Warenkorb
 

Conquistadoren und Azteken

Cortés und die Eroberung Mexikos

Weitere Formate

gebundene Ausgabe
"Die Zahl der unglücklichen Einwohner ist erheblich zurückgegangen."

Pietro Martire d'Anghiera (1530)

Vor 500 Jahren landete unter dem Oberbefehl des spanischen Hidalgos Hérnan Cortés eine Flottille an der Küste von Yucatán. Lautete das Ziel der Expedition offiziell, für den christlichen Glauben zu missionieren, so wussten doch alle Beteiligten, dass es in erster Linie um Gold und die Jagd auf Sklaven ging.

Dass ein paar Hundert Spanier das Aztekenreich zerstörten - eine hoch entwickelte, jahrhundertealte Kultur -, ist eine alte Weisheit, die ausgedient hat. Denn die Conquistadoren, denen jedes Mittel recht war, Gewinn zu machen, siegten nicht alleine. Sie trafen auf Gruppen wie die Tlaxcalteken, die unter der Vorherrschaft der Azteken litten und bereit waren, mit den Fremden Allianzen zum Sturz des alten Feindes einzugehen. Zudem profitierten die Eroberer von den aus Europa eingeschleppten Krankheiten, die die Einheimischen zu Tausenden dahinrafften.So bietet diese neue Darstellung der Eroberung Mexikos in den Jahren 1519 bis 1521 nicht nur spannende Schilderungen dramatischer Ereignisse - beispielsweise den Fall Tenochtitlans oder die Flucht der Eroberer in der
noche triste - , sondern stellt auch die Protagonisten auf beiden Seiten, ihre Diplomatie und ihre Kämpfe dar.
Portrait
Stefan Rinke lehrt als Professor für Geschichte Lateinamerikas am Lateinamerika-Institut und am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin.

… weiterlesen
  • Artikelbild-0
  • Inhalt

    Vorwort

    1 Einleitung

    2 Aufbruch in die Neue Welt

    3 Die Expedition beginnt

    4 Die Welt der Azteken

    5 Totonacapan

    6 Tlaxcala

    7 Tenochtitlan

    8 Krieg und Zerstörung

    9 Endlose Conquista

    10 Das Erbe der Conquista

    11 Schlussbetrachtung

    Anhang

    Anmerkungen

    Quellen- und Literaturverzeichnis

    Glossar

    Bildnachweis

    Personenregister

    Kartenverzeichnis

    Karte 1 Die Karibik 1492-1519 .

    Karte 2 Die Fahrten von Hernández de Córdoba und Juan de Grijalva (1517 und 1518)

    Karte 3 Die Fahrt von Cortés bis Potonchán

    Karte 4 Das Tal von Mexiko um 1519

    Karte 5 Expansion des Aztekenreichs (1427-1515)

    Karte 6 Der Zug nach Tenochtitlan 1519

    Karte 7 Tal von Tlaxcala

    Karte 8 Tenochtitlan 1519
    Karte 9 Die Flucht nach Tlaxcala

    Karte 10 Feldzüge im Tal von Mexiko 1521

    Karte 11 Expansionen 1521

In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 399
Erscheinungsdatum 25.01.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-73399-4
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 22,1/15,1/3,2 cm
Gewicht 634 g
Abbildungen mit 27 Abbildungen und 11 Karten
Auflage 1
Verkaufsrang 33991
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
28,00
28,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?

Buchhändler-Empfehlungen

Reise in das Reich des Jaguars

Matthias Preuschoff, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Etwa 500 Jahre ist es her, dass Hernan Cortez und andere Glücksritter im Namen Ihrer Herrscher die Regionen vom heutigen Mexiko bis Patagonien eroberten. Die damalige Geschichtsschreibung verklärte diesen Schritt zu einem Siegeszug, bei dem das Christentum unzivilisierten Wilden den "wahren Glauben" sowie den kulturellen Fortschritt brachte. Was für heutige Leser antiquiert klingen mag findet sich bis weit ins 20. Jahrhundert noch in vielen historischen Werken zu dem Thema "Entdeckung Amerikas",weshalb ein neues Werk über die Unterwerfung der Völker Mittel- und Südamerikas wichtig ist. Der Autor beschäftigt sich intensiv mit den Bevölkerungen der Regionen in denen es zu Kontakt zwischen Europäern und "Amerikanern" kam und zeigt, dass diese Regionen kulturell mit Europa durchaus auf Augenhöhe standen. Ohne die Rivalitäten der heimischen Machthaber hätte Cortez es nie geschafft ein so riesiges Reich wie das der Azteken zu erobern. Das er hierbei diplomatisch geschickt vorging und generell ein guter Taktiker war streitet der Autor nicht ab, aber auch die rohe Gewalt mit der vorgegangen wird beschreibt das Buch eindringlich. Wer die unverblümte Geschichte Mittel- und Südamerikas nach dem ersten Kontakt mit Europa verstehen will, sowie einen Einblick in die Reiche der Maja und Azteken erhaschen möchte, der muss dieses Buch unbedingt lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
3
1
0
0
0

