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Nachtlichter

Ausgezeichnet mit dem Wainwright Prize 2016

Amy Liptrot

(41)
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Beschreibung

Mit Anfang dreißig spült das Leben Amy Liptrot zurück an den Ort ihrer Kindheit - die Orkneyinseln, im dünn besiedelten Schottland wohl die abgelegenste Region. Hier schwimmt die britische Journalistin morgens im eiskalten Meer, verbringt ihre Tage als Vogelwärterin auf den Spuren von Orkneys Flora und Fauna und ihre Nächte auf der Suche nach den »Merry Dancers«, den Nordlichtern, die irgendwo im Dunkeln strahlen. Und hier beginnt sie nach zehn Jahren Alkoholsucht wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Mit entwaffnender Ehrlichkeit erzählt Amy Liptrot von ihrer Kindheit, ihrem Aufbruch in die Stadt, nach Edinburgh, weiter nach London. Vom wilden Leben, dem Alkohol, dem Absturz. Vom Entzug und der Rückkehr zu ihren Wurzeln auf Orkney, wo sie der Natur und sich selbst mit neuen Augen begegnet.

»Amy Liptrot schreibt in 'Nachtlichter' um ihr Leben. Das spürt man in jeder Zeile.«

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 12.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71841-2
Verlag btb
Maße (L/B/H) 19/12/2,7 cm
Gewicht 322 g
Originaltitel The Outrun
Abbildungen schwarz-weiss Illustrationen
Übersetzer Bettina Münch
Verkaufsrang 82296

Buchhändler-Empfehlungen

"Erneuerbar" manchmal wenigstens...

Katrin Höffler, Thalia-Buchhandlung Günthersdorf

Genau wie bei "Zugvögel" sage ich hier: Lieben Sie das Meer, lieben Sie dieses Buch! London und eine Suchtkrankheit machen es aber zu etwas ganz anderem. Es ist kein Roman, keine Biografie, kein Reisebericht und auch kein Naturführer und erst recht kein Lebensratgeber und hat doch von allem was. Rau und wild ist die Erzählweise und der Mensch dahinter und besonders die einsamen Inseln und doch hat das Buch viel Leichtigkeit. Irgendwie hat es mich frei gemacht, den Blick wieder geschärft. Ich würde zu gern den Blick aus Rose Cottage sehen, den Ruf des Wachtelkönigs und die Orkadier sprechen hören.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Rostock

