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Elbschlosskeller

Kein Roman

Seit seinem 18. Lebensjahr steht Daniel Schmidt, 33, in Hamburg-St. Pauli als Wirt hinterm Tresen. Und zwar in zweiter Generation. Nichts anderes wollte er jemals werden.

Der Elbschlosskeller, direkt gegenüber vom "Goldenen Handschuh", ist seit über 50 Jahren ununterbrochen geöffnet und gilt als härteste Kneipe Deutschlands. Hier gehen Obdachlose, Prostituierte, gestrandete Existenzen, aber auch Millionäre, Sozialpädagogen oder Anwälte ein und aus. Einzigartige Schicksale, Dramen und Tragödien spielen sich ab. Eine düstere, faszinierende Parallelwelt, in der sich nicht nur traurige, sondern auch viele schöne, weil zutiefst menschliche Momente abspielen.

"Die Menschen kommen zu uns, damit sie sie selbst sein können", sagt Daniel Schmidt, der nahezu täglich Extremsituationen erlebt - oft, aber nicht immer wird er damit fertig. Von seinem unglaublichen Leben erzählt er brutal ehrlich, überraschend reflektiert und mit ganz viel Empathie.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 04.04.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783841906694
Verlag Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH
Dateigröße 12702 KB
Verkaufsrang 13596
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Kiez-Bar auf St. Pauli

Stephanie Potthoff, Thalia-Buchhandlung Berlin

Der Elbschlosskeller ist neben dem Goldenen Handschuh, die bekannteste Kneipe auf St. Pauli. Daniel Schmidt ist dort mehr oder weniger aufgewachsen und leitet die Bar heute. Er erzählt von harten Zeiten und Seiten der Kiez-Bar, aber auch von überraschend viel Menschlichkeit und Wärme. gerade da, wo man sie auf dem ersten Blick nicht vermuten würde. Bei diesem Buch verdrückt man nicht nur eine Träne, man muss auch manches mal schmunzeln.

Kundenbewertungen

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Super geschrieben und wunderbar lesbar
von einer Kundin/einem Kunden aus Roth am 22.02.2020

Das Buch zeigt ohne Umschweife wie es im Elbschlosskeller ist. Ich selbst war schon Gast in dieser Kneipe und war trotz der unterschiedlichen Charaktere begeistert. Wer dieses Buch liest hat einen deutlichen und wunderbaren Einblick in das Leben und die Schicksale vieler Gäste. Auch der Besitzer schreibt über sein Leben, was seh... Das Buch zeigt ohne Umschweife wie es im Elbschlosskeller ist. Ich selbst war schon Gast in dieser Kneipe und war trotz der unterschiedlichen Charaktere begeistert. Wer dieses Buch liest hat einen deutlichen und wunderbaren Einblick in das Leben und die Schicksale vieler Gäste. Auch der Besitzer schreibt über sein Leben, was sehr interessant ist. Kann das Buch nur empfehlen.

Grenzen überschreitend
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 24.11.2019
Bewertet: Einband: Paperback

Ein Wahnsinnsbuch, lebensnah, schockierend, berührend und authentisch geschrieben. Sehr persönlich beschreibt Daniel Schmidt sein Leben und den Kneipenalltag im Elbschlosskeller, der für viele seiner Gäste zu dem einen Zufluchtsort geworden ist. Man spürt förmlich wie er den vielen verlorenen Menschen im Milieu wieder Hoffnung ... Ein Wahnsinnsbuch, lebensnah, schockierend, berührend und authentisch geschrieben. Sehr persönlich beschreibt Daniel Schmidt sein Leben und den Kneipenalltag im Elbschlosskeller, der für viele seiner Gäste zu dem einen Zufluchtsort geworden ist. Man spürt förmlich wie er den vielen verlorenen Menschen im Milieu wieder Hoffnung gibt und das jeder Mensch, egal wie weit er abgerutscht ist, immer willkommen ist. Absolut lesenswert!

berührend, faszinierend, spannend
von worte.sind.magie aus Bremen am 02.07.2019
Bewertet: Einband: Paperback

