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Eine Familie in Deutschland

Am Ende die Hoffnung

Eine Familie in Deutschland Band 2

Peter Prange

(36)
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Beschreibung

Groß war die Hoffnung im Wolfsburger Land, als auf Hitlers Befehl das Volkswagen-Werk aus dem Boden gestampft wurde. Aber nun bricht der Krieg aus, und die Welt der Familie Ising verwandelt sich von Grund auf. So unterschiedlich die Geschwister Ising sind – Parteibonze Horst, Filmproduzentin Edda, VW-Testfahrer Georg und Charly, deren große Liebe Benny in den Wirren von Krieg und Zerstörung verschollen scheint – ein jeder muss sich zu erkennen geben, im Guten wie im Bösen ...
Was wird für sie alle am Ende des Zweiten Weltkriegs übrig bleiben - von ihren Träumen, von ihrer Hoffnung?

Mit der Mischung aus komplexer Historie und Alltagsgeschichte einfach, aber nicht simpel [...] erzählt, ist dem Autor [...] ein spannender Historienroman gelungen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 816
Erscheinungsdatum 25.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-651-02502-8
Verlag Fischer Scherz
Maße (L/B/H) 22,1/15,4/6 cm
Gewicht 981 g
Originaltitel Dekalogie
Auflage 6. Auflage
Verkaufsrang 47025

