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Wenn Martha tanzt

Roman


Eine magische Kindheit in Pommern und eine wilde Zeit am Bauhaus!

Ein junger Mann reist nach New York, um das Notizbuch seiner Urgroßmutter Martha bei Sotheby's versteigern zu lassen. Es enthält bislang unbekannte Skizzen und Zeichnungen von Feininger, Klee, Kandinsky und anderen Bauhaus-Künstlern. Martha wird 1900 als Tochter des Kapellmeisters eines kleinen Dorfes in Pommern geboren. Von dort geht sie ans Bauhaus in Weimar - ein gewagter Schritt. Walter Gropius wird auf sie aufmerksam, Martha entdeckt das Tanzen für sich und erringt so die Bewunderung und den Respekt der Bauhaus-Mitglieder. Bis die Nazis die Kunstschule schließen und Martha in ihre Heimat zurückkehrt. In ihrem Arm ein Kind und im Gepäck ein Notizbuch von immensem Wert - für sie persönlich und für die Nachwelt. Doch am Ende des Zweiten Weltkriegs verliert sich auf der Flucht Marthas Spur ...

Von Weimar in die Welt - ein Jahrhundertroman!

Rezension
"Tom Saller schildert eindrücklich die gesellschaftlichen Veränderungen der 20er-Jahre bis zur Machtübernahme der Nazis. Wie Freundschaften zerbrechen, ein künstlerischer Lebensentwurf wieder in dörfliche Alltäglichkeit eingeebnet wird.", NDR Kultur, 01.08.2018
Portrait
Tom Saller, geboren 1967, hat Medizin studiert und arbeitet als Psychotherapeut in der Nähe von Köln. Falls er nicht gerade schreibt, spielt er Saxophon in einer Jazzcombo. 2018 erschien Sallers Debütroman Wenn Martha tanzt und wurde umgehend ein Bestseller.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 15.03.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-06052-1
Verlag Ullstein Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18,8/12,1/3 cm
Gewicht 289 g
Auflage 9. Auflage
Verkaufsrang 2024
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Marion Beyerlein, Thalia-Buchhandlung Görlitz

Mit Martha tauchen Sie direkt in die Zeit der Gründung des Bauhauses in Weimar ein und nehmen den Spirit seiner Vorreiter wie Walter Gropius, Oskar Schlemmer, Paul Klee, Johannes Itten und Wassily Kandinsky auf.

packendes Debüt

Meike Westermann (Mayersche Kamen), Thalia-Buchhandlung Kamen

Thomas findet im Nachlass seiner kürzlich verstorbenen Großmutter Hedi ein Tagebuch, das offenbar seiner seit 1945 verschollenen Urgroßmutter Martha gehörte. In dem Tagebuch befinden sich zu seiner großen Überraschung Skizzen von Paul Klee, Wassily Kandinsky und einigen anderen herausragenden Künstlern der damaligen Zeit; wie sich herausstellte, alles Wegbegleiter Marthas während ihrer Zeit am Bauhaus in Weimar. Thomas reist im Jahr 2001 nach New York, um das Tagebuch bei Sotheby's versteigern zu lassen und rekonstruiert währenddessen für uns Marthas Geschichte. Wir erfahren von ihrer unbekümmerten Kindheit in Pommern, ihrem späteren Wunsch, diesem Idyll eine Weile zu entkommen und ihrem Umzug nach Weimar, um dort am Bauhaus Tanz zu studieren. Wir erfahren von den Wirrnissen dieser Zeit, denn auch, wenn wir uns in den 20er Jahren befinden, zieht bereits ein merklich anderer Wind auf: Die Nationalsozialisten sind auf dem Vormarsch und beeinflussen Marthas weiteres Leben maßgeblich. Ich hatte beim Lesen zunächst den Eindruck, dass ruhig etwas mehr Bauhaus hätte enthalten sein können. Als ich dann noch einmal darüber nachdachte, was ich während des Lesens erfahren habe, war ich überrascht, wie viel ich aus dem Roman gelernt hatte. Mein Fazit: Ein wirklich unterhaltsamer und ganz unbemerkt auch lehrreicher Roman. Lesenswert!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Gute Idee, leider fehlt es am Schluss an Fantasie.
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 11.01.2020

