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Die Farben des Feuers

Roman

Pierre Lemaitre

(90)
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Beschreibung

Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs regieren Habgier und Neid in den Straßen von Paris, und so bahnt sich ein Komplott an, um das mächtige Bankimperium Péricourt zu Fall zu bringen. Doch Alleinerbin Madeleine weiß, die Verhältnisse in Europa für sich zu nutzen, und dreht den Spieß kurzerhand um.

Als der berühmte französische Bankier Marcel Péricourt im Jahr 1927 verstirbt, steht seine Tochter Madeleine, deren Exmann nach einem landesweiten Skandal im Gefängnis sitzt, plötzlich völlig allein an der Spitze eines Bankimperiums – in einer Epoche, in der es Frauen nicht einmal gestattet war, selbst einen Scheck zu unterschreiben. Während Gustave Joubert, der Prokurist der Bank, Charles Pericourt, Madeleines verschwenderischer Onkel, und André Delcourt, ihr Liebhaber mit dichterischen Ambitionen, um die junge Erbin und ihren Sohn schwirren wie Motten um das Licht, zeichnen sich am Horizont bereits die Vorboten des Zweiten Weltkriegs ab. Im Schatten von Börsenskandalen und politischen Wirrnissen arbeiten die Neider auf das Verderben der Familie hin. Doch für Madeleine ist das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen. Um ihres Sohnes willen beginnt sie ihren ganz persönlichen Rachefeldzug zu planen.

Pierre Lemaitre, geboren 1951 in Paris, ist Autor mehrerer preisgekrönter Romane und Kriminalromane.
Sein 2014 erschienenes Buch, »Wir sehen uns dort oben«, wurde mit dem wichtigsten französischen Literaturpreis, dem Prix Goncourt, ausgezeichnet.
Nun liegt sein neuer, hochgelobter Roman »Die Farben des Feuers« in deutscher Übersetzung vor.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 479
Erscheinungsdatum 28.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-96338-0
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 22,4/14,9/3,5 cm
Gewicht 651 g
Originaltitel Couleurs de l‘incendie
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Tobias Scheffel
Verkaufsrang 102878

Buchhändler-Empfehlungen

Großes Kino!

Colette Stamer, Thalia-Buchhandlung Bonn

Madeleine, die wir schon aus "Wir sehen uns dort oben" kennen, muss gleich zu Beginn des Romans zwei Schicksalsschläge verkraften. Ein dritter wartet auf sie, ein vierter, und den Leser packt das Mitgefühl und die Wut. Im Frankreich zwischen den Weltkriegen erlebt Madeleine so manches, was sie aus der Bahn werfen könnte, wäre sie keine Péricourt. Doch sie ist die Tochter eines Vaters, der stets wusste, was zu tun, und das ist ihr in Fleisch und Blut übergegangen. Und so wehrt sie sich mit allen Kräften gegen die Gemeinheiten gegen sie und ihren Sohn Paul.

Rache kann so schön sein!

Anett Nestler, Thalia-Buchhandlung Peine

Französische Eleganz kombiniert mit einer überraschenden Geschichte, im Paris zwischen den Weltkriegen, um die Rache einer betrogenen Frau. Mit grossem Vergnügen folgt man der Hauptfigur Madeleine, die ihren kompletten Besitz verliert und erbarmungslos zurückschlägt. Pierre Lamaitre entfaltet ein elegantes Feuerwerk, dem der Leser mit grosser Befriedigung folgt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
90 Bewertungen
Übersicht
51
27
9
2
1

Zwischenkriegszeit in Frankreich
von einer Kundin/einem Kunden am 06.07.2020

Kurz nach dem Tod Marcel Péricourts übernimmt seine Tochter die Geschäfte. Doch allmählich wird sie ausgenützt und in den Ruin getrieben. Mit viel Finesse und Schlauheit nimmt sie Rache und ist dabei unerbittlich!

ein lesenswertes Buch
von Ritja am 06.08.2019

Es gibt Bücher und Geschichten, die fordern mehr Aufmerksamkeit als andere. Sie sind anfangs sperrig zu lesen, weil der Autor einen Schreibstil hat, der recht hölzern und altmodisch wirkt, jedoch gut zu seiner Geschichte und in die Zeit passt. Es gibt in dieser Geschichte einen Erzähler, der nicht so richtig einzuordnen ist. Er ... Es gibt Bücher und Geschichten, die fordern mehr Aufmerksamkeit als andere. Sie sind anfangs sperrig zu lesen, weil der Autor einen Schreibstil hat, der recht hölzern und altmodisch wirkt, jedoch gut zu seiner Geschichte und in die Zeit passt. Es gibt in dieser Geschichte einen Erzähler, der nicht so richtig einzuordnen ist. Er agiert nicht in der Geschichte mit, sondern ist eher ein Beobachter. Es werden zwei große Handlungen ineinander verwoben und das so geschickt, dass man aufpassen muss, dass man nicht den Faden verliert. Ich habe einige Seiten gebraucht, um mich in die Geschichte einzulesen und den Schreibstil zu verinnerlichen. Auch die Hauptfigur Madeleine machte es mir am Anfang nicht leicht, sie richtig einzuschätzen. Doch im Laufe der Geschichte bekommt sie ihre Chance, sich zu entwickeln und zu zeigen, dass sie sich vieles von ihren Gegnern abgeschaut hat. Sie muss kämpfen und geschickt agieren und sehr strategisch vorgehen. Dies alles traut man ihr nicht wirklich zu und doch passieren Dinge, die nur sie hervorgerufen haben kann. Sie nutzt Situationen und Menschen aus, spielt mit ihnen und setzt sie für sich ein. Sie macht aus ihrer Wut und Verzweiflung einen geschickten Rachefeldzug, der den Leser am Ende überraschen wird. Es gibt einige Wendungen, seien sie von ihr gewollt oder durch die Wirtschaftskrise hervorgerufen, die der Geschichte immer wieder Spannungsmomente liefern. Am Ende hat man den Eindruck, dass man gerade einem Krimi gelesen hat. Für mich ein lesenswertes Buch, auch wenn es etwas mehr Ruhe und Aufmerksamkeit verlangt. Es liefert dafür einige einzigartige und interessante Charaktere (vorallem Paul und Madeleine), einen guten Einblick in die Zeit der Weltwirtschaftskrise und einen klaren Blick auf die Gier und Sucht nach Macht der Menschen und hier im Besondern der männlichen Widersacher von Madeleine.

Die Farben des Feuers
von einer Kundin/einem Kunden aus Baden-Baden am 12.07.2019

Lemaitres Roman erzählt eine Interessante Familiengeschichte in der Zeit wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Krisen. Es ist die beunruhigende Zeit kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges. Der reiche Pariser Bankier ist tot und seine Frau Madeleine muss sich vorwiegend um ihren Sohn und die Finanzen der Bank kümm... Lemaitres Roman erzählt eine Interessante Familiengeschichte in der Zeit wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Krisen. Es ist die beunruhigende Zeit kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges. Der reiche Pariser Bankier ist tot und seine Frau Madeleine muss sich vorwiegend um ihren Sohn und die Finanzen der Bank kümmern. Mit historischer Genauigkeit, Spannung und Humor ist dem Schriftsteller ein sehr unterhaltsamer Roman gelungen.


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