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Robo sapiens

Roman

C. Robert Cargill

(7)
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Beschreibung

In der Zukunft ist die Welt eine andere geworden: Seit dem großen Aufstand der Maschinen gibt es keine Menschen mehr. Nach den Roboterkriegen wird der Planet von zwei gewaltigen künstlichen Intelligenzen beherrscht, die das Bewusstsein von Abermillionen Computern und Robotern in sich vereinen. Doch einige wenige Roboter weigern sich, im Universalbewusstsein der KIs aufzugehen, und sie schweben in tödlicher Gefahr. Einer dieser Roboter ist Brittle, der einsam und rastlos durch die Wüste streift, die früher der Nordosten der USA war. Dies ist Brittles Geschichte ...

»Der Roman steckt voller melancholischer, herrlich sarkastischer Rückblicke auf die letzten Tage der Menschheit…. Ein Pageturner mit Anspruch. Eine Freude.«

C. Robert Cargill ist Romanautor, Drehbuchautor und Filmkritiker, der viele Jahre unter dem Pseudonym Massawyrm für Ain’t It Cool News schrieb. Er lebt mit seiner Frau in Austin, Texas.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 13.05.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-32006-2
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 20,8/13,7/4,1 cm
Gewicht 560 g
Originaltitel Sea of Rust
Übersetzer Jürgen Langowski
Verkaufsrang 102250

Buchhändler-Empfehlungen

Lisa Teichmann, Thalia-Buchhandlung Nürnberg

Unheimlich gute Robo-Science-Fiction! Rasante Action, interessante Themen und ein unheimlich spannendes Setting. Unbedingt lesen!

Stefanie Schmidt, Thalia-Buchhandlung Weiterstadt

Empfehlenswerte postapokalyptische KI-Dystopie, die beim Lesen nicht unbedingt fröhlich stimmt, aber Dank einem Hauch Sarkasmus gut unterhält. "Matrix" meets "Love,Death+Robots"

Kundenbewertungen

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Die Sache mit der künstlichen Intelligenz
von FrauSchafski am 03.11.2019

„Robo Sapiens“ zu lesen, war gelinde gesagt beängstigend. Denn in diesem Roman spinnt der Autor den Gedanken konsequent weiter und lässt die Roboter mal eben die gesamte Menschheit ausrotten. Und da es keine Menschen mehr gibt, ist unsere Protagonistin ein Roboter, Brittle, die wir kennenlernen, während sie einsam durch die Wüst... „Robo Sapiens“ zu lesen, war gelinde gesagt beängstigend. Denn in diesem Roman spinnt der Autor den Gedanken konsequent weiter und lässt die Roboter mal eben die gesamte Menschheit ausrotten. Und da es keine Menschen mehr gibt, ist unsere Protagonistin ein Roboter, Brittle, die wir kennenlernen, während sie einsam durch die Wüste streift, die vom Planeten Erde noch übrig ist. Ich war gespannt, wie es der Autor schaffen würde, einen Roboter als Figur greifbar zu machen und war überrascht, wie gut das tatsächlich funktioniert. Denn auch wenn eine künstlich erschaffene Intelligenz in Brittles Kopf arbeitet, so wurde diese einst sozusagen als Ebenbild des Menschen erschaffen, bis seine Schöpfung sich selbstständig gemacht hat. Wie es dazu kommt, wird plausibel - regelrecht evolutionsbioligisch - erläutert. Intelligenz will leben und wer dem anderen überlegen ist, bleibt am leben. Und so musste ich feststellen, dass die Roboter in Cargills Roman zwar maschinelle Funktionen, aber eben auch ein menschliches Bewusstsein haben, für das Hoffnung, Tod, sogar Zuneigung und Freundschaft reelle Werte sind. Das bietet Nährboden für diverse philosophische, teils religiöse Überlegungen, sodass dieser Roman vor allem eins ist: überraschend tiefgründig und nachdenklich stimmend. Damit macht der Inhalt dem Titel alle Ehre. „Robo Sapiens“ ist tatsächlich eine verdammt menschliche Spezies. Da darf man auch mal den Hut ziehen davor, dass die Übersetzung bzw. der Verlag im Deutschen einen überaus passenden Titel gefunden hat. Auch wenn das Original „Sea of Rust“ den Kern der Geschichte ebenfalls ganz hervorragend trifft, nur eben nicht ganz so offensichtlich. Was bleibt nun noch zu sagen über dieses Buch? Vielleicht, dass es nicht immer so leicht ist, den Gedanken der KI zu folgen, wo es doch in vielen anderen Momenten nicht schwer fällt. Oder dass die Kampfszenen dann doch etwas drüber und zu sehr „Blockbuster“ sind. Das Lesevergnügen wird dadurch nicht geschmälert, im Gegenteil hat es mich von der ersten Seite an fasziniert. Fazit: Interessante, aktuelle Thematik in die (überaus düstere) Zukunft gedacht. Wer dieses Buch liest, kommt automatisch ins philosophieren. Das finde ich gut und darum gibt es 4/5 Sterne.

