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In Gesellschaft kleiner Bomben

Roman

CulturBooks Verlag

Karan Mahajan

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Beschreibung

Auf einem Marktplatz in Delhi explodiert eine Bombe. Eine der vielen kleinen, die von der Welt kaum beachtet werden – und tötet die Khurana-Brüder. Ihr zwölfjähriger Freund Mansoor überlebt, doch der Anschlag hinterlässt Spuren an Körper und Seele. Jahre später lernt Mansoor den Aktivisten Ayub kennen und seine Suche nach einem Platz im Leben nimmt immer radikalere Formen an. Wie Druckwellen einer Explosion folgt der Roman den Lebensläufen von Opfern, Angehörigen und Tätern und beantwortet die wichtigsten Fragen unserer Zeit: Was macht Terrorismus mit uns? Und wie werden Menschen zu Terroristen?

"Eins der 25 wichtigsten Bücher der Saison." Spiegel-Online

Karan Mahajan, 1984 geboren, wuchs in Neu-Delhi auf und studierte an der Stanford University und dem Michener Center for Writers. Heute lebt in Austin, Texas. Er steht auf Grantas Liste der »Best Young American Novelists« 2017 und schreibt für New York Times, New Yorker und Wall Street Journal.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 08.04.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71776-7
Verlag btb
Maße (L/B/H) 18,8/11,9/3 cm
Gewicht 293 g
Originaltitel The Association of Small Bombs
Abbildungen 1 schwarz-weiße Abbildungen
Übersetzer Zoë Beck

Buchhändler-Empfehlungen

Über die Nachwirkungen einer Bombe.

Sophie Weigand, Thalia-Buchhandlung Lübeck

Was treibt junge Menschen in den Terror? Karan Mahajan lässt seine Geschichte mit der Explosion einer Bombe auf einem belebten Marktplatz im Indien der Neunzigerjahre beginnen. Sechs Tage vor dem Attentat ist die hindu-nationalistische BJP mit knapper Mehrheit an die Macht gekommen. Sie predigt schon lange die Vorherrschaft der Hindus in Indien und befeuert Ressentiments, insbesondere gegen die muslimische Bevölkerung. Es ist eine politische Konstellation, die, trotz der zeitlichen und räumlichen Distanz zur Romanhandlung, Parallelen zu heutigen Debatten erlaubt, ja geradezu erzwingt. Auch daraus bezieht der Roman seine drängende Aktualität. Mahajan fächert im Zuge des Erzählens die vielschichtigen Folgen des Attentats für die mehr oder weniger direkt Beteiligten auf. Er folgt zwei Opferfamilien, in denen die Bombe des Attentats als zersetzende Kraft noch Jahre später Wirkung entfaltet, ebenso wie den Terroristen, die sich u.a. aus der „Jammu and Kashmir Islamic Force“ rekrutieren, einer radikal-separatistischen Befreiungsbewegung im nepalesischen Exil. Die jungen Männer kämpfen für die Unabhängigkeit Kaschmirs von Indien. Beide Stränge verknotet Mahajan schließlich durch den jungen Mansoor, der das Bombenattentat als Zwölfjähriger überlebt hat. Er trägt Verletzungen der Hand davon, die ihn langfristig in seiner Berufswahl als Programmierer behindern. Seine Eltern können sein Studium in Amerika nicht mehr finanzieren, und seine körperlichen Schmerzen lassen langes Arbeiten am Computer nicht mehr zu. Mansoor ist haltlos, trifft auf religiöse und politische Eiferer, wählt den falschen Ausweg. In wiederkehrenden Perspektivwechseln zeichnet Mahajan nicht nur mit psychologischer Präzision seine Figuren, er lässt auch in farbenprächtigen, kraftvollen Bildern Delhi als indische Metropole auferstehen. Es ist ein Ort flirrender Hitze, staubiger Straßen, greller Farben, bevölkert von Unmengen an Menschen. Mahajans klarer, bestechend feinsinniger Erzählton ist frei von Plattitüden und den weithin bekannten Narrativen im Zusammenhang mit Terrorismus. Er versucht, eine Entwicklung nachzuzeichnen, den Krater darzustellen, den die Bombe im Leben vieler weit über ihre Explosion hinaus reißt. Er will sehen, wie sich Strukturen verändern, Lebenswege verschieben. Das ist ihm mit "In Gesellschaft kleiner Bomben" eindrucksvoll gelungen. Er fügt den harten Dichotomien, in denen wir zu denken gewohnt sind, wichtige Nuancen hinzu.

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