Goldene Hochzeit

Roman

Helga Hammer

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Beschreibung


Ein echtes ganzes Eheleben

Johanna Mertz ist seit 50 Jahren verheiratet. Mit 18 hatte sie geglaubt, ihr Glück würde bis an ihr Lebensende anhalten. Nun, mit Ende 60, plant sie ihren Mann zu verlassen - nach ihrer Goldenen Hochzeit und einer Reise mit ihrer gesamten Familie nach Bali. Für alle hat sie einen Rückflug gebucht, nur nicht für sich selbst.

Hinter der perfekten Familienfassade lauern Abgründe: Lug, Betrug, Enttäuschung. Und ein neuer Mann, mit dem Johanna ein neues Leben beginnen will.

Helga Hammer wurde 1940 in Deutschland geboren, studierte Germanistik und Arabistik und verbrachte einige Jahre in Ägypten. Sie arbeitete als Übersetzerin für Arabisch und Spanisch. Heute lebt sie mit ihrem Mann auf den Kanarischen Inseln und in Österreich.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 22.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-471-35177-2
Verlag List Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,7/3,2 cm
Gewicht 412 g
Auflage 1. Auflage

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 18.03.2019
Bewertet: anderes Format

Johannas 50jährige Ehe ist mehr Schein als Sein. Kann sie endlich ausbrechen und mit einem anderen Mann ein neues Leben beginnen? Eine einfühlsame und sehr bewegende Geschichte!

Alter schützt vor Liebe nicht, aber Liebe vor dem Altern. (Coco Chanel)
von Dreamworx aus Berlin am 03.03.2019

Johanna Mertz blickt mit 68 Jahren auf ein ereignisreiches Leben zurück. Bald feiert sie goldene Hochzeit. Mit 18 Jahren hat sie noch an die große Liebe geglaubt und bei der Begegnung mit Ulrich diese gefunden zu haben. Schon bald kommen die Kinder und die Normalität hält Einzug in das Eheleben. Die Familie zieht nach Indonesien... Johanna Mertz blickt mit 68 Jahren auf ein ereignisreiches Leben zurück. Bald feiert sie goldene Hochzeit. Mit 18 Jahren hat sie noch an die große Liebe geglaubt und bei der Begegnung mit Ulrich diese gefunden zu haben. Schon bald kommen die Kinder und die Normalität hält Einzug in das Eheleben. Die Familie zieht nach Indonesien, als Ulrich dort ein Angebot einer Universität annimmt. Doch das Familienglück bekommt Risse, denn Ulrich ist Johanna nicht treu. Johanna erträgt und schweigt, bis es ihr zu viel wird und sie es nicht länger hinnehmen will. Um sich von den Unzulänglichkeiten und der Gleichgültigkeit ihres Ehemannes abzulenken, legt sie sich einen heimlich einen Brieffreund namens Andreas zu. Als die Planung für ihre Goldene Hochzeit ansteht, deren Feier die gesamte Familie in Bali begehen möchte, sorgt Johanna dafür, dass alle ein Rückflugticket haben, nur sie nicht… Helga Hammer hat mit ihrem Buch „Goldene Hochzeit“ einen interessanten und anrührenden Roman vorgelegt, der den Leser mit einem ruhigen und unaufgeregten Erzählstil in das Leben einer Familie und das von Johanna Mertz im Besonderen führt und so manche Abgründe zutage fördert, die einen schaudern lassen und sich die Frage zu stellen, wie viele Familien wohl dieses Leben tatsächlich heute auch noch so führen. Von Beginn an steht der Leser an Johannas Seite und lernt ihr Leben in allen Facetten kennen. Die Kränkungen durch den Ehemann, die Lieblosig- und Gleichgültigkeit, aber auch das Abstumpfen von Johanna lassen den Leser nicht kalt. All dies schluckt Johanna stoisch hinunter, dass man sie oftmals schütteln und anspornen möchte, sich endlich zur Wehr zu setzen. Doch Johanna ist ein Kind ihrer Zeit, einer Generation, wo Frauen noch für Kind und Herd verantwortlich waren und ansonsten nichts zu melden hatten. Irgendwann aber scheint sich in Johanna ein Schalter umzudrehen, sie scheint innerlich durch die ständigen Verletzungen von einer Wut beflügelt zu sein, die ihr die Kraft gibt, langsam Widerstand aufzubauen und sich eigene Ziele zu setzen. Die Autorin zeichnet ein sehr intensives Bild dieser wachsenden Rage und steigert durch dies auch die Spannung, die sich unterschwellig immer weiter aufbaut. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet und wirken mit ihren individuellen Ecken und Kanten wie aus dem wirklichen Leben, was es dem Leser leicht macht, sich in sie hineinzuversetzen und ihren Gedanken- und Entscheidungsgängen zu folgen, wenn auch nicht alles gutzuheißen. Johanna ist eine Frau ihrer Zeit, die dazu erzogen wurde, Hausfrau und Mutter zu sein. Wie jede junge Frau hat sie Träume über die große, allumfassende Liebe, die ewig dauert und nie vergeht. Doch mit den Jahren landet sie auf dem Boden der Tatsachen, verliert sich selbst innerhalb des Familiengerüsts und unterdrückt über lange Zeit ihre eigenen Wünsche, bis sie fast daran erstickt. Erstaunlich ist, wie lange sie den Betrug ihres Ehemannes schluckt, ohne die Konsequenz zu ziehen. Man möchte sie manchmal regelrecht anbrüllen, dass sie alles so stoisch erträgt. Doch zeigt Johanna auch, dass es nie zu spät ist, etwas zu ändern und das Leben nochmals in neue Bahnen zu lenken. Dazu ist Mut, Kraft und Entschlossenheit unerlässlich. „Goldene Hochzeit“ ist ein intensives Porträt über ein Familienleben, vor allem aber über eine Frau, die kurz vor der Selbstaufgabe Ambitionen zeigt, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Verdiente Leseempfehlung!

