Unbarmherzig

Kriminalroman

Ein Gina-Angelucci-Krimi Band 2

Inge Löhnig

(164)
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Beschreibung

Gina Angelucci, Spezialistin für Cold Cases bei der Münchner Kripo, ist aus der Elternzeit in den Dienst zurückgekehrt. Ihr Ehemann und Kollege Tino Dühnfort betreut die kleine Tochter. Als in dem idyllischen Dorf Altbruck zwei Leichen gefunden werden, die mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren, übernimmt Gina die Ermittlungen. Die Identität der Toten nach so langer Zeit zu klären, erscheint zunächst als unlösbare Aufgabe. Dann wird klar, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt. War sie eine Zwangsarbeiterin? Während Gina einen Mörder sucht, der vielleicht selbst nicht mehr am Leben ist, bemerken sie und Tino nicht, dass ihnen jemand ihr privates Glück missgönnt und es zerstören will.

Schon als Kind verfügte Inge Löhnig über so viel Fantasie, dass ihre Geschichten noch heute in der Familie legendär sind. Neben dem Beruf als Grafik-Designerin war Schreiben lange ein Hobby. Erst mit dem Erscheinen der Reihe um den Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort wurde daraus die neue Profession. Die Kriminal-Romane von Inge Löhnig sind ebenso regelmäßig auf der Bestsellerliste zu finden, wie die spannenden Familien-Romane, die sie unter dem Pseudonym Ellen Sandberg veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 31.05.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-29097-3
Verlag Ullstein Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 20,4/13,9/4 cm
Gewicht 449 g
Auflage 2. Auflage

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Buchhändler-Empfehlungen

Birgit Schwab, Thalia-Buchhandlung Sindelfingen

Die Ermittlerin gina Angelucci kommt aus der Babypause und muss als Cold Case Ermitterlin in München 2 Morde aufklären, die in die NS-Zeit fallen. Gekonnt verknüpft die Autorin die Schuld, die so mancher auf sich geladen hat mit dem heutigen Dorfidyll.

Ursula Schirmer, Thalia-Buchhandlung Hamm

Cold Cases sind augenblicklich ein beliebtes Thema in der Kriminalliteratur. Inge Löhnig gelingt es, mit ihrer Spezialistin Gina Angelucci einen Jahrzehnte zurückliegenden Mordfall zu einem rasanten, spannungsreichen Krimi zu verarbeiten, der sich zu lesen lohnt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
164 Bewertungen
Übersicht
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Wenn die Vergangenheit noch immer in den Köpfen herrscht
von claudi-1963 aus Schwaben am 23.06.2020

"Die Rechten waren wieder da. Vermutlich waren sie nie weg gewesen. Und jetzt, wo der Wind sich drehte, krochen sie aus den Löchern und hofften, dass ihre Stunde kommen würde." (Buchauszug) Im idyllischen Altbruck, nahe München werden die Knochen von zwei Leichen gefunden. Anscheinend liegen sie hier schon mehrere Jahre, was Gi... "Die Rechten waren wieder da. Vermutlich waren sie nie weg gewesen. Und jetzt, wo der Wind sich drehte, krochen sie aus den Löchern und hofften, dass ihre Stunde kommen würde." (Buchauszug) Im idyllischen Altbruck, nahe München werden die Knochen von zwei Leichen gefunden. Anscheinend liegen sie hier schon mehrere Jahre, was Ginas Fall natürlich erschwert. Doch Gina möchte unbedingt herausfinden, wer diese beiden Toten waren und was damals geschah. Dann findet man heraus, dass beide erschossen wurden und das die männliche Leiche von Altbruck stammt und die Frau aus Lettland. Sehr wahrscheinlich war sie eine Zwangsarbeiterin aus der ehemaligen Munitionsfabrik (MUNO) die es damals gab. Gina Angelucci die Spezialistin für Cold Case Fälle der Kripo München und ihr Mann Tino Dühnfort sind zudem inzwischen glückliche Eltern. Trotz Herzfehler und dem Down-Syndrom, sind die beiden froh über die kleine Chiara. Doch eine seit kurzer Zeit werden sie von einer Frau beobachtet. Gina und Toni ist nicht wohl bei der Sache, weshalb sie nachforschen, wer die Frau ist. --- Meine Meinung: Das düstere Cover steht bezeichnend für das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte, das in diesem Buch behandelt wird. Der Schreibstil ist unterhaltsam, locker, informativ, mitunter witzig und spannend, mit mehrere Handlungsstränge, die gut ineinander zusammenlaufen. Nicht nur das die Autorin hier eine besondere Thematik mit dem Down-Syndrom anschneidet, das in den letzten Jahren heiß diskutiert wurde. Sondern vor allem der Kriminalfall, der uns in die Nazivergangenheit des Jahres 1944 führt, ist sehr interessant. Außerdem geht es noch um eine gefährliche Stalkerin, die Gino und ihrer Familie das Leben schwer machen möchte. Die MUNO die hier in dem Buch erwähnt wird, ist nur fiktiv, sie steht jedoch für eine der vielen Munitionsfabriken, die es zur Kriegszeit in unserem und in Nachbarländern gab. Dort mussten hauptsächlich Kriegsgefangene, Juden und Zwangsarbeiter arbeiten. Dass man damals junge Menschen aus dem Baltikum einfach so verhaftet hat, um sie zur Zwangsarbeit nach Deutschland zu bringen, fand ich schon sehr erschreckend, könnte ich mir jedoch durchaus vorstellen. Ebenso fand ich realistisch dargestellt, wie auch heute noch das Denken diese gefährlichen Regimes in manchen Köpfen ist. Wir sehen es ja heute tagtäglich wie Rassenhass und Antisemitismus wieder zugenommen hat. Dazu noch eine Familienfehde, die seit Jahrzehnten zwischen zwei Familien herrscht. Alles aufgeheizt durch unausgesprochene Worte und durch einen Vermissten, den man für tot erklärt hat. Für mich ein wirklich guter Fall, den Gina hier nur mit sehr viel Engagement lösen durfte. Kein Wunder, das sie so beharrlich blieb, vermisst sie doch selbst schon seit Jahren ihre beste Freundin Hermine. Ebenso aussagekräftig wurden die Charaktere dargestellt, alle voran die toughe, motivierte und herzliche Gina, die aber auch mal durchgreifen kann, wenn es sein muss. Und gerade in Elternzeit verweilende Tino Dühnfort der mir mit seiner herzlichen Art leidtat, als Gina ihn so herunter machte für etwas, wo er nichts dafür konnte. Ein Krimi der sehr gut gerade in unser heutige angeheizte, aggressive Stimmung passt, weil sie genau zeigt, wie bösartig der Mensch sein kann. Von mir eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.

