Der Brief

Roman

Carolin Hagebölling

(103)
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Beschreibung


Eine Frau zwischen zwei Leben

Marie, Anfang 30, ist höchst irritiert, als sie die Zeilen ihrer alten Schulfreundin Christine liest. Darin ist von Maries Leben in Paris die Rede, von ihrem Mann Victor, dem erfolgreichen Galeristen, und von ihrer lebensbedrohlichen Krankheit. Tatsächlich erfreut sich Marie jedoch bester Gesundheit, arbeitet als Journalistin in Hamburg und führt eine glückliche Beziehung mit der Architektin Johanna. Aber der mysteriöse Brief lässt Marie keine Ruhe. Kurz entschlossen reist sie nach Paris – und findet sich in einem Leben wieder, das ihr seltsam vertraut ist.

"Dieser Roman von Carolin Hagebölling fesselt den Leser von der ersten Seite an."
Detlef Hedderich, buchrezicenter.filmbesprechungen.de 19.06.2017

Carolin Hagebölling lebt seit 2010 als freiberufliche Texterin, Konzeptionerin und Redakteurin in München und Düsseldorf. Sie liebt die Berge, das Reisen, das Schreiben und den Blick über den eigenen Horizont.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 24.05.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-21772-9
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19/12,3/2,2 cm
Gewicht 221 g

Buchhändler-Empfehlungen

Was passiert hier?

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Heute habe ich eine neue deutsche Autorin für Sie - Carolin Hagebölling. 1980 in Bochum geboren, studierte Kulturwissenschaftlerin und ist jetzt freie Texterin, Konzeptionerin und Redakteurin in München. Wie in einen kurzen Lebenslauf von ihr steht, liebt sie anspruchsvolle Geschichten, die eigene Interpretationen zulassen. Zum Inhalt muss ich gar nichts weiter schreiben. Der Klappentext trifft es insgesamt sehr gut. Marie und ihre Lebensgefährtin Johanna stehen vor einem sehr mysteriösen Rätsel. Marie als auch ihre frühere beste Freundin Christine erhalten Briefe, die die jeweils andere geschrieben haben soll. Allerdings stimmen die Rahmenbedingungen wie Wohnort und Lebenssituation nicht mit der Realität überein. Marie versucht der Wahrheit auf die Spur zu kommen und wird doch immer tiefer in diese merkwürdige Geschichte hineingezogen. Was passiert hier? Will sich hier jemand an den beiden Frauen rächen? Ist es Psychoterror? Oder stimmt etwas mit Marie nicht? Dieses schmale Büchlein (224 Seiten) hat es in sich. Ich habe es an zwei Nachmittagen durchgelesen. Ich wurde richtig in die Geschichte reingezogen. Was stimmt denn hier nun? Es kann doch nicht angehen, dass Marie, die in Hamburg ein glückliches und erfülltes Leben mit Johanna lebt, sich plötzlich in Paris heimisch fühlt. Und obwohl sie den ominösen Victor in Paris erst kennenlernt, hat sie das Gefühl, dass sie ihn schon ewig kennt. Mich hat diese Geschichte sehr fasziniert und ich war gespannt auf die Auflösung. Ist es nun ein perfider Psychothriller? Oder gibt es am Ende eine schlüssige Erklärung? Ich gebe es zu. Das Ende hat mich verwirrt zurückgelassen, aber wie habe ich am Anfang der Besprechung geschrieben? Die Autorin liebt anspruchsvolle Geschichten, die eigene Interpretationen zulassen. Eigentlich hätte ich dem Buch gerne 4,5 Sterne gegeben, weil diese Geschichte so einen wahnsinnigen Sog entwickelt hat. Da das hier aber nicht möglich ist und ich das Ende nicht wirklich verstanden habe, habe ich mich dann für nur 4 Sterne entschieden. Schade, dass Sie mir hier keine Rückmeldung geben können, wie es Ihnen mit diesem Buch erging.

