Meine Filiale

Die Mauer

Roman

John Lanchester

(91)
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
24,00
24,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Taschenbuch

10,99 €

Accordion öffnen
  • Die Mauer

    Heyne

    Sofort lieferbar

    10,99 €

    Heyne

gebundene Ausgabe

24,00 €

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

18,99 €

Accordion öffnen

Hörbuch

ab 12,69 €

Accordion öffnen

Hörbuch-Download

ab 16,95 €

Accordion öffnen

Beschreibung

In Großbritannien gilt das Gesetz des Stärkeren. Das Land ist von einer hohen Mauer umgeben, die von den Bewohnern um jeden Preis gegen Eindringlinge verteidigt wird. Während in England der Brexit vorbereitet wird, legt Bestsellerautor John Lanchester einen brisanten neuen Roman vor.

Joseph Kavanagh tritt seinen Dienst auf der Mauer an, die England seit dem großen Wandel umgibt. Er gehört nun zu jener Gruppe von jungen Menschen, die die Mauer unter Einsatz ihres Lebens gegen Eindringlinge verteidigt. Der Preis für ein mögliches Versagen ist hoch. Schaffen es Eindringlinge ins Land, werden die verantwortlichen Verteidiger dem Meer – und somit dem sicheren Tod – übergeben. Das Leben auf der Mauer verlangt Kavanagh einiges ab, doch seine Einheit wird zu seiner Familie, und mit Hifa, einer jungen Frau, fühlt er sich besonders eng verbunden. Gemeinsam absolvieren sie Kampfübungen, die sie auf den Ernstfall vorbereiten sollen. Denn ihre Gegner können jeden Moment angreifen. Und die sind gefährlich, weil sie für ein Leben hinter der Mauer alles aufs Spiel setzen.
John Lanchester geht in seinem neuen Roman alle Herausforderungen unserer Zeit an – Flüchtlingsströme, wachsende politische Differenzen und die immer größer werdende Angst in der Bevölkerung – und verwebt diese zu einer hochgradig spannenden Geschichte über Liebe und Vertrauen sowie über den Kampf ums Überleben.

John Lanchester, geboren 1962 in Hamburg, wuchs im Fernen Osten auf und arbeitete in England als Lektor beim Verlag Penguin Books, ehe er Redakteur der »London Review of Books« wurde. Daneben war er für Zeitungen und Zeitschriften wie »Granta« und »The New Yorker« tätig sowie als Restaurantkritiker für »The Observer« und Kolumnist für »The Daily Telegraph«. Er gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern und führenden Intellektuellen Englands.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 348
Erscheinungsdatum 31.01.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-96391-5
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 21,1/13,1/3,5 cm
Gewicht 491 g
Originaltitel The Wall
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Dorothee Merkel
Verkaufsrang 100293

Buchhändler-Empfehlungen

Literarische Dystopie oder realistisches Schicksal der Menschheit?

Tobias Groß, Thalia-Buchhandlung Gotha

Die Menschheit steht vor einer epochalen Zeitenwende, wir sind mit vielfältigen Problemen konfrontiert. Der Klimawandel, die daraus resultierenden zunehmenden Flüchtlingsbewegungen und der Rückfall zahlreicher Staaten in einen ewig gestrigen (und überwunden geglaubten) Nationalismus - alles hausgemacht und verheerende Folgen für die Zukunft habend. All diese Entwicklungen hat der britische Autor John Lanchester in seinen dystopisch-düsteren Roman ‘Die Mauer‘ gepackt. In einer nicht allzu fernen Zukunft hat sich Großbritannien von der Außenwelt abgeschottet und sieht sich als bedeutendstes Land der Erde. Um sich vor den sog. „Anderen“ zu „schützen“, hat es eine Mauer um die gesamte Insel gebaut. Die „Anderen“ sind Klimaflüchtlinge, die aufgrund des Anstiegs des Meeresspiegels ihre Heimat(en) verloren haben. Deshalb müssen tausende junge Menschen das in gesellschaftliche Schichten aufgeteilte Land zwangsverteidigen. So auch der junge Protagonist Kavanagh, welcher im Laufe der Geschichte alle Seiten kennenlernen und dessen Leben auf eine harte Probe gestellt wird. Eigentlich wirkt John Lanchesters Weltuntergangsszenario auf den ersten Blick überladen, denn dass drei derartig verheerende Visionen zeitgleich eintraten, mutet unrealistisch an. Ist es jedoch nicht. Lanchester schafft es gekonnt, dass die spannende Geschichte schlüssig ist und die Gründe für den Kollaps nachvollziehbar sind. Alles ist so einleuchtend, dass den Leser*innen während der Lektüre von ‘Die Mauer‘ nicht nur einmal Angst vor der Zukunft wird. Eine atemraubende, zum Nachdenken anregende Dystopie, die schneller Realität werden könnte, als der Menschheit lieb ist – wenn wir nicht endlich anfangen vieles grundlegend zu verändern.

