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All das zu verlieren

Roman

Leïla Slimani

(109)
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Beschreibung


»Die neue Stimme der französischen Literatur.« ZEITmagazin

Kann man sich zu seinem Glück zwingen? Prix Goncourt-Preisträgerin Leïla Slimani erzählt von der Zerrissenheit einer Frau und schafft eine »moderne Madame Bovary« (Libération).

Nach außen hin führt Adèle ein Leben, dem es an nichts fehlt. Sie arbeitet für eine Pariser Tageszeitung, ist unabhängig. Mit ihrem Ehemann, einem Chirurgen, und ihrem kleinen Sohn lebt sie in einem schicken Viertel, ganz in der Nähe von Montmartre. Sie reisen, sie fahren übers Wochenende ans Meer. Dennoch macht Adèle dieses Leben nicht glücklich. Gelangweilt eilt sie durch die grauen Straßen, trifft sich mit Männern, hat Sex mit Fremden. Sie weiß, dass ihr die Kontrolle entgleitet. Sie weiß, dass sie ihre Familie verlieren könnte. Trotzdem setzt sie alles aufs Spiel.

»Keiner schreibt interessanter über die Abgründe unserer Zeit als Leïla Slimani.«

Die französisch-marokkanische Autorin Leïla Slimani gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. Slimani, 1981 in Rabat geboren, wuchs sie in Marokko auf und studierte an der Pariser Eliteuniversität Sciences Po. Ihre Bücher sind internationale Bestseller. Für den Roman »Dann schlaf auch du« wurde ihr der renommierte Prix Goncourt zuerkannt. »All das zu verlieren«, ebenfalls preisgekrönt, erscheint in 25 Ländern. In den Essaybänden »Sex und Lügen« und »Warum so viel Hass?« widmet Leïla Slimani sich dem Islam und dem Feminismus sowie dem zunehmenden Fanatismus. Sie lebt mit ihrer Familie in Paris..
Amelie Thoma studierte Romanistik und Kulturwissenschaften in Berlin und arbeitete als Lektorin, ehe sie die Übersetzerlaufbahn einschlug. Neben Leïla Slimanis Romanen und Essays übertrug sie u. a. Texte von Marc Levy, Joël Dicker, François Sagan und Simone de Beauvoir ins Deutsche.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 13.05.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87553-8
Verlag Luchterhand
Maße (L/B/H) 22,1/14,1/2,5 cm
Gewicht 404 g
Originaltitel Dans le jardin de l'ogre
Übersetzer Amelie Thoma
Verkaufsrang 44372

Buchhändler-Empfehlungen

Fesselnder Gesellschaftsroman

Wilma Krönke, Thalia-Buchhandlung Aurich

Auf der Suche nach Abenteuern gerät eine Frau, die alles zu haben scheint - einen gut verdienenden Ehemann, einen kleinen Sohn, eine schöne Wohnung - immer tiefer in einen Sumpf aus sexueller Abhängigkeit. Wie lange hält dieses Doppelleben eine Ehe aus? Die schnörkellose und klare Sprache der Autorin fesselt ungemein.

Packend!

Laetitia Paez Niezgoda, Thalia-Buchhandlung Euskirchen

Das ist ein Buch, das einem die Wirbelsäule hochkriecht. Die Thematik Sexsucht wird von Slimani mit solch klarer und durchdringender Sprache behandelt, dass man Teil der Abwärtsspirale der Protagonistin wird. Leïla Slimani hat eine komplexe Figur geschaffen. Sie verfängt sich in ihrem Netz aus Lügen und dem unkontrollierbaren Rausch, der sie von Affäre zu Affäre treibt. Die Atmosphäre bannt einen mit der Gewissheit, dass die Katastrophe nicht abzuwenden scheint.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
109 Bewertungen
Übersicht
53
28
24
4
0

von einer Kundin/einem Kunden aus Münster am 04.03.2020
Bewertet: anderes Format

Inspiriert durch einen Facebook-Post zu diesem Buch, habe ich es mir zur Hand genommen und eine ganze Nacht durchgelesen. Eine sehr packende Lektüre

