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Die Mauer

Roman

In Großbritannien gilt das Gesetz des Stärkeren. Das Land ist von einer hohen Mauer umgeben, die von den Bewohnern um jeden Preis gegen Eindringlinge verteidigt wird. Während in England der Brexit vorbereitet wird, legt Bestsellerautor John Lanchester einen brisanten neuen Roman vor.

Joseph Kavanagh tritt seinen Dienst auf der Mauer an, die England seit dem großen Wandel umgibt. Er gehört nun zu jener Gruppe von jungen Menschen, die die Mauer unter Einsatz ihres Lebens gegen Eindringlinge verteidigt. Der Preis für ein mögliches Versagen ist hoch. Schaffen es Eindringlinge ins Land, werden die verantwortlichen Verteidiger dem Meer - und somit dem sicheren Tod - übergeben. Das Leben auf der Mauer verlangt Kavanagh einiges ab, doch seine Einheit wird zu seiner Familie, und mit Hifa, einer jungen Frau, fühlt er sich besonders eng verbunden. Gemeinsam absolvieren sie Kampfübungen, die sie auf den Ernstfall vorbereiten sollen. Denn ihre Gegner können jeden Moment angreifen. Und die sind gefährlich, weil sie für ein Leben hinter der Mauer alles aufs Spiel setzen.
John Lanchester geht in seinem neuen Roman alle Herausforderungen unserer Zeit an - Flüchtlingsströme, wachsende politische Differenzen und die immer größer werdende Angst in der Bevölkerung - und verwebt diese zu einer hochgradig spannenden Geschichte über Liebe und Vertrauen sowie über den Kampf ums Überleben.
Portrait
John Lanchester, geboren 1962 in Hamburg, wuchs im Fernen Osten auf und arbeitete in England als Lektor beim Verlag Penguin Books, ehe er Redakteur der »London Review of Books« wurde. Daneben war er für Zeitungen und Zeitschriften wie »Granta« und »The New Yorker« tätig sowie als Restaurantkritiker für »The Observer« und Kolumnist für »The Daily Telegraph«. Er gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern und führenden Intellektuellen Englands.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 31.01.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783608115611
Verlag Klett Cotta
Dateigröße 4310 KB
Verkaufsrang 18367
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Buchhändler-Empfehlungen

Fulminant

Nicole Hoffstaetter, Thalia-Buchhandlung Vaihingen

Meine Gedanken kreisten noch um den Inhalt dieses Buches als ich es schon lange weggelegt hatte, denn die Geschichte lässt nicht los. Fast poetisch wird der Dienst an der Mauer beschrieben um die sich fast alles dreht und mehr und mehr kriechen die Gefühle des Protagonisten unter die Haut. Man liest nicht, sondern erlebt mit und das ab Seite 1. Und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, mit rasendem Tempo nähert man sich dem Ende des Buches, das ich an dieser Stelle sicher nicht verraten werde. "Die Mauer" ist wirklich lesenswert.

Auf der Mauer, auf der Lauer…

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

...liegt Joseph Kavanagh, ein junger Mann, der gerade begonnen hat, seinen zweijährigen Pflichtdienst dort zu absolvieren. Die Mauer ist hoch und lang, sie ist kalt und rau, sie ist hart und eintönig...sie ist betonhimmelwasserwind. Sie umschließt die komplette Küste Großbritanniens. Nach dem großen Wandel vor einigen Jahren schotten sich alle ab, haben Angst vor den „Anderen“, die versuchen über die Mauer zu klettern und ins Land einzudringen. Erinnert uns das an etwas? Ja, an Klimawandel, an Migration, an den Kampf um Ressourcen und ums Überleben. So könnte unsere Welt in ein paar Jahren aussehen: umgeben von Mauern. Lanchester lässt seinen Protagonisten aus verschiedenen Erzählperspektiven berichten, und wir als Leser werden schnell hineingezogen in diese düstere, spannende Geschichte, in die kalte Atmosphäre, in die Hoffnungslosigkeit einer nahen Zukunft – absolut empfehlenswert!

