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Schnelles Lesen, langsames Lesen

Warum wir das Bücherlesen nicht verlernen dürfen

Maryanne Wolf

(6)
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Beschreibung


Was wir verlieren, wenn wir keine gedruckten Bücher mehr lesen

Bücherlesen ist kein exzentrisches Hobby. Smartphones, E-Reader, Tablets sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken, und es hat keinen Sinn, sich die Zeit ohne digitale Medien zurückzuwünschen. Maryanne Wolf macht jedoch deutlich, dass wir zwar nicht der völligen digitalen Demenz anheimfallen, wenn wir vor allem über digitale Kanäle Informationen und Unterhaltung konsumieren, dass wir aber enorm viel verlieren, wenn wir daneben nicht von klein auf lernen, gedruckte Bücher zu lesen. Unser Gehirn reagiert anders, verarbeitet anders und bildet andere Strukturen aus als beim digitalen Lesen. Für unsere offene, demokratische Gesellschaft so wichtige menschliche Fähigkeiten wie das Erfassen, Analysieren, Durchdenken komplexer Zusammenhänge sowie Empathie drohen zu verkümmern. Kurz gesagt: Erst das Lesen gedruckter Bücher macht uns zu ganzen Menschen.

Maryanne Wolf ist Professorin für kindliche Entwicklung, Kognitions- und Literaturwissenschaftlerin. Sie beschäftigt sich vor allem mit den Zusammenhängen zwischen dem Gehirn und dem Lesen sowie Leseschwächen. Sie forscht und lehrt an der Tufts University in Massachusetts und an der University of California in Los Angeles. Für ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet. Auf Deutsch erschien von ihr zuvor „Das lesende Gehirn“ (2009).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 22.04.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-328-60099-2
Verlag Penguin
Maße (L/B/H) 22,1/14,7/3 cm
Gewicht 512 g
Originaltitel Reader, Come Home. The Reading Brain in a Digital World
Abbildungen schwarz-weiss Illustrationen
Übersetzer Susanne Kuhlmann-Krieg
Verkaufsrang 194427

Buchhändler-Empfehlungen

Agata Jankowski, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Pure Achtsamkeit und neurologische Nice-To-Knows.

Es gibt zwei Arten des Lesens...

André Pingel, Thalia-Buchhandlung Bremen

„Wir Menschen sind keine geborenen Leser.“ (S. 10) Laut aktuellen Zahlen gibt es in Deutschland fast 30 Millionen aktive Buchkäufer und somit hoffentlich auch Leser. Ausgenommen davon sind Schulbücher und Fachbücher, hier geht es also nur um Unterhaltung. Bei fast 83 Millionen Menschen, die in Deutschland leben, sind es immerhin 36 Prozent, die aktiv und regelmäßig zum Buch greifen, aber das ist immer noch zu wenig! Der Mensch ist zwar kein geborener Leser, aber er kann es lernen und es wird sein Leben bereichern. Maryanne Wolf ist Professorin für kindliche Entwicklung, Kognitions- und Literaturwissenschaftlerin und hat sich sehr stark mit den Zusammenhängen zwischen dem Gehirn und dem Lesen sowie Leseschwächen befasst. Nun hat ihr Buch „Schnelles Lesen, langsames Lesen“ das Licht der Welt erblickt und fasst ihre Gedanken zum Lesen und der Evolution des lesenden Gehirns in insgesamt neun Briefen zusammen, die Sie an die Leser richtet. Bücher dienen dazu, in fremde Welten abzutauchen. Man versteckt sich zusammen mit Bastian Balthasar Bux auf dem Dachboden und taucht in die unendliche Geschichte ab, man segelt mit Jim Hawkins zur Schatzinsel oder man verbringt sein Schuljahr in Hogwarts an der Seite von Harry Potter, Hermine Granger und Ron Weasley. Das sind nur drei Beispiele aus einem unendlichen Fundus an Geschichten, denn die Welt der Bücher ist nahezu grenzenlos und beflügelt die Fantasie ihrer Entdecker. Lesen hat laut Maryanne Wolf die Macht „das Leben eines Menschen tiefgreifend zu verändern“ (S. 14) und dieser These stimme ich komplett zu. Wir leben in einem digitalen Zeitalter und müssen akzeptieren, dass sich der Konsum der Menschen verändert hat. Nachrichten werden kurz und knapp gefasst, werden dadurch unserer komplexen Wirklichkeit aber nicht mehr gerecht. Man twittert mit wenigen Worten, man schreibt kurze WhatsApp-Nachrichten (oder schickt lieber gleich eine Sprachnachricht) und konsumiert seine Nachrichten über Schlagzeilen und knappe Texte. Wann hat man sich das letzte Mal Zeit genommen, um sich wirklich mit einem Text zu befassen? „Sie müssen nur einmal sich selbst beobachten. Vielleicht ist ihnen bereits aufgefallen, dass sich die Beschaffenheit ihrer Aufmerksamkeit verändert, je mehr Sie auf den Bildschirmen und digitalen Geräten unterwegs sind.“ (S. 10) Die Kritik am digitalen Konsum ist zwar berechtigt, die Autorin macht allerdings klar, dass sie sich nicht als Feind der digitalen Revolution sieht. Man sollte den Einfluss der verschiedenen Medien jedoch genau untersuchen und das engagierte und intensive Lesen darf dabei auch im digitalen Zeitalter nicht auf der Strecke bleiben, denn es ist und bleibt wichtig. Es ist zwar auch wichtig, dass sich junge Leser die kognitiven Fähigkeiten aneignen, die für den Umgang mit digitalen Medien notwendig sind, dabei sollte aber der etwas langwierige kognitive Prozess nicht in den Hintergrund geraten, den das gedruckte Medium uns abverlangt, denn „die komplexen Prozesse, die der Einsicht und Reflexion im Gehirn eines versierten Lesers zugrunde liegen, sind unser bestes Gegenmittel gegen die kognitiven und emotionalen Veränderungen, die sich durch die vielschichtigen, unser Leben intensivierenden Entwicklungen des digitalen Zeitalters ergeben werden.“ (s. 24) Der Mensch muss in Zukunft zwei Arten des Lesens lernen, nämlich das langsame und vertiefte, aber auch das schnelle und digitale. Ein absolut wundervolles Buch, dass mit seinem Ton und der gewählten Briefform, dazu einlädt mitzudenken und zu diskutieren, seine Leser aber auch dazu bringt, sich mal wieder völlig in das nächste Buch fallen zu lassen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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0
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von einer Kundin/einem Kunden aus Oberhausen am 24.05.2019
Bewertet: anderes Format