Portrait der Selbstzerstörung
von Thala am 19.01.2020

Dieses Buch ist wahrlich keine einfache Kost. Während das erste Buch von Leila Slimani ein gesellschaftskritischer Thriller war, ist "All dies zu verlieren" das Porträt einer gelangweilten, bürgerlichen Frau, die mit aller Kraft die Fesseln ihrer Ehe und ihres bürgerlichen Lebens sprengen möchte. Sie versucht dies durch wechseln... Dieses Buch ist wahrlich keine einfache Kost. Während das erste Buch von Leila Slimani ein gesellschaftskritischer Thriller war, ist "All dies zu verlieren" das Porträt einer gelangweilten, bürgerlichen Frau, die mit aller Kraft die Fesseln ihrer Ehe und ihres bürgerlichen Lebens sprengen möchte. Sie versucht dies durch wechselnde Liebhaber, anonymen und vor allem gewalttätigen Sex zu erreichen, da sie hofft, sich durch Schmerz selbst wieder zu fühlen. Nach außen hin mimt Adele das scheue Reh, im Inneren fühlt sie sich jedoch besser als alle anderen um sie herum. Sie findet ihr Leben äußerst langweilig, ist von ihrem Mann total gelangweilt und der Sex mit ihm ist eine reine Pflichtübung. So denkt sie zB beim Essen mit seinen Freunden nur daran, den Freund ihres Mannes zu verführen. Adele ist krank, sie ist zu keiner Nähe und zu keiner Nähe fähig. Sie weiß selbst nicht, was ihr Freude bereitet und sie ist absolut sexsüchtig. Sie baut ein komplettes Doppelleben auf, bringt ihren dreijährigen Sohn lieber zur Betreuung, um ihren Affären nachzugehen. Dabei bereut sie ihr Verhalten keineswegs. Mit ihrem Mann bleibt sie lediglich zusammen, weil sie ein gemeinsames Kind haben und dieser ihren teilweise recht luxuriösen Lebensstil finanziert. Als Journalistin verdient sie selbst nicht viel und sowieso hat sie ihren Job nur angenommen, damit sie viel reisen kann. Teilweise war das Buch angesichts dieser extrem selbstzerstörerischen Tendenzen sehr schwer für mich zu lesen. An einer Stelle musste ich sogar eine kurze Pause einlegen, da die beschriebene Gewalt zu heftig war. Adele ist keine Protagonistin, die man als Leser*in ins Herz schließt. Sie ist vielmehr wie eine Kunstfigur, der man im echten Leben hofft niemals zu begegnen. Ihr Schmerz wird eindringlich beschrieben, genauso wie ihre Sexsucht. Das Buch lässt mich sehr nachdenklich zurück.

Beziehungen und Verhältnisse ohne Horizont
von einer Kundin/einem Kunden am 25.10.2019

Auf die Schnelle kann man der Anmerkung zustimmen, dass Leila Slimanis Roman „All das zu verlieren“ wenig mit Flauberts „Madame Bovary“ zu tun hat. Dieser Anmerkung kann man hinzufügen, dass der Roman nicht die Motive und Verwicklungen entfaltet, die in "Effi Briest“ (Fontane) oder in „Lady Chatterley“ (Lawrence) zu finden sind.... Auf die Schnelle kann man der Anmerkung zustimmen, dass Leila Slimanis Roman „All das zu verlieren“ wenig mit Flauberts „Madame Bovary“ zu tun hat. Dieser Anmerkung kann man hinzufügen, dass der Roman nicht die Motive und Verwicklungen entfaltet, die in "Effi Briest“ (Fontane) oder in „Lady Chatterley“ (Lawrence) zu finden sind. Auch wenn sich in allen vier Romanen die bürgerliche Ehe wie eine atemraubende Fessel an den weiblichen Romanfiguren legt, so gibt es für „Madame Bovary“, „Effi Briest“ wie auch für „Lady Chatterley“ dennoch einen befreienden Horizont: mal ist es die romantische Liebe, mal ist es die sexuelle Spontanität. In Slimanis Roman fehlt der Frauenfigur Adèle jedoch dieser Horizont. Wenn man der Gegenüberstellung von bürgerlicher Ehe und spontaner Sinnlichkeit (Hegel) trauen kann und der außerehelichen Sexualität die Ekstasen und die Obszönität (Bataille) zuschreiben möchte, so bleibt in Slimanis Roman von dieser Perspektive nichts übrig. Obwohl die Erzählung aus der Sicht der Ehefrau Adèle geschildert wird, so ist auch der Ehemann wie das Kind der beiden der strukturellen Gewalt der bürgerlichen Ehe und Familie ausgesetzt und sind in ihr gefangen. Zwar gelingt es Adèle fortwährend ihrer familiären Situation und dem ehelichen Dasein mit vielen Lügen und Tricks zu entkommen, dendoch erweisen sich alle außerehelichen Eskapaden als zwanghaft wie erniedrigend. Weder findet sie im ehelichen Zusammenleben eine Vertrautheit, die zu einem dauerhaften Zusammensein gehört, noch ergeben sich in der Zufälligkeit des Fremdgehens Berührungen und Ekstasen, die genussvoll wie befreiend wirken. In Slimanis Roman stellen sich alle Verhältnisse in einer Ökonomie von Gewalt und Verachtung dar.


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