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Eine Handvoll Asche

Roman

Sam Wyndham Band 3

Abir Mukherjee

(12)
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Beschreibung

Kalkutta 1921. Der Besuch einer Opiumhöhle nimmt für den britischen Ermittler Sam Wyndham ein unerwartetes Ende, als er im Rausch von einer Razzia überrascht wird und nun unerkannt vor seinen eigenen Leuten fliehen muss. Noch benommen vom süßlichen Rauch will er über das Dach des Hauses flüchten - und stößt auf eine Leiche. Mit zwei Stichen niedergestreckt, die Augen gewaltsam entfernt. Doch Wyndham hat keine Zeit, den Schauplatz genauer zu untersuchen. In letzter Sekunde bringt er sich selbst in Sicherheit.

Aber der grausame Fund ist erst der Auftakt einer Reihe blutiger Ritualmorde, die das politisch immer unruhiger werdende Kalkutta in Angst und Schrecken versetzen.

»Abir Mukherjees neuer Fall besticht durch seine anschauliche Darstellung der schwierigen politischen Lage der Kolonialherren, die den gewaltlosen Widerstand der Inder nicht verstehen.«

Abir Mukherjee ist Brite mir indischen Wurzeln: Seine Eltern wanderten in den Sechzigerjahren nach England aus. Sein Debütroman Ein angesehener Mann schaffte auf Anhieb den Sprung auf die britischen Bestsellerlisten. Mukherjee lebt mit seiner Familie in London.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 448
Erscheinungsdatum 13.05.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-42338-1
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 18,7/12,6/3,6 cm
Gewicht 389 g
Originaltitel Smoke and Ashes (Sam Wyndham 3)
Übersetzer Jens Plassmann
Verkaufsrang 46413

Weitere Bände von Sam Wyndham

Buchhändler-Empfehlungen

Kristiane Müller, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Wenn die Opiumsucht den Ermittler vor ebenso große Probleme stellt, wie ein Besuch des Kronprinzen und zivieler Ungehorsam der Einheimischen, dann sind wir mit Sam Wyndham in Kalkutta. 1921 ist erstaunlich aktuell.

Sebastian Schuy, Thalia-Buchhandlung Mülheim

Ein exotisches Land in Aufruhr, ein drogensüchtiger Kolonialbeamter und ein verzwickter Fall- ein Krimi vom Feinsten. Spannend, sympathisch und vielschichtig. Mehr davon!

Kundenbewertungen

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Indien 1921
von einer Kundin/einem Kunden aus Bergheim am 26.06.2020

Während Gandhi und seine Anhänger den Briten in Indien mit friedlichen Demonstrationen entgegentreten und ihnen das Leben schwer machen, kämpft Wynham mit seinen eigenen Dämonen. Seine Opiumsucht ist kaum noch zu verbergen und beeinflusst seine Arbeit ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, da ein Serienmörder sein Unwesen treibt. Mukh... Während Gandhi und seine Anhänger den Briten in Indien mit friedlichen Demonstrationen entgegentreten und ihnen das Leben schwer machen, kämpft Wynham mit seinen eigenen Dämonen. Seine Opiumsucht ist kaum noch zu verbergen und beeinflusst seine Arbeit ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, da ein Serienmörder sein Unwesen treibt. Mukherjee lässt seinen Helden zu Beginn dieses dritten Romans seiner Indien-Reihe über das erste Mordopfer stolpern und so ist der Leser sofort in der spannenden Geschichte. Neben der Mörderjagd und den Problemen mit seiner Sucht lässt Mukherjee seinen Helden Wyndham in diesem Roman auch die Sicht des Briten auf Gandhi und seine friedliche Revolution schildern, eindrucksvoll, interessant und angesichts unseres heutigen Wissens um die Kolonialherrschaft und ihre Schattenseiten zum Teil erschreckend. Ich habe diesen Kriminalroman in kürzester Zeit regelrecht verschlungen und freue mich schon auf einen hoffentlich bald erscheinenden Band 4.

