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Mobbing Dick

Roman. Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2019 (Longlist)

Der junge Dick Meier versucht, aus dem Gefängnis seines kleingeistigen Elternhauses auszubrechen und heuert bei der Schweizerischen Bankanstalt an. Diese wird rasch zu seinem neuen Gefängnis, was er aber lange nicht merkt. Er gerät immer mehr unter Druck. Um nicht durchzudrehen, fängt er an, sich nachts in Mobbing Dick zu verwandeln und sich an der Erwachsenenwelt zu rächen.

Das Jurastudium wird immer trockener, das elterliche Reihenhäuschen immer enger. Die Lösung verspricht ein Job und eine eigene Wohnung. Sich selbst über sein Berufsprofil nicht ganz im Klaren, gelingt Dick in der ominösen Bankanstalt ein rasanter Aufstieg, der Druck wächst. Gleichzeitig wissen die Eltern immer noch nichts von der neuen Wohnung, ein überteuertes Loch in einer üblen Gegend, und schließlich entdeckt er ein lange gehütetes Geheimnis seines Vaters.

Dick gerät immer mehr in Bedrängnis und flüchtet sich bald in seine eigene Wirklichkeit als Mobbing Dick. Es beginnt eine packende und extreme Irrfahrt, bei der er immer mehr die Kontrolle über sein Alter Ego verliert.
Portrait
Tom Zürcher, geboren 1966, lebt in Zürich und ist der unentdeckteste Schriftsteller der Schweiz. Seine Brötchen verdient er mit Reklametexten. Veröffentlichungen: »Högo Sopatis ermittelt« (1998), »Der Spartaner« (2016).
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 25.02.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-906195-83-4
Verlag Salis Verlag ein Imprint der Elster & Salis AG
Maße (L/B/H) 19,5/12,8/3,2 cm
Gewicht 424 g
Auflage 2. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Ein Taugenichts wird maskierter Rächer - vielleicht

Ingbert Edenhofer, Thalia-Buchhandlung Essen

Tom Zürcher ist gewieft. Sein Protagonist Dick Meier (benannt nach Dick Cheney, aber das gibt Dick ungern zu) fängt ohne jegliche Begabung an, in einer Bank zu arbeiten und ist erstmal für viele Leute dort eine zu fördernde Person. Aber schon allein der unehrliche Umgang mit seinen Eltern und seine Tendenz, mit Personen zu reden, die nicht da sind, zeigen, dass Dick nicht der Mann mit der besten mentalen Gesundheit ist. Die Situationen am Anfang seiner Karriere sind teils so komisch, dass ich mehrfach im Zug laut auflachte. Andererseits war ich dann auch überrascht, dass dieses Buch auf der Longlist für den Deuschen Buchpreis landete. Mit der Zeit driftet Dick aber ab und verstrickt sich in Lügen und andere Probleme, die ich hier noch nicht ausbreiten möchte. Als Leser fühlt man sich hilflos, ihm nicht zur Seite stehen zu können, denn manchmal möchte man ihn einfach schütteln und/oder anschreien. Insgesamt erinnert mich "Mobbing-Dick" ein wenig an eine erwachsenere Ausgabe von "Nackt über Berlin", einem meiner liebsten Titel 2018 - ebenfalls ein Buch, das harmlos anfängt und sich dann viel tiefer entwickelt als erwartet. Ja, "Mobbing-Dick" ist skurril und in seinen Zufällen extrem konstruiert - aber das ist Methode. Sicherlich nicht der populärste Titel, der es auf die Longlist schaffte, aber meiner Meinung nach ein definitiver Geheimtipp!