Konzentriert & fokussiert zu lesen ist in unserer heutigen schnelllebigen Zeit nicht gerade einfach. Sowohl schnell als auch langsam Lesen haben ihre jeweiligen Vor- & Nachteile.

Ausgezeichnet
von einer Kundin/einem Kunden aus Romanshorn am 08.05.2019

Wissenschaftlich fundiert und sehr anschaulich auch für Laien wird beschrieben, welche Vorgänge sich im Gehirn beim Lesen abspielen, welche Bedeutung das Lesen für unsere (demokratische) Kultur hat; welche kulturelle Errungenschaft das Lesen ist, und dass wir uns dieses unbedingt bewahren müssen - spannend für alle, die auch mit... Wissenschaftlich fundiert und sehr anschaulich auch für Laien wird beschrieben, welche Vorgänge sich im Gehirn beim Lesen abspielen, welche Bedeutung das Lesen für unsere (demokratische) Kultur hat; welche kulturelle Errungenschaft das Lesen ist, und dass wir uns dieses unbedingt bewahren müssen - spannend für alle, die auch mit Kindern und Jugendlichen arbeiten!

Warum wir das Bücherlesen nicht verlernen dürfen
von einer Kundin/einem Kunden am 05.05.2019

Welchen besonderen Wert hat das Lesen von gedruckten Büchern, angesichts der Tatsache, dass immer mehr auf digitalen Medien gelesen wird, die durch vielerlei Ablenkung und den schnellen Wechsel zwischen unterschiedlichen Aufgaben unsere Aufmerksamkeit splitten? Welche Bedeutung hat diese Entwicklung für den Erwerb von fundiertem... Welchen besonderen Wert hat das Lesen von gedruckten Büchern, angesichts der Tatsache, dass immer mehr auf digitalen Medien gelesen wird, die durch vielerlei Ablenkung und den schnellen Wechsel zwischen unterschiedlichen Aufgaben unsere Aufmerksamkeit splitten? Welche Bedeutung hat diese Entwicklung für den Erwerb von fundiertem Wissen als Voraussetzung für einen adäquaten und erfolgreichen Umgang mit den Problemstellungen in unserer komplexen Welt? Trägt die Digitalisierung dazu bei, dass sich unsere Konzentration bei Lesen längerer, schwieriger Texte verabschiedet? „Ich mache mir Sorgen, dass das Ausmaß an Unterbrechungen, die unerhörte Geschwindigkeit der Information … tatsächlich die Wahrnehmung verändern. Sie stehen tieferem Nachdenken im Wege.“ Erick Schmidt, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Google „Um zu lesen, bedürfen wir einer bestimmten Art von Ruhe …, die in unserer vernetzten Gesellschaft zunehmend rarer zu werden scheint …, es ist nicht [mehr] die innere Einkehr, die wir begehren, sondern eine seltsame Form der Zerstreuug, Zerstreuung, die sich als Durchblick bemäntelt. In einer solchen Umgebung muss Wissen der Illusion zum Opfer fallen, wenn auch einer Illusion, die zutiefst verführerisch anmutet mit ihrer Verheißung, dass Geschwindigkeit uns Erleuchtung bringt, dass es wichtiger sei zu reagieren, als gründlich nachzudenken … Lesen ist ein Akt der inneren Einkehr …, ein Akt des Widerstands in einer Landschaft voller Zerstreuungen ...“ David Ulin, The Lost Art of Reading

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