Weitere Bände von Eine Familie in Deutschland

Buchhändler-Empfehlungen

Die Familie Ising erlebt den Krieg

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Den ersten Band „Eine Familie in Deutschland – Zeit zu hoffen, Zeit zu leben“ von Peter Prange habe ich Ihnen im Herbst 2018 vorgestellt. Seit November 2020 gibt es jetzt auch den zweiten Band als Taschenbuch. Ich liebe diese Bücher von Peter Prange. Er schafft es immer wieder, dass man einer spannenden Familiengeschichte folgt, mit den Familienmitgliedern mitfiebert, aber eben auch so ganz nebenbei etwas über die jeweilige Zeit erfährt. Nachdem der erste Band mit zwei gewaltigen Cliffhangern endete, war ich sehr gespannt, wie es mit dem zweiten Band weitergehen wird. Aber auch dieses Mal hat mich der Umfang erst einmal abgeschreckt – knapp 1000 Seiten brauchen halt so ihre Zeit. Doch nachdem ich endlich angefangen habe, habe ich nicht länger als eine Woche für das Buch gebraucht. Einfach, weil es mich wieder so mitgerissen hat! Wenn man den zweiten Band anfängt, hat man das Gefühl, dass die beiden Bände einfach geteilt wurden, weil das Buch in seinem Umfang den Leser sonst erschlagen hätte. Die Geschichte geht nämlich so weiter, wie sie aufgehört hat. Es gibt keine Einführung oder kleine Zusammenfassung, was im ersten Band bis dahin passiert ist. Ich war aber trotzdem sofort wieder in der Geschichte drin. Wir springen wieder in kleinen Kapiteln zwischen den einzelnen Familienmitgliedern hin und her. An der Grundsituation hat sich nicht wirklich etwas geändert. Alle setzten ihre eingeschlagenen Wege fort. Edda reist mit Leni Riefenstahl nach Polen, um den Siegeszug der Deutschen im Film festzuhalten. Danach darf Leni Riefenstahl ihren Film „Tiefland“ drehen. Doch diese beiden Filme lassen Edda die wahre Natur Leni Riefenstahls erkennen. Charly arbeitet weiterhin als Kinderärztin im Krankenhaus Göttingen. Im Geheimen behält sie den Kontakt zu ihrem geschiedenen Ehemann Benny, der inzwischen in den Niederlanden gestrandet ist. Georg muss als einziger der Männer in den Krieg ziehen, Horst leitet das Arbeitslager des KdF-Betriebs, der allerdings inzwischen rein für die Rüstung arbeitet. Willy ist in ein Heim gekommen, in dem es ihm anscheinend gut geht. Und Hermann und Dorothea versuchen sich aus allem Politischen herauszuhalten, obwohl Hermann nach wie vor Ortsgruppenleiter von Fallersleben ist. Am Anfang der Geschichte leben noch alle Familienmitglieder, aber das wird sich im Laufe des Romans noch deutlich ändern. Ich war überrascht, wie viele der Hauptpersonen den 2. Weltkrieg nicht überlebt haben. Diese Geschichte hat mich wieder sehr in ihren Bann gezogen. Ich war erstaunt, wie die Familie trotz großer Differenzen zumeist zusammengehalten hat. Aber es gibt auch Verrat. Peter Prange schafft es aufzuzeigen, in welchem Dilemma viele Menschen steckten. Einfach mal gegen Hitler und das Regime aufzubegehren war nicht so einfach möglich, wie wir es uns heute alle so leicht vorstellen. Und als es dann die ersten Opfer durch die Bombersoldaten der Engländer und Amerikaner gab, sind diese auch bei denjenigen die Mörder, die eigentlich mit der Politik nichts am Hut haben. Besonders interessant fand ich zwei Teilstränge der Handlung. Der eine ist der Teilstrang, der in dem niederländischen Durchgangslager Westerbork spielt. Dorthin hat es Benny verschlagen. Anfangs lebten dort die Juden, die von den Niederländern von dem Passagierschiff St. Louis aufgenommen wurden. Sie konnten sich dort frei bewegen. Doch als die Deutschen in die Niederlande einmarschiert sind, ändert sich die Situation der Juden dort massiv. Regelmäßig gehen von dort Züge in die Konzentrationslager im Osten. Und der zweite Handlungsstrang ist die Geschichte von Gilla Bernstein. Sie ist die Tochter eines jüdischen Kriegskameraden von Hermann Ising. Anfangs war die Familie noch häufig bei den Isings zu Besuch. Aber als die Judenverfolgung begann, hat die Familie Ising die Familie Bernstein ihrem Schicksal überlassen. Gilla, eine ausgesprochen attraktive junge Frau, die ohne Probleme als Arierin durchgeht, kommt auf eine ganz perfide Idee, um ihre Eltern vor der Deportation zu retten. Sie arbeitet als Greiferin, d.h. sie verrät untergetauchte Juden, so dass auch diese deportiert werden können. Hier hat mit Sicherheit Stella Goldschlag Pate gestanden. Stella Goldschlag ist die Jüdin, die durch das umstrittene Buch „Stella“ von Tarkis Würger als Greiferin bekannt geworden ist. Im Zusammenhang mit Gilla zeigt übrigens der Onkel Carl sein wahres Gesicht. Ich war entsetzt und enttäuscht von ihm. Das Buch endet eigentlich mit dem Einzug der Amerikaner 1945 in Fallersleben. Allerdings gibt es als Abschluss noch einen Ausblick, der1955 in Wolfsburg spielt. Der millionste Volkswagen ist vom Band gelaufen. Und dazu kommen die verbliebenen Mitglieder der Familie Ising noch einmal zusammen. Schnell zeigt sich, dass die braunen Netzwerke immer noch aktiv sind. Diejenigen, die im 3. Reich erfolgreich waren, sind es immer noch. Ich war von diesem Buch wieder begeistert! Peter Prange hat so eine Vielzahl von Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Menschen im 3. Reich mit der Politik umgegangen sind. Und er zeigt auch, wie schwierig Widerstand gewesen wäre. Man wusste nie, wer wen verraten würde. Und so versuchte jeder mehr oder weniger unter dem Radar des Regimes zu bleiben. Die eigene Familie stand bei den meisten Menschen an allererster Stelle. Einige Fragen bleiben am Ende offen. Aber ich denke, dass ist ganz vielen Menschen nach dem 2. Weltkrieg ebenso ergangen. Das einzige, was mir an diesem Buch fehlte, war ein Nachtrag, in dem noch einmal deutlich hervorgehoben wird, welche Personen real waren und welche reine Fiktion, und welche Situationen so in der Geschichtsschreibung nachzulesen sind oder ein wenig für den Roman angepasst wurden. So frage ich mich z.B., ob es sich in dem Durchgangslager Westerbork wirklich noch bis kurz vorm Ende so gut leben ließ, wie es der Autor beschrieben hat. Und entspricht die Rolle des Dr. Spanier im Roman dem Dr. Fritz Spanier in der Geschichte? Dass Gilla Bernstein von Stella Goldschlag inspiriert wurde, habe ich einmal vom Autor selbst gelesen. Aber auch hier frage ich mich, was ist nachprüfbare Geschichte, was Fiktion? Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich gerne einmal mit dem Leben während des 3. Reichs in Romanform beschäftigen möchte. Wie bei allen Büchern von Peter Prange, die ich gelesen habe, ist es eine ausgesprochen spannende Geschichte mit viel historischem Hintergrundwissen. Einfacher kann man nichts über unsere jüngere Vergangenheit erfahren. Und wer sich dann weiter mit der deutschen Geschichte nach dem 2. Weltkrieg beschäftigen möchte, denen kann ich dann die beiden Bücher „Winter der Hoffnung“ und „Unsere wunderbaren Jahre“ empfehlen. Darin geht es zwar um eine andere Familie, aber geschichtlich ergänzen sie diese Familiengeschichte ideal!

