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Wie der Wind und das Meer

Roman


»Halt dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir ...«

München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch Trümmer und Verwüstung. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht seiner Schwester verblüffend ähnlich. Um nicht allein zu bleiben und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass ihre Notlüge Jahre später ihr Verhängnis werden würde …

Portrait
Lilli Beck wurde in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie Brigitte, Burda-Moden und TWEN. Sie war Pirelli-Kühlerfigur und Covergirl auf der LP Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz von Marius Müller-Westernhagen. »Wie der Wind und das Meer« ist ihr zweiter Roman bei Blanvalet.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 15.04.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7341-0681-1
Verlag Blanvalet
Maße (L/B/H) 18,5/12,2/4,8 cm
Gewicht 410 g
Verkaufsrang 893
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

T. Höbel, Thalia-Buchhandlung Dessau-Roßlau

Unglaublich berührend und einfühlsam geschrieben. Lilli Beck zeigt, dass manchmal das Schicksal einen ganz eigenen Weg zeichnet.

Was wäre gewesen wenn....

Kathrin Leibrock, Thalia-Buchhandlung Jena

Ein Junge und ein Mädchen finden in den Wirren der letzten Kriegstage in einer Bombennacht in München zueinander und bleiben in einer schicksalhaften Gemeinschaft miteinander verbunden. Doch das Schicksal folgt seinen eigenen Regeln...Berührend, tragisch und klug erzählt

Kundenbewertungen

Durchschnitt
38 Bewertungen
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Sehr gutes und empfehlenswertes Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Oeynhausen am 12.01.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ich persönlich fand dieses Buch super! Es ging unter die Haut, war in einem schönen Schreibstil verfasst und zeigt den Werdegang zweier trauriger und unvollkommener Leben aufgrund einer unerfüllten Liebe. Ich finde, es ein MUSS diese Buch zu lesen.

Lilli Beck kann es einfach.
von Buecherseele79 am 02.07.2019

München 1945: Der 11jährige Paul verliert bei einem Fliegerangriff seine Familie, das Einzige was ihm übrig bleibt ist ein Koffer mit den wichtigsten Dokumenten und der Puppe seiner Schwester Rosalie. Als er in den Trümmern nach Unterschlupf und etwas Essbarem sucht sieht er ein Mädchen welches seiner Schwester zum verwechseln ... München 1945: Der 11jährige Paul verliert bei einem Fliegerangriff seine Familie, das Einzige was ihm übrig bleibt ist ein Koffer mit den wichtigsten Dokumenten und der Puppe seiner Schwester Rosalie. Als er in den Trümmern nach Unterschlupf und etwas Essbarem sucht sieht er ein Mädchen welches seiner Schwester zum verwechseln ähnlich sieht – Sarah Silbermann – die bei dem Angriff ihre Eltern verloren hat. Beide sind alleine, beide ohne Familie und Sarah müsste sich eigentlich weiterhin verstecken da sie Jüdin ist... doch sie sieht Rosalie so ähnlich dass die beiden beschließen sich als Halbgeschwister auszugeben. Dies geht auch jahrelange gut... bis die beiden anfangen sich ineinander zu verlieben und doch wissen – die Wahrheit darf nie ans Licht kommen... Ich bedanke mich bei der Autorin für das Rezensionsexemplar. Der Schreibstil konnte mich auch von Beginn an wieder packen, schon nach ein paar Seiten fiel es mir sichtlich schwer dieses Buch aus der Hand zu legen. Die Autorin wirft den Leser in das zerbombte München 1945 wo man Paul und Sarah kennenlernt. Die beiden Kinder schließt man sofort ins Herz und leidet regelrecht mit ihnen mit da die Autorin einen sehr bilderhaften und lebendigen Schreibstil hat und man so regelrecht ein Kopfkino „mitentwickelt“ während man die Geschichte liest. Man leidet von Beginn an mit beiden Kindern da sie ohne Familie oder Anlaufstelle in den Bombentrümmern sich begegnen, jeder ist mit sich selbst beschäftigt, keiner hat Zeit, Nerven, Nahrung oder eine sichere Unterkunft um sich noch um 2 Waisenkinder zu kümmern. Hier trifft einen die schreckliche Seite eines Krieges und man möchte die beiden Kinder eigentlich nur an die Hand nehmen und ihnen eine sichere Unterkunft und Familie bieten. Die beiden Halbgeschwister haben einiges zu überstehen, eine Oma nimmt sie netterweise auf, bis das Jugendamt dahinter kommt und die beiden in ein Heim für Waisenkinder steckt was ihnen gar nicht gefällt, alleine weil Jungs und Mädchen dort getrennt sind. Eine Flucht geht schief und doch finden sie ihr Glück bei einem liebevollen Ehepaar welches die beiden Kinder adoptiert und sie in ihre Geschäft im Großmarkt einführen will. Und dann schlägt das Schicksal zu denn Rosalie bzw. Sarah und Paul werden älter und merken nach einem Tanzabend dass sie mehr empfinden als „nur“ Geschwisterliebe. Ich bin ehrlich – ich bin überhaupt kein Fan von Liebe und Erotikbüchern, auch finde ich dass die heutigen Bücher kaum realistisch sind und oft dieses Prinzip Prinzessin sucht Frosch der ein Prinz wird Klischee bedient. Nicht alle, aber wohl die meisten. Und doch muss ich der Autorin ein sehr großes Lob und Kompliment aussprechen denn sie hat mich mit diesem Buch ebenso überzeugen können wie mit „Mehr als tausend Worte“. Warum? Weil sie gekonnt eine Liebe beschreibt die von geschichtlicher Zeit umgeben ist und dies so überzeugend und gekonnt umgesetzt hat dass man soviel lernt und leidet und sich freut, wundert, hasst und hofft. Paul und Sarah habe ich, wie schon gesagt, sehr schnell in mein Herz geschlossen, die Autorin erzählt sehr erschreckend wie es Kindern erging wenn die Bombenangriffe ganze Familie auseinandergerissen hatte oder viele die Familie auch verlor. Wie schwer die Zeiten waren, wie sich Deutschland wieder erholt und den Wirtschaftsaufschwung erlebt, die Frauenbewegung, der Beginn von Ton und Filmaufzeichnungen, der eiserne Vorhang, der kalte Krieg, die Vorahnung dass eine Mauer Deutschland trennen soll, wie Familien unter diesen ganzen Geschehnissen gelitten, gehofft und gefühlt haben. Dies alles packt die Autorin um die beiden Protagonisten Paul und Sarah alias Rosalie herum, und unter diesen ganzen Umständen versuchen sie ihre Liebe geheim zu halten und doch merken sie wie auch der Leser – die Realität ist nun mal eine ganz andere und das Schicksal spielt nicht nach Wünschen und Träumen. Paul der unbedingt seine Adoptiveltern stolz machen will, der mit dem Großhandel viel erreichen möchte, der ein Händchen für die Geschäfte hat. Der zwar mit Sarah nach Amerika flüchten will um ein unbeschwertes Leben zu beginnen, aber doch ist er seinen Eltern die Hilfe schuldig und lebt doch ganz sorgenlos in Deutschland. Sarah die unter der falschen Identität öfter leidet als angenommen, die noch Jahre später Angst hat dass man sie als Jüdin erkennen könnte, wird sie so akzeptiert? Sie leidet weil sie ihre leiblichen Eltern verschweigen muss die damals ganz groß am Theater herausgekommen sind. Die mit dem Großmarkt so gar nichts anfangen kann sondern lieber singen oder schauspielern möchte, eigentlich nur mit Paul zufrieden und glücklich irgendwo ein neues Leben beginnen will. Zwei Protagonisten mit denen ich regelrecht mitgefiebert gelitten, gelacht und geweint habe, eine sehr glaubhaft und gelungen Liebe mit historischen Zeitgeschehen hat die Autorin umgesetzt und konnte mich damit komplett begeistern. Ich hoffe es werden noch mehr von dieser Art Büchern/Geschichten folgen und ich kann die Autorin wirklich nur ans Herz legen. Ganz klare Leseempfehlung!