Der Debütroman von Tom Saller ist zum 100jährigen Bauhaus Bestehen im List Verlag erschienen. Er erzählt zwei Geschichten, zunächst die von Martha. Neben ihr ist Thomas die zweite Hauptfigur. Er ist 25 Jahre alt und unsicher was das Leben betrifft. Er steht im Schatten seiner zielstrebigen Schwester. Bis er das Tagebuch findet. ... Der Debütroman von Tom Saller ist zum 100jährigen Bauhaus Bestehen im List Verlag erschienen. Er erzählt zwei Geschichten, zunächst die von Martha. Neben ihr ist Thomas die zweite Hauptfigur. Er ist 25 Jahre alt und unsicher was das Leben betrifft. Er steht im Schatten seiner zielstrebigen Schwester. Bis er das Tagebuch findet. Fasziniert von seiner Urgroßmutter recherchiert er viel und schreibt Marthas Leben auf. Er ist es auch, der seine Familie in New York bei der Versteigerung vertritt. Durch das Notizheft gewinnt der zurückhaltende junge Mann an Selbstvertrauen. Ganz anders Martha. Sie ergreift die Chance am Bauhaus zu studieren. Der Roman erzählt über den Aufbruch in die Neue Zeit, jedoch auch von den Anfeindungen und den finanziellen Krisen des Bauhauses. Gropius, Itten, Kandinsky, Schlemmer haben ihren Platz in dem Roman sowie die vielen Festen der Bauhäusler. Der Roman teilt sich in zwei sich abwechselnde Abschnitte auf; 2001 berichtet Thomas über seinen Aufenthalt in New York und Marthas Geschichte, die Thomas nach seinen Recherchen verfasst hat. Dem Autor ist ein fundiertes Porträt einer Frau dieser Zeit gelungen. Sensibel erzählt er von verbotener Liebe und vom damaligen Lebensgefühl. Dabei vergisst er nicht die Schatten, die über der Lehranstalt Bauhaus schwebten. Doch wir verfolgen auch Marthas Leben vor und nach dem Bauhaus. Mit Neugier habe ich Marthas Geschichte verfolgt. Allerdings ist zwischen mir als Leserin und dem Charakter Martha immer eine gewisse Distanz geblieben. Zudem fehlt der Geschichte meiner Ansicht nach das gewisse Etwas, das den Roman besonders macht. Dazu gehört vor allem das Romanende, denn es ist leider ziemlich vorhersehbar. Alles in allem ist es eine solide, charmante Erzählung.

Faszinierend
von einer Kundin/einem Kunden aus Oldenburg am 06.09.2019
Bewertet: Medium: H?rbuch (CD)

Ich bin eigentlich kein Fan von Büchern, die in 2 Zeitebenen spielen, aber bei Martha passt es selbst für mich. Auf der einen Seite wird erzählt, wie der Urenkel Martha's Notizbuch bei einer großen Auktion in NYC verkaufen lässt, parallel dazu wird Martha's Lebenslauf erzählt, von der Kindheit über ihre ersten künstlerischen Ver... Ich bin eigentlich kein Fan von Büchern, die in 2 Zeitebenen spielen, aber bei Martha passt es selbst für mich. Auf der einen Seite wird erzählt, wie der Urenkel Martha's Notizbuch bei einer großen Auktion in NYC verkaufen lässt, parallel dazu wird Martha's Lebenslauf erzählt, von der Kindheit über ihre ersten künstlerischen Versuche bis die Zeit in Weimar am Bauhaus. Beide Stränge, ganz schnörkellos geschrieben, haben mich völlig in den Bann gezogen; die Gegenwart kommentiert, stellt Fragen, fügt Informationen hinzu, und fasst zusammen, und die Vergangenheit erzählt und unterhält. "Die Vergangenheit ist für mich zur Gegenwart geworden." Ja, das trifft es ganz gut, denn nach Ende des Buches brauchte ich tatsächlich eine Weile, um aus dieser früheren Zeit wieder ganz ins Heute zu kommen - aber ein Gefühl von Nostalgie blieb, und das komische Gefühl, dass die Romanfiguren in unseren Leserköpfen zu echten Menschen geworden waren. Das Hörbuch hat mich übrigens genauso in die frühere Zeit transportiert und gefesselt wie das gedruckte Buch meine Mutter... scheint also ein Werk für mehrere Generationen zu sein.