Kundenbewertungen

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Satire vom Feinsten
von Sursulapitschi am 09.09.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Ich habe mich lange nicht mehr so amüsiert und schon bei den ersten Seiten gelacht. Dick Meier hat keine Lust mehr. Er will nicht mehr der brave Student sein, der tut, was seine Eltern sich wünschen, nicht mehr zu Hause wohnen, kontrolliert werden, gehorchen und schon gar keine Lust hat er, jedem zu erzählen, warum er diesen ... Ich habe mich lange nicht mehr so amüsiert und schon bei den ersten Seiten gelacht. Dick Meier hat keine Lust mehr. Er will nicht mehr der brave Student sein, der tut, was seine Eltern sich wünschen, nicht mehr zu Hause wohnen, kontrolliert werden, gehorchen und schon gar keine Lust hat er, jedem zu erzählen, warum er diesen albernen Namen trägt. Ein Job muss her, bei einer Bank, warum nicht, dann noch eine Wohnung in einer zwielichtigen Gegend, dann fängt sein neues Leben an. So war der Plan. Als junger, hoffnungsvoller Bankangestellter sieht er sich dann Anforderungen gegenüber, auf die er nie gekommen wäre. Einmal im System, muss er funktionieren und sich einfügen, selbst wenn ihm dort einiges seltsam vorkommt. Naiv rennt er in die Falle, sogar in die Schuldenfalle, und gerät in eine Situation, die immer absurder wird. Absurd ist hier einiges und wird schnell grotesk. Tom Zürcher scheint den Sarkasmus erfunden zu haben und schreibt sich in einen Rausch, der den armen Dick zu einem Monster macht. Aus Dick Meier wird Mobbing Dick, der sich nicht mehr anders zu helfen weiß, als mit nächtlichen Anrufen die Kollegen zu verunsichern. In einem fulminanten Rundumschlag bekommt hier jeder sein Fett weg, seien es hierarchische Firmenstrukturen, der Umgang mit dem Bankgeheimnis, die Arbeitsmoral der Kollegen, das Pöstchengerangel oder auch das konservative Familienbild, Scheinheiligkeit, kleinbürgerliche Sparsamkeit. Dieses Buch macht Spaß und es ist bitterböse, Satire vom Feinsten. Ich habe mich köstlich amüsiert und bin beeindruckt von dieser schönen Sprache und dem feinsinnigen Humor. Deshalb war ich auch ein wenig irritiert, als es zum Ende hin doch recht derbe wurde. Natürlich ist so ein Ende schlüssig, keine Frage. Nur ist das Buch grundsätzlich so fein komponiert, dass ich mit einer eleganteren Lösung gerechnet hatte. Der fünfte Stern ist etwas wackelig. Egal, es ist ein tolles Buch, Spaß mit Tiefgang und einer guten Portion Gesellschaftskritik, preisverdächtig, absolute Leseempfehlung.