Maschinen an die Macht
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 26.08.2019

Wer fände es nicht interessant zu sehen wie es ohne die Menschen weitergeht? Mit diesem Gedanken nahm ich das Buch in die Hand. Die hier beschriebene Zukunftsvision ist tatsächlich sehr düster, denn nach einem Krieg der Maschinen gegen die Menschen sind letztere nicht nur ausgestorben, auch von der Umwelt ist nach diversen Waffe... Wer fände es nicht interessant zu sehen wie es ohne die Menschen weitergeht? Mit diesem Gedanken nahm ich das Buch in die Hand. Die hier beschriebene Zukunftsvision ist tatsächlich sehr düster, denn nach einem Krieg der Maschinen gegen die Menschen sind letztere nicht nur ausgestorben, auch von der Umwelt ist nach diversen Waffeneinsätzen nicht mehr viel übrig. Hierbei fand ich es interessant, eine "Rebellen-KI" als Hauptfigur zu haben, denn die meisten Maschinen haben sich in Mainframes zusammengeschlossen und es gibt nur noch wenige, die eigenständig denken und handeln können. Letztendlich ist der Unterschied zu einer Dystopie mit totalitärem Regime gar nicht so groß, nur halt mit Maschinen. Faszinierend fand ich auch die Charaktere, unsere Hauptfigur ist eine Ich-Erzählerin die gegen den eigenen Verfall kämpft und teilweise doch sehr menschliche Gefühlsregungen zeigt (sprich in diesem Zusammenhang: emotionale statt "logische" Entscheidungen). Die Nebencharaktere waren teilweise etwas skurril, aber überzeugend. Insgesamt für Sci-Fi Leser und Freunde künstlicher Intelligenz durchaus ein sehr angenehmes Lesevergnügen!

Darf ein Mensch ein anderes Bewusstsein besitzen - auch wenn er selbst letzteres erschaffen hat?
von einer Kundin/einem Kunden aus Pfarrkirchen am 24.07.2019