Kundenbewertungen

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Interessantes Gedankenmodell
von Astrid Wergen am 13.08.2019

Die Mauer von John Lanchester ist mir hauptsächlich aufgrund des Covers aufgefallen. Das düstere obere Drittel gepaart mit dem unteren blauen Meer (fast mein Lieblingsblau) hat mich angesprochen. Doch auch die Geschichte selber sollte seinen Reiz bestätigen. In dieser Geschichte ist Großbritannien nicht nur vom Wasser umgeben... Die Mauer von John Lanchester ist mir hauptsächlich aufgrund des Covers aufgefallen. Das düstere obere Drittel gepaart mit dem unteren blauen Meer (fast mein Lieblingsblau) hat mich angesprochen. Doch auch die Geschichte selber sollte seinen Reiz bestätigen. In dieser Geschichte ist Großbritannien nicht nur vom Wasser umgeben. Die Insel ist auf Nummer sicher gegangen und hat ebenso eine Mauer errichtet, so dass weder wer auf die Insel kann, noch runter. Doch immer wieder versuchen es die „Anderen“, die Insel zu betreten. Das soll durch die Wachen auf der Mauer verhindert werden. Der Dienst geht in der Regel zwei Jahre. Verkürzung ausgeschlossen, Verlängerung aufgrund von Fehlverhalten möglich. Und so muss auch Joseph Kavanagh, auch genannt Yeti, seinen Dienst auf der Mauer tun. Mehr oder weniger ins kalte Wasser geschmissen, lernt er von seinen Vorgesetzten, aber hauptsächlich von seinen Mitstreitern die Regeln der Mauer. Trostlose Tage folgen auf noch trostlosere Tage auf der Mauer, nur abgewechselt von Trainingswochen oder Urlaub. Letzteren verbringt Joseph lieber mit seinen Mitstreitern als zuhause bei seinen Eltern, denen er kaum etwas zu sagen hat. Als die Anderen nun durch einen Angriff hinter die Mauer aufs Festland können, werden die Mauerwachen bestraft, auch Joseph. Bei solchen Vergehen gibt es nur eine Strafe: mit einem Schiff aufs Meer. Und so findet sich Joseph mit einigen Mitstreitern, auch unerwarteten Mitstreitern, auf offener See wieder. Gerücheweise soll es in der Nähe einen Küstenstreifen ohne Mauer geben, das nun das nächste Ziel ist. Doch dort wird Joseph nie ankommen. Das Buch birgt eine gewisse Düsterheit mit sich. Am Anfang erinnert mich das Buch etwas an die Mauerwelt von Game of Thrones, was jedoch sich schnell verläuft. Das letzte Drittel finde ich nicht ganz so passend, und hat bei mir etwas die Idee des Buches genommen. Auch wenn bereits moderne Mittel wie Kommunikatoren oder Autos und Züge in der Geschichte ihren Platz haben, war diese Idee des Buches für mich etwas zeitloser, und hätte in der moderne, aber auch in einem vorherigen Jahrhundert spielen können. Es wirkte etwas zeitloser. Die Idee, die Protagonisten auf einer Bohrinsel landen zu lassen, auf der ein Stummer sein Dasein fristet, lässt das Ende offen. Es mag im Auge des Betrachters liegen, ob er für sich die Geschichte weiterspinnt. Eine Geschichte, die sich allein aufgrund der Qualität der Erzählung lohnt zu lesen. Eine Geschichte, die sicherlich politische und gesellschaftliche Fragen zulässt. Jedoch ist der Vergleich zum derzeit hochaktuellen Brexit doch etwas an den Haaren herbeigezogen.