die zwei Seiten der Medaille
von einer Kundin/einem Kunden am 10.06.2019

Wird die Eroberung Mesoamerikas durch die Spanier zum Thema, so driftet die Diskussion in den meisten Fällen hin zu einem von zwei Erzählsträngen: die Conquista als glorreicher Abenteuerfeldzug einer kleinen Gruppe von Pionieren, oder als grausamer Feldzug von goldsüchtigen europäischen Tyrannen, gegen die die naiven Indigenen k... Wird die Eroberung Mesoamerikas durch die Spanier zum Thema, so driftet die Diskussion in den meisten Fällen hin zu einem von zwei Erzählsträngen: die Conquista als glorreicher Abenteuerfeldzug einer kleinen Gruppe von Pionieren, oder als grausamer Feldzug von goldsüchtigen europäischen Tyrannen, gegen die die naiven Indigenen keinerlei Chance gehabt hätten. Beide Darstellungen beinhalten ein Stück Wahrheit, und doch stimmt beides nicht. Stefan Rinke stellt in diesem wunderbaren Buch so einiges richtig. Denn ohne die Mithilfe zahlloser indigener Verbündeter hätten die Spanier nie an Boden gewinnen können. Der Autor bezieht sich in seiner Rekonstruktion der Ereignisse sowohl auf spanische wie auch indigene Quellen, sowie die neuesten Forschungsergebnisse. Diese lassen auf eine weitaus differenziertere und komplexere Entwicklung schließen, als bisher allgemein angenommen. Besonders wird betont, dass sich die verschiedenen indigenen Stämme Mesoamerikas nicht so einfach in eine hilflose Opferrolle drängen lassen, gehörten ausgeklügelte Kampftaktiken und Täuschungsmanöver doch schon lange vor der Ankunft der Spanier zum militärischen Repertoire der Stammesführer, und gegenseitige Eroberungen und Unterwerfungen hatten eine lange Tradition. So entsteht ein angenehm entromantisierter Blick auf dieses einschneidende geschichtliche Ereignis, und nebenbei erfährt man zahlreiche spannende Details über die vorspanischen Völker und Kulturen Mesoamerikas. Ein ungemein lesenswertes Buch.

Zusammenstoß zweier Welten
von einer Kundin/einem Kunden am 01.03.2019

Vor 500 Jahren betraten die spanischen Conquistadoren unter der Führung von Hernán Cortés den Boden der Halbinsel Yukatan. Folgt man deren Aufzeichnungen, so unterwarf dieser kleine Haufen fast im Alleingang das mächtige Reich der Azteken und legte den Grundstein zu einem Kolonialreich, welches Jahrhunderte überdauerte. Stefan R... Vor 500 Jahren betraten die spanischen Conquistadoren unter der Führung von Hernán Cortés den Boden der Halbinsel Yukatan. Folgt man deren Aufzeichnungen, so unterwarf dieser kleine Haufen fast im Alleingang das mächtige Reich der Azteken und legte den Grundstein zu einem Kolonialreich, welches Jahrhunderte überdauerte. Stefan Rinke stellt in seinem hervorragenden Buch ein differenziertes Bild Mesoamerikas vor. Die Handlungen der indigenen Völker als auch der europäischen Eindringlinge werden in den Kontext der lokalen Verhältnisse gestellt, so ergibt sich ein neues, anderes Bild dieser Ereignisse.

Die gekaperte Rebellion
von S.A.W aus Salzburg am 05.02.2019

Die größte Zivilisationskatastrophe war die Entdeckung Amerikas, jedenfalls aus der Sicht der Indianer. Von denen gab es im Jahr 1492 80 Millionen, ihre Städte waren größer, ihre Feldfrüchte nahrhafter als alles, was es in der alten Welt gab. Tenochtitilan hatte 100.000 Einwohner, mehr als Paris, allein im Tal von Mexiko lebte... Die größte Zivilisationskatastrophe war die Entdeckung Amerikas, jedenfalls aus der Sicht der Indianer. Von denen gab es im Jahr 1492 80 Millionen, ihre Städte waren größer, ihre Feldfrüchte nahrhafter als alles, was es in der alten Welt gab. Tenochtitilan hatte 100.000 Einwohner, mehr als Paris, allein im Tal von Mexiko lebten 2 Millionen Indigene. Rinke geht nochmals alle Quellen zur Eroberung Mexikos durch. Die Gier der Spanier, die bereits alle Kariben versklavt hatten, vermutete Gold bei Mayas und Azteken. Cortes zettelte einen Aufstand gegen die Azteken an und setzte sich an die Spitze der Rebellion. Indianische Verbündete zerstörten die Hauptstadt, danach eroberten die Spanier ganz Mexiko, indem sie weiterhin die Stämme gegeneinander ausspielten. 90 % der Indianer starben innerhalb von 30 Jahren an Pocken, Grippe und Masern, gegen die das Immunsystem der Indigenen machtlos war. So konnten sie sich nicht dagegen wehren, dass die Spanier sie durch das System der Encomiendas allmählich versklavten. Europäische Landwirtschaft mit Pflug und Pferden führte zur Bodenerosion und Hunger. Rinke zerstört alle Hagiographien über die zivilisatorische Überlegenheit der Spanier. Die von Cortes kolportierten glorreichen Siege für das Christentum entpuppen sich als Massaker ohne jede Skrupel. Die Priester zerstören alle Zeugnisse der mexikanischen Kultur, vor allem alle auf Rindenpapier geschriebenen Bücher. Der Kriegsverlauf ist nichts Neues, seine Interpretation aber wohl. Rüdiger Opelt, Autor von „Deutschland gewinnt den Krieg“