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Conquistadoren und Azteken

Cortés und die Eroberung Mexikos

Stefan Rinke

(8)
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Beschreibung

"Die Zahl der unglücklichen Einwohner ist erheblich zurückgegangen."

Pietro Martire d'Anghiera (1530)

Vor 500 Jahren landete unter dem Oberbefehl des spanischen Hidalgos Hérnan Cortés eine Flottille an der Küste von Yucatán. Lautete das Ziel der Expedition offiziell, für den christlichen Glauben zu missionieren, so wussten doch alle Beteiligten, dass es in erster Linie um Gold und die Jagd auf Sklaven ging.

Dass ein paar Hundert Spanier das Aztekenreich zerstörten - eine hoch entwickelte, jahrhundertealte Kultur -, ist eine alte Weisheit, die ausgedient hat. Denn die Conquistadoren, denen jedes Mittel recht war, Gewinn zu machen, siegten nicht alleine. Sie trafen auf Gruppen wie die Tlaxcalteken, die unter der Vorherrschaft der Azteken litten und bereit waren, mit den Fremden Allianzen zum Sturz des alten Feindes einzugehen. Zudem profitierten die Eroberer von den aus Europa eingeschleppten Krankheiten, die die Einheimischen zu Tausenden dahinrafften.So bietet diese neue Darstellung der Eroberung Mexikos in den Jahren 1519 bis 1521 nicht nur spannende Schilderungen dramatischer Ereignisse - beispielsweise den Fall Tenochtitlans oder die Flucht der Eroberer in der
noche triste - , sondern stellt auch die Protagonisten auf beiden Seiten, ihre Diplomatie und ihre Kämpfe dar.

Stefan Rinke lehrt als Professor für Geschichte Lateinamerikas am Lateinamerika-Institut und am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 399
Erscheinungsdatum 25.01.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-73399-4
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 22,4/15,3/3,3 cm
Gewicht 636 g
Abbildungen mit 27 Abbildungen und 11 Karten
Auflage 1

Buchhändler-Empfehlungen

Kevin Beckmann, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Toll recherchiert und grandios erzählt, ist dieses Werk zur Eroberung des Azteken-Reichs alles, was ein gutes Sachbuch sein muss. Eine gute Möglichkeit, um über den Tellerrand der westlichen Geschichtsschreibung hinauszublicken.

Reise in das Reich des Jaguars

Matthias Preuschoff, Thalia-Buchhandlung Köln

Etwa 500 Jahre ist es her, dass Hernan Cortez und andere Glücksritter im Namen Ihrer Herrscher die Regionen vom heutigen Mexiko bis Patagonien eroberten. Die damalige Geschichtsschreibung verklärte diesen Schritt zu einem Siegeszug, bei dem das Christentum unzivilisierten Wilden den "wahren Glauben" sowie den kulturellen Fortschritt brachte. Was für heutige Leser antiquiert klingen mag findet sich bis weit ins 20. Jahrhundert noch in vielen historischen Werken zu dem Thema "Entdeckung Amerikas",weshalb ein neues Werk über die Unterwerfung der Völker Mittel- und Südamerikas wichtig ist. Der Autor beschäftigt sich intensiv mit den Bevölkerungen der Regionen in denen es zu Kontakt zwischen Europäern und "Amerikanern" kam und zeigt, dass diese Regionen kulturell mit Europa durchaus auf Augenhöhe standen. Ohne die Rivalitäten der heimischen Machthaber hätte Cortez es nie geschafft ein so riesiges Reich wie das der Azteken zu erobern. Das er hierbei diplomatisch geschickt vorging und generell ein guter Taktiker war streitet der Autor nicht ab, aber auch die rohe Gewalt mit der vorgegangen wird beschreibt das Buch eindringlich. Wer die unverblümte Geschichte Mittel- und Südamerikas nach dem ersten Kontakt mit Europa verstehen will, sowie einen Einblick in die Reiche der Maja und Azteken erhaschen möchte, der muss dieses Buch unbedingt lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
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befriedigend
von einer Kundin/einem Kunden aus Hürtgenwald am 15.08.2020

