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Alles oder Dich

Rezension
Sein viertes reguläres Studioalbum seit der erfolgreichen Lungentransplantation ist sein bislang bestes. Das liegt nicht nur am herausragenden Songwriting, sondern auch einem ganz eigenen Sound. Roland Kaiser war stets ein Künstler, der keine Kompromisse gemacht und nie das Risiko gescheut hat. Als er nach seiner Operation mit dem programmatisch betitelen Album "Alles ist möglich" 2011 wieder zurückkehrte, hatte er endgültig den Sprung geschafft von einem Sänger, der mit klassischen Schlagersingles in den 70er- und 80er-Jahren große Erfolge feierte, hin zu einem Albumkünstler. Auch die beiden Nachfolgealben "Seelenbahnen" (2014) und "Auf den Kopf gestellt" (2016) setzten diesen Kurs fort, doch "Alles oder dich" setzt dieser Entwicklung die Krone auf. Denn die neue Songsammlung klingt bei aller Vielfalt wie aus einem Guß und überzeugt durchgehend mit einem extrem hohen Niveau beim Songwriting und den vielschichtigen Arrangements. Mit dem, was damals oder heute "Schlager" genannt wird, hat das nur noch wenig zu tun. Stattdessen hat Roland Kaiser - vergleichbar mit seinem Kollegen Howard Carpendale - einen ganz eigenen Sound für sich gefunden, den man als deutschsprachigen Pop bezeichnen könnte, der aber auch Elemente von Rock, Dance oder orchestraler Musik umfasst. Alle Songs entstanden erneut im Berliner Hansa-Studio unter der Leitung von Roland Kaiser und Alex Wende (Udo Jürgens, Maite Kelly, Herbert Grönemeyer) und wurden von Peter Schmidt (Max Raabe, Sarah Connor, Depeche Mode), Michael Ilbert (Adele, Katy Perry, Taylor Swift) sowie David Hefti (Chris Cornell, Cat Stevens) abgemischt. Das Mastering in New York übernahm Joe LaPorta (Sterling Sound). "Alles hervorragende Fachleute, die im Grunde gar nicht schlageraffin sind und deshalb auf ganz besondere Weise an meine Musik herangehen ", kommentiert Kaiser die Wahl seiner Studio-Crew. "Sie haben es geschafft, die Titel so umzusetzen, dass sie immer noch kommerziell sind, aber nicht verstaubt klingen. Es ist zeitgemäß, ohne aber das Publikum zu verprellen." Herausgekommen sind dabei Stücke, denen man die internationale Prägung anhört. Gleich der erste Titel, "Der Mann, den du verdienst", klingt mit seinem kraftvollen Refrain modern, rockig und poppig, während eine dezente Four-To-The- Floor-Bassdrum für einen tanzbaren Groove sorgt. Aber auch dramatische Balladen wie der Titelsong, "10 Millionen Kerzen" oder "Rede und Antwort" bleiben sofort beim ersten Hören hängen und sorgen für Gänsehaut. Das gilt auch für "Niemand", ein gleichzeitig melancholisches wie witziges Duett mit Barbara Schöneberger. Der Song mit Sixties-Flair hat zudem das Potenzial, an Kaisers chartsträchtige Zusammenarbeit mit Maite Kelly, "Warum hast du nicht nein gesagt", anzuknüpfen. Finale und absoluter Höhepunkt des Albums ist jedoch das letzte Lied, "Spätsommer", in dem ein ernster Roland Kaiser über das Älterwerden und Endlichkeit philosophiert, wenn er singt: "Jeder Tag ist ein Gewinn, alles ergibt am Ende einen Sinn." Das gilt dann auch für das gesamte Album, das künstlerisch höchsten Sinn ergibt und zugleich beim Zuhörer meisterhaft alle Sinne anspricht. Dietmar Schwenger (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 15.03.2019
Sprache Deutsch
EAN 0190758072128
Genre Schlager
Hersteller Sony Music Entertainment
Verkaufsrang 3
Musik (CD)
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16,49
bisher 18,99
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