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Heaven 11

Ein Psychatrie-Roman

Christian Krumm

(2)
Buch (Kunststoff-Einband)
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14,95
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Beschreibung

So manch hoffnungsvolle Karriere endet im Abgrund!

Diese Erfahrung muss der ehemalige Banker Marc Vossberg machen, der nach einem Burn-Out-Syndrom auf Drängen des Amtes eine Stelle als Aushilfspfleger in der geschlossenen Psychiatrie annehmen musste. Als er erfährt, dass er seinen alten Job wiederbekommen kann, keimt in ihm die Hoffnung auf. Um die Stelle antreten zu können, benötigt er lediglich eine Bescheinigung, dass er gesund ist.

Was zunächst ganz einfach klingt, entpuppt sich immer mehr als großes Problem. Keiner glaubt so recht an seine Diagnose und seine plötzliche Genesung. In seiner Verzweiflung wendet er sich ausgerechnet an den schizophrenen Patienten Gregor Thomè, der ihm dabei helfen soll, die Ärzte zu überlisten.

Denn eine Sache verheimlicht Marc: Das unheimliche Kratzen und Klopfen an seiner Zimmertür, das er seit seiner Krankheit jede Nacht hört.

Christian Krumm, (*1977) ist Autor von Gegenwartsliteratur, mit der er stets die Grenze von Phantasie und Wirklichkeit überschreitet. Was er mit seiner Kurzgeschichtensammlung Traumschrott bereits andeutete, führt er nun in dem Roman Heaven 11 konsequent fort. Seine Erfahrungen aus fünf Jahren Arbeit in der geschlossenen Psychiatrie sind zu einer Geschichte geworden, in der die Realität einen aussichtlosen Kampf gegen die Einbildungskraft des Menschen führt.

Produktdetails

Einband Kunststoff-Einband
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 20.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-946425-63-2
Verlag Edition Roter Drache
Maße (L/B/H) 21,1/14,9/3 cm
Gewicht 496 g

Kundenbewertungen

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Ein Buch, das noch lange hachhallt
von Aer1th | tthinkttwice am 10.11.2019

Vor einiger Zeit bekam ich eine Postkarte mit einer super lieben Nachricht darauf. Die Karte stammte von Christian Krumm. Die Nachricht selber hatte zwar nichts mit seinem neuen Buch zu tun, die Karte dafür umso mehr. Natürlich war ich neugierig und googelte nach “Heaven 11”. Sehr interessant klingender Klappentext und weil ich ... Vor einiger Zeit bekam ich eine Postkarte mit einer super lieben Nachricht darauf. Die Karte stammte von Christian Krumm. Die Nachricht selber hatte zwar nichts mit seinem neuen Buch zu tun, die Karte dafür umso mehr. Natürlich war ich neugierig und googelte nach “Heaven 11”. Sehr interessant klingender Klappentext und weil ich bereits schon ein Buch von ihm gelesen habe, wusste ich auch schon, dass mir sein Schreibstil gefällt. Also durfte das Buch kurz darauf bei uns einziehen. Mein Schwiegervater hat früher in der geschlossenen Psychiatrie gearbeitet, daher kannte ich schon so einige Geschichten aus dem Psychiatrie-Alltag und die waren teilweise echt nicht ohne. Mir war also bewusst, ich muss für dieses Buch in der richtigen Stimmung sein. Wenn mir gerade nach etwas seichtem, unkompliziertem ist, dann wäre “Heaven 11” nicht die richtige Wahl. Glücklicherweise passt der Herbst bei mir sehr gut, um in solch eine Stimmung zu kommen. Im Herbst lese ich beispielsweise auch lieber mal einen Thriller als im Frühling oder im Sommer. Ich schnappte mir also das Buch und begann zu lesen. Ich muss ehrlich gesagt zugeben, dass der Anfang für mich ein wenig langsam und stockend daherkam. Das lag aber nicht an der Geschichte oder dem Schreibstil, sondern schlicht und einfach daran, dass ich mit einer thrillerähnlichen Erwartung an das Buch herangegangen bin. Das Buch ist aber kein Thriller, obwohl es durchaus auch sehr spannend ist. Zu Beginn habe ich daher das Buch leider nicht so häufig in die Hand genommen, um zu lesen und habe daher relativ “lang” gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Doch dann war ich drinnen und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Christian Krumm hat allein durch Worte eine Atmosphäre geschaffen, die bedrückender nicht sein könnte, wenn ich selbst vor Ort auf Station 11 gewesen wäre. Einfach nur großartig. Die Atmosphäre passte einfach perfekt. Ich habe mit Marc Vossberg, seinen Kollegen und den Patienten mitgefiebert, mitgelitten und mitgebangt. Ich war voll drin in der Geschichte. Nicht nur einmal habe ich mich während des Lesens gefragt worauf die Geschichte hinaus läuft und was es mit dem Kratzen und Klopfen auf sich hat. Nach und nach klärte der Autor alles auf und brachte mich dabei ordentlich zum Nachdenken. Das Buch, die Geschichte ist sehr tiefgreifend. Sie ist philosophisch und gleichzeitig so echt. Die Charaktere authentisch und greifbar. Ich habe noch jetzt das Gefühl mitten unter ihnen zu sein. Je weiter ich im Buch voranschritt, desto sicherer wurde ich, dass der Autor das nicht nur sehr gut recherchiert haben muss, sondern dass er aus Erfahrung schreibt. Ich habe also wieder gegoogelt und herausgefunden, dass ich mit meinem Gefühl recht hatte. Christian Krumm hat selber einige Jahre in der geschlossenen Psychiatrie gearbeitet. Er selber schreibt, “dass das Buch ‘Heaven 11’ für ihn irgendwo zwischen Herzensangelegenheit und Lebenswerk steht”. Ich finde, das merkt man in jeder Zeile dieses Buches. Bevor ich dieses Buch gelesen habe, habe ich beim Gedanken an die Patienten einer geschlossenen Psychiatrie manchmal Angst bekommen, häufiger jedoch ein beklemmendes und ungutes Gefühl. Ich wollte so einem Menschen nicht gerne über den Weg laufen. Christian Krumm beschreibt die Patienten dieser Abteilung in einer detaillierten Tiefe, die mich wirklich beeindruckt zurückgelassen hat. Ja, es gibt diese Patienten, denen ich immer noch nicht begegnen möchte, aber da sind auch die anderen, die harmlos, lieb und eigentlich sogar zum Knuddeln sind, ihr Leben aber einfach nicht mehr alleine in den Griff bekommen. Und für diesen neuen Blick und die vielen Denkanstöße bin ich echt dankbar. Definitiv ein Buch, das noch lange nachhallt. ~~Fazit~~ Eine bewegende Geschichte, die meine Sichtweise korrigiert hat und noch lange nachhallen wird. Ich bin froh darüber auf dieses Buch gestoßen worden zu sein und kann es jedem, der sich für tiefgründige Bücher und die Psyche interessiert empfehlen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen.