Ich bin ein großer Freund der Geschichte. Bereits im jungen Alter wurde in mir durch Vater und großen Bruder das Interesse an der Geschichte geweckt und in der Schule nahm ich am Geschichte -Leistungskurs teil. Auch historische Romane interessieren mich sehr. Ich möchte diese Bewertung also aus der Perspektive eines "Viellese... Ich bin ein großer Freund der Geschichte. Bereits im jungen Alter wurde in mir durch Vater und großen Bruder das Interesse an der Geschichte geweckt und in der Schule nahm ich am Geschichte -Leistungskurs teil. Auch historische Romane interessieren mich sehr. Ich möchte diese Bewertung also aus der Perspektive eines "Viellesers" durchführen. Das Thema der Konquistadoren an sich birgt schon ein erhebliches Spannungspotential. Man bedenke den Anblick, der sich den Spaniern zeigte, als sie das erste Mal Tenochtitlan, die aztekische Hauptstadt sahen, die von ihrer Infrastruktur her besser aufgestellt war, als alle was europäische Städte damals zu bieten hatten. Aus diesem Interesse an der Geschichte der Azteken heraus stieß ich auf dieses Buch und kaufte es auch aufgrund der hervorragenden Bewertungen anderer Leser. Anders als diese Bewerter, komme ich jedoch zum Fazit, dass das Buch nur als zufriedenstellend bewertet wird. Es gelingt dem Autor nicht wirklich ein Geschichtsbuch zu schreiben, welches der Spannung und dem Reiz des Themas gerecht wird. Gewiss werden geschichtliche Fakten und Zusammenhänge geliefert, aber der Funke sprang bei mir als Leser nicht wirklich über. Dies begann schon bei der Einleitung die fast hochwissenschaftlich anmutet. Die ständige Aneinanderreihung von Namen unterschiedlichster Protagonisten trägt wenig zur guten Leserlichkeit bei. Ein Beispiel dafür, wie man ein spannendes nonfiktionales Geschichtbuch schreiben kann, ist für mich das Buch 1812, des polnischen Autors Adam Zamoyski, welches Napoleons Feldzug in Russland beschreibt. Dieses Buch habe ich in einem einwöchigen Urlaub in Norddeich in einer Woche durchgelesen. Wer am Thema Azteken wirklich interessiert ist, dem empfehle ich den Roman : "Der Azteke" von Gerry Jennings. Dieses Buch lässt einen in die Welt der Azteken eintauchen. Es ist dabei hervorragend recherchiert und sehr spannend. Auch die Eroberung durch Cortez kommt darin natürlich vor.

Ein detailreiches und spannendes Buch zur Eroberung des Azteken Reiches
von einer Kundin/einem Kunden am 02.12.2019

Stefan Rinke, Professor für die Geschichte Lateinamerikas in Berlin, hat ein detailreiches und spannendes Buch zur Eroberung des Azteken Reiches durch die spanischen Conquistadoren geschrieben. Es räumt mit vielen Mythen auf, die das militärische Geschick der Spanier betrifft. Zwar weist er auch auf den Beitrag hin, den die eing... Stefan Rinke, Professor für die Geschichte Lateinamerikas in Berlin, hat ein detailreiches und spannendes Buch zur Eroberung des Azteken Reiches durch die spanischen Conquistadoren geschrieben. Es räumt mit vielen Mythen auf, die das militärische Geschick der Spanier betrifft. Zwar weist er auch auf den Beitrag hin, den die eingeschleppten Krankheiten (Bakterien und Viren) auf die Eroberung Mexikos hatten, jedoch liegt die Stärke des Buches auf die materialreiche Beschreibung der sozialen, historischen und politischen Beziehungen und Spannungen innerhalb der unterschiedlichsten Akteuren und zwischen ihnen während der militärischen Auseinandersetzungen. In den Schilderungen Rinkes wird ausführlich die gesellschaftliche und politische Situation der indigenen Reiche und Städte dargestellt, z.B. die der Zapoteken, Mayas und Azteken. Auf der spanischen Seite werden von Rinke hingegen die politischen und persönlichen Intrigen geschildet, die bei weitem keinen unwesentlichen Einfluss auf die Abläufe der historischen Ereignisse hatten. Als Leserin ist man wirklich erstaunt über die differenzierte Beschreibung der einzelnen Handlungsabläufe während der Begegnungen zwischen den „Amerikanern“ und den „Europäern“, wobei er nicht nur auf überlieferte Dokumente der Spanier zurückgreifen konnte, sondern auch auf die ihrer indigenen Gegner und Verbündeten.

