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Wien abseits der Pfade (Jumboband)

Georg Renöckl

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Beschreibung

Vergessen Sie die Lipizzaner. Wiens wahres Wappentier ist die Weinbergschnecke. Und passt nicht ein derb daherraunzender Beschwerdechor viel besser zum herben Charme dieser Stadt als süße Sängerknaben? Georg Renöckl führt Sie in die verborgenen Winkel und hinter die Touristenkitsch-Fassaden der Millionenstadt an der Donau. Gehen Sie der Wiener Lebensqualität bei einem Spaziergang mit einem Experten für alles Hässliche auf den Grund oder erwandern Sie sich die Geschichte der Wiener Wasserversorgung. Machen Sie sich auf die Suche nach übrig gebliebenen und neu gegründeten kleinen Handwerksbetrieben, kosten Sie Konfekt aus Blüten der Wiener Streuobstwiesen und verzweifeln Sie an der Qual der Wahl zwischen urigem Wiener Beisel, gediegenem Jazzkeller und angesagtem Retro-Restaurant, während Sie zum Aperitif im Schrebergarten-Schutzhaus einen Jägertee schlürfen.

Georg Renöckl, geboren 1976, studierte Germanistik, Französisch und Journalismus in Wien, Paris und Mexiko. Nach sechs Jahren in Straßburg und Paris lebt er seit 2008 mit seiner Familie wieder in Wien, wo er als Lehrer und Journalist arbeitet. Er schreibt mit Schwerpunkt Feuilleton und Reise u. a. für die Neue Zürcher Zeitung, die Presse und den Falter.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 392
Erscheinungsdatum 20.05.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-99100-276-5
Verlag Braumüller Verlag
Maße (L/B/H) 19,7/12,6/2,7 cm
Gewicht 414 g

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Ein Leseschatz und ein gelungener Blick hinter die Kulissen
von Streiflicht am 27.10.2019

Eigentlich wollte ich nur mal kurz reinblättern und mal durchschauen, aber dann bin ich hängengeblieben und habe das halbe Buch auf einen Satz durchgelesen. Mit seinen wunderbaren Beschreibungen hat Autor Georg Renöckl mich in nur wenigen Minuten komplett in seinen Bann gezogen und begeistert. Er zeigt Orte, die man nicht kennt ... Eigentlich wollte ich nur mal kurz reinblättern und mal durchschauen, aber dann bin ich hängengeblieben und habe das halbe Buch auf einen Satz durchgelesen. Mit seinen wunderbaren Beschreibungen hat Autor Georg Renöckl mich in nur wenigen Minuten komplett in seinen Bann gezogen und begeistert. Er zeigt Orte, die man nicht kennt – auch wenn man schon mehrfach in Wien war und die Stadt sehr mag. Abseits von Touristenmassen, Verkaufsgetöse und Hotspots kann man mit seiner Hilfe das ursprüngliche, das eigentliche Wien entdecken. Gleich das erste Kapitel nach der Einführung hat mich sehr begeistert. Unter dem Motto „Ab durch die Häuser“ kann man mit dem Autor durch die Hinterhöfe schleichen und dort wahre Pracht und Schönheit entdecken. Selbst beim Lesen hatte ich schon Spaß daran und hätte mich am liebsten auch gleich auf die Socken gemacht. Ein paar schöne Bilder und eine Liste mit Orten zum Verweilen runden dieses Kapitel ganz herrlich ab. Insgesamt gut gefallen mir die vielen Tipps, Kartenausschnitte mit Hinweisen, Fotos und Beschreibungen im Buch! Das alles ergänzt den Text herrlich und macht das Buch rund! Über dieses Buch sollte man nichts schreiben, man muss es lesen. Es entdecken und erkunden, wie man es anschließend mit Wien tun sollte. Das Buch ist etwas ganz Besonderes, ein wahrer Schatz. Ich bin wirklich glücklich, dass ich es entdeckt habe und lesen durfte! Es zeigt so viele Seiten von Wien, so viele wunderbare, fast geheime Orte, die ich alleine nie gefunden hätte. Und das alles in einem lockeren Plauderton mit viel Humor, das macht Spaß und Lust auf mehr!