Pipe Dream
von hasirasi2 aus Dresden am 08.06.2019

Kalkutta, Weihnachten 1921: Für einen Pipe Dream – ein Hirngespinst – hält der britische Ermittler Sam Wyndham zuerst die grausam zugerichtete Leiche, über die er nachts stolpert, als er wegen einer Razzia aus einer Opiumhöhle flieht. Aber sie ist sehr real und seine Kleidung voller Blut. Als er am nächsten Tag noch einmal dort ... Kalkutta, Weihnachten 1921: Für einen Pipe Dream – ein Hirngespinst – hält der britische Ermittler Sam Wyndham zuerst die grausam zugerichtete Leiche, über die er nachts stolpert, als er wegen einer Razzia aus einer Opiumhöhle flieht. Aber sie ist sehr real und seine Kleidung voller Blut. Als er am nächsten Tag noch einmal dort nachsieht, findet er allerdings keine Spur von dem Toten. Sollte er ihn sich doch nur eingebildet haben? Eigentlich haben Wyndham und sein indischer Sergeant Surrender-not Banerjee auch genug andere Sorgen. Der Besuch von Prince Edward of Wales steht unmittelbar bevor und sie sollen Chitta-Rajan Das, einen brillanten Anwalt und Gandhis rechte Hand, dazu bringen, dass dieser die geplanten Demonstrationen zu Edwards Besuch absagt. Dies bringt Surrender-not in eine Zwickmühle. Seine Familie ist mit Chitta-Rajan befreundet und auch er achtet ihn sehr, außerdem kann er seinen Standpunkt verstehen (und denkt insgeheim genau so). Wie soll er sich verhalten? Abir Mukherjee hat es wieder geschafft, ein mir bis dato völlig unbekanntes Stück indische Geschichte mit einem spanenden Kriminalfall zu verbinden. Vor dem Hintergrund der „Kampagne der Nichtkooperation“, bei der die Inder u.a. westliche Kleidung verbrennen, bis nur noch „eine Handvoll Asche“ übrig ist, versuchen Wyndham und Surrender-not nicht nur die angekündigte Großdemonstration zu verhindern, sondern auch weitere Morde - denn bei dem einen Toten bleibt es nicht ... Im Gegensatz zu den ersten beiden Büchern („Ein angesehener Mann“ und „Ein notwendiges Übel“) überwiegt diesmal der Romananteil. Der Kriminalfall ist in reale historische Ereignisse eingebettet und nimmt erst am Ende Fahrt auf. Dann überschlagen sich allerdings die Ereignisse und Sam Wyndham zeigt, dass er trotz seines Drogenkonsums ein exzellenter Ermittler ist. Und Surrender-not ergänzt ihn perfekt. Wyndham ist sehr pragmatisch und analytisch. Ihm ist klar, dass er seine Opiumsucht dringend in den Griff bekommen muss und dass seine Tage (und die der Kolonialzeit) in Indien gezählt sind, wenn die Inder ihre Ziele erreichen. „Wir würden den Kampf, in den wir hier verstrickt waren, dieses verzweifelte Ringen um ein Indien unter britischer Herrschaft, zwangsläufig verlieren.“ (S. 226) Surrender-not hat es ebenfalls nicht leicht. Da er weiterhin für die Engländer arbeitet anstatt zu streiken, gilt er als schwarzes Schaf der Familie und hat seit einem Jahr keinen Kontakt mehr zu ihr. „Eine Handvoll Asche“ gibt wieder spannende neue Einblicke in das damalige Leben in Kalkutta, die Verwaltung des riesigen Landes und die Unterschiede zwischen arm und reich, Engländern und Indern. Das besondere Augenmerk liegt diesmal in deren fortschreitendem Kampf um ihre Unabhängigkeit vor einer sehr exotischen Kulisse.

Wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen
von einer Kundin/einem Kunden aus Vaihingen an der Enz am 06.06.2019

Auch im dritten Band der Reihe mit Captain Sam Wyndham, dem Ex-Detective von Scotland Yard, und seinem Assistenten Sergeant Surrender-not Banerjee bleibt der Autor Abir Mukherjee seinem außergewöhnlichen Setting treu und verarbeitet einmal mehr ein Stück britischer Kolonialgeschichte in einer spannenden Krimi-Story. Handlungsort... Auch im dritten Band der Reihe mit Captain Sam Wyndham, dem Ex-Detective von Scotland Yard, und seinem Assistenten Sergeant Surrender-not Banerjee bleibt der Autor Abir Mukherjee seinem außergewöhnlichen Setting treu und verarbeitet einmal mehr ein Stück britischer Kolonialgeschichte in einer spannenden Krimi-Story. Handlungsort ist wieder Kalkutta, wir schreiben das Jahr 1921. Indien erwacht allmählich aus seinem Dämmerschlaf, will nicht länger unter dem Joch der Kolonialmacht leben. Die Bestrebungen nach Unabhängigkeit nehmen zu. Indische Gruppen organisieren sich, Unruhen kündigen sich an, die eine Gefahr für den bevorstehenden Besuch des Prince of Wales darstellen. Man fürchtet um dessen Leib und Leben, muss die Aufständischen in Schach halten Doch das ist nicht das einzige Problem, mit dem sich Wyndham herumschlagen muss. Sein Rauschmittelkonsum bringt ihn in eine prekäre Lage. Nichts mit seligem dahindämmern, sondern Flucht vor den eigenen Kollegen bei der Razzia in einer Opiumhöhle, wobei er über eine brutal verstümmelte Leiche stolpert. Noch ahnt er nicht, dass dies nur der Auftakt einer Reihe grausamer Ritualmorde ist, bei deren Aufklärung dem Ermittlergespann von offizieller Seite jede Menge Steine in den Weg gelegt werden. Ein historischer Kriminalroman vom Feinsten. Auf der einen Seite ist es natürlich die „exotische“ Kulisse mit all ihren politischen, ethnischen und gesellschaftlichen Spannungen, der Pracht und dem Elend dicht nebeneinander, die Mukherjees Roman zu etwas besonderem macht, nicht zu vergessen die liebevoll gezeichneten Charaktere mit ihren Stärken und Schwächen. Zum anderen hält dich der Autor eng an die historisch verbrieften Fakten und setzt diese gekonnt in seiner Story ein. Und vielleicht weckt er so auch bei dem einen oder anderen Leser Interesse, sich – gerade in Zeiten des Brexit scheint mir das wichtig - über die Krimihandlung hinaus mit der Thematik des britischen Empire zu beschäftigen. Denn nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen.

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