Absolut ergreifend!
von einer Kundin/einem Kunden aus Duisburg am 21.09.2019

Bewertung von Simone Fischer Christian Krumm Heaven 11 Heaven 11: Ist hier der Himmel voller Geigen? Nicht so ganz.......... Chronifizierte Psychosen, Korsakow, schizophrener Wahnsinn, gepaart mit Aggressionen- das waren die Hauptzutaten auf der Station 11, einer geschlossenen Abteilung, in der die meis... Bewertung von Simone Fischer Christian Krumm Heaven 11 Heaven 11: Ist hier der Himmel voller Geigen? Nicht so ganz.......... Chronifizierte Psychosen, Korsakow, schizophrener Wahnsinn, gepaart mit Aggressionen- das waren die Hauptzutaten auf der Station 11, einer geschlossenen Abteilung, in der die meisten Patienten länger verweilten. "Endstation" wurde sie auch genannt. Eine Auffangstation für diejenigen, die durch alle bisherigen sozialen Maschen gefallen sind und nicht mehr für sich selbst sorgen konnten. Das erfährt Marc Vossberg in seinen ersten Tagen als Aushilfspfleger. Der ehemalige Banker muß nach einem Burnout eine Auflage vom Amt erfüllen. Anfangs wenig begeistert tritt er seinen Dienst an und wundert sich über die Patienten, die dort teilweise umher schlurften. Er wird direkt gefragt, ob er mal bitte eine Zigarette hätte, lernt den ärmsten Mann der Welt kennen und erfährt, daß er ein lieber Junge ist und der Kreislauf immer rund sein muß. Tischmanieren sind nicht jedem geläufig, als Toilette dienen verschiedene Möglichkeiten und Duschen ist eine Herausforderung. Eine Welt, in derAutomatismen selbstverständlich und der Wahnsinn normal sind. In der Pfleger an ihre Grenzen kommen und Patienten diese überschreiten. So ziemlich jeden Tag. Aber für Marc sollte es ja nicht lange dauern, dieser Einsatz. Er brauchte ja lediglich eine Bescheinigung vom Arzt, daß er gesund ist; dann kann er wieder in sein Leben als Banker zurück. Der Arzt sträubt sich allerdings. In seiner Verzweiflung wendet sich Marc an Gregor: Intelligent, pfiffig, schizophren. Gregor soll Marc helfen, sich besser gegenüber dem Arzt verkaufen zu können. Eigentlich nicht schwer, oder? Es gab da wohl eine Kleinigkeit, die Marc verheimlichte: Ein stetiges Klopfen und Kratzen jede Nacht an seiner Zimmertür im Wohnheim für Angestellte. Ist aber wirklich nicht der Rede wert................ Was für ein phänomenales Buch! Es hat ein ganz besonderes Flair; beschreibt den Alltag dieser Station in all seinen Facetten. Und der ist besonders, denn hier arbeitete Hr. Krumm in den Neunziger Jahren selbst; sammelte Erfahrungen mit schwerst kranken Menschen, die keine Lobby hatten, die in ihrer Welt lebten und sich selbst vergaßen. Dieses Buch widmet er den Patienten und Pflegern dieser Station, machte aus dem Alltag diesen Roman, den man wirklich lesen muß! Er berührt, amüsiert und macht stellenweise nachdenklich. Der besondere Schreibstil faszinierte mich; ich wünschte, dieses Buch hätte nie geendet. Denn auch ich hatte einen besonderen Bezug zu dieser Station. Ich kannte sie; aushilfsweise. Genau so, wie beschrieben. Mit all den Patienten, den Pflegern und den Skurrilitäten. Der Roman weckte Erinnerungen in mir, ließ mich schmunzeln und sentimental werden. Deshalb ist es für mich persönlich auch ein ganz besonderes Buch, ein Lesehighlight 2019, das lange nachhallt! Hr. Krumm hat mit diesem Buch etwas geschaffen, was die Pfleger damals für die Patienten schufen: Keine Geigen. Aber ein kleines Stückchen Himmel.

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