Tom Zürcher – Mobbing Dick
von Miss.mesmerized am 01.09.2019

Nachdem er das Jurastudium aufgegeben hat, findet Dick Meier einen Assistentenjob in der Schweizerischen Bankanstalt. Was sein Vorgesetzter Remo Bachmann genau tut, weiß er nicht, nur manchmal eilt dieser mit Stift und Papier davon. Auch was er selbst tut, weiß er nicht so genau, denn richtige Arbeit hat er eigentlich nicht. Je ... Nachdem er das Jurastudium aufgegeben hat, findet Dick Meier einen Assistentenjob in der Schweizerischen Bankanstalt. Was sein Vorgesetzter Remo Bachmann genau tut, weiß er nicht, nur manchmal eilt dieser mit Stift und Papier davon. Auch was er selbst tut, weiß er nicht so genau, denn richtige Arbeit hat er eigentlich nicht. Je mehr sein Chef gestresst ist, desto prekärer wird dessen Position in der Bank. Die Vorgesetzten beobachten ihn genau und bereiten Dick langsam auf die Übernahme wichtigerer Aufgaben vor. Dazu gehört ein Seminar in Vreneli, einer Geheimschrift, in der alles in der Bank codiert wird. Dicks Stern steigt und zunehmend gerät er in einen Strudel, der durch die belastende Situation im Elternhaus, wo er immer noch lebt, noch gesteigert wird. Sowohl die Arbeit, wie auch die Freizeit zehren an seinen Nerven und bald schon verwandelt er sich in „Mobbing Dick“, denn nur so kann er dem Druck noch standhalten. Man kann sich köstlich amüsieren mit Tom Zürchers Bankensatire. Die Geheimnistuerei, strenge Hierarchie und Prahlen auf Basis von absurden Titeln und Statistiken lädt zum Schmunzeln ein. Jedoch fragt man sich bei Dicks Arbeitsbeschreibung schon, wie viele Mitarbeiter es wohl geben mag, die auch in der Realität kaum Arbeit haben und ihre Tage nur so vertrödeln oder umgekehrt, nicht den leisesten Schimmer davon haben, was sie eigentlich tun. Hier deutet sich schon an, dass das Buch nicht nur lustig sein wird. Ebenso die Familiendialoge während des Essens, verfolgt man diese zunächst noch belustigt, zeigt sich jedoch im Verlauf immer deutlicher die destruktive Konstellation, die nicht ohne Folgen für den Protagonisten bleibt. Vieles an dem Roman hat geradezu kafkaeske Züge. Dick Meier kann das Treiben in der Bank nicht überblicken, seine Ängste werden immer stärker und die damit verbundene Unsicherheit treibt ihn zum Äußersten. Vieles, was er tut, erscheint völlig sinnlos und absurd, aber er kommt aus dem Hamsterrad, in dem er sich gefangen sieht, nicht heraus. Was zunächst als Befreiungsschlag wirkt, das Mobbing der Kollegen, wendet sich unweigerlich gegen ihn und führt ihn letztlich in einen wahren Wahn. „Mobbing Dick“ ist das Psychogramm eines modernen Arbeitnehmers, der die Arbeitswelt und die unterschiedlichen Erwartungen der Gesellschaft nicht mehr erfüllen kann und sich plötzlich in seiner eigenen Scheinwelt wiederfindet. Auch wenn man die Geschichte mit einem gewissen persönlichen Abstand liest, geht sie doch nicht spurlos an einem vorbei. Unweigerlich kommt man ins Grübeln und erkennt ohne große Mühe, dass die Muster, die sich in der Fiktion auftun, keineswegs erfunden, sondern ausgesprochen real sind. Unterhaltsam im Ton, ernst in der Aussage – die Nominierung auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2019 ohne Frage verdient.

Überbordendes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 31.08.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Tom Zürcher, eher ein unbekannter der Autoren der diesjährigen Longlist zum Deutschen Buchpreis, hat einen witzigen, teilweise überdrehten Roman geschrieben und er hat dafür einen Erzählton gefunden, der funktioniert. Im Mittelpunkt ein naiver junger Mann namens Dick Meier. Den für einen Schweizer ungewöhnlichen Namen Dick muss... Tom Zürcher, eher ein unbekannter der Autoren der diesjährigen Longlist zum Deutschen Buchpreis, hat einen witzigen, teilweise überdrehten Roman geschrieben und er hat dafür einen Erzählton gefunden, der funktioniert. Im Mittelpunkt ein naiver junger Mann namens Dick Meier. Den für einen Schweizer ungewöhnlichen Namen Dick muss er mehrfach im Roman erklären und wählt unterschiedliche Antworten. Dick bricht sein Studium ab und ist genervt von seinen Eltern, bei denen er noch wohnt. Der kleinbürgerlichen Welt will er entkommen. Also sucht er einen Job und findet erstaunlicherweise einen in einer Bank. Den Berufsalltag in der Bank wird sehr amüsant erzählt, wenn auch absurd. Zwar nicht unrealistisch, aber deutlich überzeichnet. Es gibt dort einige schräge Figuren und der exzentrische Dick fühlt sich anfangs wohl unter ihnen. Dick sucht auch nach einer Wohnung und findet unwissend ausgerechnet eine im Rotlichtbezirk. Eigentlich mag ich keine Deppen als Protagonisten in Romanen und Dick ist sicher einer, aber durch die Ironie des Autors wird er zu einer funktionierenden Figur. Es gibt viel Wortwitz, der teilweise durch die Dialoge entsteht, dann aber auch wieder durch Dicks Gedanken. Manche groteske Szene werden aber auch erschreckend, wenn der paranoide Dick mit der Zeit die Kontrolle verliert und die Situation eskaliert. Wahrscheinlich wird Tom Zürcher auch durch Mobbing Dick ein Außenseiter im Literaturbetrieb bleiben, aber immerhin zeigt das Buch, wie befruchtend es für den Leser sein kann, nicht immer dem Mainstream zu folgen.