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Der Boxer

Roman. Ausgezeichnet mit dem Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis 2018

Szczepan Twardoch

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Beschreibung

Jakub Shapiro ist ein hoffnungsvoller junger Boxer und überhaupt sehr talentiert. Das erkennt auch der mächtige Warschauer Unterweltpate Kaplica, der Shapiro zu seinem Vertrauten macht. Doch rechte Putschpläne gegen die polnische Regierung bringen Kaplica in Bedrängnis; als er in Haft kommt, bricht ein regelrechter Krieg der Unterwelt los. Es sind die aufgewühlten dreißiger Jahre, alles ist unsicher, und Jakub Shapiro muss die Dinge in die Hand nehmen. Er geht gegen Feinde wie Verräter vor – doch wird er die Rolle des Paten einnehmen können?

Der neue Shootingstar des Literaturbetriebs. Er kann, was nur wenige können, nämlich ordentlich zupacken. Seine Bücher sind derb und sinnlich und hochgradig politisch zugleich. Seine Bücher sind Reißer, und er schafft es trotzdem, seinen Helden ein von den großen philosophischen Fragen gequältes Herz einzupflanzen. 3sat Kulturzeit

Szczepan Twardoch, geboren 1979, ist einer der herausragenden Autoren der Gegenwartsliteratur. Mit «Morphin» (2012) gelang ihm der Durchbruch, das Buch wurde mit dem Polityka-Passport-Preis ausgezeichnet, Kritik und Leser waren begeistert. Für den Roman «Drach» wurden Twardoch und sein Übersetzer Olaf Kühl 2016 mit dem Brücke Berlin Preis geehrt, 2019 erhielt Twardoch den Samuel-Bogumil-Linde-Preis. Zuletzt erschienen der hochgelobte Roman «Der Boxer» sowie das Tagebuch «Wale und Nachtfalter». Szczepan Twardoch lebt mit seiner Familie in Pilchowice/Schlesien..
Olaf Kühl, 1955 geboren, studierte Slawistik, Osteuropäische Geschichte und Zeitgeschichte und arbeitet seit 1996 als Osteuropareferent für den Regierenden Bürgermeister von Berlin. Er ist Autor und einer der wichtigsten Übersetzer aus dem Polnischen und Russischen, u.a. wurde er mit dem Karl-Dedecius-Preis und dem Brücke Berlin-Preis ausgezeichnet. Sein zweiter Roman, «Der wahre Sohn», war 2013 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 16.04.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-29147-0
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19,3/12,4/3,8 cm
Gewicht 397 g
Originaltitel Król
Auflage 2. Auflage 2020
Übersetzer Olaf Kühl
Verkaufsrang 21948

Buchhändler-Empfehlungen

Großartig!

Stephanie Bilke, Thalia-Buchhandlung Münster

Düster und voller Spannung entwirft der Autor ein Szenario der Warschauer Unterwelt und des politischen Wandels in den 30er Jahren. Unglaublich gut geschrieben und recherchiert. Und wem es gefallen hat: In "Das schwarze Königreich" wird die Geschichte um Unterweltkönig Jakub Shapiro weitererzählt.

Annette W. , Thalia-Buchhandlung Berlin

Polen zwischen zwei Kriegen! Über das Verhältnis von Polen und Juden in protzig starker Sprache und einem unorthodoxem Blick auf die polnischen Geschichte. Lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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Der Boxer
von einer Kundin/einem Kunden aus Lampertheim am 04.08.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Gut zu lesendes spannendes Buch. gute Milieubeschreibung der Zeit der 30 Jahre. Charaktere glaubwürdig beschrieben lebendige Szenen -Wird nicht langweilig

Beeindruckend.
von einer Kundin/einem Kunden am 08.07.2019

Mit "Der Boxer" ist Szczepan Twardoch viel mehr als ein gewöhnlicher Thriller oder klischeebehafteter Gangsterroman gelungen. Die in der jüdischen Unterwelt Polens der 1930er Jahre angesiedelte Geschichte besticht durch Twardochs Liebe zum Detail, zur Geschichte, zu Sprache und zu seinen Figuren. Ein beeindruckende Milieustudie,... Mit "Der Boxer" ist Szczepan Twardoch viel mehr als ein gewöhnlicher Thriller oder klischeebehafteter Gangsterroman gelungen. Die in der jüdischen Unterwelt Polens der 1930er Jahre angesiedelte Geschichte besticht durch Twardochs Liebe zum Detail, zur Geschichte, zu Sprache und zu seinen Figuren. Ein beeindruckende Milieustudie, die ihren Figuren viel Raum zur Entfaltung lässt, die von der ersten Seiten an spannend ist und die die Lesenden so schnell nicht wieder loslässt!

Vom Schattenboxen
von einer Kundin/einem Kunden am 12.02.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Ich heiße Mojzesz Bernstein, bin siebzehn Jahre alt und bin kein Mensch, ich bin ein Nichts, es gibt mich nicht“. Dieses selbsternannte Nichts erzählt die Geschichte von Jakub Shapiro – dem Mann, der seinen Vater brutal ermordete und dem er nun als Ziehsohn wie ein Schatten folgt. Szczepan Twardochs Roman ist im politisch mehr... „Ich heiße Mojzesz Bernstein, bin siebzehn Jahre alt und bin kein Mensch, ich bin ein Nichts, es gibt mich nicht“. Dieses selbsternannte Nichts erzählt die Geschichte von Jakub Shapiro – dem Mann, der seinen Vater brutal ermordete und dem er nun als Ziehsohn wie ein Schatten folgt. Szczepan Twardochs Roman ist im politisch mehr als aufgeladenen Vorkriegs-Warschau der 1930er Jahre angesiedelt. Die Geschichte von Jakub Shapiro und Mojzesz Bernstein ist eine Geschichte des Glaubens: Glauben, der angeboren, angeeignet, abgewiesen, geleugnet, verurteilt oder pervertiert wird. Und obwohl sich die handelnden Figuren zwischen Warschauer Unterwelt und Politspitze bewegen, Auftragsmörder, Prostituierte, Rechtsanwälte und Minister sind, verschwimmen schon bald die nur scheinbar krassen Unterschiede und entblößen so das Bild einer Gesellschaft, an deren verschiedenen Enden so stark gezerrt wird, dass sie ununterbrochen zu implodieren droht. Seine außerordentliche Spannung erhält der Roman durch sein besonderes Erzählkonzept: Die von Bernstein geschilderte Lebensgeschichte des Jakub Shapiro entsteht erst viele Jahrzehnte nach Ende der Geschehnisse in einem fernen Land. Doch was Bernstein erinnert, scheint schon bald nicht immer 100%ig stimmig zu sein und im Leser entstehen erste Zweifel, in wie weit den Schilderungen und Erinnerungen des Erzählers zu trauen ist. Twardochs Sprache changiert zwischen ungeschönten Darstellungen der stetig anwachsenden Brutalität zwischen den Figuren und metaphorisch überhöhten Einsichten in die zerrütteten Herzen der Protagonisten. Ein Nachwort seines Übersetzers beleuchtet den Roman im Kontext von Fiktion und historischen Fakten. Ein sprachlich wie erzählerisch herausragendes und innovatives Buch, das Elemente aus Politroman, Thriller und Psychodrama auf anspruchsvolle und nachhaltig fortwirkende Weise miteinander verknüpft.


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