Spaziergänge durch Wien
von einer Kundin/einem Kunden aus Glauchau am 23.10.2019

„...Die hier vorgestellten Spazierwege durch die Stadt sind ganz sprichwörtlich erst beim Gehen entstanden. Ich kenne keine bessere Methode, sich eine Stadt anzueignen, als nicht allzu zielstrebig draufloszugehen...“ Das Zitat stammt aus dem Vorwort des Buches. Dann folgt die Beschreibung zu dreizehn Spaziergängen durch Wien.... „...Die hier vorgestellten Spazierwege durch die Stadt sind ganz sprichwörtlich erst beim Gehen entstanden. Ich kenne keine bessere Methode, sich eine Stadt anzueignen, als nicht allzu zielstrebig draufloszugehen...“ Das Zitat stammt aus dem Vorwort des Buches. Dann folgt die Beschreibung zu dreizehn Spaziergängen durch Wien. Wer nun glaubt, eine trockene Reisebeschreibung zu altbekannten Sehenswürdigkeiten zu lesen, wird schon nach den ersten Seiten angenehm von Inhalt und Schriftstil überrascht. Zum einen führt mich der Autor durch verschiedene Stadtbezirke von Wien bis weit an den Stadtrand. Zum zweiten lerne ich viele weniger bekannte Seiten der Stadt kennen, seine es Fabriken, Geschäfte, Cafès oder Parkanlagen. Einen breiten Raum nimmt ebenfalls das Rote Wien mit seiner besonderen Architektur ein. Zum dritten bleibt der Autor nicht bei der Beschreibung der Sehenswürdigkeiten stehen, sondern er führt mich stellenweise tief in die Geschichte Wiens, sei es Medizingeschichte, die Entwicklung einiger Manufakturen oder die historischen Veränderungen im Stadtbild. Die Wanderungen sind wohl gewählt und stehen meist unter einem bestimmten Thema. Bei all dem lässt sich der leichte und lockere Schriftstil gut lesen. Das heißt nicht, dass er auch andere Facetten verwendet. Beim jüdischen Friedhof oder dem Thema Euthanasie in Zusammenhang mit einem Kinderkrankenhaus ist die Betroffenheit in jedem Wort spürbar. Ab und an durchzieht feiner Humor die Geschichte. Das liest sich zum Beispiel so: „...Dabei hatte ich vor dem Figarohaus mit Busladungen japanischer Touristen gerechnet, doch die kaufen wahrscheinlich gerade Mozartkugeln am Stephansplatz...“ Auch die eine oder andere Empfehlung hört sich seltsam an. Bei Andreas Gugumuck, der Weinbergschnecken züchtet, gab es folgenden Hinweis: „...Den Schaum können Sie direkt aufs Gesicht auftragen. Es gibt keine bessere Anti-Aging-Creme...“ Außerdem lerne ich als Leser, um es mit meinen Worten zu formulieren, manch Wiener Original kennen, sei es ein Wahlwiener, der Einheimischen und Touristen besonders hässliche Orte der Stadt zeigt und ausgefallene Ideen für die Umgestaltung hat, oder Menschen, die völlig neue Wege gehen. Dass man aus Gurken Schnaps brennen kann, war mir bislang völlig unbekannt. Zitate ehemaliger Wiener werden gekonnt in die Beschreibung eingeflochten. Das folgende stammt von Edmund de Waal, der mit seiner jüdischen Familie Wien 1938 verlassen hat. „...Häuser zu betrachten ist eine Kunst. Man muss sehen lernen, wie ein Gebäude in der Landschaft oder einer Straßenlandschaft situiert ist. Man muss entdecken, wie viel Raum es in der Welt einnimmt, wie viel davon es verdrängt...“ Natürlich wird an passender Stelle der Wiener Dialekt eingearbeitet. Von dem ganz eigenen Humor des Grafen Bobby hätte ich gern mehr gelesen. Überall, wo es möglich ist, lässt sich der Autor ein Rezept in die Feder diktieren, das er dann mit dem Leser teilt. Jeder Spaziergang endet mit zwei Übersichten. Das sind zum einen Orte zum Verweilen, zum anderen Orte zum Vertiefen. Gasthäuser, Museen, Marktstände, Sehenswürdigkeiten gehören dazu. Angegeben werden der Name, die Adresse, die Telefonnummer, die Internetadresse, wenn vorhanden, und gegebenenfalls die Öffnungszeiten. Jeder Spaziergang beginnt mit einer Karte, auf der die wesentliche Haltepunkte markiert und beschriftet wurden. Die Karten sind allerdings vom Format her so klein, dass sie kaum zu verenden sind. Alle Spaziergänge werden mit einer Vielzahl von Schwarz-weiß-Fotos illustriert. Natürlich wären Farbfotos schöner und ausdrucksstarker, allerdings würde das sich merklich im Preis bemerkbar machen. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich habe viel dazu gelernt und eine Menge Anregungen für meinen nächsten Wienbesuch bekommen. Mit einem Zitat möchte ich meine Rezension abschließen: „...Was ist der Unterschied zwischen einem Touristen und einem Wiener? Der Tourist ist froh, hier zu sein...“

