Gott wohnt im Wedding

Roman - Der neue Roman der Autorin von "Machandel"

Regina Scheer

(22)
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Beschreibung


Ein Haus. Ein Jahrhundert. So viele Lebensgeschichten.

Alle sind sie untereinander und schicksalhaft mit dem ehemals roten Wedding verbunden, diesem ärmlichen Stadtteil in Berlin. Mit dem heruntergekommenen Haus dort in der Utrechter Straße. Leo, der nach 70 Jahren aus Israel nach Deutschland zurückkehrt, obwohl er das eigentlich nie wollte. Seine Enkelin Nira, die Amir liebt, der in Berlin einen Falafel-Imbiss eröffnet hat. Laila, die gar nicht weiß, dass ihre Sinti-Familie hier einst gewohnt hat. Und schließlich die alte Gertrud, die Leo und seinen Freund Manfred 1944 in ihrem Versteck auf dem Dachboden entdeckt, aber nicht verraten hat. Regina Scheer, die großartige Erzählerin deutscher Geschichte, hat die Leben ihrer Protagonisten zu einem literarischen Epos verwoben voller Wahrhaftigkeit und menschlicher Wärme.

Regina Scheer, 1950 in Berlin geboren, studierte Theater- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität. Von 1972–1976 arbeitete sie bei der Wochenzeitschrift «Forum». Danach war sie freie Autorin von Reportagen, Essays und Liedtexten und Mitarbeiterin der Literaturzeitschrift «Temperamente». Nach 1990 wirkte sie an Ausstellungen, Filmen und Anthologien mit und veröffentlichte mehrere Bücher zur deutsch-jüdischen Geschichte. Für ihren ersten Roman «Machandel» erhielt sie 2014 den Mara-Cassens-Preis.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 25.03.2019
Verlag Penguin HC
Seitenzahl 416
Maße (L/B/H) 21,5/13,5/3,5 cm
Gewicht 591 g
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-328-60016-9

Buchhändler-Empfehlungen

Ein Berliner Mietshaus erzählt seine Geschichte

Petra Scharfenberg , Thalia-Buchhandlung Gummersbach

In diesem Roman geht es um ein 120 Jahre altes Mietshaus und dessen Bewohner. Regina Scheer erzählt die Lebensgeschichte und Schicksale der einzelnen Mieter und damit auch deutsche Geschichte auf spannende und bewegende Weise. Aber auch aktuelle politische Themen greift die Autorin auf. "Gott wohnt im Wedding" ist ein vielschichtiger Roman, der mich sehr beeindruckt hat.

Das Haus

Verena Milde, Thalia-Buchhandlung Celle

Dieser Titel ist der zweite Roman von Regina Scheer und er hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist etwas Besonderes und hat mich gefesselt und fasziniert, obwohl die vielen auftretenden Personen und ihre verschiedenen Schicksale den Lesefluss etwas erschweren. Im Mittelpunkt steht ein altes Haus im Wedding, einem ärmlichen Stadtteil von Berlin, das schon zwei Weltkriege überstanden hat; Und dann gibt es da den 70jährigen Leo, der aus Jerusalem anreist, um seiner Enkelin seine Heimatstadt zu zeigen; dann die alte Gertrud, die schon 1940 in dem Haus gewohnt hat und Leo noch aus dieser Zeit kennt; und dann gibt es noch viele jüngere Bewohner, die es nicht leicht haben in der heutigen Zeit. Das alte Haus hat viel erlebt und hat viel gesehen. Gerade das ist das Interessante, denn das Gebäude hat die Aufgabe, zu dokumentieren. Es geht um die Nazi-Verbrechen, um den heutigen Fremdenhass und das Miteinander. Absolute Leseempfehlung!

