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Stambul

Geschichten zwischen Sultanat und Republik

Navid Linnemann

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Beschreibung

Während ein Barbier für den Widerstand kämpft, sorgt sich der Imam einer kleinen Gemeinde um deren Zukunft. Ein Fotograf betrachtet die Stadt durch die Linse seiner Kamera, als ein Reisender seiner großen Liebe auf der Spur ist.

Zu einer Zeit der großen Umbrüche und Kriege führt dieses Buch in fünfzehn Kurzgeschichten in den Alltag der Metropole am Bosporus. Mögen manche Geschichten auch frei erfunden sein, so basieren andere auf wahren Begebenheiten. Während das politische Geschehen oft Thema ist, liegt der Fokus auf den Bewohnern der Stadt selbst. Durch ihre Augen erleben wir die Veränderungen jener Zeit. Wir dürfen sie begleiten, wenn sie für einen Umbruch streiten, mit aller Kraft das Bestehende erhalten wollen oder einfach nur ihren täglichen Kampf ums Überleben führen.

Denn in Stambul - so heißt es - treffen sich Mensch und Magie, Religion und Politik, Wahrheit und Fiktion.

Navid Linnemann kommt aus dem Rheinland, wo er in Neuss geboren wurde. Er studierte zunächst Islamwissenschaften und Geschichte, bevor er auf Sozialwissenschaften umsattelte. Seine schreibende Tätigkeit begann noch zu Schulzeiten in Form von Gedichten, stolperte über einen Romanversuch und landete schließlich bei historischen Kurzgeschichten. Seit einigen Jahren lebt er in Istanbul, wo er ehrenamtlich bei einem deutsch-türkischen Onlinemagazin tätig ist.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 180
Erscheinungsdatum 19.11.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7481-1646-2
Verlag BoD – Books on Demand
Maße (L/B/H) 19,7/12,3/2 cm
Gewicht 198 g
Auflage 2. Auflage

Kundenbewertungen

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Kurzgeschichten rund um Istanbul von der letzten Sultanatszeit bis zur Gründung der Republik
von einer Kundin/einem Kunden am 07.03.2019

"Stambul" von Navid Linnemann ist ein Kurzband mit 15 Kurzgeschichten rund um Istanbul. Geschichtlich reist man zurück zur letzten Sultanatszeit bis zu den Anfängen der Gründung der heutigen Republik. Gegliedert sind die Geschichten in "Vor dem Krieg, während dem Krieg und nach dem Krieg". Fazit: Mir persönlich haben n... "Stambul" von Navid Linnemann ist ein Kurzband mit 15 Kurzgeschichten rund um Istanbul. Geschichtlich reist man zurück zur letzten Sultanatszeit bis zu den Anfängen der Gründung der heutigen Republik. Gegliedert sind die Geschichten in "Vor dem Krieg, während dem Krieg und nach dem Krieg". Fazit: Mir persönlich haben natürlich nicht alle Geschichten gefallen, aber das ist reine Geschmackssache. Rundum waren das auch nur 2 von 15. Insgesamt also top. Man begegnet teilweise in Echt gelebten Persönlichkeiten auf den Straßen Istanbuls, die wahrheitsgetreu beschrieben werden (soweit möglich). Manchmal kann es sogar vorkommen, dass man Menschen begegnet, die man doch von irgendwo schon einmal kennengelernt hatte... Genau das ist das, was ich mag! Keine aneinander neu arrangierten Charaktere, sondern Charaktere, die wieder auftauchen, verschmelzen, tatsächlich zu existieren scheinen und nicht nur einmal erscheinen und dann in der Versenkung enden. Und zum Schluss: Die meisten Geschichten haben einen wirklich ausgezeichneten humorvollen Unterton.

Eine abwechslungsreiche Reise durch das Stambul in verschiedenen Zeiten
von Funny aus Augsburg am 25.02.2019

In "Stambul - Geschichten zwischen Sultanat und Republik" gelingt es Navid Linnemann den Leser direkt nach Stambul zu entführen. Die Beschreibung der Orte und Situationen ist so stimmungsvoll und gut beschrieben, dass man sich alles toll vorstellen und ausmalen kann. Man ist förmlich direkt im Geschehen. Die einzelnen ... In "Stambul - Geschichten zwischen Sultanat und Republik" gelingt es Navid Linnemann den Leser direkt nach Stambul zu entführen. Die Beschreibung der Orte und Situationen ist so stimmungsvoll und gut beschrieben, dass man sich alles toll vorstellen und ausmalen kann. Man ist förmlich direkt im Geschehen. Die einzelnen Geschichten sind sehr abwechslungsreich. Es ist für jeden Leser etwas dabei. Es gibt spannende Krimis, lustige Erzählungen und nachdenklich machende Geschichten. Bei all dem erfährt der Leser ganz nebenbei geschichtliche Fakten und bekommt dabei einen Eindruck des damaligen Zeitgeschehens. Ein wirklich faszinierendes abwechslungsreiches Buch, das ich absolut empfehlen kann.