die zwei Seiten der Medaille
von einer Kundin/einem Kunden am 10.06.2019

Wird die Eroberung Mesoamerikas durch die Spanier zum Thema, so driftet die Diskussion in den meisten Fällen hin zu einem von zwei Erzählsträngen: die Conquista als glorreicher Abenteuerfeldzug einer kleinen Gruppe von Pionieren, oder als grausamer Feldzug von goldsüchtigen europäischen Tyrannen, gegen die die naiven Indigenen k... Wird die Eroberung Mesoamerikas durch die Spanier zum Thema, so driftet die Diskussion in den meisten Fällen hin zu einem von zwei Erzählsträngen: die Conquista als glorreicher Abenteuerfeldzug einer kleinen Gruppe von Pionieren, oder als grausamer Feldzug von goldsüchtigen europäischen Tyrannen, gegen die die naiven Indigenen keinerlei Chance gehabt hätten. Beide Darstellungen beinhalten ein Stück Wahrheit, und doch stimmt beides nicht. Stefan Rinke stellt in diesem wunderbaren Buch so einiges richtig. Denn ohne die Mithilfe zahlloser indigener Verbündeter hätten die Spanier nie an Boden gewinnen können. Der Autor bezieht sich in seiner Rekonstruktion der Ereignisse sowohl auf spanische wie auch indigene Quellen, sowie die neuesten Forschungsergebnisse. Diese lassen auf eine weitaus differenziertere und komplexere Entwicklung schließen, als bisher allgemein angenommen. Besonders wird betont, dass sich die verschiedenen indigenen Stämme Mesoamerikas nicht so einfach in eine hilflose Opferrolle drängen lassen, gehörten ausgeklügelte Kampftaktiken und Täuschungsmanöver doch schon lange vor der Ankunft der Spanier zum militärischen Repertoire der Stammesführer, und gegenseitige Eroberungen und Unterwerfungen hatten eine lange Tradition. So entsteht ein angenehm entromantisierter Blick auf dieses einschneidende geschichtliche Ereignis, und nebenbei erfährt man zahlreiche spannende Details über die vorspanischen Völker und Kulturen Mesoamerikas. Ein ungemein lesenswertes Buch.


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  • Inhalt

    Vorwort

    1 Einleitung

    2 Aufbruch in die Neue Welt

    3 Die Expedition beginnt

    4 Die Welt der Azteken

    5 Totonacapan

    6 Tlaxcala

    7 Tenochtitlan

    8 Krieg und Zerstörung

    9 Endlose Conquista

    10 Das Erbe der Conquista

    11 Schlussbetrachtung

    Anhang

    Anmerkungen

    Quellen- und Literaturverzeichnis

    Glossar

    Bildnachweis

    Personenregister

    Kartenverzeichnis

    Karte 1 Die Karibik 1492-1519 .

    Karte 2 Die Fahrten von Hernández de Córdoba und Juan de Grijalva (1517 und 1518)

    Karte 3 Die Fahrt von Cortés bis Potonchán

    Karte 4 Das Tal von Mexiko um 1519

    Karte 5 Expansion des Aztekenreichs (1427-1515)

    Karte 6 Der Zug nach Tenochtitlan 1519

    Karte 7 Tal von Tlaxcala

    Karte 8 Tenochtitlan 1519
    Karte 9 Die Flucht nach Tlaxcala

    Karte 10 Feldzüge im Tal von Mexiko 1521

    Karte 11 Expansionen 1521