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Freche kölsche Spröch vun hückzedaachs

(mit hochdeutscher Übersetzung)

Ald üvver fuffzich Johr lang ben ich kölsche Jraffiti-Spröch am sammele. Jenau vör dressich Johr kom dann dat eeschte Bändche eruus. Kei Minsch hatt domols jedaach, dat su e klei Täschebooch ne Renner sin künnt un mihmols opjelaat wääde moot.
„Wodraan künnt dat jeläje han?“, frohchten sich de Lück, bes dat se dohinger kome, dat et sich he öm en neu Jurendkultor handelen deit. Die Aanhänger dovun molten met Spröhdose aan Huuswäng, Britze un Moore unger däm Motto „Fantasie aan de Maach“ Jeistebletze, freche Parole un däm eeschte Aansching noh blödsennije Spröch op.
Noh un noh fungk su mäncheiner si Amasemang bei däm Lese vun de Spröch. Avjesinn natörlich vun de Lück, die üvver su mänch Schmeerereie en Alterazijon ov sujar en Raasch jerode sin, han de mihtste sich doch met där Aat vun Spröch arangscheet un ziteeren se bei alle müjjelije Jeläjenheite.
Bloß winnije Spröch sin er do, die tireck op Kölsch opbletze, de allermeeschte ston do op Huhdütsch. Trotzdem han ich se all jesammelt. Un die, die vun ehrer Aat herr met kölschem Jedankejot üvvereinstemme däte, han ich dann en uns Sproch üvverdrare. Dobei woodt ich selvs zo enem Feez-Deechter; vun dä 1.154 Spröch en däm Booch he es su jot de Hälv op eije Mess jewahße.
Och all de 98 Beldcher han ich sevs jemaht.
Jenoch geschwaadt un jeschrevve. Hat vill Spass un Freud met dem Studeere vun dä Spröch.
(Über fünfzigzig Jahre lang sammle ich schon Kölner Graffiti-Sprüche. Genau vor dreißig Jahren kam dann das erste Bändchen heraus. Kein Mensch hatte damals gedacht, dass so ein kleines Taschenbuch ein Renner sein könnte und mehrmals aufgelegt werden musste.
„Woran könnte das gelegen haben?“, fragten sich die Leute, bis sie dahinter kamen, dass es sich hier um eine neue Jugend-Kultur handelt, deren Jünger an Hauswänden, Bretterzäunen und Mauern mit Sprühdosen unter dem Motto „Phantasie an die Macht“ Geistesblitze, freche Parolen und dem ersten Anschein nach blödsinnige Sprüche aufmalten.
Nach und nach empfanden so manche ein Amüsement beim Lesen solcher Sprüche. Abgesehen natürlich von den Leuten, die über so manche Schmierereien bestürzt und äußerst erregt waren (und sind), haben die meisten sich doch mit der Art von Sprüchen engagiert und zitieren sie bei allen möglichen Gelegenheiten.
Nur wenige Sprüche gibt es, die gleich auf Kölsch aufblitzen, die allermeisten sind hochdeutsch geschrieben. Dennoch habe ich alle gesammelt. Und die, die von ihrer Art her mit kölschem Gedankengut übereinstimmten, übertrug ich in unsere Sprache. Dabei wurde ich selbst zu einem Unsinns-Poeten; von den 1.064 Sprüchen hier in diesem Buch ist so gut die Hälfte auf eigenem Mist gediehen.
Auch alle neunzig Bilder sind von mir.
So, genug davon. Haben Sie beim Studieren der Sprüche viel Spaß und Freude.)
Volker Gröbe
Portrait
Der mittlerweile 71-jährige Volker Gröbe blickt auf eine höchst erfolgreiche kölsche Laufbahn zurück: Nach einem Jahrzehnt der Lehrtätigkeit an Kölner Gymnasien übernahm er die Geschäftsführung einer der größten deutschen Kulturstiftungen. Im Rahmen der Tätigkeit baute er die „Akademie för uns kölsche Sproch“ auf, die er auch 15 Jahre leitete.
Im Karneval war und ist er sehr aktiv. Fünf Jahre war er Präsident einer Karnevalsgesellschaft. Seit 27 Jahren arbeitet er ehrenamtlich im Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.; dort bildete er 22 Jahre Büttenrednerinnen und -redner im Literarischen Komitee aus, und noch heute betreut er das Film- und Video-Archiv des Festkomitees.
Als Autor hochdeutscher und kölscher Bücher (bisher 46 Titel mit einer Auflage von rund 1,5 Millionen Exemplaren – darunter drei Bestseller) gilt er als überaus erfolgreicher Schriftsteller.
Auf Grund seiner fundierten Kenntnisse der Kölner Mundart wurde er als Kölsch-Coach für namhafte Schauspielerinnen und Schauspieler zu drei mit den höchsten deutschen Preisen ausgezeichneten Spielfilmen engagiert.
Sein Engagement wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt (unter anderem): „Verdienstorden in Gold“ des Festkomitee Kölner Karneval, dem Orden „För dat äch kölsche Hätz“ von der Großen Allgemeinen Karnevalsgesellschaft, von der Karnevalsgesellschaft Fidele Aujusse als „Magister Linguae et Humoris Coloniensis“ oder „Hauptmann der Reserve“ von den Blauen Funken.
Volker Gröbe ist seit 49 Jahren mit Ehefrau Claudia verheiratet. Mit ihr hat er zwei Söhne großgezogen.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 200
Erscheinungsdatum 02.01.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-96136-046-8
Verlag Ratio-books
Maße (L/B/H) 20,8/16,7/2,5 cm
Gewicht 568 g
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
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