Die Spuren der Vergangenheit
von Susanne Poehls am 10.01.2020

Auf einem Kiesablageplatz nördlich von München werden die sterblichen Überreste von zwei Menschen gefunden, die dort mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren. Gina Angelucci, Spezialistin der Münchener Kripo für Cold Cases, ist gerade aus der Elternzeit zurückgekehrt und übernimmt gegen den Widerstand des Oberstaatsanwalts de... Auf einem Kiesablageplatz nördlich von München werden die sterblichen Überreste von zwei Menschen gefunden, die dort mehrere Jahrzehnte verscharrt gewesen waren. Gina Angelucci, Spezialistin der Münchener Kripo für Cold Cases, ist gerade aus der Elternzeit zurückgekehrt und übernimmt gegen den Widerstand des Oberstaatsanwalts den Fall. Die erste Spur führt in das neu ausgewiesene Gewerbegebiet der Gemeinde. Dort befand sich während des Nationalsozialismus eine Munitionsfabrik. Als die Analyse ergibt, dass das weibliche Opfer aus dem Baltikum stammt, scheinen sich die Zusammenhänge zu klären. Eine Zwangsarbeiterin wurde ermordet und mit ihr ein Mann, der aus der Gegend stammt. Aber nicht alle im Dorf Altbruck sind an einer Lösung des Falls interessiert, denn die Ermittlungen reißen alte Wunden auf. Ich habe großen Respekt vor Autoren, die die Ermittlungen zu Cold Cases spannend erzählen können, schließlich liegen die Morde schon lange zurück. Inge Löhnig ist für mich eine Meisterin dieses Faches. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, die aktuellen Ermittlungen und das Leben der Zwangsarbeiter 1944 in Deutschland, wobei der Hauptteil in der Gegenwart erzählt wird. Aber der Blick zurück macht das Buch zu etwas Besonderem, denn man erfährt sehr viel, unter welchen schwierigen Bedingungen die Menschen hier gelebt und gearbeitet haben. Insgesamt ein sehr lehrreicher Blick zurück. Und trotzdem bleibt die Spannung nicht auf der Strecke, was Täter und Motiv betrifft. Dadurch, dass die Handlung auch eng mit dem Schicksal einer Familie, die noch im Dorf lebt, verbunden ist, fühlt man als Leser auch besonders mit. Auf jeden Fall ein spannendes Buch mit einer wichtigen Lektion deutscher Geschichte, eine klare Leseempfehlung.

Unbarmherzig
von einer Kundin/einem Kunden aus Heinrichswil am 11.10.2019

Leider kann ich mich den vielen sehr positiven Bewertungen nicht in allen Teilen anschliessen. Ich finde das Thema hätte noch einiges mehr hergegeben, die einzelnen Personen hätten noch etwas besser dargestellt werden können. Ich möchte die grosse Fangemeinschaft von Tino und Gina nicht verärgern (gehöre eigentlich auch dazu) ab... Leider kann ich mich den vielen sehr positiven Bewertungen nicht in allen Teilen anschliessen. Ich finde das Thema hätte noch einiges mehr hergegeben, die einzelnen Personen hätten noch etwas besser dargestellt werden können. Ich möchte die grosse Fangemeinschaft von Tino und Gina nicht verärgern (gehöre eigentlich auch dazu) aber ich finde das neueste Buch etwas mager. Wenig Seiten grosse Schrift und grosse Zeilenabstände. Dieses Mal leider nicht die volle Punktezahl.


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