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Die Sparsholt-Affäre

Roman

Alan Hollinghurst

(6)
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Beschreibung

Im Oktober 1940 kommt der junge David Sparsholt nach Oxford. Der gut aussehende Athlet und Ruderer ist sich anfangs nicht der einnehmenden Wirkung bewusst, die er auf andere hat – besonders auf den einsamen und romantisch veranlagten Evert Dax, Sohn eines gefeierten Romanciers, der selbst literarische Ambitionen verfolgt. Während der Blitzkrieg London erschüttert, wird Oxford zu einem seltsamen Rückzugsort, an dem die Verdunkelung geheime Liebesbeziehungen verbirgt. Hier nimmt die Sparsholt-Affäre ihren Anfang, von der auch siebzig Jahre später noch ganz Großbritannien sprechen wird.

Ein großer atmosphärischer Roman über einen Kreis von Freunden, die über drei Generationen hinweg durch Kunst, Literatur und Liebe verbunden sind. Entwaffnend geistreich, berührend und brillant beobachtet untersucht Hollinghurst die gesellschaftlichen Veränderungen des zwanzigsten Jahrhunderts, deren Folgen noch heute zu spüren sind.

»ein epischer Bilderbogen über das Leben mehrerer Männer und ihre homoerotischen Sehnsüchte, über Strafe, Heimlichkeit und Freiheit.«

Alan Hollinghurst wurde 1954 in Stroud geboren. Er studierte in Oxford und arbeitete anschließend als Literaturkritiker für das Times Literary Supplement. Hollinghurst hat zahlreiche Preise erhalten, darunter den Sommerset Maugham Award und 2004 den Booker Prize für seinen Roman Die Schönheitslinie. Alan Hollinghurst lebt in London.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 544
Erscheinungsdatum 11.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-89667-626-9
Verlag Blessing
Maße (L/B/H) 22,9/14,7/4,6 cm
Gewicht 734 g
Originaltitel The Sparsholt Affair
Übersetzer Thomas Stegers
Verkaufsrang 110139

Buchhändler-Empfehlungen

Ricarda Martius, Thalia-Buchhandlung Dresden

Ein Roman auf vielen Ebenen, vieles wird nur angedeutet oder lässt sich nur erahnen. Eine stilvolle, komplexe Gesellschaftschronik.

Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein Generationenroman ganz nah an seinen Figuren, ohne überholte Klischees. Eine andere Geschichte Grossbritanniens der 70er Jahre!

Kundenbewertungen

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Ein brilliant erzählter "großer" Roman!
von einer Kundin/einem Kunden aus Fulda am 13.06.2019

Meine Meinung: Alan Hollinghurst portraitiert in „Die Sparsholt-Affäre“ den Verlauf/Wandel des männlichen homosexuellen Lebens in Großbritannien zwischen 1940 und 2012, verfasst in 5 Teile/Zeitsprünge. Das hört sich nach einem „großen Unterfangen“ an und genau das war es auch. Ich hatte anfangs Probleme, einen prägnan... Meine Meinung: Alan Hollinghurst portraitiert in „Die Sparsholt-Affäre“ den Verlauf/Wandel des männlichen homosexuellen Lebens in Großbritannien zwischen 1940 und 2012, verfasst in 5 Teile/Zeitsprünge. Das hört sich nach einem „großen Unterfangen“ an und genau das war es auch. Ich hatte anfangs Probleme, einen prägnanten roten Faden für mich zu erkennen, denn den einzelnen Zeitsprüngen fehlt es an einer klaren Definition und auch ein zusammenhängendes Bindeglied war für mich lange nicht ersichtlich - die titelgebende Affäre mit David Sparsholt findet für den Leser nur bei völliger Dunkelheit unter der Bettdecke statt. Woran es jedoch keinesfalls mangelt, ist die sehr authentische/vielschichtige Darstellung eines britischen Gesellschaftsbildes im Wandel, in das sich Teile der Figuren über mehrere Jahrzehnte hinweg bewegen und ihren Platz darin finden/behaupten müssen. Hier gelingt es dem Autor hervorragend, für ein gleichbleibend starkes Interesse an deren Schicksalen zu sorgen und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Hollinghurst Schreibstil hat mich komplett überzeugt, denn er schafft mit wenigen eindrucksvollen Worten zwischenmenschliche Spannungen/Begierden zu transportieren und besitzt eine ausgesprochen feine Beobachtungsgabe, die selbst „unbedeutende“ Momente sehr gekonnt in Szene setzt, so dass mich der oft ausschweifende Erzählstil nie gelangweilt hat. Das homosexuelle Liebesleben empfand ich insgesamt als etwas zu „brav“ bzw. wie mit angezogener Handbremse dargestellt und hätte mir gewünscht, dass sich der Autor mehr traut, ohne dabei aber ins pornografische zu wechseln. Fazit: Ein brilliant erzählter „großer“ Roman, dem es für mich an etwas Mut gefehlt an, um gänzlich zu einem Highlight zu werden.