Kristina Urban, Thalia-Buchhandlung Berlin

Sehr unterhaltsam und spannend beschreibt Peter Prange am Beispiel der Familie Ising die Zeit rund um den zweiten Weltkrieg mit all ihren Wirrnissen und Schrecken und persönlichen Schicksalen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
36 Bewertungen
Übersicht
32
1
2
1
0

Sehr gut
von einer Kundin/einem Kunden aus Kamen am 26.01.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Das Buch war gut zu lesen,ich konnte teilweise nicht aufhören.Ich werde mit Sicherheit noch mehr Bücher des Autors Peter Prange lesen.

Eine Familie in Deutschland Band 2
von einer Kundin/einem Kunden aus Gudensberg am 16.01.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der zweite Band war noch besser geschrieben als der erste. Ich konnte das Buch nicht mehr weg legen. Eine Zeitreise in den zweiten Weltkrieg und die Abgründe und Grausamkeiten die die Menschen verübt haben.Zu was Menschen imstande waren und wie sie sich verändert haben. Der Fall einer reichen Familie im Hintergrund der Bau des V... Der zweite Band war noch besser geschrieben als der erste. Ich konnte das Buch nicht mehr weg legen. Eine Zeitreise in den zweiten Weltkrieg und die Abgründe und Grausamkeiten die die Menschen verübt haben.Zu was Menschen imstande waren und wie sie sich verändert haben. Der Fall einer reichen Familie im Hintergrund der Bau des Volkwagens und des Werkes.Traurig zu lesen dass leider viele dieser Verursacher nie für das was sie getan haben zur Rechenschaft gezogen wurden und andere dafür umso mehr obwohl sie gezwungen wurden und oft keine Wahl hatten. Zum Glück doch mit einer Art Happy End für einige Familienmitglieder aber leider nicht für alle. Dem Schriftsteller ist ein wirklich mitreisender und tragischer Roman zur diesen Zeiten gelungen der für Menschen die diese Zeiten nicht miterlebt haben sehr aufschlußreich ist.

Spannend und informativ
von einer Kundin/einem Kunden aus St. Johann am 10.09.2020

Ein ganz herausragendes Buch, spannend geschrieben, historisch wertvoll. Beim Lesen bekommt man das Gefühl, dabei zu sein. Die Frage, wie ich mich damals verhalten hätte, drängt sich auf, so dicht ist das Geschehen.


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