Betonhimmelgrau Arschkalt
von einer Kundin/einem Kunden aus Gudensberg am 14.07.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Betonhimmelgrau- arschkalt. Das ist der erste bleibenden Eindruck von der Mauer.. Mauer die Assoziation ist die gefallene Mauer um die DDR, die Mauer in den Köpfen, die Mauer die Trump so gerne haben möchte. Mauer abschotten vom Rest der Welt. Das soll die hier beschriebene Mauer auch...die Welt draussen halten. Dafür schieb... Betonhimmelgrau- arschkalt. Das ist der erste bleibenden Eindruck von der Mauer.. Mauer die Assoziation ist die gefallene Mauer um die DDR, die Mauer in den Köpfen, die Mauer die Trump so gerne haben möchte. Mauer abschotten vom Rest der Welt. Das soll die hier beschriebene Mauer auch...die Welt draussen halten. Dafür schiebt die Jugend der Insel zwei Jahre Dienst auf der Mauer in der Kälte in der Einöde ins Nirgendwo auf das Meer blicken mit der Angst vor dem nächsten Angriff der Anderen, die nicht hineindürfen. Dafür haben sie sich mit der vorherigen Generation zerstritten, ihr die Situation angelastet....haben sie sich schon gefragt, wie ihre Kinder über sie urteilen? Der ewige Generationenkonflikt mit dem Recht der Jugend auf Rechthaben? Die Eintönigkeit und die Kälte des Diensts an der Mauer nimmt viel Raum ein, wie der Wandel und warum nun stattgefunden hat, wie das Leben in den Mauer aussieht dafür gibt es weniger Raum. Es ist ein rigides autoritäres System, dass die Mauer an der Küste aufrechterhält und sich abschottet. Jajaja Klimawandel und Brexit etc. aber mich hat der Roman ziemlich kalt und leer zurückgelassen, ich hatte Perspektiven mehr Auseinandersetzungen mit der Situation erwartet und das Bild am Schluss? Eine Einsamkeit im Nirgendwo? Das Paradies im Nichts?

Die Mauer
von Simi159 am 12.05.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In einer nahen Zukunft, in Großbritannien gilt das Gesetz des Stärkeren. Um die Insel ist eine hohe Mauer gezogen die von den Bewohnern bewacht und um jeden Preis verteidigt wird. Bei Versagen zahlt der Bewacher dies mit dem eigenen Leben. Seit dem Wandel gibt es die Bewohner und die Anderen. Joseph Kavanagh ist ein junger Einwo... In einer nahen Zukunft, in Großbritannien gilt das Gesetz des Stärkeren. Um die Insel ist eine hohe Mauer gezogen die von den Bewohnern bewacht und um jeden Preis verteidigt wird. Bei Versagen zahlt der Bewacher dies mit dem eigenen Leben. Seit dem Wandel gibt es die Bewohner und die Anderen. Joseph Kavanagh ist ein junger Einwohner, der jetzt seinen zweijährigen Wachdienst an der Mauer antreten muss. Mit all seinen Entbehrungen und Konsequenzen…. Fazit: Kalt und düster ist diese Zukunft die John Lanchester in seinem Roman da erschafft. So kalt und karg, wie für Joseph Kavanagh sein Wachdienst an der Mauer ist, so ist die Sprache und Erzählweise. Endlos scheinen diese Dienste, mit dem einzigen Lichtblick eines kurzen Snacks oder warmen Tees. Es gibt keine Sonne, keine richtige Freude, eher die Angst einen Anderen zu übersehen und die Mauer nicht richtig zu bewachen. Seit der Wandel vollzogen wurde, haben die Nachkommen keine Wahl mehr, sie müßen diese zwei Jahre Dienst an der Mauer tun, sich dem fügen. Diese Ausweglosigkeit, Hilflosigkeit und das Verantwortlich gemacht werden, für etwas, das die eigenen Eltern verursacht- oder wogegen sie nichts unternommen haben, kommt einem beim Lesen sehr schnell in den Sinn. Wird auch vom Autor thematisiert. Denn diese mächtige Mauer, die Einsamkeit dort und die Anstrengung des Wachehaltens auf der selbigen kann man bis ins kleinste Detail beim Lesen spüren. Mit aller Macht wird da etwas verteidigt ohne, dass die, dies tun müssen gefragt werden, ob sie es überhaupt wollen. Doch da ist mehr als die Mauer, Hoffnung -Liebe, ein zarter Keim von Wahlmöglichkeiten für Kavanagh und Hifa. Realistische und authentische Charaktere, Hifa und Joseph, aus dessen Sicht das alles erzählt wird, runden das Buch ab. Wer einen diatonischen Roman, mit einem Held, der aufbricht und die Mauer einreißt, erwartete, wird hier nicht glücklich. Wer ein mögliches Bild sucht, einer möglichen Zukunft, wenn wir weiter so machen, Stichwort: Trump & Co., wird auf seine Kosten kommen. 4 STERNE.