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Suppenbrunzer

Niederbayern Krimi

Aufrüttelnd, erbarmungslos und ungewöhnlich – ein Kriminalroman, der noch lange nachhallt

Sophia Alvarez von der Münchner Mordkommission wird in den Bayerischen Wald strafversetzt. Ausgerechnet! Denn dort kommt sie her, dorthin wollte sie nie wieder zurück. Kaum hat sie einen Fuß in die Provinz gesetzt, ereignet sich ein Unglück, das die dörfliche Gemeinschaft ins Wanken bringt: Ein junges Mädchen geht an Pfingsten in Flammen auf. Ein spektakulärer Suizid? Oder war es Mord? Sophia ermittelt gegen den Willen ihrer Vorgesetzten – und muss sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen ...
Portrait
Nicole Lingen studierte nach dem Abitur in München Sprachen und arbeitete als Journalistin. Über ein Stipendium der Filmhochschule München kam sie zum Drehbuch. 25 Fernsehfilme und noch einmal so viele Folgen verschiedener Serien stammen aus ihrer Feder. Für die Kinderserie »Racko – ein Hund für alle Fälle«, die 2019 ausgestrahlt wird, hat Nicole Lingen nicht nur Drehbücher geschrieben, sondern ist dafür auch als Headautorin verantwortlich.
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  • Sophia beobachtete die Glaskugel, in deren Mitte eine Holztaube saß. Die Glaskugel war an einem alten Deckenbalken befestigt und schwang über dem Tisch hin und her. »Des is unser Suppenbrunzer«, erklärte Veronika, ihrem Blick folgend. »A Heilig-Geist-Kugel, wegen dem bevorstehenden Pfingstfest, wissen S’. In der Stadt hat ma so was ned.«
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 18.04.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7408-0517-3
Reihe Niederbayern Krimi
Verlag Emons Verlag
Maße (L/B/H) 20,4/13,6/2,8 cm
Gewicht 372 g
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Weit mehr als „nur“ ein Regionalkrimi