Kundenbewertungen

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Ein Haus und seine Geschichten im Berliner Stadtteil Wedding
von H. P. Wicki aus Schindellegi am 06.07.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Da ist das Haus im Wedding, das als kommentierende Stimme erzählt, da ist die Roma Leila, die als Sozialarbeiterin von den Sinti und Roma-Flüchtlingen aus Osteuropa mit ihren bewegenden Schicksalen vereinnahmt wird, da ist Getrud, die seit 90 Jahren in dem Haus wohnt, und nun von dubiosen Schergen dubioser Spekulanten drangsali... Da ist das Haus im Wedding, das als kommentierende Stimme erzählt, da ist die Roma Leila, die als Sozialarbeiterin von den Sinti und Roma-Flüchtlingen aus Osteuropa mit ihren bewegenden Schicksalen vereinnahmt wird, da ist Getrud, die seit 90 Jahren in dem Haus wohnt, und nun von dubiosen Schergen dubioser Spekulanten drangsalisiert wird, da ist der nach Israel geflüchtete Leo Lehmann, dessen bester Freund kurz vor Kriegsende in Gertruds Wohnung verhaftet wurde, und der noch einiges zu regeln hat, in seinem vermutlich letzten Deutschlandbesuch... all die Schicksale, die rund um das Haus geschehen sind, werden zu einem kunstvollen Teppich verflochten, dessen erzählerische Eleganz diesen Roman aus der Masse weit heraushebt.

Phänomenal
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 19.06.2020

Wenn es sich nicht so kitschig anhören würde, würde ich sagen, dieses Buch ist ein großer Appell an die Menschlichkeit. Einmal mehr beweist Regina Scheer ihr außerordentliches Talent, deutsche Geschichte zu erzählen. Ein wichtiges und wunderbar zu lesendes Buch.

Ein altes Haus hat viel erlebt
von Ulrike Frey aus Haltern am See am 28.09.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Das Cover ist weiß, quer über dem Buchrücken sieht man einen Straßenzug. Mittig in blauen Lettern liest man den Namen der Autorin REGINA SCHEER, darunter den Titel "GOTT LEBT IM WEDDING" in schwarz. Das um 1890 in Berlin-Wedding erbaute Mietshaus weiß, dass es mit ihm zu Ende geht. Es soll abgerissen werden. Das Haus resümier... Das Cover ist weiß, quer über dem Buchrücken sieht man einen Straßenzug. Mittig in blauen Lettern liest man den Namen der Autorin REGINA SCHEER, darunter den Titel "GOTT LEBT IM WEDDING" in schwarz. Das um 1890 in Berlin-Wedding erbaute Mietshaus weiß, dass es mit ihm zu Ende geht. Es soll abgerissen werden. Das Haus resümiert (in der Ich-Form), was es über all die Jahre erlebt hat. Leo Lehmann, ein Jude, der während des 2. Weltkrieges in diesem Haus bei Gertrud Romberg als "U-Boot" untergeschlüpft und später nach Israel ausgewandert war, steht 75 Jahre darauf vor dem Haus. Er hat Angelegenheiten zu regeln, die mit dem Erbe seiner 1998 verstorbenen Ehefrau zusammenhängen. Begleitet wird er von seiner Enkelin Nira. Gertrud Romberg lebt noch immer im Haus, doch er weiß nicht, ob er sie sehen will. Er nimmt an, dass sie ihn und seinen Freund seinerzeit verraten hat. Im Haus haben neben Gertrud auch Russinnen vorübergehend gewohnt und vor allem Szinti und Roma. Die Geschichte der Roma, insbesondere der Familie Fidler und ihrer Nachkommen wird sehr ausführlich im Roman "Gott wohnt im Wedding" behandelt. Überhaupt ist dies der erste Roman, den ich persönlich kenne, der einmal ganz besonders auf die Probleme der Sinti und Roma eingeht. Ständig auf der Flucht, keiner will sie haben, seien wir doch ehrlich! Da ist die studierte Laila, die ihre Abstammung gar anfangs im Wedding verbirgt, doch später, als sie anderen Sinti hilft, dann doch dazu steht. Ein ganz toller Roman, in dem Generationen ums Überleben kämpfen. Wir begleiten zwei Familien durch diese schweren Zeiten in über 100 Jahren. Der Roman ist sehr unterhaltsam, auch wenn er Längen aufweist. Doch er macht auch neugierig, so dass man das Buch nicht so schnell aus der Hand legt. Die Autorin Regina Scheer hat die Protagonisten sehr lebensnah geschildert, man kann sich alles gut vorstellen. Sie malt mit ihren Worten, es ist toll, wenn jemand mit der deutschen Sprache die deutsche Geschichte so bildhaft schildern kann. Das Buch erscheint im Verlag Penguin.


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