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Die Schand-Luise

Der Skandal um Queen Victorias verstoßene Schwiegermutter

Ulrike Grunewald

(7)
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Beschreibung

Eine unglückliche Ehe, skandalträchtige Affären, die Verbannung vom Hof ihres Gemahls Ernst von Sachsen-Coburg prägten ihren Lebensweg. Gebrandmarkt als „Schand-Luise“, geriet Luise von Sachsen-Coburg-Saalfeld, die Schwiegermutter von Queen Victoria, nach ihrem frühen Tod schnell in Vergessenheit.
Ulrike Grunewald beleuchtet das Leben dieser Frau und verbindet ihre Geschichte mit dem Aufstieg des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha von einem unbedeutenden Miniaturfürstentum zu einer der mächtigsten Dynastien des 19. Jahrhunderts. Als Luises Sohn Albert an der Seite von Queen Victoria in England reüssiert, kämpft er mit dem Erbe seiner Mutter - es gibt Gerüchte, dass Albert ein uneheliches Kind der lebenslustigen Luise war. Das Buch erhellt nicht nur eine bislang unerforschte Biografie, sondern gibt auch Einblick in die gesellschaftlichen Konventionen und Zwänge des frühen 19. Jahrhunderts, über die sich Luise vielfach hinwegsetzte.

»Eine kurzweilige Lektüre mit Tiefgang und viel Gefühl für brisante Details« G-Geschichte

»Eine unterhaltsame, spannende und mit Zeitsprüngen geschickt komponierte Erzählung.« Neue Presse

»Es ist mehr als ein willkommenes Skandalstück zum Jubeljahr, das Grunewald jetzt veröffentlicht hat.« (Meininger Tageblatt)

»Ulrike Grunewald schildert das Geschehen immer wieder in plastischen Szenen und erlaubt sich da auch Phantasie.« (Coburger Tageblatt)

Ulrike Grunewald, geb. 1958, ist Redakteurin und Regisseurin in der ZDF-Redaktion Zeitgeschehen. Als ZDF-Moderatorin und -Reporterin arbeitete sie für das heute-journal und das Mittagsmagazin. 1987 begleitete sie Diana und Charles auf ihrer Deutschlandreise. Es folgten große TV-Dokumentationen, die sie als Autorin oder Redakteurin mitgestaltete, wie z. B. »Wir von drüben«, »Fall Deutschland«, »Die Königskinder«, »Die Windsors« und »Die Wölfe« (ausgezeichnet mit dem International Emmy 2009). Zu verschiedenen TV-Produktionen hat Ulrike Grunewald begleitende populäre Biografien veröffentlicht. 2012 wurde sie mit einer Arbeit über Luise von Sachsen-Coburg-Saalfeld promoviert.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 01.01.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8062-3889-1
Verlag Wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)
Maße (L/B/H) 21,8/14,9/3 cm
Gewicht 485 g
Abbildungen 20 schwarz-weiße Abbildungen
Verkaufsrang 139708

Kundenbewertungen

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Spannende Biographie
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 30.03.2019

Luise von Sachsen-Coburg-Saalfeld gehört zu einer der umstrittensten Persönlichkeiten in der Geschichte. Man unterstellte ihr Ehebruch und verbannte sie vom Hof, aber dennoch blieb sie die Mutter von Albert, der später der Ehemann von Queen Victoria wurde. Ulrike Grunewald hat hier eine sehr wohlwollende und angenehm zu lesend... Luise von Sachsen-Coburg-Saalfeld gehört zu einer der umstrittensten Persönlichkeiten in der Geschichte. Man unterstellte ihr Ehebruch und verbannte sie vom Hof, aber dennoch blieb sie die Mutter von Albert, der später der Ehemann von Queen Victoria wurde. Ulrike Grunewald hat hier eine sehr wohlwollende und angenehm zu lesende Biographie der skandalträchtigen Luise geschrieben. Sie zeichnet darin einmal ein ganz anderes Bild der oft so schlecht dargestellten Frau und gibt einen guten Einblick in deren Lebensweg. Für mich war recht erstaunlich zu erfahren, wie ungewöhnlich Luise trotz ihres fürstlichen Standes erzogen wurde. So wundert es nicht, dass sie sich in ihrer Ehe eingeengt fühlte und den einen oder anderen Skandal ungewollt auslöste. Ulrike Grunewald schreibt gut lesbar und verständlich und gibt dem Leser selbst die Möglichkeit, sich über Luise zu informieren und sich selbst ein Bild von ihr und ihrer Zeit zu machen. Insgesamt war ,,Die Schandluise" für mich persönlich sehr interessant und auch spannend zu lesen. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.

