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Club der Romantiker

oder Das Rätsel um Laureen Mills

Für ein Treffen mit früheren Kommilitonen kehrt Peter Becker nach Oxford zurück. Doch der eigentliche Grund für seine Reise ist Laureen Mills Beerdigung. Als ihre Leiche jetzt, über zwei Jahrzehnte nach ihrem spurlosen Verschwinden, gefunden wird, erwartet niemand mehr ernsthaft die Aufklärung dieses Falles. Zur selben Zeit sind weitere Ehemalige in Oxford, die die College-Bibliothekarin kannten: Louise, Ed, Brandy Jones und der Bischof - allesamt Mitglieder im exklusiven "Club der Romantiker". Inspector Osmer ahnt nichts von der Verbindung der Clubmitglieder zur Toten, und sein Vorgesetzter will, dass der alte und scheinbar unlösbare Fall endlich zu den Akten gelegt wird. Aber der Zufall und ein immer nervöser werdender Ex-Romantiker spielen dem Ermittler und seinem übereifrigen Sergeant in die Hände.
Ein spannender und überraschender Roman vor und hinter den Kulissen des altehrwürdigen Oxford.
Portrait
Frank P. Meyer Jahrgang 1962. Lebt in Primstal und Trier. Er studierte Anglistik, Germanistik und Niederländische Philologie in Trier und Oxford, war danach wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hildesheim und ist heute Leiter der Studienberatung an der Universität Trier.
Nach verschiedenen Veröffentlichungen als literarischer Übersetzer folgten ab 2005 zwei Erzählbände ("Raum 101" und "Es war mir ehrlich gesagt völlig egal"). 2012 erschien sein erster Roman: "Normal passiert da nichts". Der zweite Roman, "Hammelzauber", kam zur Leipziger Buchmesse 2016 heraus.
2012 war Frank P. Meyer Trierer Stadtschreiber. Die während dieser Zeit entstandenen Stadtschreiber-Kolumnen sind 2013 unter dem Titel "Zwangsgeranisierung" erschienen und wurden 2014 mit dem Saar-Hunsrück-Literaturpreis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 430 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.11.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783956021558
Verlag Conte Verlag
Dateigröße 5810 KB
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Kundenbewertungen

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Mörderische Studentenzeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Röhrsdorf am 04.02.2019
Bewertet: Einband: Paperback

Für den aus Deutschland stammenden Peter Becker bedeutet Oxford Flucht aus der Enge der Heimat und Traum-Doktorantenstelle. Er bleibt dann in England als Lehrer und baut sich ein Leben auf. Mehr als zwanzig Jahre später, im Vorfeld eines Ehemaligen Treffens, wird der Leichnam von Lauren Mills, Collage-Bibliothekarin gefunden. Si... Für den aus Deutschland stammenden Peter Becker bedeutet Oxford Flucht aus der Enge der Heimat und Traum-Doktorantenstelle. Er bleibt dann in England als Lehrer und baut sich ein Leben auf. Mehr als zwanzig Jahre später, im Vorfeld eines Ehemaligen Treffens, wird der Leichnam von Lauren Mills, Collage-Bibliothekarin gefunden. Sie war während seiner Studienzeit spurlos verschwunden. Interessanterweise geht Peter Becker zur Beerdigung, obwohl er nicht am selben Collage war wie sie. Auch weitere seiner Kommilitonen kommen zu diesem Treffen und langsam werden die mehr oder weniger offensichtlichen Beziehungen zwischen ihnen (dem Leser) offenbar, zum Beispiel dass die meisten seiner Freunde mit ihm im exklusiven »Club der Romantiker« waren. Und alle kannten sie Lauren Mills. Inspector Osmer und sein Sergeant haben alle Hände voll zu tun, diese mysteriösen Verbindungen aufzudecken. Ein bis zum überraschenden Schluss sehr spannender Krimi mit vielen Fakten zum Collageleben in Oxford und überraschenden Wendungen.

Ein kriminell gutes Lesevergnügen und eine Reise nach Oxford
von einer Kundin/einem Kunden aus Saarbrücken am 04.12.2018
Bewertet: Einband: Paperback