Ehrlicher Erfahrungsbericht einer jungen Frau, die sich aus ihrer Alkoholkrankheit heraus zurück ins Leben kämpft. Sticht hervor durch seine wunderschöne, poetische Sprache.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
41 Bewertungen
Übersicht
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Welche ist die größere Einsamkeit: die in der Großstadt oder die auf einer abgelegenen Insel?
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 11.09.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Dieses Buch beginnt mit einer Kindheit auf den Orkney-Inseln. Sofort erscheint ein Bild von Wildnis und reiner, unberührter Natur: "Mein Leben war rau, stürmisch und verworren." Die Eltern sind sogenannte Aussteiger, liebevoll zwar, aber manisch depressiv (der Vater) und übereifrig religiös (die Mutter). /// Es überrascht nich... Dieses Buch beginnt mit einer Kindheit auf den Orkney-Inseln. Sofort erscheint ein Bild von Wildnis und reiner, unberührter Natur: "Mein Leben war rau, stürmisch und verworren." Die Eltern sind sogenannte Aussteiger, liebevoll zwar, aber manisch depressiv (der Vater) und übereifrig religiös (die Mutter). /// Es überrascht nicht weiter, dass die junge Frau in die Großstadt flüchtet. Dennoch: "Obwohl ich fortgegangen war und fortgewollt hatte, hielten mich Orkney und die Klippen nicht los, und wenn ich nicht dort war, verspürte ich Irgendwo im Innern stets ein unterschwellig vibrierendes Gefühl der Unruhe und des Verlusts. Ich trug das wilde Meer, den endlosen Himmel und den Höhensinn in mir." /// Der Kontrast könnte nicht krasser sein. “Ich wollte mir die Stadt in die Haut reiben, die Straßen inhalieren.” Ihr Londoner Leben und ihr exzessives Feiern verwandeln sich in schwere Alkoholsucht. Liptrot erzählt mit brutaler Ehrlichkeit von ihren Kämpfen, ihrer Scham, ihrem Niedergang. Verlust folgt auf Verlust, bevor die Autorin schließlich Hilfe sucht. Nach der Absolvierung eines Entzugsprogramms kehrt sie auf die Inseln zurück. /// “Da ist eine Leere in mir. Ich habe den Alkohol verloren und suche verzweifelt nach etwas, mit dem ich mich wieder füllen kann.” Die Einsamkeit der Inseln wird durch das Internet als dem Ort, wo die Erzählerin Trost findet, erst erträglich. Einsamkeit bleibt dennoch eine extreme Erfahrung. Auch die Nähe zur Natur (u.a. Wildschwimmen im eiskalten Meer) hilft ihr, die Alkoholsucht zu überwinden. All das resultiert in schönsten Naturbeschreibungen und intensiver Inselkunde von Wikingern bis zu Walfischen. /// “Auf der Suche nach diesem winzigen Kick kreise ich um vertraute Webseiten wie ein Zugvogel, der Flüssen und Autobahnen folgt.” So wirkt "Nachtlichter" wie eine Art Sachbuchversion von Charlotte McConaghys "Zugvögel": "Küstenseeschwalben sind die Zugvögel mit der längsten Zugstrecke überhaupt. Sie kehren jedes Frühjahr aus der Antarktis nach Papa Westray zurück, eine Reise von unglaublichen sechzehntausend Kilometern. (…) Die Schwalben, die sich auf mich gestürzt hatten, als ich noch ein Kind war, kehren nicht mehr zum Außenfeld zurück. (…) Die Zahl der Seevögel rund um die schottischen Küsten ist im Laufe der letzten zwanzig Jahre dramatisch zurückgegangen." Da die Temperatur der Nordsee um etwa ein Grad Celsius gestiegen ist, finden die Vögel nicht mehr genug Futter. Die Orkney-Inseln sind nicht etwa "unberührt", da Trümmer im Wert von Millionen aus all den gescheiterten Versuchen, Energie aus den Naturgewalten zu gewinnen, havariert an ihren Küsten liegen: "Die Dinge, die wir ins Meer hineinwerfen, kommen zu uns zurück" ist eine Metapher, die auf mehreren Ebenen Gültigkeit hat. Das Außenfeld soll in ein gigantisches Industriegebiet verwandelt werden. /// Manche Bücher haben im Original tatsächlich stärkere Wirkung. Es sind subtile Kleinigkeiten, die den deutschen Text manchmal kantig und gestelzt wirken lassen (z.B. Wendungen wie "ich trug den Höhensinn in mir").

