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Sternstunden der Bedeutungslosigkeit

Roman

Rocko Schamoni

(9)
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Beschreibung

Der Dorfpunk ist Stadtbewohner geworden, allerdings kein glücklicher. Michael Sonntag ist Kunststudent, der die Kunst hasst. Nachts zieht er auf dem Hamburger Kiez durch die Kneipen, tagsüber schlägt er verkatert die Zeit tot, schreibt Gedichte oder geht zum Psychologen – das Leben ist für ihn eine Beleidigung. Seine einzige Hoffnung ist die Frau von gegenüber, die ihm beängstigend schöne Augen macht …
»Sternstunden der Bedeutungslosigkeit« erzählt vom Alltag in der Warteschleife des Lebens. Zwischen liebenswert kaputten Gestalten treibt Rocko Schamoni seinen unkaputtbaren Helden immer aufs Neue in Situationen, in denen nichts mehr hilft als sein verzweifelt trockener Witz.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 18.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-6484-3
Verlag DUMONT Buchverlag
Maße (L/B/H) 19/12,3/2,5 cm
Gewicht 279 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 94725

Buchhändler-Empfehlungen

Auf der Reeperbahn nachts um halb eins...

Markus Kowal, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Rocko Schamoni ist ein Meister der bedeutungsvollen Bedeutungslosigkeit! Sein Held schleppt sich durch das Hamburger Leben mit einer gekonnten Art des trockenen Humors! Bei diesem Roman hatte ich viel Spaß beim lesen, da man in eine Welt eintaucht, die keinen Stress zu lässt. Schließlich ist der Protagonist der absolute Gegenpol zum Workaholic! Einfach ein sympathischer Kerl, der den Sinn des Lebens dabei noch hinterfragt.

In der großen Stadt

Thomas Schüller, Thalia-Buchhandlung Ludwigsburg

Der „Dorfpunk“ versucht erwachsen zu werden. Er heißt jetzt Sonntag und studiert Kunst – zumindest auf dem Papier. Er kellnert und schlägt sich mit Aushilfsjobs durch. Er verliebt und entliebt sich. Er sinniert über das Spießertum und will vor allem selbiges nicht sein. Hauptsache anders. Und das Beste ist sowieso die Tasse Kaffee, die in seiner Wohnung auf ihn wartet. Wir begleiten Sonntag auf seinen Streifzügen und Kneipentouren durch den Hamburger Kiez. Wir lernen ihn lieben, wir lachen und weinen mit ihm. Und irgendwie erscheint er uns wie ein armer Held aus unserer Mitte. Der unverwechselbare Humor Rocko Schamoni zieht sich durch das ganze Buch. Amüsanter sind lediglich seine Lesungen... Wenn er also mal in der Nähe ist, unbedingt hingehen und sich vom Sarkasmus und der Selbstironie des Autors vom rauen Alltag (Sonntag?) ablenken lassen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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"Ich bin der Fehler hier"
von Dr. M. am 22.03.2019

An einem Buch mit einem solchen Titel kann man eigentlich nicht vorbei gehen. Und bezeichnenderweise trifft dieser Titel genau in die Zwölf. Er beschreibt perfekt den Inhalt und genauso treffsicher den Stil dieses Romans. Michael Sonntag wollte eigentlich Kunst in Hamburg studieren. Nun kann man durchaus Zweifel haben, ob das... An einem Buch mit einem solchen Titel kann man eigentlich nicht vorbei gehen. Und bezeichnenderweise trifft dieser Titel genau in die Zwölf. Er beschreibt perfekt den Inhalt und genauso treffsicher den Stil dieses Romans. Michael Sonntag wollte eigentlich Kunst in Hamburg studieren. Nun kann man durchaus Zweifel haben, ob das wirklich eine gute Entscheidung war. Inzwischen hat Sonntag die Wirklichkeit eingeholt. Er hat aufgegeben und kriecht lustlos durchs Leben, lebt von Sozialhilfe und Gelegenheitsjobs und sucht bei jeder Gelegenheit körperliche Entspannung beim anderen Geschlecht. Doch das hilft nicht gegen Angst, Selbstzweifel und Magenprobleme. Auf Zeitgenossen, die sich in die öde Normalität des Lebens eingeklinkt haben, schaut er mit einer seltsamen Mischung aus Überheblichkeit und Neid. Die Zustandsbeschreibung eines belanglosen Lebens liest sich dann beispielsweise so: "Die Schwärze in mir, immer noch wachsend, sich ausdehnend, das Herz der Finsternis, in meinem Zentrum ein schwarzes Loch, das alles außerhalb und in mir frisst. Kein Gott, keine Erlösung, keine Idee, keine Technik. Nichts, das mich aufheitern kann, nur Zweifel, Zweifel an allem, an allen und mir." Was Sonntag am Leben erhält, ist der Anblick von Frauen: "Nur ein kleines Detail genügt, um den Motor anzuwerfen." Am Ende des Romans kommt leichte Hoffnung auf. Ob sie gerechtfertigt ist, bleibt offen. So recht weiß man nicht, was man von diesem Buch halten soll. Einerseits schreibt Schamoni brillant. Andererseits zieht er seine Leser in den Strudel der Depressivität. Dagegen wehrt man sich instinktiv. So erklären sich auch negative Bewertungen dieses Buches. Menschen, die im Leben stehen, können Schamonis Beschreibungen nicht viel abgewinnen. Doch sie sind ehrlich und treffen ziemlich genau die Stimmung von Menschen, die in die Depression abwandern, weil sie mit sich nicht zurechtkommen, nicht wissen, wer sie sind und was sie wollen. Ihr Leben hat die Beschleunigungsphase verpasst. Sie wollen nicht so sein, wie alle anderen. Aber was sie wirklich wollen, wissen sie nicht. Einzig das implementierte Fortpflanzungsprogramm in ihnen befeuert die erlöschende Lebensenergie. Für die geradezu perfekte Beschreibung einer solchen Situation verdient dieser Roman eine gute Bewertung. Doch wer interessiert sich für Leute wie Sonntag, wenn er voll im Saft des Lebens steht? Selbst Menschen, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben, wollen nicht unbedingt auch noch Sonntags Geschichte lesen. Sie haben schon genug von den eigenen Problemen. So witzig wie der Titel daherkommt, ist das Buch nicht. Niemand interessiert sich wirklich für Sonntag. Und genau da schließt sich der Kreis, denn perfekter kann eigentlich die Beschreibung der selbst empfunden Bedeutungslosigkeit nicht gelingen. Intellektuell gesehen müsste ich dem Buch fünf Sterne geben, gefühlt drei.

Schamonis Bester!
von einer Kundin/einem Kunden am 30.12.2018
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Mein absoluter Lieblingsroman von Rocko Schamoni und auch generell hab ich dieses Buch sehr lieb gewonnen! Hier stimmt einfach alles, vom trockenen Humor über die teils sehr skurillen Figuren bishin zur Story und Thematik ansich.

von einer Kundin/einem Kunden aus Eisenach am 21.04.2017
Bewertet: anderes Format

Ein Einblick in das Innere eines Menschen, der unstrukturiert in den Tag hinein lebt und dessen Kopf Randale macht. Für Liebhaber abstrakter Alltagsphilosophie.


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