Realitäten

C. Winkler, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Marie bekommt einen Brief von ihrer alten Schulfreundin, der Sie aus der Bahn wirft. Angeblich lebt Sie in Paris mit ihrem Mann Viktor, obwohl Sie doch in Hamburg lebt. Um der Sache auf den Grund zu gehen, fährt Marie nach Paris und entdeckt Vertrautheit.Ein Buch mit einem überraschenden Ende!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
103 Bewertungen
Übersicht
34
35
24
8
2

Gelebter Traum
von einer Kundin/einem Kunden aus Brüggen am 03.03.2020
Bewertet: Einband: Paperback

Davon hat bestimmt jeder schon einmal geträumt. Was wäre geschehen, wenn ich mich damals anders entschieden hätte? Wie wäre mein Leben dann verlaufen? Carolin Hagebölling wagt das interessante Experiment und lässt die Protagonistin Marie zwischen zwei möglichen Leben in Hamburg und Paris hin- und herspringen. Ich hatte mich be... Davon hat bestimmt jeder schon einmal geträumt. Was wäre geschehen, wenn ich mich damals anders entschieden hätte? Wie wäre mein Leben dann verlaufen? Carolin Hagebölling wagt das interessante Experiment und lässt die Protagonistin Marie zwischen zwei möglichen Leben in Hamburg und Paris hin- und herspringen. Ich hatte mich bereits auf dieses Buch gefreut als ich den Klappentext gelesen habe und diese ungewöhnliche Geschichte ist der Autorin auch ausgesprochen gut gelungen. Besonders lobenswert finde ich, dass in diesem Buch etwas ganz neues gewagt wurde und dass es keine Story wie jede andere ist. Leicht und locker zu lesen hat mich die Geschichte mehr und mehr gepackt, so dass ich es in relativ kurzer Zeit verschlungen habe. Ich kann diese spannende Lektüre jedem empfehlen, der Lust auf etwas neues hat. Ich würde jederzeit wieder ein Buch dieser Autorin lesen!

Eine ungewöhnliche Idee - ein lesenswertes Debüt
von Circlestones Books Blog am 27.07.2018
Bewertet: Einband: Paperback

„Es war der Tag, der mein Leben auf den Kopf stellte.“ (Zitat Seite 7) Inhalt: Marie ist Journalistin und wohnt mit ihrer Partnerin, der Architektin Johanna, in Hamburg. Eines Tages erhält sie einen Brief von ihrer alten Schulfreundin Christine, der an sie adressiert ist, jedoch an eine ihr völlig fremde Adresse in Paris. Da... „Es war der Tag, der mein Leben auf den Kopf stellte.“ (Zitat Seite 7) Inhalt: Marie ist Journalistin und wohnt mit ihrer Partnerin, der Architektin Johanna, in Hamburg. Eines Tages erhält sie einen Brief von ihrer alten Schulfreundin Christine, der an sie adressiert ist, jedoch an eine ihr völlig fremde Adresse in Paris. Darin ist von ihrem Leben in Paris, ihrer Galerie und einem Mann Victor die Rede. Kurz darauf retourniert eine erboste Christine einen Brief an Marie und bittet sie, sie endlich in Ruhe zu lassen. Dieser neue Brief war diesmal von Marie mit der Pariser Adresse an Christine geschickt worden, sogar mit einem Foto von einer Ausstellungseröffnung. Auf diesem Foto ist Marie eindeutig zu erkennen. Nun ist Marie wirklich sehr beunruhigt und reist nach Paris, um selbst nachzuforschen. Thema und Genre: Dieser Roman handelt von Beziehungen, stellt aber auch elementare psychologische und vor allem philosophische Fragen. Es geht um Entscheidungen, die getroffen werden und den weiteren Lebensweg prägen und die Frage, was wäre gewesen, wenn. Eine Frage die sich irgendwann im Leben wohl jeder Mensch stellt. Charaktere: Johanna ist die geerdete Frau an Maries Seite, die versucht, die Dinge rationell zu sehen. Marie dachte dies auch, bis sie durch diese Briefe und die Ereignisse plötzlich an sich selbst und an ihrem Verstand zweifelt. Doch sie will Erklärungen und bleibt dabei immer sympathisch, da sie weiterhin auf die Menschen zugeht und mutige Entscheidungen trifft. Handlung und Schreibstil: Durch die geheimnisvollen Briefe nimmt man als Leser sofort an Maries Leben teil und mit den nicht logisch erklärbaren Ereignissen steigt die Spannung weiter an. Leider endet das Buch dann etwas abrupt und lässt viele Fragen offen, hier scheint die Autorin selbst irgendwie die Lust am Labyrinth ihrer Geschichte verloren zu haben. Die flüssige Sprache liest sich angenehm und die Beschreibungen des Alltagslebens in Paris bringen Pariser Charme und Leichtigkeit in den Roman. Fazit: Eine packende, ungewöhnliche Geschichte, die zum Nachdenken über das Leben anregt. Enttäuscht hat mich das etwas einfallslose Ende, das zwar den Kreis der Geschichte mit einer weiteren Überraschung schließt, den Leser aber irgendwie ratlos zurücklässt. Insgesamt jedoch ein mutiges, lesenswertes Debüt einer jungen deutschen Autorin.

