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Zwölf Wochen in Riad

Saudi-Arabien zwischen Diktatur und Aufbruch - Ein SPIEGEL-Buch - Mit zahlreichen farbigen Abbildungen

Susanne Koelbl

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Beschreibung


Exklusive Einblicke in ein Land, das sich gerade neu erfindet

SPIEGEL-Reporterin Susanne Koelbl ist gelungen, was kaum einem Journalisten gestattet wird: Sie durfte durch Saudi-Arabien reisen, ohne Beschränkungen und staatliche Aufsicht. Für mehrere Monate hat sie sich durch ein Land treiben lassen, das gerade den tiefgreifendsten Wandel seiner Geschichte erlebt. Kronprinz Mohammed bin Salman will Wirtschaft und Gesellschaft in die Moderne katapultieren, während das Königshaus trotz aller Reformen mit großer Härte gegen Andersdenkende vorgeht. Wohin wird sich Saudi-Arabien entwickeln? Wie erleben Frauen und Künstler, Oppositionelle und tiefgläubige Männer den Bruch mit alten Traditionen und Gewissheiten? Susanne Koelbl gibt faszinierende Einblicke in ein Land, dessen Zukunft für die Region, aber auch für den Westen von zentraler Bedeutung ist.

Ausstattung: mit Abbildungen

»Die Autorin gewährt einen außergewöhnlichen tiefen Einblick in ein Land, das als einziges auf dieser Welt Familiennamen der Herrscher im Namen trägt.«

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 29.05.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-421-04786-1
Verlag DVA
Maße (L/B/H) 22,2/14,5/3,5 cm
Gewicht 557 g
Abbildungen mit Abbildungen, farbigen Illustrationen
Auflage 4. Auflage
Verkaufsrang 73403

Kundenbewertungen

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Übersicht
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Hochspannend und insgesamt sehr interessant!
von einer Kundin/einem Kunden aus Jüchen am 22.05.2020

Susanne Koelbl‘s Buch „Zwölf Wochen in Riad“ ist definitiv ein Buch, das sich zu lesen lohnt. Die Autorin beleuchtet auf vielfältige Weise die Veränderungen, die sich zuletzt in Saudi Arabien zutrugen: Öffnungen in Richtung Westen, Lockerungen der Gesetze, Frauenrechte. Doch vielmehr zeigt sie ein Bild eines muslimischen Landes ... Susanne Koelbl‘s Buch „Zwölf Wochen in Riad“ ist definitiv ein Buch, das sich zu lesen lohnt. Die Autorin beleuchtet auf vielfältige Weise die Veränderungen, die sich zuletzt in Saudi Arabien zutrugen: Öffnungen in Richtung Westen, Lockerungen der Gesetze, Frauenrechte. Doch vielmehr zeigt sie ein Bild eines muslimischen Landes auf, das durch seine ureigene Geschichte geprägt ist von Machterhalt einiger weniger Familien, Ölreichtum mit nahendem wirtschaftlichen Umdenken, dem Islam, Konkurrenzen und Intrigen. Ein Land, das die Europäer vielleicht gar nicht in seiner Kern- und Gesamtstruktur verstehen können, sieht man sich nicht die vielschichtigen Facetten hinter dem geschlossenen Vorhang an. Schön fand ich hier auch die zahlreichen Farbfotos in der Mitte des Buches, die das Erzählte und Beschriebene noch einmal visuell ergänzen. Susanne Koelbl, die die Erlaubnis erhielt, sich für längere Zeit in Riad aufzuhalten, schildert ihre facettenreichen Erlebnisse, die teils für einen nicht muslimischen Menschen in ihrer Strenge und Konsequenz erschreckend, manches Mal aber auch urkomisch und witzig erscheinen. Die Darstellungen lassen auf jeden Fall tief in die Umwälzungsprozesse des bis dato strengsten muslimischen Staates blicken. Überraschend dabei natürlich immer wieder die Rolle der Frau. Insbesondere die vielschichtigen Erfahrungen von Susanne Koelbl als europäische Frau und Gast in Saudi Arabien. Einfach nur spannend! Obwohl es sich bei „Zwölf Wochen in Riad“ um ein Sachbuch handelt, liest es sich durch den lockeren, eingängigen Schreibstil der Autorin unglaublich flüssig und leichtgängig. Die einzelnen Kapitel können jeweils separat, also auch solo gelesen werden, da sie eigentlich immer eigene Inhaltsschwerpunkte aufweisen. In der Gänze liest sich das Buch aber eh so überraschend packend, dass man eigentlich keine der einzelnen Perspektiven und Schilderungen verpassen möchte und das Buch wohl eher in einem Rutsch durchliest.. Für mich war das Buch jedenfalls sehr interessant zu lesen und wies doch auch einige Überraschungen auf. Es ist recht lehrreich und meiner Meinung nach eine absolute Leseempfehlung wert! Deshalb von meiner Seite klare 5 Sterne.