Wien abseits der Pfade
von StephanieP aus Innsbruck am 03.10.2019

Wien ist immer eine Reise wert, aber in den meisten Reiseführern stehen die immer selben und oftmals sehr überlaufenen Sehenswürdigkeiten. Nicht so im Buch „Wien abseits der Pfade“. Dieser Reiseführer bietet unterschiedliche Spaziergänge abseits des Massentourismus und viele Sehenswürdigkeiten, welche man in keinem anderen Reise... Wien ist immer eine Reise wert, aber in den meisten Reiseführern stehen die immer selben und oftmals sehr überlaufenen Sehenswürdigkeiten. Nicht so im Buch „Wien abseits der Pfade“. Dieser Reiseführer bietet unterschiedliche Spaziergänge abseits des Massentourismus und viele Sehenswürdigkeiten, welche man in keinem anderen Reiseführer findet. Georg Renöckls Schreibstil ist flüssig und man merkt beim Lesen sofort seine große Begeisterung für Wien und die beschriebenen Sehenswürdigkeiten. Diese große Begeisterung springt sofort auf den Leser über und macht richtig Neugierig auf die beschriebenen Häuser, Lokale, Parks, etc. Der Autor lässt in die Texte auch historische Fakten sehr gelungen und informativ einfließen, ohne den Leser dabei zu langweilen. Besonders gut gefällt mir zudem der Aufbau des Buches. Es finden sich vierzehn Spaziergänge zu den unterschiedlichen Stadtvierteln und der Autor schafft es dem Leser jeden einzelnen der Spaziergänge ans Herz zu legen. Ich werde mich bei meinem nächsten Wien Aufenthalt nur sehr schwer entscheiden können, welche der Spaziergänge ich mache. Kleine Anekdoten und auf den Text abgestimmte Rezepte werten den Reiseführer zusätzlich auf und machen aus ihm etwas ganz besonderes. Leider gibt es auch einen Kritikpunkt, welcher allerdings der Finanzierung geschuldet ist. Im Buch finden sich mehrere Karten und zahlreiche Bilder. Die Karten sind oftmals nur sehr klein und kaum lesbar, weshalb sie eher unbrauchbar sind, da man nichts erkennt. Besonders gut hingegen gefällt mir, dass auch viele Fotos der Sehenswürdigkeiten im Buch sind. Diese sind allerdings nur schwarz- weiß, weshalb leider der Flair etwas verloren geht. FAZIT: „Wien abseits der Pfade“ ist ein etwas anderer Reiseführer, welcher sich von anderen deutlich abhebt. Wer dem Massentourismus ausweichen und dennoch echte Wiener Sehenswürdigkeiten erleben will, wird mit diesem Reiseführer seine Freude haben. Mich begleitet er in zwei Wochen nach Wien und ich freue mich schon jetzt auf den einen oder anderen Spaziergang. Aufgrund der schlecht lesbaren Karten, vergebe ich 4 Sterne!


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