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Es gibt mindestens zwei Verlage, die ihren Krimis im Untertitel immer schon gleich ein Etikett aufdrücken. Das sind der Emons Verlag und der Gemeiner Verlag. Ob das nun sinnvoll ist, wird sich wahrscheinlich schwer nachprüfen lassen. Immerhin weiß man bei diesen Krimis dann sofort, in welcher Region sie spielen und welchen Dialekt man vielleicht verstehen sollte. Bei mir persönlich bedeutet das aber auch irgendwie gleich, dass ich diverse dieser Krimis sofort gedanklich aussortiere, da ich denke, dass die Region die Hauptrolle spielt und nicht die Kriminalgeschichte. Das dies ganz anders sein kann, davon hat mich der Krimi von Nicole Lingen überzeugt! Allerdings hätte ich als bekennende Nicht-Krimi-Leserin dieses Buch gar nicht in die Hand genommen, wenn mir die Autorin nicht bekannt gewesen wäre. Ich halte sehr viel von ihr. Da es ihr erster Krimi in Buchform ist, war ich natürlich sehr neugierig darauf. Lingen ist übrigens ein Pseudonym der Autorin. Wenn Sie wissen wollen, unter welchem Namen sie noch schreibt, gucken Sie einfach mal bei Google oder Facebook nach. Die Inhaltsangabe ist gut! Ich ergänze nur ein ganz klein wenig. Sophia Alvarez ist Ende dreißig und geschieden. Sie hat einen Sohn und eine Tochter. Aufgewachsen ist sie in Niederbayern. Ihre Mutter stammt von dort, ihr Vater ist Portugiese. Daher hat Sophia auch ihr Temperament. Ihr Vater ist nie wirklich in die Dorfgemeinschaft aufgenommen worden und auch Sophia musste darunter leiden, dass ihr Vater ein „Kanake“ war. Dann ist etwas passiert, weshalb Sophia den Kontakt zu ihrer Mutter und Großmutter komplett abgebrochen hat. Was das gewesen ist, erfahren wir im Laufe des Krimis. Sophia hat ein großes Gerechtigkeitsempfinden und lässt sich von niemanden etwas sagen. Das hat ihr schon viel Ärger mit ihren Vorgesetzten eingebracht. Deshalb wird sie auch in den bayrischen Wald strafversetzt. Sie soll wieder Streifendienst versehen. Doch bevor sie dort überhaupt offiziell angefangen hat, kommt es zu dem dramatischen Ereignis an Pfingsten. Der örtliche Polizeichef Zöpfl will es schon als Suizid ablegen, aber Sophia hat Zweifel und ermittelt gegen den Willen ihres Chefs. Dass sie dabei richtig liegt, ist bei einem Krimi natürlich klar. Und was sie dabei so langsam an die Oberfläche holt, ist ausgesprochen spannend. Wird es weitere Morde geben? Das Buch läuft auf ein großes Finale hinaus, bei dem mir fast das Herz stehen geblieben ist! Nicole Lingen hat das Buch sehr geschickt aufgebaut. So beginnt das Buch damit, dass man jemanden beobachtet, der Fensterln geht. Schon das ist sehr bedrohlich und unheimlich. Solche Kapitel werden immer wieder eingeschoben, so dass man der psychischen Verfassung dieser Person langsam auf die Schliche kommt. Aber mir als nicht versierter Krimileserin hat sich trotzdem erst sehr spät eröffnet, wer es ist. Im zweiten Kapitel lernen wir dann Sophia kennen. Die Autorin besticht auch in ihrem Krimi wie in ihren Romanen durch ihre gute Beobachtungsgabe, ihre Menschenkenntnis und ihr psychologisches Einfühlungsvermögen. Sophia ist ein Mensch, der sehr genau beobachtet und sich gut in andere Menschen hineinversetzen kann. Deshalb war ihre Aufklärungsrate in München auch außergewöhnlich gut. Aber ihr unbeherrschtes Temperament macht es für alle Seiten schwer mit ihr zusammenzuarbeiten. Und die Vergangenheit belastet sie zusätzlich schwer. So macht sie es auch niemanden an ihrer neuen Dienststelle leicht, ihr näher zu kommen. Sie ist ein einsamer Wolf, der immer wieder aneckt. Der Fall, den Nicole Lingen sich ausgesucht hat, hat mich sehr mitgenommen und wird mich auch noch weiter beschäftigen. Ein Thema, was bei uns gerne noch unter den Teppich gekehrt wird. So etwas darf einfach nicht möglich sein! Mein Fazit zu diesem Krimi ist, dass sich unter dem Etikett „Niederbayern-Krimi“ ein richtig guter, packender Krimi verbirgt. Es ist ein Krimi, der unblutig ist. Aber die Autorin versteht es Angst aufzubauen. Der Krimi spielt halt im Bayrischen Wald und nimmt damit die Eigenheiten der dortigen Bevölkerung auf. Aber die Handlung ist ausgesprochen spannend. Und sie hätte auch überall woanders stattfinden können. Natürlich gibt es Dialoge in (Nieder-)bayrisch, aber bis auf einzelne Worte kann man alles gut verstehen. Und dass diese Worte halt Schimpfworte sind, dass erschließt sich auch aus dem Zusammenhang! Ich hoffe sehr, dass es noch weitere Fälle mit Sophia Alvarez geben wird. Aber der letzte Satz macht Hoffnung. Ach übrigens – wenn Sie wissen wollen, was ein Suppenbrunzer ist, googeln Sie doch einfach einmal. Es gibt viele schöne Bilder dazu im Netz.

Kundenbewertungen

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Unblutig, großartig, einmalig!
von Monika Schulte aus Hagen am 06.09.2019

Sophia Alvarez, eine Ermittlerin aus Leidenschaft, hat sich mit der Münchner Mordkommission überworfen und wird strafversetzt in den Bayerischen Wald. Hier ist sie aufgewachsen. Hier wollte sie nie wieder hin. Kaum dort angekommen, geht an Pfingsten ein junges Mädchen in Flammen auf. Während der Polizeichef von Bogen von Suizid ... Sophia Alvarez, eine Ermittlerin aus Leidenschaft, hat sich mit der Münchner Mordkommission überworfen und wird strafversetzt in den Bayerischen Wald. Hier ist sie aufgewachsen. Hier wollte sie nie wieder hin. Kaum dort angekommen, geht an Pfingsten ein junges Mädchen in Flammen auf. Während der Polizeichef von Bogen von Suizid ausgeht, ist sich Sophia sicher, dass es Mord war. Obwohl sie sich eigentlich nur um Verkehrsangelegenheiten kümmern soll, nimmt sie heimlich die Ermittlungen auf. Sie kann einfach nicht anders. Sie muss ermitteln und das Ergebnis wird nicht nur die Dorfgemeinschaft durcheinander bringen. Als ich die letzten Zeilen gelesen, das Buch schließlich zur Seite gelegt habe, habe ich laut ausgerufen: "Wow! Hammer!". Die Geschichte wird mit jeder Seite spannender. Ein sehr intensives Buch mit einem Thema, das es in sich hat. Ein Buch, das man nicht so leicht aus der Hand legt. Psychologisch so aufgebaut, dass man leicht atemlos werden kann. Man schaut dem möglichen Täter beim Lesen über die Schulter. Man ist dabei, lernt seine Gedanken, sein Wesen kennen und wird doch immer wieder auf eine andere Spur geführt. Der Autorin gelingt der Aufbau eines enormen Spannungsbogens. Ganz wunderbar auch die private Sophia, die zweifache Mutter, die in ihren Heimatort verbannt wird, an den sie keine guten Erinnerungen hat und deren Kinder bei ihrem Exmann leben. Immer wieder wird sie von Zweifeln geplagt, sagt sich, dass sie keine gute Mutter ist, nicht besser als die eigene. In Bogen ermittelt sie nicht nur unerlaubterweise, hier muss sie sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen und wird feststellen, dass es für einen Neuanfang nie zu spät ist. Genau und ehrlich beschreibt die Autorin, wie eine Dorfgemeinschaft tickt. Der Leser wird konfrontiert mit uralten Bräuchen und Vorurteilen. Auch Sophie Alvarez ist davor nicht gefeit. "Suppenbrunzer" - eine wahnsinnig spannende Geschichte zu einem sehr wichtigen Thema. Außerordentlich gut gelungen! Unblutig, großartig, einmalig! Ich hoffe, Sophia Alvarez bald bei ihrem zweiten Fall begleiten zu dürfen!