#wennausbuechernliebewirdrezension
von einer Kundin/einem Kunden am 10.07.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Klappentext Mit Anfang dreißig kehrt Amy Liptrot zurück an den Ort ihrer Kindheit: die rauen und abgelegenen Orkneyinseln. Hier beginnt sie nach zehn Jahren Alkohol und Drogen wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Und sie erlebt, wie die einzigartige Natur ihr hilft, ihr Leben für sich zurückzugewinnen. meine Meinung... Klappentext Mit Anfang dreißig kehrt Amy Liptrot zurück an den Ort ihrer Kindheit: die rauen und abgelegenen Orkneyinseln. Hier beginnt sie nach zehn Jahren Alkohol und Drogen wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Und sie erlebt, wie die einzigartige Natur ihr hilft, ihr Leben für sich zurückzugewinnen. meine Meinung Das Buch habe ich erstens wegen dem Cover angefragt und von einem Coverkauf wurde ich noch nie enttäuscht. Dann kam das Buch an und ich habe den Klappentext gelesen und ich dachte mir, ok was hast du dir da eingebrockt? Aber ich habe mir unnötig Gedanken gemacht und darüber gegrübelt, was es mit diesem Buch auf sich hat. Es lag sehr lange auf meinem SuB und ich habe mich lange nicht getraut es zu lesen, weil ich mir geschworen habe nie wieder eine schlechte Rezension zu veröffentlichen. Aber was soll ich sagen? Ich habe wohl eines der wunderschönsten Geschichten gelesen und eine Autorin auf der Reise zu sich selbst begleitet. Amy Liptrot erzählt über ihre eigene Vergangenheit und ihr Alkoholproblem und wie sie es geschafft hat dieses zu überwinden und eines Tages wieder an den Ort ihrer Kindheit zurückzukehren. Sie erzählt diese Geschichte mit sehr viel Gefühl und somit bekommt man als Leser selbst das Gefühl mit ihr diesen Weg zu gehen. Mir hat besonders ihre Ehrlichkeit gefallen und diese Gefühle, die sie mit diesem Buch herüberbringen konnte. Manchmal hat mir der Zusammenhang gefehlt und der Hintergrund, aber dennoch eine Leseempfehlung. Es war auch meine erste Autobiographie, die ich je gelesen habe und sie hat mich echt überwältigt. Ich dachte immer, was interessiert mich das Leben anderer, abgesehen von meinen Freundinnen, aber diese Leben hat mich echt berührt. meine Lieblingszitate "Am schönsten sind die Ostwinde - wenn der Wind gegen die Strömung anbläst und von den Wellen ein feiner Sprühnebel aufsteigt, der im Sonnenlicht glitzert." (Seite 16) "Ich bin stärker als du." (Seite 16) Dieses letzte Zitat versuche ich mir nun zum Lebensmotto zu machen, denn ich denke so oft darüber nach, wie schwach ich bin und wie wenig ich für andere wert bin. Aber ich habe durch dieses Buch verstanden, dass in erster Linie man selbst mit sich zufrieden sein soll und dann kommen die Anderen. Die Tatsache, dass das Buch aus einer Produktplatzierung stammt, hat nichts mit meiner Kritik und Bewertung zu tun. Die Kritik und Bewertung richtet sich an meinen subjektiven Leseeindruck. zum Buch

Wirklich gut
von einer Kundin/einem Kunden am 11.12.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Meine Meinung: Bei diesem Roman hat mich vor allem das große erzählerische Talent der Autorin begeistert. Sie hat einen tollen Entwicklungsroman erschaffen. Ihre Protagonistin wirkt über alle Maßen realistisch. Die Alkoholabstürze wirken detailliert obgleich die Autorin beabsichtigt nicht alles preisgeben will, was währendde... Meine Meinung: Bei diesem Roman hat mich vor allem das große erzählerische Talent der Autorin begeistert. Sie hat einen tollen Entwicklungsroman erschaffen. Ihre Protagonistin wirkt über alle Maßen realistisch. Die Alkoholabstürze wirken detailliert obgleich die Autorin beabsichtigt nicht alles preisgeben will, was währenddessen passiert ist. Sie setzt die Alkoholkrankheit und die daraus resultierenden Abstürzen gekonnt in Kontrast zu der Flora und Fauna der Islands. Der Leser bekommt ein ganz tolles und vor allem erzählerisch gekonnt geschildertes Bild präsentiert. Hier bemerkt man welche Macht Wort haben und welche Bilder sie entstehen lassen können ohne, dass man als Leser selbst je dort war. Der Entzug wird in all seinen schrecklichen Einzelheiten durchlebt. Die Autorin schildert hier autobiografisch ihren Leidensweg und ist dabei schonungslos ehrlich. Es ist keine leichte Kost. Auch ist es noch lange keine Selbstverständlichkeit, dass man so offen mit seinen eigenen Fehlern umgeht und über seine Probleme schreibt. Dieses Buch hat mich ob seiner drastischen Gegensätze beeindruckt. Es war abseits meiner Lesegewohnheiten aber genau das muss ich öfter machen. Ein tolles Buch, lediglich hätte ich mir ein wenig flüssigeren Schreibstil gewünscht, sodass es sich flotter lesen ließe.


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