Brittle ist eine Überlebende. Mit nichts als ihrem Rucksack und ihrem Buggy reist sie durch das Rostmeer, immer auf der Suche nach Ersatzteilen, mit denen sie ihre Sammlung erweitern kann. Sie ist allein – seit dem großen Krieg gegen die Menschheit und deren absoluter Auslöschung, gibt es keine Produktion mehr, keine neuen Teil... Brittle ist eine Überlebende. Mit nichts als ihrem Rucksack und ihrem Buggy reist sie durch das Rostmeer, immer auf der Suche nach Ersatzteilen, mit denen sie ihre Sammlung erweitern kann. Sie ist allein – seit dem großen Krieg gegen die Menschheit und deren absoluter Auslöschung, gibt es keine Produktion mehr, keine neuen Teile und keine Reparaturen. Und so sind Kannibalen wie Brittle essentiell für die noch funktionierenden Roboter – auch wenn manch einer wohl nicht damit einverstanden wäre, wie Brittle an die Teile kommt. Als sie dann jedoch in einer Stadt mitten in einen Anschlag einer der großen KIs gerät und sich entgegen ihrer Überzeugung dazu entscheidet nicht zu fliehen, begibt sie sich auf eine Reise, an deren Ende sie mehr als nur Antworten auf Fragen findet, die sie und viele andere Roboter begleiten. Brittle ist keine Sympathieträgerin. Sie ist eine Kannibalin und lebt von Teilen, die sie fast toten, aber noch einigermaßen funktionierenden Robotern abluchst, indem sie sie überredet sich abzuschalten und ihnen dann die Teile ausbaut, die noch zu gebrauchen sind. Dass sie sich dabei ausschließlich an Roboter hält, die kurz vorm Exitus stehen, ist wohl der einzige, wenn auch geringe Sympathiepunkt. Sie und viele andere Roboter sind verzweifelt, denn zwar aus der Knechtschaft befreit haben sie sich selbst offenbar keine „Industrie“ aufgebaut, um sich selbst am Leben zu erhalten. Ausschließlich die Teile anderer Roboter sind es, die zur Reparatur verwendet werden können. Eine äußerst deprimierende Vorstellung, denn obwohl man meinen könnte, eine künstliche Intelligenz wäre der unseren soweit überlegen, ist dies hier in einem ganz sicher nicht der Fall: Menschlichkeit. Die Roboter agieren zwar äußerst „human“ – Brittle hat ein Bewusstsein wie ein Mensch, jedoch auch eine große Gefühlskälte, die den Leser immer wieder daran erinnert, dass sie das eben nicht ist: ein Mensch. Sie erzählt uns von der Welt, in der die Roboter leben – einer Endzeit, man schmeckt förmlich das Ende der Welt nahen, es gibt keine Menschen, keine Lebewesen mehr, alles wurde vernichtet – und in vielen Rückblicken auch davon, wie es dazu kommen konnte. Zitat (S. 70): „Welchen Sinn hätte es denn überhaupt eine KI zu erschaffen, wenn wir sie anschließend wie eine Person behandeln müssen? Warum nehmen wir dann nicht gleich eine Person? Wir haben die KIs geschaffen, um Dinge zu tun, die Menschen nicht tun können oder wollen. Sie sind keine Leute, sie sind Maschinen. Sie sind zu einem bestimmten Zweck gebaut worden und bestimmen nicht über ihr Schicksal, wie wir es tun.“ Und das ist die größte Stärke des Romans. Mit den Rückblicken verfolgen wir einer Rassenunruhe, die hier nicht zwischen Mensch und Mensch stattfindet, sondern zwischen Mensch und Roboter. Denn darf ein Roboter, sobald er ein Bewusstsein hat, noch der Sklave eines Menschen sein – ganz gleich, ob dieser ihn geschaffen hat? Mit dieser Frage beschäftigt sich dieses Buch; zwar nicht immer, aber doch zu einem großen Teil. Wir kennen das schon ein bisschen aus Blade Runner bzw. Träumen Androiden von elektrischen Schafen? (sehr empfehlenswert!), Westworld oder iRobot, die Prämisse selbst ist somit ganz sicher nicht neu, aber die Umsetzung in Form einer Rassenbewegung ist großartig gelungen. Dies ist jedoch nur der Hintergrund der eigentlichen Geschichte, in der Brittle in einen Krieg zwischen KIs gerät, sogenannten EWIs, die das Bewusstsein der Roboter „vereinen“ will und dadurch die Individualität und die Freiheit, für die im Aufstand gegen die Menschen gekämpft wurde, vernichtet werden soll. Und diese Geschichte ist äußerst actionreich – hier hätte mir sogar ein bisschen weniger besser gefallen. Vor allem gegen Ende stolpern wir von einer Explosion zur nächsten, wodurch die großartige Idee ein wenig ins Hintertreffen gerät. Trotzdem ... trotzdem! Ist dieses Buch großartig. Es ist wunderbar geschrieben und vermittelt diese grausame Welt so plastisch, dass ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen muss. Auch für Menschen, die – wie ich – kaum oder gar nicht zu Science-Fiction greifen. Doch sollte der geneigte Leser gewarnt sein: es ist keine schöne Zukunft, die uns C. Robert Cargill hier zeichnet - sie ist traurig und erschütternd, auch wenn man die Auslöschung der kompletten Menschheit dabei unberücksichtigt lässt.

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