THE SPARSHOLT AFFAIR - Alan Hollinghursts 70 Jahre umfassender Gesellschaftsroman
von j.h. aus Berlin am 16.03.2019

Oxford 1940. Der junge und gut aussehende David Sparsholt kommt nur für kurze Zeit an die Universität und ist sich anfangs wohl nicht der Wirkung bewusst, die er auf einen Kreis von Freunden ausübt. Evert Dax, einsamer und romantisch veranlagter Sohn eines gefeierten Literaten, scheint dem schönen Jüngling völlig zu verfallen. I... Oxford 1940. Der junge und gut aussehende David Sparsholt kommt nur für kurze Zeit an die Universität und ist sich anfangs wohl nicht der Wirkung bewusst, die er auf einen Kreis von Freunden ausübt. Evert Dax, einsamer und romantisch veranlagter Sohn eines gefeierten Literaten, scheint dem schönen Jüngling völlig zu verfallen. In einer Bombennacht erreicht er das Ziel seiner Träume, doch schon bald ist Sparsholt verschwunden und kommt als Held des Zweiten Weltkriegs zu Ehren. Doch in der nächsten Handlungsebene - 1966 - wird der Held tief fallen - über seine damals noch gesellschaftlich geächteten Neigungen ... 2004 veröffentlichte Alan Hollinghurst (*1954) einen äußerst vielschichtigen Roman, der mit dem renommierten Booker-Prize ausgezeichnet wurde: THE LINE OF BEAUTY (Die Schönheitslinie) war ein pralles Sittenbild der Thatcher-Ära, dem in Großbritannien gelegentlich sogar Pornographie vorgeworfen wurde. Hollinghursts neuer, im Original bereits 2017 erschienener Roman THE SPARSHOLT AFFAIR verfolgt vor allem das Ziel, die veränderte Einstellung der englischen Gesellschaft zur Homosexualität zu dokumentieren. Der Autor tut dies nicht plakativ - sondern eher beiläufig. Im Vordergrund steht eine Gruppe von Menschen, deren Lebensweg in Bruchstücken über bis zu 70 Jahre beschrieben wird. Die den 5 Teilen zugeordneten Jahre (1940, 1966, 1975, 1995, 2012) werden auch an anderen gesellschaftlichen Entwicklungen festgemacht und erschließen sich dem aufmerksamen Leser erst während der Lektüre. Insbesondere der Sprung um über 20 Jahre zwischen Teil 1 und 2 kommt völlig unerwartet. Ebenso dauert es eine Weile, bis der Leser die Personen mit dem vorhergehenden Teil zu verknüpfen vermag. Die geschliffenen Sätze Alan Hollinghursts sind auch in seinem neuen Werk wieder mit Vergnügen zu lesen. Das Ende ist im weitesten Sinne offen und überlässt den Leser seinen eigenen Gedanken. Das im BLESSING-Verlag in hervorragender deutscher Übersetzung von Thomas Stegers unter dem Titel DIE SPARSHOLT-AFFÄRE erschienene Buch ist insbesondere anspruchsvolleren Lesern zu empfehlen!


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