Ausdrucksvoller und interessanter Debütroman
von sommerlese am 14.02.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Thomas Wetzlaff findet in den Hinterlassenschaften seiner Großmutter, Hedi Wetzlaff, ein altes Tagebuch. Es enthält die interessante Geschichte von Martha Wetzlaff, seiner Urgroßmutter. Diese wächst in Türnow im Pommern auf, anders als die Familie besitzt sie kein musikalisches Talent, doch sie kann Musik in geometrischen Fo... Thomas Wetzlaff findet in den Hinterlassenschaften seiner Großmutter, Hedi Wetzlaff, ein altes Tagebuch. Es enthält die interessante Geschichte von Martha Wetzlaff, seiner Urgroßmutter. Diese wächst in Türnow im Pommern auf, anders als die Familie besitzt sie kein musikalisches Talent, doch sie kann Musik in geometrischen Formen fühlen und tanzen. In Weimar erhält sie im Bauhaus bei Walter Gropius eine Ausbildung, wird Tänzerin und trifft viele Künstler, die sich auch in ihrem Tagebuch verewigen. Dieses Buch wird bei Sotheby´s in New York zu einem enormen Betrag versteigert. Die Käuferin bittet Thomas Wetzlaff um einen Kontaktbesuch und dort erfährt er die Hintergründe und Wahrheit über seine Familie. Tom Saller erzählt diese Familiengeschichte in zwei Handlungsebenen. Die aktuelle dreht sich um Thomas Wetzlaff und seine Reise nach New York, die andere bringt Licht ins Dunkel des Lebens seiner Urgroßmutter Martha ab 1900. Das Tagebuch enthält eine Geschichte, die mit Marthas Geburt im Jahr 1900 beginnt und die damit endet, als sie 1945 für immer verschwand und ihre Tochter Hedi zurückließ. Thomas Wetzlaff hat sie also nie gekannt und auch nie etwas durch seine Großmutter von dieser Martha erfahren. Das Bindeglied zu diesem Tagebuch sind besondere Briefe, die erst die genauen Verbindungen der Hintergründe offenlegen. Gemeinsam mit der Käuferin des Tagebuchs kann Thomas das Geheimnis enthüllen. Durch Marthas Lebensweg landet man nach ihrer glücklichen Kindheit in Pommern direkt in der Zeit der Weimarer Republik und bekommt einen genauen Eindruck über die Entwicklung des Bauhauses und der damaligen Kunstszene und dem allmählichen Erstarken der Nationalsozialisten. Dabei benutzt Saller eine Sprache, die uns in kurzen, fast abgehackten Sätzen die Ereignisse schildert. Das wirkt fast wie Informationen aus den Nachrichten und man hängt gebannt an den einzelnen Sätzen. Durch diese Sachlichkeit erfährt man zwar die Gegebenheiten und Vorgänge, lernt aber die Person Martha nur ungenau kennen. Die Charakterzüge sind erkennbar, ihre Gedanken und Gefühle bleiben geheimnisvoll und verblassen vor der umtriebigen und besonderen Zeit. Nicht nur die Kunst änderte sich, auch die Lebenstile der Menschen. An diesem Roman haben mir neben dem besonderen und ausdrucksstarken Schreibstil die wechselnden Erzählperspektiven gut gefallen. Mit den erhellenden Einblicken in die Kunstszene, durch die Lebensumstände und Zeitschilderungen konnte ich mich wie bei einer Zeitreise zu den Orten des Geschehens führen lassen und erlebte die Atmosphäre des Bauhauses authentisch mit. Es ist Aufbruch in ein anderes Zeitalter mit neuen Kunstformen, bei dem auch Frauen ihren Stellenwert in der Kunst erhielten. Doch mit der Schliessung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten wurde dieser emanzipatorische Schritt wieder zunichte gemacht. Etwas störend finde ich, dass Martha von ihrem toten Bruder Heinz begleitet wird, er ist ihr Engel und irgendwie hält sie mit ihm eine dauerhafte Verbindung, die der Geschichte einen unnötigen mystischen Eindruck verleiht. Seinen gebührenden Abschluß findet der Roman mit der Offenlegung der wahren Geschichte von Martha und Hedi. Hier schliesst sich ein Kreis, von dem man manches ahnte, aber die Zusammenhänge nicht klar sehen konnte. Mit dieser Auflösung zeigt Saller, wie Frauen in dieser Zeit ungewöhnliche Wege gehen mussten, auch wenn ihr Herz ihnen andere vorschlug. Man kann sich gut vorstellen, dass sich diese Geschichte wirklich so abgespielt haben könnte. Das Leben schreibt schliesslich selbst die besten Geschichten. Mit diesem lesenswerten Roman macht man nicht nur eine Zeitreise in die Bauhaus-Kunstszene, man entdeckt durch ein Tagebuch verschlungene Lebenswege, wie sie das Leben selbst schreibt.