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Wo wir waren

Norbert Zähringer

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Beschreibung

Im Juli 1969 verfolgen Abermillionen am Fernseher die Mondlandung. Das machen sich einige zunutze. Martha Rohn etwa, eine Mörderin, entkommt in jener Nacht aus dem Frauenzuchthaus, und - Zufall oder nicht - ihr fünfjähriger Sohn Hardy flieht aus dem Kinderheim, in das er als vermeintliches Waisenkind nach ihrer Verurteilung gesteckt wurde. Ein Ehepaar nimmt sich seiner an, bietet ihm ein Zuhause. Da träumt er davon, eines Tages Astronaut zu werden, und tatsächlich - Jahre später, in Amerika, wo ihn das Internet reich gemacht hat, ist die Verwirklichung des Kindheitstraums zum Greifen nah. "Wo wir waren", eine moderne Dickens-Geschichte über einen Waisenjungen, der zum Dotcom-Millionär wird, ist ungeheuer farbig und einfallsreich erzählt.

Zähringer hat seit seinem Debüt "So" bewiesen, dass er ein virtuoser Textilverarbeiter von Handlungsfäden ist. Oder um ein noch passenderes Bild zu bemühen: ein Uhrmachermeister der Literatur. Alle seine Romane sind perfekt konstruierte Minimaschinen, in denen jedes Zahnrädchen ins andere greift, alle Figuren, Motive und Episoden aufeinander abgestimmt sind und kein einziges Detail ohne Funktion.

Norbert Zähringer, 1967 in Stuttgart geboren, wuchs in Wiesbaden auf. Er veröffentlichte die Romane «So», «Als ich schlief», «Einer von vielen» und «Bis zum Ende der Welt». Für einen Ausschnitt aus «Wo wir waren» wurde er vorab mit dem Robert-Gernhardt-Preis ausgezeichnet, später wurde der Roman für den Deutschen Buchpreis 2019 nominiert. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 512 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.03.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783644053113
Verlag Rowohlt Verlag
Dateigröße 1345 KB
Verkaufsrang 74912

Buchhändler-Empfehlungen

Oliver Twist in der deutschen Provinz

Kerstin Harding , Thalia-Buchhandlung Hamburg

Die Geschichte des deutschen Waisenjungen Hardy und seinem kometenhaften Aufstieg zum Internet-Millionär liest sich wie ein moderner Roman von Charles Dickens. Norbert Zähringer spannt einen weiten Bogen, beginnend mit dem Ersten Weltkrieg über den Vietnamkrieg bis hin zum 11. September 2001. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die erste Mondlandung von 1969 durch den Roman und verbindet die zahlreichen Handlungsstränge gekonnt miteinander. Ein äußerst unterhaltsames Buch, das in Stil und Komplexität an große amerikanische Romane erinnert.

Dermot Willis, Thalia-Buchhandlung Kassel

Mondlandung 1969. Das gehört zu die Ereignisse im Leben, da weiß man einfach wo man war in dem Moment. Dieses Buch schreibt eine schöne wenn auch komplizierte Geschichte über Heimatlosigkeit, Flucht und Neuanfang. Lesenswert aber ich fand es teilweise zäh.

Kundenbewertungen

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Was am 21. Juli 1969 sonst noch so geschah
von Xirxe aus Hannover am 27.07.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Was für eine schöne und auch traurige Geschichte - fast ein richtiger Schmöker. Doch zum völlig darin Versinken hat es nicht ganz gereicht, ohne dass ich so genau weiß, woran es liegt. Ausgangspunkt ist der 21. Juli 1969, also ziemlich genau vor 51 Jahren, als die ersten Menschen den Mond betraten. Obwohl man im Nachhinein das ... Was für eine schöne und auch traurige Geschichte - fast ein richtiger Schmöker. Doch zum völlig darin Versinken hat es nicht ganz gereicht, ohne dass ich so genau weiß, woran es liegt. Ausgangspunkt ist der 21. Juli 1969, also ziemlich genau vor 51 Jahren, als die ersten Menschen den Mond betraten. Obwohl man im Nachhinein das Gefühl haben könnte, dass an diesem Tag sonst nichts weiter Aufregendes passierte geschah doch so einiges Andere, was für manche Menschen zu enormen Veränderungen im Leben führte. Die wichtigste Figur ist der fünfjährige Hardy Rohn, der mit einem älteren Jungen aus dem Waisenhaus flieht, wo sie täglich gewalttätigen und erbarmungslosen Aufsichtspersonen ausgesetzt sind. Zwar misslingt die Flucht (zumindest für Hardy), doch sie ist der Grund, weshalb er ein Jahr später adoptiert wird und so ein um vieles besseres Leben verbringen kann. Und vermutlich ist diese Flucht auch der Grund dafür, dass Jahre später ein brutaler Mensch ebenso brutal ermordet wird. Doch nicht nur Hardy flieht an diesem Tag - auch seine wegen Mordes zu lebenslänglich verurteilte Mutter unternimmt einen Fluchtversuch. Diese beiden Personen sind der Ausgangspunkt für die rund 500 Seiten umfassende Geschichte, die deren Leben und das ihrer Vorfahren und nächsten Verwandten schildert. So spannt sich ein Erzählbogen über das Jahrhundert von Memel bis Vietnam, vom Rhein bis in die USA, von 1901 bis 2009. Norbert Zähringer nimmt seine Leserinnen und Leser mit durch Raum und Zeit und wir erleben das Jahrhundert durch die Beschreibungen von Hardys Großvater, seiner Mutter, seines Vaters undundund. Eigentlich sind die Voraussetzungen ideal für einen Schmöker zum darin Versinken, denn der Autor weiß gute Geschichten zu erzählen, unter anderem indem er durch kleine Ausblicke in die Zukunft Spannung erzeugt. Doch ich blieb zu den Figuren auf Distanz - vielleicht liegt es an den doch recht häufigen Zeit- und Raumsprüngen, vielleicht an der etwas spröden Persönlichkeit Hardys. Dennoch: Ein schön zu lesendes Buch mit einer unterhaltsamen Geschichte.

