Ballade einer vergessenen Toten

Ariadne Band 1238

Liza Cody

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Beschreibung

London. Deprimiert von verlorenen Träumen hockt Schriftstellerin Amy im Café, als der alte Song im Radio kommt: »See Jesse Tomorrow« von Elly Astoria, deren Mörder nie gefasst wurde.
In Amy keimt die Idee, sich als Biografin zu versuchen. Sie recherchiert und spricht mit Leuten, die dabei waren, als Ellys Songs die Charts anführten und jeder ein Duett mit ihr wollte. Die Geschichten widersprechen sich. War SisterHood überhaupt eine richtige Band? Sex-Ap­peal hatte nur Sängerin Madeline, der Rest war höchstens begabt. Ihr Agent, dieser windige Ganove, kam frisch aus dem Knast. Und dann der schreckliche Mord …
Aufschlussreiches und Widersprüchliches, ­Charmantes und Verstörendes fügen sich zu einem Kaleidoskop ohne Gewähr. Oft fehlt die Mitte: Elly selbst scheint seltsam unsicht­bar. Amy kann bloß die Schnipsel nebeneinanderlegen, und die ergeben kein geschmeidiges Ganzes, sondern ein schräges Puzzle mit Widersprüchen, Leerstellen und tiefschwarzen Flecken. Schlaglichter fallen auf Mythos und Realität des Showbiz. Filmische Fragmente, Spekulation und Dokumentation rangeln miteinander. Die Rolle der Ermittlerin wächst Amy ständig über den Kopf … bis sie sich schließlich selbst verändert.

Liza Cody spielt erneut mit den Grenzen des Genres und jongliert mit Erzählweisen, wie nur sie es kann: ­mitreißend, sachlich, ironisch, zart, manipulativ und wahrhaftig – aber gibt es überhaupt eine Wahrheit?

Liza Cody (* 1944) wuchs in London auf, wurde an einem üblen ­Mädcheninternat zur Legasthenikerin, studierte dann Kunst und arbeitete u. a. als Roadie, Fotografin, Malerin und Möbeltischlerin sowie in Madame Tussauds Wachs­figurenkabinett, bevor sie zum ­Schreiben kam. Ihre Kriminalromane um die Londoner Privatdetektivin Anna Lee wurden mit etlichen Preisen ausgezeichnet, in viele Sprachen übersetzt und fürs Fernsehen verfilmt. In den Neunzigern begann sie mit der weltweit als Genrebreaker berühmt gewordenen Bucket-Nut-Trilogie um Catcherin Eva Wylie, für die sie u. a. den Silver Dagger erhielt. Es folgten Storys und sechs weitere Romane, darunter »Lady Bag«, ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi Preis 2015. Liza Cody lebt heute unweit von Tochter und Enkeln in Bath.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 24.04.2019
Verlag Argument Verlag mit Ariadne
Seitenzahl 380
Maße (L/B/H) 19/12,8/4,3 cm
Gewicht 438 g
Originaltitel Ballad of a Dead Nobody
Übersetzer Martin Grundmann
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86754-238-8

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Irgendwie ein Krimi, aber irgendwie auch nur irgendwie
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Lippspringe am 24.08.2019

Inhalt: Amy, eine völlig erfolglose Schriftstellerin, sitzt in einem Café, als sie einen alten Song von SisterHood hört. Die Musikkarriere der Gruppe kam abrupt zu einem Ende, als der „unscheinbare Star“ der Band, Elly Astoria, zu Tode gekommen ist. Der Gedanke weckt in Amy den Gedanken, es als Biographin zu versuchen. Sie macht... Inhalt: Amy, eine völlig erfolglose Schriftstellerin, sitzt in einem Café, als sie einen alten Song von SisterHood hört. Die Musikkarriere der Gruppe kam abrupt zu einem Ende, als der „unscheinbare Star“ der Band, Elly Astoria, zu Tode gekommen ist. Der Gedanke weckt in Amy den Gedanken, es als Biographin zu versuchen. Sie macht sich an die Arbeit und befragt verschiedenste Personen, die dabei waren, als die Songs der Band ein großer Hit waren. Dabei stößt sie auf immer mehr Ungereimtheiten und kommt - wenn auch ungewollt - dem Mörder immer näher... Kritik: Irgendwie ist es ein Krimi, irgendwie aber auch nicht. Dieses „Irgendwie“ fasst das Buch schon gut zusammen, denn es hat von vielen Kategorien etwas, aber immer nur ein bisschen. Die Figuren sind interessant gestaltet und werden nach und nach näher ausgeführt, so dass sich das Bild der verschiedenen Figuren immer stärker entfaltet. Dieses zwiebelartige Entwickeln der verschiedenen Schichten macht es unheimlich spannend, den Entwicklungen zu folgen und sich in das Geschehen einzudenken. Leider bleibt die Charakterstudie aber teils etwas einseitig, da die Perspektive fast durchgehend die Amys ist. Das ist irgendwie faszinierend, irgendwie aber auch nicht leicht, da die Informationen eben wieder sehr scheibchenweise auf den Leser einprasseln. Irgendwie soll es auch ein Krimi sein, aber irgendwie steht der alte Mordfall keineswegs im Vordergrund. Und das macht es so schwierig, weil es durchaus spannend wäre, den Fokus etwas stärker auf den Mord zu legen, so dass der rote Faden etwas deutlicher zutagetreten würde. Denn es ist nicht immer leicht, den Roman zu lesen, da die völlig unterschiedlichen Informationen, die scheibchenweise enthüllt werden, spannend in ihrer Vielseitigkeit sind, aber eben auch erst nach und nach zusammengepuzzlet werden können und müssen. Wer sich aber darauf einlassen kann und sich für Charakterstudien begeistern kann, ist hier richtig gut aufgehoben. Wer aber einen richtigen Krimi mit viel Spannung erwartet, wird maßlos enttäuscht werden. Aber eine Lektüre, sei es auch nur, um sich ein Urteil zu bilden, lohnt auf jeden Fall, denn Idee und Schreibstil sind kreativ und interessant.


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