Dieses Buch ist kein Roman und keine Milieustudie und genau deshalb ist es etwas besonderes und fällt in der Masse der Kiez-Literatur aus dem Rahmen. Es ist ein sehr persönliches, biografisches Buch, aus dem (Kiez-)Leben gegriffen, unverfälscht und nicht beschönigt. Mehr ein Lebensbild als eine chronologische Biographie. Es wech... Dieses Buch ist kein Roman und keine Milieustudie und genau deshalb ist es etwas besonderes und fällt in der Masse der Kiez-Literatur aus dem Rahmen. Es ist ein sehr persönliches, biografisches Buch, aus dem (Kiez-)Leben gegriffen, unverfälscht und nicht beschönigt. Mehr ein Lebensbild als eine chronologische Biographie. Es wechselt mal in die Vergangenheit, mal von persönlichen Schilderungen aus dem Leben des Autors wieder zu den Schicksalen der Gäste und dem Kneipenalltag im Elbschlosskeller. Es stört nicht und macht umso mehr deutlich wie untrennbar der Autor mit dem Elbschlosskeller verbunden ist. Es ist genau diese Mischung, die das Buch so lebendig und unterhaltsam macht. Seit 1952 gibt es die Kneipe "Elbschlosskeller" im Hamburger Stadtteil St. Pauli und wird mittlerweile in zweiter Generation von Daniel Schmidt geführt. Vier Stufen führen hinunter in eine andere Welt, in der sich in den letzten Jahrzenten kaum etwas verändert hat. Es scheint als wäre die Zeit stehengeblieben. Es verirren sich eher selten Touristen hierher, aber wer einmal hier war, der kommt immer wieder. Hier trifft man die verlorenen Seelen, die gebrochenen, die vom Schicksal aus der Bahn geworfenen, viele tragen durch traumatische Erlebnisse seelische Narben, nicht wenige sind psychisch krank. Himmel und Hölle liegen oft nur einen Atemzug voneinander entfernt. Die Atmosphäre ist herzlich rau, hier wird sich geliebt, gestritten und auch mal geschlagen, gelacht und geweint, um die Stange getanzt und der Rausch ausgeschlafen. Es riecht nach Alkohol und manchmal auch nach ungewaschenen Menschen. Sonnenlicht fällt selten in die Kneipe und Nikotinschwaden hängen in der Luft. Der beliebteste Song ist "Die immer lacht" von Kerstin Ott. Ein Lied, dass den Menschen aus der Seele spricht. Worte findet, die sie selbst nicht mehr haben. Die Menschen fühlen sich hier zuhause, hier werden sie akzeptiert, hier nimmt man sie wahr. Es gibt Gäste, die die Kneipe als Postanschrift angeben und einige wohnen sogar hier. Für Tage, Wochen und in Einzelfällen sogar Jahre. Sie schlafen im Billardzimmer, der 24/7 geöffneten Kneipe. Daniel Schmidt hat selbst so oft in den Abgrund geschaut, dass er auch deshalb Verständnis für die Situation der Gäste hat. Er kann es nachempfinden, urteilt und wertet nicht und möchte, wie er selbst sagt, Vorbild sein. Daniel Schmidt ist ein Mann aus dem Milieu, durchtrainiert, Kampfsportler, ganzkörpertätowiert, er kennt den Kiez und spricht die Sprache, die dort ankommt. Geradeaus, emotional, er weiß die Gäste zu nehmen, wie sie sind. Mit herzlichen, eindeutigen Worten und bei Bedarf wird auch mal nicht lang geschnackt und durchgegriffen. Genauso ist auch der Schreibstil: Direkt, unverfälscht, leicht und fließend, erzählend. Daniel Schmidt erzählt in seinem Buch von seinen Gästen, ihren tragischen Schicksalen und Geschichten aus dem Elbschlosskeller. Er erzählt aber auch seine eigene Geschichte: Seine Kindheit mit einem Vater, den er sehr bewundert hat und einer Mutter, die sich liebevoll um ihn und seine Schwester gekümmert hat, bis sie es aufgrund ihrer psychischen Erkrankung nicht mehr konnte. Dem Jugendlichen, hyperaktiv und haltlos, auf der Suche nach seinem Platz im Leben, den tragischen Selbstmord seiner Schwester, der auch ein Wendepunkt in seinem eigenen Leben war. Er hat in seinem Leben oft die A-Karte gezogen, aber genauso oft auch einfach die falschen Entscheidungen getroffen. Immer wieder hat er Grenzen überschritten, gesetzliche, aber auch psychische und physische. Sport, Drogen, Sex... immer exzessiv. Ganz oder gar nicht. Ein Leben im Extremen. Manchmal auch Jenseits aller bürgerlichen Verhaltensnormen und moralischer Grenzen. Im Mittelteil befinden sich ausdrucksstarke Farbfotos einiger Stammgäste. Aufgenommen von der Fotografin CP Krenkler. Mich hat dieses Buch sehr berührt. Von mir gibt es eine ganz klare Kaufempfehlung.