Mutig und informativ – ein Blick in eine verborgene Welt
von einer Kundin/einem Kunden aus Attenhofen am 08.07.2019

Dieses Buch bietet viel mehr, als der Titel verspricht. Die 1965 geborene Münchnerin ist Journalistin und Auslandsreporterin für den Spiegel. Schon seit vielen Jahren bereist sie die Länder Zentralasiens. Sie kennt hochrangige Politiker, Entscheidungsträger und königliche Hoheiten. Sie spricht mit armen Arbeitern, Künstlern und ... Dieses Buch bietet viel mehr, als der Titel verspricht. Die 1965 geborene Münchnerin ist Journalistin und Auslandsreporterin für den Spiegel. Schon seit vielen Jahren bereist sie die Länder Zentralasiens. Sie kennt hochrangige Politiker, Entscheidungsträger und königliche Hoheiten. Sie spricht mit armen Arbeitern, Künstlern und mit Frauen, die sich nach Freiheit sehnen. Die Monarchie Saudi-Arabien erstreckt sich über einen Großteil der arabischen Halbinsel. Der große Wüstenstaat war bisher verschlossen. Visa gab es in der Regel nur für Arbeitnehmer und muslimische Pilger. Immer mal wieder ist in der Presse von Menschenrechtsverletzungen und Enthauptungen zu lesen, aber auch von einem Aufbruch in eine neue, moderne Zeit mit mehr Freiheiten. Wie passen diese beiden widersprüchlichen Aussagen zusammen? Über die Bewohner dieses geheimnisvollen Landes schreibt die Autorin, „Millionen junger saudischer Frauen unterwerfen sich strikten religiösen Gesetzen, die sie, wenn man es genau besieht, von fast allem fernhalten, was das Leben interessant macht – neue Begegnungen, die Entdeckung der Welt und neue emotionale und intellektuelle Erfahrungen. Gebildete junge Männer wiederum lassen alles hinter sich, um in Kriegsgebiete aufzubrechen, bereit, ihr Leben zu opfern, in Ländern, in denen sie bis dahin nie gewesen sind.“ Susanne Koelbls Blick auf dieses faszinierende Land ist einmalig und aktuell. Es ist erstaunlich, mit wem sie alles ins Gespräch kommt. Tiefgründige, ausführliche Kapitel klären über politische Hintergründe auf. Es geht um den rätselhaften Mord eines Journalisten, um Prinzen, die in einem Hotel gefangen gehalten werden, und immer wieder um Kriege, politische Allianzen und Geld. An der Seite der Autorin lernt der Leser mutige Frauen kennen, die eingesperrt wurden, weil sie sich dafür eingesetzt haben, dass Frauen das Recht bekommen, über ihr Leben selbst zu entscheiden. Diese Frauen befinden sich, nach wie vor, unter schrecklichen Umständen in Haft, und alle Versuche ihnen zu helfen sind gescheitert. Zwischen diesen wichtigen Berichten, schreibt die Autorin über einfachere Themen. Sie beschreibt eine Hochzeit in Saudi-Arabien, lebensgefährliche Autorennen junger Männer und die verbotene Kunst eines Malers. Fazit: Spannend und informativ, bietet dieses Buch einen fundierten Blick in die verborgene Welt Saudi-Arabiens, einem Land, das im Mittelpunkt weltpolitischer Interessen steht, darum ist dieses Buch wichtig für alle, die sich für das Tagesgeschehen interessieren. Durch die vielen Anekdoten und Geschichten ist es darüber hinaus für alle interessant, die sich für fremde Länder und Kulturen interessieren. Eines der wenigen Bücher, dem man am liebsten mehr als fünf Sterne geben möchte!

Geistreich, klug, ernst und einfühlsam – ein wahres Meisterwerk!
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 29.05.2019

Denkt man an Saudi-Arabien, sind Öl, Waffen, Scheichs und Wüste häufig die ersten Assoziationen. Doch der 1932 gegründeten Wüstenstaat ist viel mehr als das. Es ist ein vielfältiges, kontrastreiches und teils sehr exzentrisches Land, das sich selbst und die Welt ständig herausfordert. Susanne Koelbl, Auslandsreporterin des SPIEG... Denkt man an Saudi-Arabien, sind Öl, Waffen, Scheichs und Wüste häufig die ersten Assoziationen. Doch der 1932 gegründeten Wüstenstaat ist viel mehr als das. Es ist ein vielfältiges, kontrastreiches und teils sehr exzentrisches Land, das sich selbst und die Welt ständig herausfordert. Susanne Koelbl, Auslandsreporterin des SPIEGEL, beschreibt detailliert die vielen Spannungsverhältnisse zwischen Tradition und Moderne, die das Land und die Menschen in einen ungewissen Prozess der Zukunftsgestaltung versetzt. Brilliant schildert sie die Begegnungen mit den einfachen Menschen auf der Straße, gibt eindrucksvolle Einblicke in das Leben hinter den Palastmauern der Königsfamilie und spiegelt durch persönliche Erfahrungen faszinierend die Gefühle und die derzeitige Situation der Frauen wider. „12 Wochen in Riad“ nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine atemberaubende Reise. Es ist eine steile Gradwanderung zwischen Faszination und Abschreckung, zwischen Schönheit und Brutalität, zwischen Freund und Feind. Susanne Koelbl spannt dabei kunstvoll Bögen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Gleichzeitig lässt ihre journalistische Distanz den Leserinnen und Lesern genügend Raum, selbst ein Gefühl für dieses Land zu entwickeln. Frau Koelbls Stil ist geistreich, klug, ernst und einfühlsam – ein wahres Meisterwerk.


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