Ein Roman über Heimatlosigkeit, Flucht und Neuanfänge - etwas langatmig und wenig berührend
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 03.04.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Am Tag der Mondlandung im Juli 1969 flieht der fünfjährige Hardy aus einem Kinderheim in Auberg, in welchem er nur "Nummer 13" war. Er hat Glück und wird von dem neureichen Versicherungsvertreter Dr. Kunze und seiner deutlich jüngeren Frau Jessica adoptiert. Was er nicht weiß, ist, dass am Tag seiner Flucht seine leibliche Mut... Am Tag der Mondlandung im Juli 1969 flieht der fünfjährige Hardy aus einem Kinderheim in Auberg, in welchem er nur "Nummer 13" war. Er hat Glück und wird von dem neureichen Versicherungsvertreter Dr. Kunze und seiner deutlich jüngeren Frau Jessica adoptiert. Was er nicht weiß, ist, dass am Tag seiner Flucht seine leibliche Mutter Martha Rohn durch einen Selbstmordversuch aus dem Frauenzuchthaus fliehen kann. Die Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1969 ist ein zentraler Tag des Romans, der neben weiteren Themen aus der Geschichte der Astronomie immer wieder Erwähnung findet. Hardys erstes Wort, das er im Kinderheim gesprochen hat, war "Mond" nachdem der Leiter des sonst so trostlosen und autoritären Kinderheims das Schlaflied "LaLeLu" gesungen hatte. Hardy selbst träumt davon, Astronaut zu werden und nicht nur zum Mond, sondern zum Mars zu fliegen. Der Roman wird nicht chronologisch erzählt, sondern wechselt zwischen mehreren Handlungssträngen und Protagonisten: Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg, Vietnamkrieg und die Ereignisse ab 1969 bis in die Gegenwart. Die handelnden Personen der Vergangenheit stehen alle in zumindest mittelbarer Beziehung zu Hardy, was aber nie gleich klar wird und weshalb sich der Roman aufgrund der komplex verschachtelten Handlungsstränge nicht sehr flüssig lesen lässt. Die Schauplätze und handelnden Personen wechseln sprunghaft und ohne dass es fließende Übergänge zwischen den einzelnen Abschnitten gibt. Fehlende Puzzlestücke, die eine Verbindung herstellen, ergeben sich erst nach und nach. Was alle handelnden Personen in Vergangenheit und Gegenwart gemein haben, ist eine Form von Heimatlosigkeit und Flucht bis hin zum Neuanfang in der Fremde. Die Mondlandung ist zwar der Aufhänger des Romans und vereinzelte historische Aspekte der Raumfahrt werden hervorgehoben, werden allerdings nicht weiter vertieft und spielen für den Verlauf des Romans oder die handelnden Personen keine Rolle. Durch Hardys Interesse für Wissenschaft und Astronomie und der Möglichkeit, erster Weltraumtourist zu werden, zieht sich das Thema aber wie ein roter Faden durch den Roman. Einzelne Abschnitte des Romans, insbesondere Hardys Kindheit bei dem ungewollt witzigen Dr. Kunze oder auch Hardys toughe Geschäftstüchtigkeit und steile Karriere als Dotcom-Millionär, waren zwar unterhaltsam, aber durch die vielen parallel verlaufenden Handlungsstränge, die zunächst ohne Zusammenhang aneinandergereiht werden, empfand ich den Roman als unnötig komplex und phasenweise wenig fesselnd. Das Schicksal von Martha, die Ausweglosigkeit ihrer Situation und die daraus resultierenden drastischen Maßnahmen, die sie greift, waren mir zu nüchtern dargestellt, um mich berühren zu können.

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