Laetitia Paez Niezgoda, Thalia-Buchhandlung Euskirchen

Eine Dystopie, die es in sich hat! John Lanchester hat mich mit "Die Mauer" tief beeindruckt. Eine Geschichte über Menschen, die der Willkür ihres Schicksals und den Entscheidungen anderer ausgeliefert sind. Ein System, das keine Gnade kennt. Brandaktuell und unfassbar gut!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
91 Bewertungen
Übersicht
43
21
21
6
0

Super fesselndes, tolles Buch!!
von Alena Brenner am 27.12.2020

Richtig interessantes und gut geschriebenes Buch! Ich hab es gekauft um es "nebenher" zu lesen aber dann doch an einem Tag verschlungen ^^

Ein spannender, aber nicht hoffnungslosen Blick in eine düstere Zukunft.
von hallobuch, Silke Schröder aus Hannover am 27.10.2020
Bewertet: Medium: Hörbuch (CD)

Nachdem sich John Lanchester in „Kapital“ mit der Gentrifizierung von Stadtvierteln und der zunehmenden Unbezahlbarkeit von Wohnraum in London auseinandergesetzt hat, beschäftigt er sich in seiner Dystopie „Die Mauer“ erneut mit sehr aktuellen Themen: Mit den Flüchtlingen, die auf der Flucht vor katastrophalen gesellschaftlichen... Nachdem sich John Lanchester in „Kapital“ mit der Gentrifizierung von Stadtvierteln und der zunehmenden Unbezahlbarkeit von Wohnraum in London auseinandergesetzt hat, beschäftigt er sich in seiner Dystopie „Die Mauer“ erneut mit sehr aktuellen Themen: Mit den Flüchtlingen, die auf der Flucht vor katastrophalen gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Verhältnissen – auch wegen des längst begonnenen Klimawandels – über den Ärmelkanal nach England gelangen wollen, mit den immer tieferen politischen Gräben zwischen den Parteien und dem Aufstieg autoritärer Führer, die skrupellos mit den Ängsten der Bevölkerung spielen. Es ist aber auch eine spannende Geschichte über Liebe, Freundschaft und Vertrauen, ebenso lakonisch wie fesselnd erzählt und authentisch gelesen von Johannes Klaußner. So offenbart uns „Die Mauer“ einen spannenden, aber nicht hoffnungslosen Blick in eine düstere Zukunft.

Interessantes Gedankenmodell
von Astrid Wergen am 13.08.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Die Mauer von John Lanchester ist mir hauptsächlich aufgrund des Covers aufgefallen. Das düstere obere Drittel gepaart mit dem unteren blauen Meer (fast mein Lieblingsblau) hat mich angesprochen. Doch auch die Geschichte selber sollte seinen Reiz bestätigen. In dieser Geschichte ist Großbritannien nicht nur vom Wasser umgeben... Die Mauer von John Lanchester ist mir hauptsächlich aufgrund des Covers aufgefallen. Das düstere obere Drittel gepaart mit dem unteren blauen Meer (fast mein Lieblingsblau) hat mich angesprochen. Doch auch die Geschichte selber sollte seinen Reiz bestätigen. In dieser Geschichte ist Großbritannien nicht nur vom Wasser umgeben. Die Insel ist auf Nummer sicher gegangen und hat ebenso eine Mauer errichtet, so dass weder wer auf die Insel kann, noch runter. Doch immer wieder versuchen es die „Anderen“, die Insel zu betreten. Das soll durch die Wachen auf der Mauer verhindert werden. Der Dienst geht in der Regel zwei Jahre. Verkürzung ausgeschlossen, Verlängerung aufgrund von Fehlverhalten möglich. Und so muss auch Joseph Kavanagh, auch genannt Yeti, seinen Dienst auf der Mauer tun. Mehr oder weniger ins kalte Wasser geschmissen, lernt er von seinen Vorgesetzten, aber hauptsächlich von seinen Mitstreitern die Regeln der Mauer. Trostlose Tage folgen auf noch trostlosere Tage auf der Mauer, nur abgewechselt von Trainingswochen oder Urlaub. Letzteren verbringt Joseph lieber mit seinen Mitstreitern als zuhause bei seinen Eltern, denen er kaum etwas zu sagen hat. Als die Anderen nun durch einen Angriff hinter die Mauer aufs Festland können, werden die Mauerwachen bestraft, auch Joseph. Bei solchen Vergehen gibt es nur eine Strafe: mit einem Schiff aufs Meer. Und so findet sich Joseph mit einigen Mitstreitern, auch unerwarteten Mitstreitern, auf offener See wieder. Gerücheweise soll es in der Nähe einen Küstenstreifen ohne Mauer geben, das nun das nächste Ziel ist. Doch dort wird Joseph nie ankommen. Das Buch birgt eine gewisse Düsterheit mit sich. Am Anfang erinnert mich das Buch etwas an die Mauerwelt von Game of Thrones, was jedoch sich schnell verläuft. Das letzte Drittel finde ich nicht ganz so passend, und hat bei mir etwas die Idee des Buches genommen. Auch wenn bereits moderne Mittel wie Kommunikatoren oder Autos und Züge in der Geschichte ihren Platz haben, war diese Idee des Buches für mich etwas zeitloser, und hätte in der moderne, aber auch in einem vorherigen Jahrhundert spielen können. Es wirkte etwas zeitloser. Die Idee, die Protagonisten auf einer Bohrinsel landen zu lassen, auf der ein Stummer sein Dasein fristet, lässt das Ende offen. Es mag im Auge des Betrachters liegen, ob er für sich die Geschichte weiterspinnt. Eine Geschichte, die sich allein aufgrund der Qualität der Erzählung lohnt zu lesen. Eine Geschichte, die sicherlich politische und gesellschaftliche Fragen zulässt. Jedoch ist der Vergleich zum derzeit hochaktuellen Brexit doch etwas an den Haaren herbeigezogen.


  • Artikelbild-0