Gibt den ehrlichen Blick hinter die Fassade frei
von katikatharinenhof am 25.02.2019

Johana hat sich ihr Leben ganz anders vorgestellt - mit 18 hat sie den Traum von der großen nie endenden Liebe vor Augen und so ist es nicht verwunderlich, dass sie in dem smarten Ulrich den Mann fürs Leben findet. Schnell wird sie schwanger und einer Ehe steht nichts mehr im Weg.Doch aus der ersten Verliebtheit folgt nach und n... Johana hat sich ihr Leben ganz anders vorgestellt - mit 18 hat sie den Traum von der großen nie endenden Liebe vor Augen und so ist es nicht verwunderlich, dass sie in dem smarten Ulrich den Mann fürs Leben findet. Schnell wird sie schwanger und einer Ehe steht nichts mehr im Weg.Doch aus der ersten Verliebtheit folgt nach und nach das Erwachen, denn Johanna muss mit ihren Kindern ihrem Mann nach Indonesien folgen, denn in diesem fernen fremden Land hat Ulrich eine Anstellung an der Universität. Ulrich hat über Jahre mehrere Geliebte und Johanna fragt sich, was sie aus Liebe alles noch erdulden muss.Da fasst Johanna sich ein Herz und ein verwegener Plan wird geboren : Zur Goldenen Hochzeit soll mit Kind und Kegel eine Reise nach Bali unternommen werden, dich für Johanna gibt es kein Rückflugticket... "Goldene Zeiten" ist ein Roman, der mit leisen Tönen das Aufbegehren einer Frau schildert, die viel ertragen und immer gute Miene zum bösen Spiel gemacht hat. Helga Hammer gibt Johanna ein Gesicht und lässt ihren Lebensweg hier schön Revue passieren und so fällt es mir leicht, Johanna auf ihrem Weg zu folgen .Die Erkenntnis, dass es vom Dulden bis zur Selbstaufgabe nicht mehr viel braucht, ist hier schön beschreiben und zeigt auf, dass in vielerlei Hinsicht die Bild der Frau sich doch zum Glück gewandelt hat.Früher musste sich die Frau fügen, hatte dem Mann Untertan zu sein und alles still zu erdulden. Doch Johanna wächst an diesen Demütigungen, verliebt sich neu und entdeckt Seiten an sich, die ihr bis dahin fremd gewesen sind.Die Fragen, die Johanna unter den Nägeln brennen, sind hier schön aufgearbeitet und so kommt man als Leser nicht umhin, sich ebenfalls damit zu beschäftigen und ebenfalls zu hinterfragen, ob es eine zweite Chance für die Leibe gibt, ob man Verzeihen und vergessen kann und wie weit man wirklich gehen würde, um noch einmal von vorne anzufangen. Wer sagt denn, dass es nicht die große Leibe im Alter gibt ? Darf eine Frau mit silbernem Haar nicht auch noch einmal Feuer und Flamme sein und ihr Herz an einen Mann verlieren ? Ein Roman, der viele gute Szenen hat, die zum Nachdenken anregen, Szenen die betroffen machen und Szenen, die berühren und direkt ins Herz gehen.Hammer s Figuren bewegen sich sehr sicher und selbstverständlich in ihrer Erzählung und geben dem Roman eine ganz persönliche Note. Für mich ein Buch voller Gefühl, ehrlichen und schonungslosen Einblicken hinter die Fassade. Toll gemacht ! Herzlichen Dank an den Verlag, der mir dieses Leseexemplar kostenfrei über NetGalley zur Verfügung gestellt hat. Diese Tatsache hat jedoch nicht meine ehrliche Lesermeinung beeinflusst.


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