Peter Becker, aufgewachsen im schönen nördlichen Saarland, genauer gesagt in Primstal, der Anfang der 90er Jahre ein Stipendium für Oxford in der Tasche hatte und einen Teil seines eigenen Studiums dort absolvierte, kehrt nach 20 Jahren an seinen Studienort zurück, da es ein Treffen der "Ehemaligengruppe" gibt. Doch seine Reise ... Peter Becker, aufgewachsen im schönen nördlichen Saarland, genauer gesagt in Primstal, der Anfang der 90er Jahre ein Stipendium für Oxford in der Tasche hatte und einen Teil seines eigenen Studiums dort absolvierte, kehrt nach 20 Jahren an seinen Studienort zurück, da es ein Treffen der "Ehemaligengruppe" gibt. Doch seine Reise hat noch einen anderen Grund: Damals verschwand Laureen Mills, eine Bibliothekarin im Univ College, spurlos - ihre Leiche wurde erst jetzt gefunden und die Beisetzung findet in der gleichen Zeit wie das Ehemaligentreffen statt. Obwohl niemand mehr mit der Aufklärung des Falles rechnet, der "Club der Romantiker", in dem damals auch Peter Becker war, längst Geschichte in der Reihe der Clubs und Societys der Studenten im altehrwürdigen Oxford ist, wird im Verlaufe des Romans - der einen sehr gelungenen Genremix zwischen spannendem Unterhaltungsroman und Kriminalroman darstellt - klar, weshalb der Protagonist von zunehmender Nervosität gepackt wird: Gelingt es DCI Osmer und seinem Sergeant Irvine, den Fall von damals doch noch zu lösen? Meine Meinung: Der Roman von Frank P. Meyer hat mich durch stilistische Raffinesse sehr beeindruckt und macht das Lesen wirklich zum Vergnügen: Der Protagonist Peter Becker beschreibt sehr detailreich seine Studienzeit in Oxford. Er soll sich wie alle Studenten um soziale Kontakte bemühen und tritt u.a. dem "Club der Romantiker" bei, eine Gruppe um Louise und Gareth, die englische Klassiker wie Burns, Shelley u.a. mögen und rezitieren. Um über diese Schriftsteller zu "referieren", begibt man sich stets in einen Pub - und auch alle anderen Beschreibungen des Studentenlebens erkennt man getrost wieder, wenn man sie einmal erleben konnte. Mit trockenem Humor wird da von Heilsaufen und Peepshows berichtet, aber auch politische Themen wie der Ausstieg Großbritanniens aus der EU werden (wenn auch am Rande) durchaus nicht ausgespart. Auch Laureen Mills interessiert sich anscheinend für Shelley - aber zugelassen werden nur Studenten, was auf sie nicht zutrifft, da sie Angestellte in der Bibliothek ist: Wird sie es dennoch schaffen, Zugang zum Club zu finden? Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, die genial miteinander verwoben wurden und somit große Spannung erzeugen: Zum einen gibt es die Rückblenden in die gemeinsame Studienzeit 1991, wo man Sergej (der Student, der ebenfalls zuweilen von Heimweh geplagt wird und mit Peter das "Heilsaufen" erfand), Gareth und Louise, ein illustres Pärchen, das kein Abenteuer auslassen mag und gefährlichen Expeditionen durchaus zugetan ist; Branwen Jones, Ed und George Bishop (genannt "die Bischöfe"), Alex und Simon kennenlernt: Sie alle mussten ihre Aufnahmeprüfung bestehen, um in den "Club der Romantiker" aufgenommen zu werden. Und zum anderen gibt es die Gegenwart, in der die "Ehemaligen" von damals sich wiedertreffen und alte Geschichten um den Club wieder "hochkochen" lassen, da der Inspector und sein Sgt. ihre Schnüfflernasen tiefer in den Fall hineinstecken als es dem "Club der Romantiker" lieb sein kann.... Die zeitlichen "Sprünge" sind durch kurze Kapitelabschnitte sehr gelungen und dem Leser gelingt es ohne Probleme, von der Vergangenheit in die Gegenwart und - auch wieder zurück zu springen: Der Roman ist in drei Teile gegliedert, die auch die Trimester umfassen: Michaelmas, Hilary und Trinity. Während der erste Teil des Trimesters vor allem von den Clubmitgliedern handeln, die uns Peter nach und nach vorstellt, wird es im zweiten Teil sehr spannend, bis sich nach zahlreichen ungeahnten Wendungen dann der Plot am Ende erschließt: Man ahnt, dass sowohl DCI Osmer (eine Namensumstellung von Inspector Morse, der nicht nur bei mir, sondern wohl bereits Anfang der 90er Jahre auch bei den Studenten in Oxford einen hohen Beliebtheitsgrad innehatte ;) als auch Sgt. Irvine nicht locker lassen und über genügend detektivisches Gespür verfügen, um eins und das andere zusammenzuzählen... Ich mochte den Protagonisten, der sehr authentisch die studentische Szene und seine Kommilitonen in der Oxford-Zeit beschrieb und besonders Branwen, die (oftmals mit einer Flasche Brandy ausgestattet) stets eine gute Freundin war) sowie Sergej und natürlich "Schieferplatten-Bill", den kauzigen, aber herzerwärmenden Professor und Tutor von Peter Becker; weniger Sympathie empfand ich für eher manipulative Charaktere wie Gaz und Louise. Ganz besonders mochte ich aber den feinen (und trockenen, britischen) Humor des Autors, der mich zuweilen zum Lachen brachte - zumal die "Primstal-Geschichten", die Peter in Oxford zum Besten gab, sehr gut bei den Kommilitonen ankamen und für die Elite-Studenten sicher teilweise wie Storys von einem anderen Stern klangen. Fazit: Eine faszinierende, wirklich sehr vergnüglich zu lesende Roman- und zugleich eine spannende Krimireise ins altehrwürdige Oxford, die ich sehr gerne weiterempfehle. Die große Authentizität war sehr spürbar, da der Autor - wie auch der Protagonist hier - in Oxford einen Teil des Studiums absolvierte und jemand ist, der "weiß, wovon er schreibt". Ich hoffe, von Frank P. Meyer bald wieder Neues lesen zu dürfen! Von mir gibt es 5* und ein 'Jolly good'!! :)