Auf geht´s auf eine Zeitreise ins Stambul
von Elke Seifried aus Gundelfingen am 15.02.2019

Auf geht´s auf eine Zeitreise ins Stambul rund um den Ersten Weltkrieg. Das ist wohl das Motto, unter dem Navid Linnemann seine Leser mit fünfzehn gesammelten Werken in diesem Büchlein unterhält. Er unterteilt seine fünfzehn Kurzgeschichten in die drei Abschnitte vor dem Kriege, im Kriege und nach dem Kriege. Während man im ... Auf geht´s auf eine Zeitreise ins Stambul rund um den Ersten Weltkrieg. Das ist wohl das Motto, unter dem Navid Linnemann seine Leser mit fünfzehn gesammelten Werken in diesem Büchlein unterhält. Er unterteilt seine fünfzehn Kurzgeschichten in die drei Abschnitte vor dem Kriege, im Kriege und nach dem Kriege. Während man im ersten Abschnitt von den Sorgen vor dem Krieg und aus Zeitungsberichten von der Mobilmachung, oder auch wie man sich vom Militärdienst freikaufen kann, erfährt, kann man im zweiten Nachrichten aus dem Krieg lesen und im letzten Abschnitt wird die Angst und die Unsicherheit was die Zukunft bringen wird, klar deutlich. „Wenn es dem Padischah Kalif nicht gelingen würde, den Nationalisten Einhalt zu gebieten, dann würde man die braven Leute des Reiches eines Tages zwingen, westliche Hüte anstelle von Fees und Turban auf ihre Köpfe zu setzen. Aúdhuu billahi minasssch schaitnir radschim“ (Gott bewahre uns vor dem Unheil des Teufels.), ist nur ein Beispiel für solche Erwähnungen. Geschichten zwischen Sultanat und Republik, den Untertitel trägt die Anthologie daher zu Recht. Es geht nach Stambul und das mit allen Sinnen. Bei den Worten „…Milch und das Fleisch seiner Schafe, das Öl von Sesam und Oliven ließen ihn Mahlzeiten bereiten, um die ihn viele reiche Städter in diesen schweren Zeiten beneiden dürften.“, hatte ich den Duft der orientalischen Küche in der Nase. Man darf auch viele Sehenswürdigkeiten und einige Ausflugsziele in der Nähe besuchen, die allesamt so beschrieben werden, dass man sich alles bestens vorstellen kann. „Fünf Stockwerke wuchs das burgähnliche Gebäude in die Höhe. Auf einer Breite von gut hundertzwanzig Schritt streckte es seine majestätische Front dem Meer entgegen. Um die für einen Kopfbahnhof vorteilhafte U Form zu bilden, gingen von dieser Front zwei Flügel landeinwärts.“ Wer hat da nicht ein Bild im Kopf? Ab und an gibt es auch ein reales, passendes in Schwarz-Weiß dazu, was mir gut gefallen hat. Toll werden auch die Mentalität und das Leben auf den Straßen dargestellt. Da begrüßt ein alter, arbeitsloser Mann schon mal den ganzen Tag vor seiner Haustüre sitzend, alle, die durch die Gasse kommen oder es ist von einem Apfelhändler die Rede, für den gilt: „unter der Last seines großen Flechtkorbs auf dem Rücken……In der Rechten hielt er eine Waage. Laut zählte er einige Äpfel ab. Bevor er den Preis für ein Pfund abwechselnd auf Türkisch und Jiddisch noch bin in die letzte Kammer der umliegenden Häuser brüllte.“ Für Abwechslung ist ebenfalls gesorgt. Es geht unter anderem um Mord, ein Dieb muss überführt werden, zwei Schuhputzjungen plaudern über ihre Geschäftstricks, man darf einen Aufenthalt im Dampfbad genießen oder einen Valentino begleiten, dem die Liebe ein wenig die Sinne vernebelt und einiges mehr. Einseitig und langweilig wird es sicher nicht. Der anschauliche Schreibstil des Autors hat mir sehr zugesagt. Die Geschichten lesen sich allesamt sehr flüssig und Navid Nauman vermag sich durchaus geschickt auszudrücken. Sehr gut hat mir die feine Prise Humor gefallen, mit denen er viele seiner Geschichten würzt. Ich konnte oft schmunzeln und vor mich hin grinsen. Ich habe auch so einiges Neue erfahren und ich werde sicher auch noch weiter recherchieren gehen, nie verkehrt, wenn man beim Lesen auch etwas lernt. Lobend erwähnen möchte ich auch noch die doch recht zahlreichen Schwarz-Weiß Bilder, die die Geschichten perfekt ergänzen und auch das Layout aufpeppen. Eine historische Karte ist dem ganzen ebenfalls vorangestellt, bei der man zwar seine Augen extrem anstrengen muss, wenn man etwas erkennen will, die mir aber trotzdem gut gefallen hat. Verständnisprobleme kann es sicher auch keine geben, denn Unbekanntes wird sofort auf der Seite, und damit ohne lästiges Blättern, unten in Fußnoten erklärt. Die allermeisten Geschichten haben mir wirklich sehr gut gefallen, mit ein, zwei konnte ich nicht ganz so viel anfangen, wurde aber trotzdem auch mit diesen informativ und gut unterhalten. Deshalb kann ich fünf Sterne für Stambul durchaus noch vergeben. Also drum zum Buch greifen, damit gilt. „Heute ist euer Glückstag, Effendim. Ihr werdet behandelt wie ein Sultan, doch löhnt nur wie ein Kesselflicker. Seid Ihr einverstanden? So schlagt ein!“


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