Rusty Brown

Chris Ware

(1)
Buch (gebundene Ausgabe, Englisch)
Buch (gebundene Ausgabe, Englisch)
24,99
24,99
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

gebundene Ausgabe

ab 24,99 €

Accordion öffnen

Beschreibung

Discover the long-awaited new book from the author of Jimmy Corrigan, the Smartest Kid on Earth and Building Stories.

'The week after I finished the last page of Jimmy Corrigan I immediately started a new long story based on characters who had originated as parodies, but whom now I wanted to humanize... amidst a setting of memories of my Omaha childhood and Nebraska upbringing.' (Chris Ware, Monograph)

Now, twenty years later, Ware is publishing Rusty Brown in book form. It is, he says, 'a fully interactive, full-colour articulation of the time-space interrelationships of six complete consciousnesses on a single Midwestern American day and the tiny piece of human grit about which they involuntarily orbit.' The six characters are Rusty Brown himself, a shy schoolkid obsessed with superheroes, his father 'Woody' Brown, an eccentric teacher at Rusty's school, Chalky White, another schoolboy, Alison White, Chalky's sister, Jason Lint, an older boy who bullies Rusty and Chalky and fancies Alison, and the boys' teacher, Joanne Cole. Ware tells each of their stories in minute detail (or as he puts it, 'From childhood to old age, no frozen plotline is left unthawed'), producing another masterwork of the comics form that is at once achingly beautiful, heartbreakingly sad and painfully funny.

'A treasure trove of invention... With its awe-inspiring exploration of regret and ageing, anxiety and ennui... Rusty Brown is a human document of rare richness' Guardian

'Chris Ware is one of the great writers of our generation...I spent 20 minutes reading the cover of Rusty Brown. Buy it. Buy all his work. Make your life larger.' Mark Haddon, Observer

Chris Ware lives in Oak Park, Chicago, Illinois. His books include
Jimmy Corrigan, the Smartest
Kid on Earth, which won the Guardian First Book Award in 2001,
Building Stories and most recently
Monograph, which is part memoir, part retrospective of his career to date. He has won countless awards for his work and has been the subject of several museum exhibitions and scholarly monographs. His work appears regularly in the
New Yorker.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 348
Erscheinungsdatum 26.09.2019
Sprache Englisch
ISBN 978-0-224-07813-9
Verlag Random House UK Ltd
Maße (L/B/H) 24,9/18,4/4,8 cm
Gewicht 1606 g

Kundenbewertungen

Durchschnitt
1 Bewertungen
Übersicht
1
0
0
0
0

Von der Meisterschaft des Klein-Kleins
von einer Kundin/einem Kunden am 11.11.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Chris Ware hat es einmal wieder getan: Sieben Jahre nach dem phänomenalen Erzählkonzept „Building Stories“ beweist er erneut, warum jedes Mal, wenn ein neues Buch von ihm erscheint, der überwiegende Teil der Kategorien bei den großen Comic-Preisverleihungen mit seinem Namen versehen sind. Thematisch nimmt er übergangslos den ro... Chris Ware hat es einmal wieder getan: Sieben Jahre nach dem phänomenalen Erzählkonzept „Building Stories“ beweist er erneut, warum jedes Mal, wenn ein neues Buch von ihm erscheint, der überwiegende Teil der Kategorien bei den großen Comic-Preisverleihungen mit seinem Namen versehen sind. Thematisch nimmt er übergangslos den roten Faden auf, der inhaltlich annähernd sein gesamtes Werk durchzieht: Berührend-tragische Lebensgeschichten von Menschen zu erzählen, die auf ihre individuelle Art und Weise an den Anforderungen scheitern, die Familie oder Gesellschaft an sie zu stellen scheinen. Als Ausgangspunkt dient ihm eine christliche Privatschule in Omaha. Dort überschneiden sich die Biografien der Lehrerin Joanne Cole und ihrer Schüler Jordan Lint und dem titelgebenden Rusty Brown. Rusty scheint ein Seelenverwandter von Jimmy Corrigan zu sein, dem Protagonisten aus dem gleichnamigen ersten Buch von Chris Ware. Als klassischer Außenseiter ist er in sich selbst und seinen Superhelden-Fantasiewelten verschlossen, bis ein neu hinzugekommener Mitschüler beginnt, an seinem Panzer zu kraten. Jordan ist nicht mehr allzu weit vom Schulabschluss entfernt, entstammt einer wohlhabenden Familie und hat den Traum, Rockstar zu werden. Sein arrogant und bisweilen rüpelhaftes Benehmen scheinen ihn nach außen hin zu Rustys Gegenstück zu machen, doch wird auch er über die Jahre von seinen eigenen Dämonen heimgesucht. Die afroamerikanische Lehrerin Joanne hat zu kämpfen mit rassistischen Anfeindungen von Seiten der Schüler wie auch Eltern und trägt mit der Zeit immer schwerer an der in die Brüche gegangenen Beziehung zu ihrer Schwester und der Vereinsamung ohne Partner an ihrer Seite. Die grafische Umsetzung dieser ineinander verflochtenen Geschichten erfolgt im für Chris Ware typischen Stil: Klare Farben, klare Linien, wenige Texturen und ein auf allen Ebenen sich reduzieren auf die wesentlichen Merkmale und Eigenschaften der Figuren und ihrer Umwelt. Dieser reduzierte, cartoonhafte Zeichenstil in seiner extremen Präzision erlaubt ihm, den Leser umso tiefer in die größtenteils ja zerrütteten Seelenlandschaften seiner Protagonisten hinein zu ziehen. Denn eine der vielen Meisterschaften Wares besteht darin, das Medium Comic tatsächlich auszunutzen und die Bilder den Großteil der Handlung und vor allem die Emotionen kommunizieren zu lassen; Text wird fast schon nur als allerletztes Mittel eingesetzt. Eine weitere Besonderheit ist das allgemeine Panellayout der Seiten. Den überwiegenden Teil des Buchs bestimmen Seiten, die aus zahllosen briefmarkenkleinen bis noch winzigeren Bildern bestehen. Dabei verliert man jedoch nie die Orientierung, da Ware sicher den Blick des Betrachters lenkt. Dieses Stilmittel wird auch zu dramaturgischen Zwecken genutzt, wenn ein Höhepunkt in der Handlung auftritt und Ware plötzlich nach dem vielen Klein-Klein der vorherigen Seiten nach dem Umblättern die Szenerie weit öffnet und eine ganze Doppelseite mit einem einzigen Bild füllt – der Effekt ist atemberaubend. Comic-Neulingen sei als Einstieg vielleicht eher „Jimmy Corrigan“ empfohlen, allen Anderen jedoch sei dieser erste von zwei Teilen mehr als nachhaltig ans Herz gelegt.

  • Artikelbild-0