Spannung bis zum Ende und eine Film reife Geschichte aus Oxford.
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am 04.12.2018
Bewertet: Einband: Paperback

Mit einem Leichenfund in Oxford, rollt der Inspektor Osmer einen alten Fall auf. Es handelt sich nämlich um die verschwundene Bibliothekarin, die 24 Jahre als vermisst galt. Was ist damals passiert? Während Osmer ermittelt und bald auf den Club der Romantiker stößt, versammelt sich die alte Truppe in Oxford zu einem Ehemalige... Mit einem Leichenfund in Oxford, rollt der Inspektor Osmer einen alten Fall auf. Es handelt sich nämlich um die verschwundene Bibliothekarin, die 24 Jahre als vermisst galt. Was ist damals passiert? Während Osmer ermittelt und bald auf den Club der Romantiker stößt, versammelt sich die alte Truppe in Oxford zu einem Ehemaligen-treffen. Ein Geheimnis das der Club verschweigt und ein Mordfall den es zu lösen gibt. „Der Club der Romantiker“ hatte schon mit dem Cover meine Interesse geweckt. Der Klappentext hat meine Interesse nur noch gestärkt und ich muss sagen die Reise nach Oxford hat mir sehr gut gefallen. Der Autor hat das Buch in 2 Zeit-ebenen geteilt. Während er die Rückblende aus der Sicht von Peter erzählt, der die Last eines großen Geheimnisses auf sich trägt wird die Gegenwart von der Sicht der Ermittlungen und dem Inspektor uns seinem Partner geschildert. Dadurch hat man beide Zeit-ebenen perfekt getrennt und dem Leser fällt es sehr leicht sie auseinander zu halten. Das hat mir wirklich besonders gut gefallen. Im ersten Abschnitt hatte ich etwas zu kämpfen mit den ganzen begriffen die aus Oxford zu stammen schienen, hab auch einige Male paar Bezeichnungen gegoogelt um herauszufinden das es sich auch oft um Lokale/Bars handelt. Aber dadurch hatte ich alles bildlich vor Augen und konnte mir Oxford sehr gut vorstellen. Obwohl im ersten Abschnitt nicht viel zu passieren scheint, lernt man nach und nach die Charaktere kennen und da jede Person einen eigenen Charakter hat sind sie alle gut auseinander zu halten. Sowas finde ich persönlich immer sehr wichtig wenn es mehrere Protagonisten in der Geschichte gibt. Im zweiten Abschnitt lernt man die Charaktere immer besser kennen und man wird direkt in den Fall mit eingezogen. Die Spannung steigt und man möchte erfahren was damals genau passiert ist. Der Stil des Autors fesselt einen und man möchte gar nicht aufhören zu lesen. Auch der Humor des Autors sickert durch und man bekommt viel Gelegenheit zu schmunzeln. Es gibt im Laufe der ganzen Geschichte immer wieder Handlungen die einzeln nicht wichtig zu sein scheinen doch am Ende zu einem großen Ganzen verschmelzen und beim aufdecken des Falles eine große Rolle spielen. Sehr gut gelungen meiner Meinung nach. Am besten hat mir der 3. Abschnitt gefallen. Ich dachte ich habe den Fall gelöst und plötzlich war ich genauso überrascht wie die Figuren im Buch… Das Blatt hat sich komplett gewendet und die Auflösung des Falles war auf keinen Fall voraussehbar. Was mir besonders gut gefällt ist das man am Ende des Buches zu allen Charakteren seine Meinung hat. Man fühlt bis zum Ende mit und hofft wirklich auf eine Happy End für alle beteiligten und den einen oder andren schließt man mehr ans Herz. Für mich war das nicht nur ein Krimi sondern eine Reise durch Oxford und eine Lebensgeschichte mit kleinen Dramen und Geheimnissen. Die Entwicklung der verschiedenen Charaktere war genauso im Vordergrund wie der Fall selbst. Und beides so spannend zu halten ist wirklich ein Talent das sich sehen lassen kann. Fazit: Frank P. Meyer hat es definitiv geschafft ein Roman zu verfassen mit Spannung bis zum Ende und eine film-reife Geschichte aus Oxford. Ich kann dieses Buch nur aus herzen weiter empfehlen.