, dass er auf die Reise gehen muss, immer Richtung Westen. Auch wenn seine Tochter nicht mitkommen kann, sondern von seiner Schwester bis zu seiner Rückkehr in maximal zwei Jahren beaufsichtigt werden soll. Allen Widrigkeiten zum Trotz bricht er auf, gelangt er voran, stellt aber bald fest, dass ihm die Fertigkeiten fehlen, auf lange Sicht in der Wildnis zu überleben. Der eingepackte Tand zum Eintauschen von Nahrung und Gefälligkeiten wird knapp, doch ein Pelzhändler überlässt ihm einen seiner Helfer, einen jungen Shawnee namens „Alte Frau aus der Ferne“. Dessen Stamm wurde im Zuge der Landnahme von den Siedlern vertrieben. Abgespeist mit Versprechungen und doch betrogen. Bellman und Alte Frau aus der Ferne, zwei wie Don Quijote und Sancho Panza, ziehen gemeinsam weiter, immer Richtung Westen, immer auf der Suche nach dem Unbekannten. Der eine mit einer Vision, der andere ihm zur Seite gestellt, ihm folgend. Verlust und Glaube, das sind die beiden Themen, um die dieser Roman kreist. Der Glaube daran, dass der Vater zurückkehrt. Der Glaube daran, dass der Westen ein außergewöhnliches Erleben bereithalten wird. Davies verzichtet auf ausufernde Beschreibungen, fügt aber immer wieder solche Elemente ein, die wir mit klassischen Western verbinden. Sie ändert gekonnt die Tonlage, wenn sie zwischen den Kapiteln des Reisenden und denen der daheimgebliebenen Tochter hin und her wechselt. Hält so das Interesse des Lesers am Schicksal sowohl des einen als auch der anderen wach, verliert aber auch nie die darunter liegende Geschichte des Verlusts aus dem Blick, nämlich die Vertreibung der Ureinwohner, hier vertreten durch Alte Frau aus der Ferne. Und er wird es auch sein, der den Kreis schließt.

Eine wahrlich große Reise
von einer Kundin/einem Kunden am 10.06.2019

Dieses Buch lässt mich in Gedanken versunken zurück. Die Schriftstellerin Carys Davies schickt ihren Protagonisten und Maultierzüchter im Jahr 1815 auf eine lange Reise. Der Vater einer zwölfjährigen Tochter lässt alles zurück. Er reitet nach Westen, ist auf der Suche nach riesigen Tieren von deren Skelettfunden er in der Zeitun... Dieses Buch lässt mich in Gedanken versunken zurück. Die Schriftstellerin Carys Davies schickt ihren Protagonisten und Maultierzüchter im Jahr 1815 auf eine lange Reise. Der Vater einer zwölfjährigen Tochter lässt alles zurück. Er reitet nach Westen, ist auf der Suche nach riesigen Tieren von deren Skelettfunden er in der Zeitung gelesen hatte und erwartet diese, in den Rocky Mountains zu finden. Warum dieser Artikel eine derartige Sehnsucht in dem Mann auslöst wird nicht bekannt. Seine Tochter Bess verbleibt in der Obhut ihrer lieblosen Tante und wartet jeden Tag auf seine Wiederkehr. Immer wieder gibt es Geschichten über Reisende. Ein gutes, versöhnliches Ende voller Erkenntnisse erwartet den Leser fast immer. Denn ist dies nicht der Sinn und Zweck einer langen Reise? Ich möchte nicht spoilern und verrate nicht, wie dieser lange Weg des Bauern Sy Bellmann und seiner Tochter Bell, der er so viele Briefe schrieb (die dem Leser leider verborgen bleiben) endet. Gesagt sei aber, dass ich in Gedanken mitgereist bin und das große Ziel dieses Mannes eher als eine Merapher für große Sehnsüchte betrachte, die nicht unbedingt jeder nachvollziehen kann und muss. Die Zeitung "The Times" beschreibt WEST als traurig schöne Geschichte. Und genau so habe auch ich sie empfunden. Leseempfehlung