Wenn aus Liebe Verzweiflung wird
von einer Kundin/einem Kunden aus Glauchau am 17.03.2019

„...Justizrat Georg Knauer ist ein sorgfältiger Mann. Er weiß, es kommt auf die richtigen Maße an, will er seinen geheimen Auftrag ordentlich erfüllen...“ Wir schreiben das Jahr 1846. Justizrat Georg Knauer ist beauftragt, das Grab von Herzogin Luise zu finden. Sie ist die Mutter von Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, dem ... „...Justizrat Georg Knauer ist ein sorgfältiger Mann. Er weiß, es kommt auf die richtigen Maße an, will er seinen geheimen Auftrag ordentlich erfüllen...“ Wir schreiben das Jahr 1846. Justizrat Georg Knauer ist beauftragt, das Grab von Herzogin Luise zu finden. Sie ist die Mutter von Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, dem Prinzgemahl von Queen Victoria. Albert war 5 Jahre alt, als er seine Mutter das letzte Mal gesehen hat. Die Autorin hat eine umfassende Biografie der Herzogin geschrieben. Gleichzeitig wurden die historischen Geschehnisse gekonnt in die Geschichte integriert. Der Schriftstil liest sich über weite Strecken sachlich. Mit eigenen Urteil hält sich die Autorin weitgehend zurück. Dafür zitiert sie an vielen Stellen aus historischen Quellen. Luise war 16 Jahre, als sie mit Ernst von Sachsen – Coburg vermählt wurde. Ihre Schwiegermutter wollte die Hochzeit gern hinausschieben, sie hatte aber keine Chance. Luises Freundin, Julie von Zerzog, äußert über Luise: „...Wie sehr hatte Julie Luise immer bewundert, diese lebhafte und unbedarfte Prinzessin aus Gotha, die so viel Sinn für Humor hat und die sich gegen jedermann so freundlich und heiter zeigt – vom Glück scheinbar begünstigt durch ihren fürstlichen Stand...“ Luise ist in Gotha sehr frei aufgewachsen. Der Gothaer Hof war aufgeschlossen für Themen der Wissenschaft. Es wurde viel gelesen. Allerdings wurde Luise dadurch kaum vorbereitet auf ihre Rolle als Ehefrau eines herrschenden Fürsten. Sie ist in Ernst verliebt. Für den allerdings ist sie dadurch die letzte Chance für eine standesgemäße Ehe, denn auf Grund seiner Affären haben schon viele Herrscherhäuser abgewinkt. Luise bietet für Ernst die Möglichkeit, Land und Macht zu erweitern. Während in Gotha genügend Geld vorhanden ist, muss man in Coburg genau rechnen. Luise will geliebt werden. Für Hofintrigen fehlt er die Erfahrung. Damit ist die Katastrophe fast vorprogrammiert. Ausführlich beschreibt die Autorin die Hochzeit und den Brautschatz. Auch Rosenau, wohin Ernst seine Ehefrau bringt, wird detailliert dargestellt. Einen breiten Raum im Buch nimmt Leopold, Ernsts Bruder, ein. Seine Kontakte zur englischen Krone ebnen den Weg für den Aufstieg des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha. Im Gegensatz zu Ernst weiß sich Leopold geschickt auf diplomatischen Parkett zu bewegen. Er arbeitet leise und weiß genau, was er will. Ernst dagegen will mit dem Kopf durch die Wand. Das betrifft insbesondere den Umgang mit seinen Affären. Damit gibt er aber den Libellenschreibern einen Freibrief, ihn öffentlich bloßzustellen. Die Geschichte wird nicht durchgehend chronologisch erzählt. Dadurch erschließt sich erst nach und nach, warum Luise so gehandelt hat, wie sie gehandelt hat. Ernsts Motivation dagegen wird schnell deutlich. Allerdings bleibt sein Tun trotzdem undurchsichtig. Was er heute noch für gut befand, war am nächsten Tag schon seiner Kritik unterworfen. Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung oder Einleitung, die kursiv und in deutlich kleinerer Schrift gesetzt ist. Vielfältige Fotos veranschaulichen das Geschehen. Ein Nachwort, Anmerkungen und ein Literaturverzeichnis vervollständigen das Buch. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es skizziert das Bild einer jungen Frau, die geliebt werden wollte und an den Konventionen ihrer Zeit zerbrochen ist.

Hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt
von PMelittaM aus Köln am 17.03.2019

Luise von Sachsen-Coburg-Saalfeld, die Mutter Prinz Alberts, des Ehemannes Queen Victorias, hatte ein kurzes und skandalträchtiges Leben. Ihre beiden Söhne waren noch klein, als sie aus Coburg verbannt wurde und sie sah ihre Kinder nie wieder. Ulrike Grunewald hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesem Leben nachzuspüren. Das Bu... Luise von Sachsen-Coburg-Saalfeld, die Mutter Prinz Alberts, des Ehemannes Queen Victorias, hatte ein kurzes und skandalträchtiges Leben. Ihre beiden Söhne waren noch klein, als sie aus Coburg verbannt wurde und sie sah ihre Kinder nie wieder. Ulrike Grunewald hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesem Leben nachzuspüren. Das Buch basiert auf der Dissertation der Autorin, also ihrer Doktorarbeit, Fußnoten und ein umfangreiches Literaturverzeichnis sind naturgemäß vorhanden, vor allem die Fußnoten bringen mir aber kaum weitere Erkenntnisse. Interessant sind allerdings die 12 Illustrationen, die u. a. Porträts Luises zeigen. Wer das Buch liest, wird eine Menge erfahren über die gesellschaftlichen Verhältnisse jener Zeit, über Affären und Gerüchte, und über die verschiedenen Adelshäuser, die beteiligt waren, einschließlich des britischen. Jedoch empfinde ich das Geschehen als nicht gut aufbereitet, zu zerrissen werden die Ereignisse erzählt, zu wenig komme ich an Luise und ihren Ehemann Ernst heran. Zunächst wird vieles angedeutet, später wird detaillierter erzählt, aber ich habe selten das Gefühl die Geschichte selbst zu lesen Das Pferd wird von hinten aufgezäumt und beginnt mit Luises Gebeinen, die umgebettet werden müssen. Erst nach und nach erfährt man mehr aus dem Leben der Frau, wobei die Autorin, gerade zu Anfang öfter in der Zeit hin und her springt. Erzählt wird also nicht chronologisch, sondern eher thematisch, erst im späteren Verlauf wird eine gewisse Chronologie erreicht. Das führt u. a. dazu, dass vieles wiederholt wird, oft gibt es Andeutungen, die zunächst nicht weiter ausgeführt werden. Das führte bei mir schnell zu einer gewissen Unzufriedenheit und dem ständigen Gefühl, dass etwas fehlt. Für mich wirkt es nicht wie eine Biografie, weil ich Luise nicht wirklich nahe komme, sondern eher ein Bericht, der vor allem den Skandal um sie, dessen Hintergründe, und ihre Verbannung aufarbeitet, wobei auch hier lange nicht klar ist, worin der Skandal eigentlich bestand. Gut hat mir dagegen gefallen, dass oft sehr detailliert erzählt wird, so erhält man z. B. gute Einblicke darauf, wie Räumlichkeiten gestaltet sind. Und auch manches eher Nebensächliche, wie die Geschichte der Hansteins, ließen sich interessant lesen. Neben Luise ist wohl Ernst I. von Sachsen-Coburg-Saalfeld, später von Sachsen-Coburg-Gotha, Alberts Vater und der Ehegatte, der Luise verbannte, derjenige, der am wesentlichsten zu den Geschehnissen beigetragen hat, aber auch er bleibt blass und ich kam ihm nicht nahe. Vielleicht habe ich zu viel erwartet, ich hatte erst kürzlich eine Victoria-Biografie gelesen und war sehr begierig darauf, mehr über Alberts Mutter zu erfahren und die Gründe, warum sie aus seinem Leben verbannt worden war. Ich wollte diese Frau kennen lernen. Als ich „Die Schand-Luise“ zu Ende gelesen hatte, hatte ich letztlich schon gewisse Gefühle für sie entwickelt, vor allem Mitleid und Bedauern, dass sie nicht die Möglichkeit hatte, ein glückliches Leben zu führen, aber ich hatte eben auch dieses Gefühl, sie nur sehr unzureichend kennen gelernt zu haben. Zu zerrissen war erzählt worden, zu viel angedeutet, zu wenige Fragen beantwortet. Wie erwähnt habe ich aber ein Bild der Zeit erhalten und ein paar tiefergehende Einblicke in das Haus aus dem Prinz Albert stammte. Von mir gibt es daher 3 Sterne. Wer sich nicht allzu viel davon verspricht, Luise kennen zu lernen, kann auf jeden Fall einen Blick ins Buch wagen, immerhin gibt es einige Rezensionen, die es wohlwollender als ich besprochen haben.


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  • Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
    1. Totenrast in Pfeffelbach . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
    2. Die Brillanten drücken sehr! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
    3. Geschaffen, um geliebt zu werden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
    4. Die schöne Griechin und andere Probleme . . . . . . . . . . . . . . . . 73
    5. Vermählt das Wahre, Gute mit dem Schönen! . . . . . . . . . . . . . . 91
    6. Glieder einer Kette . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115
    7. Das Coburger Kartenhaus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140
    8. Luise - Prinzessin der Herzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 164
    9. Das Affenweibchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 182
    10. Die Abderiten - Wenn Frösche das Volk verdrängen . . . . . . . 209
    11. Und am Ende: Paris . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 233
    Epilog . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 257
    Über dieses Buch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 264
    Anhang
    Anmerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 267
    Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 279
    Bildnachweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 287