Spannender Fall im bayrischen Wald
von Bambisusuu am 29.04.2019

Das Krimidebüt "Suppenbrunzer" der Autorin Nicole Lingen fesselt von Beginn an. Der Leser befindet sich nach kurzer Zeit mitten im Geschehen und bekommt die Ermittlungen der Kommissarin Sophia Alvarez authentisch mit. Die Kriminalgeschichte aus dem Emons Verlag verschlägt nach Niederbayern. Die Kulisse eignet sich prima für eine... Das Krimidebüt "Suppenbrunzer" der Autorin Nicole Lingen fesselt von Beginn an. Der Leser befindet sich nach kurzer Zeit mitten im Geschehen und bekommt die Ermittlungen der Kommissarin Sophia Alvarez authentisch mit. Die Kriminalgeschichte aus dem Emons Verlag verschlägt nach Niederbayern. Die Kulisse eignet sich prima für eine spannende Geschichte. Sophia Alvarez ist eine interessante Kommissarin, die auf mich direkt sympathisch wirkt. Auch ihre direkt und temperamentvolle Art ist unterhaltsam, jedoch für ihren Beruf nicht immer leicht. Genau aus diesem Grund wird Sophia von München in den Bayrischen Wald strafversetzt. Ausgerechnet der Ort, an dem sie aufgewachsen ist und eigentlich nie wieder zurück wollte. Kurze Zeit nach ihrer Ankunft ereignet sich ein dramatischer Vorfall. An Pfingsten geht ein junges Mädchen in Flammen auf. Der Polizeichef der Dorfgemeinschaft geht von einem Suizid aus. Doch Sophia ist felsenfest von einem Mord überzeugt und möchte diesen mit allen Mitteln lösen... Obwohl das Buch erst etwas unscheinbar wirkt, ist es dennoch aufregend und spannend aufgebaut. Die Autorin Nicole Lingen spielt gekonnt mit den Nerven des Lesers. Außerdem ist hier gelungen die Örtlichkeit, die bayrische Atmosphäre, in die Handlung eingebaut worden. Der bayrische Dialekt darf in diesem Krimi natürlich nicht fehlen. Da es nur nur einzelne Dialoge sind, habe ich aber kein Problem damit gehabt, wenn ich einen Satz mal nicht sofort verstanden habe. Dafür ist es umso amüsanter gewesen. Die Ermittlungen stehen in der Geschichte im Fokus. Die Kommissarin Sophia Alvarez ist eine authentische Persönlichkeit, widersetzt sich ihrem Chef und versucht den Mörder auf eigene Faust zu finden. Durch ihre Strafversetzung müsste sich Sophia eigentlich zurückhalten, doch ihr Mitgefühl überwiegt. Als Leser habe ich ihre Gedanken schnell verstanden und mich gut in ihre Lage versetzen können. Als Leser habe ich zudem die Chance gehabt hinter ihre Fassade zu blicken. Immer wieder gewinnt der Leser Einblicke in Sophias Privatleben, was ebenfalls für große Aufregung sorgt und die Geschichte somit noch realistischer wirken lässt. Der Kriminalroman ist ein absolut gelungenes Debüt der Autorin. Den "Suppenbrunzer" konnte ich kaum aus der Hand legen. Besonders der Aufbau der Kapitel hat mir gefallen. So erlangt man auch Eindrücke aus der Sicht des Mörders, welche sehr bedrohlich und gruselig sind. Zudem hat die Lokalität dem Buch eine Besonderheit gegeben, die ich bei Krimis gerne mag. Das Ende verspricht Überraschung und macht mich neugierig auf eine mögliche Fortsetzung!