Eine Lüge zieht weitere nach
von leseratte1310 am 10.06.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Während der elfjährige Paul im Jahr 1945 nach einem Versteck in den Trümmern sucht, findet er ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah und hat bei dem Fliegerangriff die Familie verloren. Auch Paul hat seine Familie verloren. Die Kleine sieht seiner Schwester sehr ähnlich. Um nicht alleine zu sein, beschließen sie, sich als Geschwis... Während der elfjährige Paul im Jahr 1945 nach einem Versteck in den Trümmern sucht, findet er ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah und hat bei dem Fliegerangriff die Familie verloren. Auch Paul hat seine Familie verloren. Die Kleine sieht seiner Schwester sehr ähnlich. Um nicht alleine zu sein, beschließen sie, sich als Geschwister auszugeben. So wird aus der Jüdin Sarah Pauls Schwester Rosalie. Das hilft in diesen schlimmen Zeiten, aber viele Jahre später entsteht aus dieser Notlüge ein riesiges Problem. Dies ist eine Geschichte, die einem unter die Haut geht. Obwohl diese Geschichte voller Dramatik steckt, lässt sie sich doch wunderbar flüssig und leicht lesen. Der Autorin ist es gelungen, einen ganz nahe an die Protagonisten heranzubringen, so dass man mit ihnen fühlt. Auch die jeweilige Zeit ist gut und lebendig dargestellt und man erlebt, wie sich das Leben im Laufe der Zeit verändert. Paul und Sarah sind durch die schlimmen Kriegsjahre und das, was sie erleben mussten, gewieft und stark geworden. Nachdem ihre Familie nicht mehr da ist, finden sie sich und halten einander fest. Selbst als sie adoptiert werden, geben sie ihr Geheimnis nicht preis. Wozu auch? Aber dann verlieben sie sich in einander und ihre Lüge zieht weitere nach sich, denn Geschwister dürfen sich nicht so lieben. Wie werden sie mit den daraus resultierenden Folgen fertig werden? Werden sie eine Möglichkeit finden, gemeinsam durchs Leben zu gehen? Man wünscht sich, dass alles gut wird für die beiden, doch es wird ihnen einiges abverlangt und vor allem Sarah verändert sich dadurch. Ihre Entscheidungen konnte ich dann nicht immer so nachvollziehen. Aber auch die anderen Personen sind sehr schön dargestellt. Es ist ein sehr emotionales und interessantes Buch.