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Unrast

Roman. Ausgezeichnet mit dem Nike-Literaturpreis 2008 und dem International Booker Prize 2018

Olga Tokarczuk

(15)
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Beschreibung

Noch nie wurde so viel gereist wie heute. Und doch hat sich das Reisen seine Poesie bewahrt. Aber was heißt es, in dieser rasenden Welt ein Körper in Bewegung zu sein? Nicht nur durch den Raum, sondern auch durch die Zeit zu reisen? Da ist die Erzählerin, die unentwegt auf Wanderschaft ist, zu Fuß, im Auto, im Flugzeug und in Gedanken. Oder Eryk, den es als Fährmann in den hohen Norden verschlagen hat und der irgendwann mit seinen verdutzten Passagieren Kurs aufs offene Meer nimmt. Da ist der junge Mann, der langsam dem Wahnsinn verfällt, als Frau und Kind während eines Urlaubs plötzlich verschwinden, um ebenso plötzlich wieder aufzutauchen. Und schließlich Chopins Schwester, die ihren Bruder abgöttisch geliebt hat und nun sein Herz auf eine letzte Reise nach Warschau begleitet. »Unrast« ist eine Wundertüte voller Mythen, Bekenntnisse, Notizen und Gedanken über das Reisen, die Verbindung zwischen Leib und Seele, über Leben und Tod, Entwurzelung und Migration – ein Potpourri unterschiedlichster Geschichten, die alle einem geheimen Fahrplan folgen und eine gemeinsame Destination haben.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 11.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-311-10012-6
Verlag Kampa Verlag
Maße (L/B/H) 21,1/13,1/4,3 cm
Gewicht 626 g
Originaltitel Bieguni
Auflage 1
Übersetzer Esther Kinsky
Verkaufsrang 52500

Buchhändler-Empfehlungen

Im Fokus steht die Macht der Astrologie, Gesellschaftskritik und die Beseeltheit der Tiere

Melanie Burgner, Thalia-Buchhandlung Hilden

Ein gelungener Mix aus Krimi, Gesellschaftskritik, Tierschutz und philosophischen Ansätzen. Mit gehobener Sprache, die nebenbei sehr schön übersetzt wurde, wird die Hauptperson Janina vorgestellt. Sie lebt allein, wirkt für andere verrückt und kann als Tierschützerin angesehen werden, denn sie versteht sich nicht sonderlich gut mit den Jägern in der Nachbarschaft . Zudem ist sie Esoterikerin und hat sich auch der Astrologie verschrieben. Bei jeden, den sie trifft versucht sie ein Horoskop zusammen zu stellen. Sie spricht mit Tieren, aber auch mit ihrer verstorbenen Mutter. Ihr Nachbar stirbt plötzlich. Ein Rehknochen steckt in seinem Hals. Für sie ganz klar, die Tiere wollten sich rächen...Doch die Polizei glaubt ihr einfach nicht und dann passiert ein weiterer Mord. Ein wenig langatmig kamen mir manche Passagen schon vor, aber die Handlung hat mich sehr fasziniert und hat mir zu Denken gegeben. Absolute Leseempfehlung!

Was für ein Wissen!

Gaby Knollmann-Wachsmuth, Thalia-Buchhandlung Bad Salzuflen

Der Roman erzählt uns vom Reisen in all seinen Facetten. Oft legte ich ihn zur Seite, um dieses oder jenes nachhallen zu lassen! Große Kunst

Kundenbewertungen

Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
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1

Märchenhaft, scharfsinnig, ungewöhnlich
von Sandra Falke aus Berlin am 31.03.2021

Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk reflektiert in ihrem Roman „Unrast“ über diverse Formen der Bewegung, des Nomadentums und der Reiseliebe. Die Autorin schreibt scharfsinnige Grübeleien über Leben und Tod, Körper und Seele, Zeit und Raum. Der Roman besteht aus mehreren nicht aneinander gebundenen Geschichten, zu denen die Han... Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk reflektiert in ihrem Roman „Unrast“ über diverse Formen der Bewegung, des Nomadentums und der Reiseliebe. Die Autorin schreibt scharfsinnige Grübeleien über Leben und Tod, Körper und Seele, Zeit und Raum. Der Roman besteht aus mehreren nicht aneinander gebundenen Geschichten, zu denen die Handlung ab und an wiederkehrt. Übergreifend werden diverse spannende Reflexionsstränge aufgegriffen: die ideologische Philosophie des Reisens, die existenzialistische Rolle des menschlichen Körpers in religiösen und spirituellen Kontexten, die Beschäftigung mit der anatomischen Beschaffenheit des menschlichen Körpers im Leben sowie im Tod. Und einiges mehr. „Unrast“ ist mit Sicherheit ein ungewöhnliches Buch voller wertvoller Geheimnisse zum menschlichen Verhalten. Obwohl ich die einzelnen Figuren ungerne verlor und ihr unvollendetes Schicksal mir zeitweilen zu schaffen machte, konnte ich „Unrast“ in seiner Einzigartigkeit schätzen, den langsam dahinfließenden Schreibstil genießen und beim Innehalten zwischen den einzelnen Passagen über einiges nachdenken.

Der erste Roman der polnischen Nobelpreisträgerin im Taschenbuch
von Ursula Z. aus Zürich am 25.08.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieser Roman (Krimi? Gesellschaftsroman? Literarische Fabel?) der Nobelpreisträgerin von 2018 hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Eingebettet in Zitate und Gedichte des von der Protagonistin (und mir selber) verehrten Dichters William Blake erzählt Tokarczuk eine Geschichte von Freundschaft, von Einsamkeit,... Dieser Roman (Krimi? Gesellschaftsroman? Literarische Fabel?) der Nobelpreisträgerin von 2018 hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Eingebettet in Zitate und Gedichte des von der Protagonistin (und mir selber) verehrten Dichters William Blake erzählt Tokarczuk eine Geschichte von Freundschaft, von Einsamkeit, von seltsamen Begebenheiten und von mehreren Toten. Mord? Im fast unbevölkerten Grenzland Polens zu Tschechien spielt sich eine perfekt inszenierte Geschichte ab. Nicht einfach so zu verschlingen, die Figuren wie auch die Geschichte haben Ecken und Kanten – aber die Autorin schenkt uns ein unvergessliches Leseerlebnis.

No Go's in der Übersetzung
von einer Kundin/einem Kunden aus Gütersloh am 05.02.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch hätte sicherlich 4 Sterne verdient, da es eindeutig gut geschrieben ist. Aber absolute No Go's in der Übersetzung führen zur Abwertung. Die Handlung führt uns ins Riesengebirge in die Gegend um die Stadt Glatz, die auch so bezeichnet wird, der polnische Name ist in einem Abschnitt erklärend hinzugefügt, ansonsten wird... Das Buch hätte sicherlich 4 Sterne verdient, da es eindeutig gut geschrieben ist. Aber absolute No Go's in der Übersetzung führen zur Abwertung. Die Handlung führt uns ins Riesengebirge in die Gegend um die Stadt Glatz, die auch so bezeichnet wird, der polnische Name ist in einem Abschnitt erklärend hinzugefügt, ansonsten wird korrekterweise immer der offizielle deutsche Name angegeben. Wie schön, dachte ich. Nach wenigen Seiten prasselten aber rein polnische Namen, ohne Angabe der deutschen Namen auf den Leser ein: Wroclaw, Szczecin, Opole, Elblag - das geht überhaupt nicht!! Es gelten bei uns natürlich nach wie vor die offiziellen deutschen Namen Breslau, Stettin, Oppeln und Elbing. Aber es kommt noch schlimmer, Warschau, Krakau und Auschwitz werden nur mit ihren deutschen Namen aufgeführt, ein Schelm, wer Böses dabei denkt..... Welche Leser würde schon bei dem polnischen Städtenamen Oświęcim ein schlechtes Gewissen bekommen..... Ich werde von der Autorin und dem Verlag auf jeden Fall nichts mehr lesen!


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