Ein faszinierendes Debüt
von NiWa am 24.05.2018
Bewertet: Einband: Paperback

Marie ist verstört als sie einen sonderbaren Brief in den Händen hält. Das Schreiben ist an sie adressiert und die Absenderin ist ihr bekannt. Dennoch scheint er aus einem ganz anderen Leben zu sein. Denn in diesem Brief lebt sie in Paris, ist verheiratet und hat sogar ein Kind. Aber wie kommt das, wenn sie doch in Hamburg wohnt... Marie ist verstört als sie einen sonderbaren Brief in den Händen hält. Das Schreiben ist an sie adressiert und die Absenderin ist ihr bekannt. Dennoch scheint er aus einem ganz anderen Leben zu sein. Denn in diesem Brief lebt sie in Paris, ist verheiratet und hat sogar ein Kind. Aber wie kommt das, wenn sie doch in Hamburg wohnt? "Der Brief" ist ein raffinierter Roman, der mit verschiedenen Realitätsebenen spielt. Zwar ist er weit von einem Thriller entfernt, regt dennoch zum Grübeln und Nachdenken an. Was wäre, wenn man sich an einer Abzweigung des Lebens anders entschieden hätte? Was wäre geschehen, wenn man statt zuhause zu bleiben an jenem Abend ausgegangen wäre? Wie hätte sich der eigene Weg entwickelt, wenn man sich vor Jahren für Paris entschieden hätte? Mit diesen oder ähnlichen Fragen wird Marie konfrontiert als sie den merkwürdigen Brief in den Händen hält. Er stammt von einer alten Schulfreundin und ist an sie geschrieben und adressiert. Aber das Leben und die Fragen darin widersprechen der Realität. So beginnt Marie dem Geheimnis hinter dem Brief auf den Grund zu gehen. Diese Reise führt sie in ihre Vergangenheit bis hin zu einer möglichen Zukunft in Paris, die im Brief jedoch schon Vergangenheit ist. Marie ist Anfang Dreißig und hat auf mich den Eindruck einer ruhigen, gefestigten Person gemacht. Sie lebt in einer Beziehung, arbeitet als Journalistin und hat Hamburg als Heimatstadt für sich entdeckt. Zu Beginn tut sie das mysteriöse Schriftstück natürlich als bösen Streich und Humbug ab. Allerdings lässt es ihr keine Ruhe, schon gar nicht, als weitere Briefe ankommen. Ich mochte diesen Roman gern, weil die Atmosphäre sehr fesselnd ist. Laufend habe ich gegrübelt, was denn hinter den Briefen stecken könnte und über eine realistische Ursache nachgedacht. Genauso macht es Marie, die sogar kreativer als ich ist, weil sie etliche Möglichkeiten durchdenkt. Allerdings habe ich die Figuren eher als Statisten empfunden, weil sie nicht besonders in die Tiefe gehen. Zumindest entsprechen sie nicht üblichen Klischees, was über die glatte Oberfläche hinwegtröstet. Hauptsächlich spielt ein philosphischer Grundton rein, der sich mit alternativen Lebenswegen beschäftigt. Denn die Thematik orientiert sich stark am "Was wäre, wenn ..?" und wirft unterschiedliche Perspektiven auf Maries Entscheidungen. Trotz des ruhigen Erzählstils hat mich dieses Gedankenspiel an die Seiten gebannt. Es gefällt mir, dass die Autorin nicht in Richtung Mystery abdriftet sondern ganz und gar bei ihrem philosophischen Ansatz bleibt. Das Ende hat mir gefallen und ist passend gewählt. Zwar lässt es etliche Fragen offen, dafür stupst es das Gedankenkarussell ordentlich an. Auf diese Weise kann man selbst entscheiden, was denn nun wirklich geschehen ist. Insgesamt ist „Der Brief“ ein faszinierendes Debüt, das den Leser zum Philosophieren und Grübeln bringt, gerade weil das Ende offen ist.


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